Kommentare

Täter die Waffe selbst wieder reaktiviert?

Derzeit sei noch unklar, ob der Täter die Waffe selbst wieder reaktiviert hat.

Natürlich nicht, sonst bräuchte er sie doch nicht im Darknet kaufen.
Wenn man sich schon im Darknet eine illegale Waffe besorgt, dann natürlich gleich eine scharfe.

Es ist technisch sehr

Es ist technisch sehr aufwändig eine Dekowaffe funktionsfähig zu machen. Das Minimum an Deaktivierung ist in der Regel die Zerstörung des Schlagbolzens. Selbst wenn nur dass der Fall war, muss ein neuer Schlagbolzen gefertigt werden, was nicht trivial ist und eine gut ausgerüstete Werkstatt erfordert. Ich halte es für ausgeschlossen, dass der Täter das getan hat.
Je nachdem, welche Regeln für die die Zerstörung im Herkunftsland gelten, kann auch eine noch schwerer zu behebende Zerstörung gefordert sein.

Liebe Tagesschau...

Hier werden Begriffe unklar benutzt. Eine Dekowaffe ist keine Theaterwaffe. Mit einer Theaterwaffe kann man Platzpatronen abfeuern, mit einer Dekowaffe geht nicht einmal das. "Echte" Dekowaffen sind im Übrigen keine funktionsuntüchtig gemachten echten Schusswaffen, sondern Repliken, die auch so konstruiert wurden, dass sie nicht zu echten Schusswaffen umgebaut werden können (sie sind z. B. an entscheidenden Punkten nicht zerlegbar, Teile des Innenlebens sind so gebaut, dass sie eine Funktion vortäuschen aber nicht erfüllen, das Rohr ist nicht ausgebohrt, der Hahn dringt nicht ins Patronenlager, oder andere mechanische Teile fehlen).

Weiter: Dekowaffen kann man überall frei kaufen und müssen auch nicht registriert werden, nur öffentlich führen darf man sie laut WaffG lediglich bei "berechtigtem Interesse". Dafür hätte er nicht ins Darknet gehen müssen. Daher ist zu vermuten, dass dieser Anbieter voll schussfähige Waffen verkaufte, die als Deko-/Theaterwaffen getarnt waren.

um 14:30 von Letos Es ist technisch sehr

Zitat:" Es ist technisch sehr aufwändig eine Dekowaffe funktionsfähig zu machen."
Ja!
Zitat:" Das Minimum an Deaktivierung ist in der Regel die Zerstörung des Schlagbolzens. "
Quatsch! Das Gesetz schreibt für Kurzwaffen vor:
1) Lauf vom Patronenlager ab aufschneiden (also einen Schlitz reinschneiden).
2) Verschluß am Stoßboden (da, wo die Patrone anliegt) um mindesten 45 Grad abschrägen.
3) Bohrung für den Schlagbolzen zuschweißen.

Wer so ein Ding reaktivieren kann, hat auch die Ausrüstung, eine komplett neu zu bauen. Also eine feinmechanische Werkstatt mit Drehmaschine und Schraubstock und Feile. Besser noch Fräsmaschine.

Wenn er damit umgehen kann, ist es soweit.
Somit ist jeder Werkzeugmacher ein potentieller Waffenhersteller.
Übrigens: Im Baumarkt gibt es alle Zutaten für C-Waffen. Chemiker und Ingenieure werden somit auch zu "Gefährdern".
Vielleicht sollte man sich doch lieber um Werte und Herzensbildung kümmern. Auch wenn das nich so schön populistisch ist wie "Verbote".

Dokumentationen in ARD/ZDF vorhanden

ES gibt Waffen,die schon von vorneherein fürs "Scharfmachen" konstruirt sind und lediglich pro forma die "Voraussetzungen" erfüllen keine "scharfen Waffen" zu sein.
Also für jeden,der nicht ganz blöd ist, ganz legal zu erwerben.

Dass dies aus geschäftlichen Gründen so gemacht wird,inwiefern die Herstellerfirmen dem von vorneherein Vorschub leisten, bitte ich die User sich zu informieren,sonst krieg ich hier die Röteln.

Es hilft die Suchmaschine der Wahl.
Man wird öffentlich rechtlich fündig,bei so Sendungen der Art "Report"Monitor"Panorama" und so.

