Kommentare

Wurden die AKW nicht vor ein paar Jahren getestet

und für gut befunden? Oder war das nur hier in Deutschland so?
Unglaublich. Aber wahrscheinlich muss wirklich mal so ein Teil platzen, damit hier in Europa große Teile der Bevölkerung sterben und endlich mal ein Umdenken in der Energiepolitik stattfindet.

Hätte man was anderes erwarten können ?

Womöglich hatten die auch noch
Biodiesel im Tank. Der wird nach
einiger Zeit zu Pattex :-)

Wer hätte das gedacht ?

Da haben die Betreiber einfach essentielle Sicherheitseinrichtungen verkommen lassen, um die Gewinne zu maximieren ?

Nie im Leben wär ich auf so eine Idee gekommen.

Gruß, zopf.

Stresstest EU/Euratom wiederholen

Die EU stellt die Organe für die Euratom und sollte ihren Stresstest für die Atomkraftwerke in der eU endlich wiederholen. Über die Ergebnisse hatte die Tagesschau damals berichtet, auch über das schlechte Abschneiden der französischen Atomkraftwerke (https://www.tagesschau.de/inland/akwstresstest108.html).

@ 14:20 von ferrari2k

Es gab von der EU beschloßenen Stresstests.

Die wurden aber von den nationalen Behörden im Detail ausgearbeitet und überwacht.

Jedes Land hat mal wieder sein eigenes Süppchen kochen können.

Gruß, zopf.

Na und?

Die braucht man doch sowieso wenn überhaupt nur alle Jubeljahre mal.

Ich war Schichtelektriker.

Bei der Glasfaserherstellung /Hochofen-Dauerbetrieb hatten wir jeden Mittwoch einen Testlauf des Notstromagregates u. es war mit einem Kernkraftwerk wohl nicht vergleichbar. Es war extrem laut u. stank wegen der Heizwiederstände an der die Leistung des Notstromagregates abgeleitet wurde u. wir hatten 2 davon.
Das hier ist fahrlässig u. das ist eine Verharmlosung!!!!!!!

AKW abschalten = Risikopotenzial erhöhen

Das ist eine der meist fehlenden Aspekte in den Diskussionen um "Kernkraft":

Wird ein AKW "abgeschaltet", dann benötigt es Energie zur Aufrechterhaltung der Kühlung. Diese stammt nicht mehr aus dem eigenen Reaktor, sondern muss über Hilfsaggregate oder eine Versorgung "von außen" gewährleistet werden.

Hinzu kommt die Kontamination des Kühlmittles. Es kann nicht einfach Wasser aus dem Fluss draufgegossen und dann wieder in den Fluss gekippt werden; Vielmehr ist eine aufwändige Anlage mit Wärmetauschern notwendig. Was passieren kann, wenn diese komplexe Kühltechnologie versagt, haben wir nun erlebt.

Von einem gewissen Standpunkt aus könnte festgestellt werden, dass ein AKW zum Zeitpunkt seiner "Abschaltung" den höchsten Gefahrenstatus durchläuft. Ein "abgeschaltetes" AKW ist in Höchstbetrieb, nur wird der Reaktor nicht mehr verwendet. "Einfach abschalten" ist also überhaupt nicht möglich.

Was nun wirklich nicht für diese Technologie spricht.
Gut, dass wir versuchen sie zu überwinden.

Als ich diesen Bericht las

Als ich diesen Bericht las habe ich mich sehr erschrocken. Denn ohne einsatzbereitem Notstromaggregat kann kann man das restliche Sicherheitssystem eines AKWs vergessen. Es grenzt an ein Wunder das es in Frankreich noch kein GAU gab. Im Grunde müssten alle französischen AKWs sofort herunter gefahren werden damit diese Aggregate in Stand gesetzt werden können. Ich denk die Wahrscheinlichkeit ist sehr groß das der nächste GAU in Frankreich stattfindet. Hoffentlich haben wir dann Ostwind.

