Kommentare

Ein schönes Beispiel für das Gegenteil von Journalismus

"Bachelet warb in ihrer Rede für einen Pakt, um die Wirtschaftsleistung zu steigern."
Einen Pakt mit wem? Und was beinhaltet dieser Pakt?
Weiss der Kollege von der tagesschau (leider anonym) das nicht, oder will er es nicht verraten?
"Chile setzt stark auf Freihandel mit anderen Staaten.. "
Mit welchen? Mit Vietnam, Bolivien und Polen?
Oder den USA?
Gibt es da vielleicht schon sowas wie ein TTIP zwischen Chile und den USA?
Weiss der Kollege von der tagesschau (leider anonym) das auch nicht, oder will er es auch nicht verraten?
"Es gibt aber Kritik an der ungleichen Reichtumsverteilung."
Kritik von wem? Und was ist an der "Reichtumsverteilung" denn kritikwürdig?
Naja, auch egal. Wahrscheinlich weiss er es nicht.

@DonJohn

Ich stimme Ihnen zu. Es scheint die Politikverdrossenheit der Journalisten zu sein, die dazu anhält, wesentliche Inhalte zu ignorieren. Der zunehmende Versuch, Leser zu verblöden, indem scheinbar verständlich formuliert wird, nimmt seit vielen Jahren zu. Chile hat eine sehr konkrete, vielfältige Geschichte, aufgrund derer sich spezifische, landesweite Netzwerke aufgebaut haben. Gleichzeitig ist die Oligarchie nach wie vor extrem mächtig und wenig demokratiefreundlich.

Wie gehabt

Bei Allende war die CIA - damals unzufriedene LKW-Fahrer genannt - auch unzufrieden mit der Regierung.
Den Rest kennen wir.

"Es gibt aber Kritik an der ungleichen Reichtumsverteilung."
Wenn man einem Milliardär eine Million nimmt und dies den Armen gibt, dann ist das 'ungleich'. Wenn man den Armen eine Million nimmt und dies den Reichen gibt, ist das auch ungleich.

Frage: Wie kann man gleich Umverteilen?

Sollte es ungerechte Umverteilung heissen? Dann ist die Frage: Umverteilung von Oben nach Unten oder von Unten nach Oben?

Eine katastrophale Informationspolitik.

@Coachcoach 07:10

"Gleichzeitig ist die Oligarchie nach wie vor extrem mächtig und wenig demokratiefreundlich." Chile ist neben Uruguay und Brasilien mit das demokratischste Land Südamerikas, das als eine der wenigen eine "Vergangenheitsaufarbeitung" der Militärzeit betrieben hat. Und im Gegensatz zu Venezuela, Argentinien und meinem geliebten Brasilien hat dort keine "Linke" Regierung den Staat an die Wand gefahren.

Gruss aus Brasilien

"Und im Gegensatz zu Venezuela,

Argentinien und meinem geliebten Brasilien hat dort keine "Linke" Regierung den Staat an die Wand gefahren."
Naja, ich war zu der Zeit in Argentinien und glauben Sie mir, die Regierung "Menem" war ganz bestimmt nicht links. Und sie hat nicht nur den Staat sondern das ganze Land in den Bankrott geführt. Millionen Argentinier haben unter dieser Regierung alles verloren.
Als Menem und der andere neoliberale Musterschüler Cavallo endlich fertig waren, gab es in Argentinien nichts mehr zum "gegen die Wand fahren", sondern flächendeckend Schulden und Elend.
Und mit Macri kommt das jetzt alles bald wieder... .

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