Ist auch nicht so, dass deutsche/EU Firmen oder Gesetzgeber da nicht beteiligt wären.

14:31 von Kurt von Hammerstein Liebe Tagesschau...

Zitat:"Hier werden Begriffe unklar benutzt. "
Bravo! Danke! Das gebündelte Babel-Syndrom, wenn es um Schußwaffen geht, ist schlimm, irreführend und für den Unkundigen angsteinflößend.
In einem Beitrag, der hoffentlich nicht kassiert wird, habe ich beschrieben, was zur Deaktivierung einer Kurzwaffe gesetzlich nötig ist.

Ach ja: Wer eine deaktivierte Kurzwaffe wieder herstellen kann, kan sich auch gleich eine neue bauen. Denn der hat das Werkzeug und die Fertigkeiten dazu. Deswegen hat der Gesetzgeber auch diese Vorschriften gemacht. Weil mehr Vorschriften hier sinnlos wären.

14:30 von Letos

Schlagbolzen, Schlossfeder, Auszieher und Magazine für diese Pistole sind FREI verkäuflich. Rahmen, Lauf, Schlitten und komplettes Schloss sind EWB pflichtig. Ich hoffe der Zensor lässt das so stehen.

um 14:31 von Kurt von Hammerstein

Ich denke Sie sollten Ihren Kommentar an die Ermittlungsbehörden richten?

In diesem Beitrag werden deren bisherige Ergebnisse wiedergegeben - inklusive der Zuordnung der Waffe - keine Schuld der TS.

ich glaube das nicht

von Berufs wegen trage ich während meiner Arbeit eine Pistole Röhm CP1. Wurde in den letzten 20 Jahre 2x beschossen und 1x getroffen. Im Umgang mit Kurz- und Langwaffen kann mir kaum jemand was vormachen.
Beim Testen von Replikaten/Dekowaffen haben wir grundsätzlich die Erfahrung gemacht, dass diese nicht waffentauglich sind. Nach Abgabe weniger Schüsse spätestens würde sich der Schütze selbst außer Gefecht setzen.
Ich glaube, dass es sich in München um eine scharfe Waffe handelte in deren Lauf eine Feder eingeschweißt war die herausgebohrt wurde, also um eine Waffe aus Waffenstahl und nicht aus Guß oder N2/N3 waffenuntauglichem Stahl.

14:40 von paganus

Genau so isses ! Darum wurden vor 3 Monaten der An und Verkauf von Deko Waffen und Deko Teilen Verboten MfG P.D

Amok

"Als Amok wird ein psychischer Ausnahmezustand mit blindwütig zerstörerischem Verhalten einer Person bezeichnet, die plötzlich und willkürlich Personen lebensgefährlich angreift oder tötet, oft mehrere in einer Kette von Gewalttaten."
Dies hier war geplanter, eiskalter Mord. Amok, Dekowaffe.... der ungenaue Gebrauch unserer Sprache und von Begrifflichkeiten wirft kein gutes Licht auf diesen Bericht und man fragt sich ob dort nicht wieder hintergründig eine Meinung implementiert werden soll anstatt zu informieren.

Lieber Hammerstein!

Ich will hier kein Waffenexperte werden und eine seitenlange Dissertation darüber lesen! Die Kurzmitteilung, dass es sich jedenfalls um eine umgebaute, vormals nicht dem eigentlichen Zweck einer Waffe dienende Konstruktion handelte, reicht mir völlig. Es ist völlig irrelevant, wie das Ding nun heißt.

Waffentypen

Dekowaffen koennen auch umgebaute scharfe Waffen sein.

Eine Theaterwaffe kann alles moegliche sein. Von der Seifenpistole bis zur scharfen Waffe. Sie wird halt nur im Theatere eingesetzt. Vermutlich meint die Autorin eine Schreckschusswaffe. Die lassen sich leichter umbauen als Dekowaffen.

Der Amoklaeufer war aber entweder ein Naturtalent oder hat vorherr irgendwo geuebt. Man kann sich zwar vorher einlesen und YouTube schauen, den Vorgang trocken ueben, um beim Abdruecken nicht zu verziehen, aber das bereitet einen nicht auf den Rueckstoss der Waffe vor.

Wenn der Polizist wirklich nur einen Schuss abgegeben hat, war er sehr besonnen. Danke das Sie so ruhig geblieben sind und nicht wild drauflos geballert haben.

um 14:30 von Letos

"Es ist technisch sehr aufwändig eine Dekowaffe funktionsfähig zu machen."
###
stimme Ihnen voll zu. Nur Präzisionswerkzeug und Waffenmechaniker sind in der Lage solch ein Dekostück eventuell wieder scharf zu machen. Zudem muss es sich um Waffenstahl handeln, das ist bei Dekos normalerweise nicht üblich. Auch muss man Kontakte zur Szene haben und mich stört... wer an 100te Schuß Munition kommt, kommt bei gleicher Quelle auch an eine scharfe Waffe.

Laut heute.de war die Waffe ein Film-Requisit

Auch zu der Waffe weiss man laut heute.de in den Kurzmeldungen inzwischen mehr. Sie stammt aus der Slowakei, war ein Fim-Requsit und wurde VOR dem Verkauf im Darknet - dort hat der Täter sie gekauft - wieder schussfähig gemacht:

http://www.heute.de/

13:34Waffe des Amokläufers stammt aus "Darknet"

Die Waffe des Amokläufers von München soll sich der Täter im "Darknet" besorgt haben. Das hat der bayerische Innenminister Joachim Hermann (CSU) dem ZDF bestätigt. Die Tatwaffe, eine Glock, stamme aus der Slowakei. Es handele sich dabei um ein unbrauchbar gemachtes Theater- beziehungsweise Film- Requisit. Die Waffe sei allerdings wieder schussfähig gemacht und im "Darknet" verkauft worden, sagte Hermann dem ZDF in Erlangen. In München hatte ein 18-jähriger Mann am Freitagabend neun Menschen erschossen.

Dass hieße:
auch die werte Filmindustrie wäre hier nicht ganz unschuldig.

@14:31 von Kurt von Hammerstein

1. Dekowaffen können speziell hergestellte "Waffen" sein, die echten Waffen täuschend ähnlich sehen, aber nicht schussfähig sind. Das Material ist Hartplastik oder Zinkdruckguß (Zamak), aus dem auch die meisten Teile von Schreckschußwaffen bestehen. Schießen kann man damit nicht, weil nicht alle Teile einer echten Waffe vorhanden sind wie z.B. Schloß.
2. Dekowaffen können auch umgebaute echte Waffen sein, die so bearbeitet sind, dass man damit nicht mehr schießen kann. Dazu gehört ein verschweißter Stahlbolzen quer durch den Lauf, verschweißtes Patronenlager, 3-5 kalibergroße Bohrungen im Lauf und ein zu 45 Grad abgeschiffenes Schloß. Auch wenn man einige Teile wie Schloß oder Schlagbolzen kaufen kann, den Lauf als wichtigstes Teil bekommt man nicht. Und selber bauen kann den nur ein Büchsenmacher.
Da die Nummer weggefräst war, wird es wohl eine illegale scharfe Waffe gewesen sein. Dekowaffen behalten ihre Nr., sofern vorhanden.

Wenn Journalisten sich interviewen und Fachleute vortäuschen

Wenn man sich illegal über das Internet etwas besorgt, ist man in keinem Darknet. Ein Darknet ist ein Peer-to-Peer-Overlay-Netzwerk, dessen Teilnehmer ihre Verbindungen untereinander manuell herstellen.
In einem echten Darknet kann man nur sein, wenn man dort von jemand eingeladen wurde.
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Seiten, auf denen ich etwas illegal kaufen kann, sind normal im Internet zu finden. Das Problem ist meist, dass mit maskierten Adressen gearbeitet wird und mit Servern, die in Ländern stehen, wo kein einfacher Zugriff möglich ist. Das hat jedoch nichts mit einem Darknet zu tun.
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Zu den waffentechnischen Fehlgriffen an Begrifflichkeiten, haben bereits andere Kommentatoren etwas geschrieben.
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Es ist inzwischen zu einer Unart im Journalismus geworden, dass Journalisten sich gegenseitig Fragen stellen, um den Eindruck zu vermitteln, dass das Gegenüber ein "Fachmann" sei.
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Der Beitrag ist für mich nahe am Bildzeitungsniveau.

@ Langer Eugen

Ich glaube kaum, das die ermittelnden Behoerden das gesagt haben.

Wenn haben sie einen ExJournalisten oder Politiker als Sprecher dazwischen geschaltet. Dabei reicht schon ein Journalist, um beim stille Post spielen nur Murks herauskommen zu lassen. Normalerweise haben sie absolut keine Ahnung von dem Thema ueber das sie Berichten, verstehen die Haelfte falsch und vergessen die andere auf dem Weg zum Rechner. Beim zusammenreimen der verbliebenen Infos muss man dann darauf bauen, dass sie einen moegen, denn sonst wird man schnell ein Opfer der Quote/Auflage

Perfide

Trotzdem - die Tat bleibt perfide. Noch beunruhigender, wie verwundbar eine moderne Großstadt ist. Ein Einziger konnte eine gesamte Großstadt für einen Abend in die Knie zwingen. Wie viele unnötige Probleme sind durch diesen fehlgeleiteten gesellschaftsfeindlichgesonnen jungen Mann entstanden? Darüber berichtet keiner. Oder wie einsam dieser Attentäter dann sich selbst gerichtet hat. Die armen Familien, die jetzt alleine sind.

Wer...

im offenen Netz mit Begriffen wie
" Ersatzteile Glock " oder "Spare parts Glock" seine Suchmaschine füttert, der stellt schnell fest, das es im Internet problemlos möglich ist, and jedes nur erdenkliche Ersatzteil für eine Schußwaffe zu kommen - die werden teilweise sogar auf ebay (.com und anderen) angeboten. Es scheint also überaus einfach zu sein, sich Ersatzteile über den internationalen Internethandel zu beschaffen.

Wer sich über das Darknet eine Waffe beschaffen kann, ist ebenso in der Lage, dort die entsprechenden Anweisungen zu bekommen, wie man eine "kastrierte" Handfeuerwaffe wieder so umbauen kann, dass sie im Anschluss auch scharfe Munition abfeuert.

Ich halte es sowohl für möglich, dass er die Waffe bereits wieder funktionsfähig erwarb, als auch dass er mit entsprechenden Teilen und Anleitung die Waffe wieder entsprechend umbauen konnte.

Man wird sehen, was die weiteren Ermittlungen an konkreteren Ergebnissen dazu liefern.

Diese Unterlagen erinnern an Todespiloten bei Germanwings

Und das mit diesen gefundenen Medikamenten und den ärztlichen Unterlagen erinnert sehr an diesen Todespiloten bei Germanwings in Frankreich.

Also scheint der sich nicht nur mit diesem Breivik und Amokläufen generell befasst zu haben, sondern eventuell auch mit diesem Todespiloten von Germanwings. Denn der war ja auch in Behandlung gewesen, wurde aber rueckfällig.

um 14:46 von paganus65

"Ach ja: Wer eine deaktivierte Kurzwaffe wieder herstellen kann, kan sich auch gleich eine neue bauen. Denn der hat das Werkzeug und die Fertigkeiten dazu."
###
- Sie haben recht, zudem kommt, wie bei einem Fahrzeug wo Getriebe und Motor ausgetauscht werden, dass so eine Waffe nicht mehr stimmig ist und erst einmal eingeschossen werden muss, oft stellt sich dabei heraus dass sie nichts taugt. Da nach Zeugenaussagen der Jugendliche sehr professionell diese Waffe handhabte, muss er irgendwo trainiert haben.

DARKNET! Wenn jemand im

DARKNET!

Wenn jemand im Darknet kriminelle Dinge tun kann (als Kunde), kann das auch ein Polizist als verdeckter Ermittler. Man muss vermutlichg europaweit/weltweit gegen das Darknet vorgehen. Aber es stößt mir bitter auf, dass immer von Vorratsdatenspeicherung gesprochen wird (die Auswertung ist teuer! und an Personal gebunden) und man immer den Eindruck erhält, dass gegen sowas nichts oder nicht genug getan wird.
Das Darknet und dessen kriminellen Hintermänner muss stärker verfolgt werden, interpolmässig.

@paganus65:1aspekt=nur 1 aspekt,realität=komplex

Sie übersehen die Fähigkeit von Firmen+Privatpersonen zu kombinieren.
Ich geb mal ein fiktives Bsp um mich selbst zu schützen-Prüfanleitung im Posting oben:
Sagen wir ein D-Hersteller produziert auch in Mexico(oder läßt wo auch immer,Lizenz-produzieren),wo z.B.das Weglassen des Schlagbolzens die Waffe"legal"macht für den Allgemeingebrauch.Die Waffen werden dann z.B.in sehr hoher Zahl nach,sagen wir Ukraine gebracht,was legal ist.
Dort werden die mit ganz legal gekauften Schlagbolzen scharfgemacht+mit Gewinn nach Polen verkauft.An der D-Grenze auf polnischer Seite herrscht in Erwartung dieser"ehemalig"legalen Waffen"auf den entsprechenden Märkten eine große Nachfrage.
Oder jemand kauft in einem EU Land mit fragwürdiger"Rest-Übergangs-Gesetzeslage ne Waffe noch ohne Bolzen+besorgt sich dort oder im Netz einen passenden Bolzen.Ist auch weiter kein Problem.
Hab das am Bsp. einer gestern genannten Waffe+meiner ehemaligen Dienstwaffe durchgespielt.
Oder auch nette "Schweizer Besonderheiten"

Auch bei heute.de wird ein politischer Hintergrun ausgeschlossen

Weiterhin hat die Staatsanwaltschaft inzwischen ebenfalls einen politischen Hintergrund ausgeschlossen:

http://www.heute.de/

14:25Ermittler: Münchner Amokläufer suchte seine Opfer nicht gezielt aus

Der Amokläufer von München hat seine Opfer nach den bisherigen Ermittlungen nicht gezielt ausgesucht. Das teilte Oberstaatsanwalt Steinkraus-Koch mit. Einen politischen Hintergrund der Tat schloss er klar aus. Es habe sich bestätigt, dass der 18-Jährige wegen einer psychiatrischen Erkrankung behandelt wurde. Der Amokläufer von München habe ein eigenes schriftliches "Manifest" zu seinen Taten verfasst, sagte der Präsident des bayerischen Landeskriminalamts, Robert Heimberger. Der Täter habe sich seit einem Jahr mit dieser Tat befasst.

Von daher: das mit der Depression und dem Mobbing verfestigt sich immer weiter und daran sieht man: Waffen aleine sind NICHT der Grund fuer solche Amokläufe.

Liebe Tagesschau...

Warum lasst ihr hier bewusste falschaussagen stehen. Das Darknet ist keine üble ecke des Internet die man nur mit Verschlüsselungssoftware erreichen kann.

Wie wäre es hierbei mit eigener Recherche? Sich auf einen Wikipedia Artikel der noch dazu absolut hanebüchen ist und sich auf ein Papier von ein paar Microsoft Mitarbeitern aus dem Jahr 2002 bezieht zu verlassen ist fahrlässig.

Das darknet an sich bedeutet nichts anderes als sich in einem Teil des Netzes zu bewegen der nicht indiziert oder verlinkt ist.

Sprich der Zugang dazu kann nur erfolgen wenn jemand genau weiß wonach er sucht.

Mehr ist es nicht. Qualitativ hochwertiger Journalismus sieht anders aus.

@veritas:der user zeigt eines von vielen beispielen

"Ich glaube, dass es sich in München um eine scharfe Waffe handelte in deren Lauf eine Feder eingeschweißt war die herausgebohrt wurde, also um eine Waffe aus Waffenstahl und nicht aus Guß oder N2/N3 waffenuntauglichem Stahl"

oder so.

Genau so ist es (unter anderem).

Was hier einige möglicherweise recht naive User anführen,ist zwar prinzipiell richtig (Dekowaffen und so), hat aber mit dem vorliegenden Fall, bei dem wohl 57 mal geschossen wurde ja gleich so überhaupt gar nix zu tun.

Frage: wer hat die Waffe VOR dem Verkauf schussfähig gemacht?

Denn aus dem Verkauf der wieder schussfähig gemachten Waffe im Darknet die aus der Slowakei stammen soll, stellt sich die Frage: wer hat VOR dem Verkauf die Waffe wieder schussfähig gemacht?? Etwa die Filmindustrie selbst?? Hat die Filmindustrie die Fähigkeit, solche Waffen wieder schussfähig zu machen??Denn damit wäre dann die Filmindustrie mitschuld. Oder wer war es sonst?? Und die zweite Frage wäre: wer war der Verkäufer im Darknet (also wer hat die Waffe an den Täter verkauft)? Zusätzlich stellt sich die Frage: an wen hat die Filmindustrie verkauft?? Etwa an den Verkäufer im Darknet?

Daran sieht man: der Täter war es wohl nicht, der die Waffe schussfähig gemacht hat. Sondern das geschah schon VOR dem Verkauf. Und damit scheidet Terrorismus erneut aus.

Nochmal: Waffen sind nicht der alleinige Grund

Nochmal:

die Staatsanwaltschaft bestätigt auf n-tv.de dass der Täter wegen psychischer Probleme in Behandlung war:

https://tinyurl.com/zxfseqe
n-tv.de: Münchner Täter hatte Manifest vorbereitet (Sonntag, 24. Juli 2016)

Staatsanwalt Thomas Steinkraus-Koch bestätigte zudem, dass sich der Täter wegen psychischer Probleme sowohl in stationärer wie in ambulanter Behandlung befand. Dabei habe es sich offenbar um eine Angststörung und um Depressionen gehandelt. Im Zimmer des Jugendlich seien ärztliche Unterlagen und entsprechende Medikamente gefunden worden. Ob er die Arzneimittel auch genommen habe, sei aber noch unklar.

Daran sieht man nochmal, das Waffen nicht der alleinige Grund fuer solche Amokläufe sind, sondern dass es da noch mehr Gruende gibt. Und damit besteht kein Grund, schon wieder reflexartig nach Verschärfungen von Waffengesetzen zu rufen.

Danke an Herrn Oberkobold:Darknet, etc.

Ja, so geht Journalismus.
(Auch wenn Sie kein Journalist sein sollten)

Danke.
Endlich mal ein überzeugender Beitrag.

um 14:31 von Kurt von Hammerstein

""Echte" Dekowaffen sind im Übrigen keine funktionsuntüchtig gemachten echten Schusswaffen, sondern Repliken, die auch so konstruiert wurden, dass sie nicht zu echten Schusswaffen umgebaut werden können"
###
-- daher irritieren mich die Aussagen des bayrischen Innenminister. Da die Mehrheit der Bürger von Waffentechnik keine Ahnung hat, bzw., und das finde ich auch gut so, in dieser Beziehung desinteressiert ist, werden sie diese Aussagen wohl kaum hinterfragen.

Ahja ...

.... am Freitag werden also neun junge Menschen erschossen, die das Leben noch vor sich gehabt hätten und am Sonntag diskutieren wir darüber, wie leicht oder schwer oder überhaupt machbar es ist, eine Waffe umzubauen / funktionsfähig zu machen. Und da wundern wir uns darüber, wie Menschen zu so etwas fähig sind? Ist doch alles scheinbar nur technischer Natur ...

Ich bin ja erstaunt wie viele

Ich bin ja erstaunt wie viele Leute sich hier mit Waffen auskennen. Und ich bin auch erstaunt wie viele Schuss aus so einer Pistole rauskommen. Das waren ja wohl mindestens 30 Schuss, die der da am Stück abgefeuert hat. Ich dachte immer eine Pistole hat 6 Patronen. Stimmt also nicht.

Verschärfung der Strafen

Unser Rechtswesen ist mir seit langem schleierhaft. Oft gibt es Bewährungsstrafen für Gewaltdelikte oder deren Beteiligung, die nicht mehr nachzuvollziehen sind. Jemand der einem Killer eine Waffe verkauft, ist für mich nichts anderes als ein Mittäter, muss rigoros verfolgt und sehr hart bestraft werden.

Bewährungsstrafen für Waffenhändler, auch für gelegentliche, sind genauso fehl am Platz wie Bewährungsstrafen für Fahrer von Straßenrennen, selbst wenn niemand dabei zu Tode kommt.

Gesetzesbrüche, die zur Gefährdung von Menschen führen oder diese erst ermöglichen, müssen eindeutig härter bestraft werden als Diebstahl oder Betrug.

Nur eine rigorose Bestrafung zeigt Tätern und Tatbeteiligten, dass es uns ernst ist und wirkt präventiv.

Ohne jetzt gleich das amerikanische "Three Case" zu fordern, bedarf unsere Justiz bei Gewaltverbrechen und mutwilliger Gefährdung eine umfassende Reform und zwar konsequent, hart, abschreckend.

Am 24. Juli 2016 um 15:09 von firefighter1975

Sie haben recht, alle möglichen Teile, nur die für eine Waffe wesentlichen Teile eben nicht. Sie bekommen keinen Lauf, keinen Verschluß, kein Patronenlager also alles Teile ohne die eine Waffe garantiert nicht funktioniert und die man auch nicht mal eben mit Vatis Werkzeugkoffer aus dem Baumarkt nachbauen kann.

Amoklauf oder Terroranschlag

sah ich in dieser Sache die offiziellen Angaben von Politik und Medien sehr misstrauisch, haben mich die neuen Erkenntnisse des LKA nicht wirklich überrascht. Will man wirklich an der These "Amok" festhalten? Warum?

@15:09 von firefighter1975

Bringen Sie die Leute nicht auf falsche Gedanken. Sie können im Internet sogar echte scharfe Waffen kaufen, allerdings nur mit Erwerbsberechtigung (EWB), umgangssprachlich Waffenschein genannt.

Danke an alle Waffenexperte

Danke an alle Waffenexperte hier. Dürfen wir jetzt wieder darüber nachdenken WER diesen "Amoklauf" verübt hat und WARUM?

Die reaktivierung fuer eine

Die reaktivierung fuer eine Glock17 ist sehr einfach. Man braucht nur einen neuen Lauf. Der lauf in der Glock17 ist wie viele andere waffen nicht fest in das gehaeuse verschweisst (geht auch nicht da das gehaeuse aus Plastik/Polymer ist) Da kauft man sich einen echten lauf baut den ein und dann war es das. Kopien aus tschechien usw werden warscheinlich sehr eng am orgiginal liegen. Einige Schreckschusspistolen/Dekowaffen sind intern so verschieden das es unmoeglich ist Konventionelle Munition daraus zu verschiessen. Bei "Billigen" Kopien allerdings ist das eine andere sache da bis auf den lauf die Innereien Gleich sind. Was einen umbau erleichtert. Ich weiss die Polizei will hier keine anleitung geben aber je nach waffentyp ist eine reaktivierung unterschiedlich schwer, bei der Glock17, relativ einfach FALLS man einen Echten lauf kaufen kann.

Nochmal meine Fragen hierzu

Nachdem meine Frage zensiert wurde, frage ich hierzu:

http://www.heute.de/ermittler-amoklauf-seit-einem-jahr-geplant-44527444....

Bei der Waffe handelt es sich um eine Glock 17 des österreichischen Herstellers Gaston Glock. Die Pistole war zunächst unbrauchbar gemacht worden, wie es üblich ist, wenn Waffen zum Beispiel als Theater- oder Film-Requisite verwendet werden. Die Waffe, so der Präsident des Bayerischen Landeskriminalamtes, Robert Heimberger, war später wieder schussfähig gemacht und über das Darknet verkauft worden.

nochmal:

1. wer hat die Waffe VOR dem Verkauf im Darknet schussfähig gemacht??
2. an wen hat die Filmindustrie verkauft?? Etwa an diesen Verkäufer im Darknet??
3. wer war der Verkäufer im Darknet der an diesen Schueler verkauft hat??

Denn wenn die Filmindustrie die Fähigkeit besitzt, unbrauchbar gemachte Waffen wieder schussfähig zu machen und sie danach weiterverkauft, dann ist die Filmindustrie mitschuld.

15:09 firefighter 1975

Nicht bei ebay sondern bei eGun kann jeder nachschauen zum Beispiel ein 50 und ein 100 Schuss Trommelmagazin für die Glock 17 bis 34. Natürlich frei verkäuflich ab 18 Jahren. Dem ganzen scharf machen hat der Gesetzgeber einen Riegel vorgeschoben indem er PTB Nummern für Gas und Platzpatronen Waffen ab 1970 vorschrieb. Das heißt im Klartext jede Gas - Knallpatronen Waffe ohne PTB ist Erwerbscheinpflichtig . Je niedriger die PTB des so höher der Preis. Ein Beispiel Röhm Derringer Kal. 9mm Platz mit der PTB 257 ist unter 350,00 nicht zu haben. Grund das Laufbündel kann abgeschraubt werden und man könnte einen NEUEN LAUF anschrauben. Auch hat das Griffstück keine Sollbruchstellen. Nur ein Beispiel von vielen.

15:13 von Demokratiezukun...

"Von daher: das mit der Depression und dem Mobbing verfestigt sich immer weiter und daran sieht man: Waffen aleine sind NICHT der Grund fuer solche Amokläufe."

Waffen sind - wie Sie treffend bemerken - nicht zwingend die auslösende Ursache für einen Amoklauf - sie sind aber bei der Durchführung desselbigen als Tatmittel zwingend erforderlich - denn nur mit dem Einsaz von Waffen ( oder aber als Waffe genutzten Gegenständen z.B. Auto ) kann ein Täter die Tathandlungen begehen . Dabei kann es sich um Hieb-, Stich- oder eben Schußwaffen handeln oder um Gegenstände, die als Waffe genutzt werden ( s.o.) Zum Teil kommen bei diesen Taten auch selbstgebaute Sprengkörper zum Einsatz, ich erinnere diesbezüglich an den Amoklauf von Emsdetten 2006.

Es zeigt sich jedoch, dass der Besitz von Waffen im Vorfeld die Entschlußfassung zur Durchführung einer solchen Tat offenbar vereinfachen bzw. beschleunigen kann.

Letzter Beitrag zu zu hoch gehängtem Thema

Letztendlich ist das aber wirklich zweitrangig, wie das war mit der Waffe.

Jemand der Schaden anrichten will braucht vielleicht grad mal nen Führerschein ?
Oder nicht mal das, einmalig kommt jeder irgendwie an einen Pkw ran, oder sollen alle Eltern jetzt verpflichtet werden die Autoschlüssel in den "Waffenschrank" zu schliessen-

-muss ich weiter schreiben.

Ne, oder ?

Korrektur durch Polizei zu Facebook-Account

Weiterhin wurde inzwischen korrigiert, dass der Täter ein Facebook-Account gehackt hat. Er hat statt dessen einen Fake-Account angelegt und geklaute Fotos verwendet:

http://www.heute.de/ermittler-amoklauf-seit-einem-jahr-geplant-44527444....

Entgegen erster Angaben habe er keinen bestehenden Facebook-Account gehackt, sondern einen Fake-Account angelegt. Dafür habe er Fotos und andere Daten eines anderen Kontos verwendet, so Heimberger.

Weiterhin soll der Täter exzessiv Ego-Shooter gespielt haben:

http://www.heute.de/ermittler-amoklauf-seit-einem-jahr-geplant-44527444....

Der Amokläufer soll zudem ein intensiver Nutzer von Ego-Shooter-Spielen gewesen sein.

Von daher fände ich es nicht schlecht, wenn solche Ballerspieler verboten wuerden. Denn die gibt es sowohl in Windows wie auch in Linux, Android, Apple I-OS und vielen anderen Systemen. Und hier frage ich auch: was finden solche Spieler an solchen Teilen??

@ paganus65

Sie zitieren hier nur die deutschen Vorschriften einer Unbrauchbarmachung. In der Tschechei und auch in Slowenien sieht das aber nunmal anders aus.

@ 15:14 von Keyalha

Danke für Ihre Erklärung. Also wenn ich nach Schußwaffen, Drogen und Kinderpornos suche ist also das Darknet die perfekte Lösung anonym zu bleiben. Ihr post macht mich nachdenklich......

@Gandhismus

"Das Darknet und dessen kriminellen Hintermänner muss stärker verfolgt werden"

Keine Ahnung vom Darknet, gehe ich mal von aus. Darknet bedeutet ja nur, das sie dort auf Internetseiten kommen, die wegen ihrer Codierung über normale Browser nicht erreichbar sind.

Das Darknet selbst ist ja nicht kriminell, das ist doch Unsinn.

Solche Netzte werden auch in totalitären Systemen, wie z.B. in China stark genutzt. Sonst könnten die Menschen dort kaum noch eine westliche Internetseite erreichen und noch weniger könnten sie kommunizieren, ohne das gleich die Staatsmacht vor der Tür steht.

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