Egal wo und bei wem....

es sollte eine europäische Atombehörde geben, die die Dinge Kontrolliert, damit da endlich das ganze Geschummel in nationalen Instanzen aufhört. Aber das spricht ja schon wieder für mehr Europa und das in Zeiten der Europakritik und der Abschottung und des Zurückdrehens aller Uhren.

Nichts Neues...

...ist die Tatsache, daß ausländische AKW in einem technisch schlechten Zustand sind. Es wäre vermutlich besser die Laufzeiten deutscher AKW zu verlängern und statt dessen ausländische Schrottmeiler zu deaktivieren. Denn:
Die Atomare Verseuchung kümmert sich nicht um Einreisebestimmungen. Oder doch lieber nen luftdichten Zaun bauen ? ;-)

Ja, ja, der Mensch...

Ohne ihn, könnten die Anlagen so sicher laufen...
Dann gäbe es auch keine lästigen Kontrollen oder sogar Proteste von Anti-AKW-Menschen,..
Nun, der Vorfall zeigt doch ganz klar: die vermeintliche Sicherheit der AKWs ist eben nur theoretisch. Praktisch gibt es dann doch immer wieder Unvorhergesehenes: ein Tsunami an den keiner dachte, Mitarbeiter die trotz intensiver Einweisung die Wartungen nicht durchführen - vielleicht weil ihnen schlicht keine Zeit dafür gegeben wird, jemand mit physischen Problemen drückt einen Knopf den eigentlich niemand drückt, etc.
Das sind dann hinterher zwar alles tolle Erklärung - aber die Auswirkungen des Zwischenfalls vielleicht tödlich. Auf Grund der Auswirkungen eines Zwischenfalls und den vielen Faktoren die das Risiko ausmachen, halte ich diese Technik für zu gefährlich.

Deutsche Flüchtlinge in spe

Tja, und wenn es in Fessenheim mal so richtig schiefgeht, dann ist die Mannheim/Ludwigshafen/Frankfurt Region zu evakuieren.
Wohin die Deutschen dann flüchten (können) ?
Kein Wunder, dass selbst so ein Riese wie die Münchner Rück nicht ein einziges AKW versichert hat.

Diese AKWs sofort abschalten!

Und nicht mal das geht, denn wenn der Notstrom nicht funktioniert, gibts doch den Gau, wenn der Normalstrom ausfallen sollte, dank Nachzerfallswärme.

Hier ist die Staatsanwaltschaft gefragt. Was hier passiert, ist grober Vorsatz. Im großen Stil.

Na da bin ich mal gespannt

Na da bin ich mal gespannt wann und wie die AKW-Befürworter dieses Ergebnis wieder beschönigen werden
*sarkasmus*

eigentlich ist man da als Ing. der einige Jahre inh der Technischen Gebäudeausrüstung gearbeitet hat komplett sprachlos...

...schon einfache Bürogebäude benötigen eine Notstromversorgung - wenn die mit "Diesel"-Geräten gemacht werden - müssen dies regelmässig getestet werden.
Bei Verstössen dagegen kann sich jeder Gebäudeversicherer aus der Schadensregulierung verabschieden.

Aber wir wissen ja - AKW sind erst gar nicht versichert - warum wohl!

@ 14:28 von Buntekuh

Ich fürchte da schätzen Sie die Einflußmöglichkeiten der EURATOM falsch ein.

Zielsetzung dieser Organisation ist die Förderung der Atomindustrie.

Es gibt zwar ein Kapitel über die "Maßnahmen zur Sicherung der Gesundheit der Bevölkerung", darin beschäftigt man sich aber nur mit Überwachung des Bodens, der Luft und des Wassers auf ihre Radioaktivität.

Einzige wirkliche Überwachungsfunktion hat sie, wenn es um den Verbleib der nuklearen Brennstoffe geht.
Ob sie diese Aufgabe wirklich effektiv erfüllen kann, darf auch bezweifelt werden.

Mit der Betriebsicherheit einzelner Kraftwerke hat die EURATOM im Grunde nichts zu tun.

Gruß, zopf.

1+1?2

Was hilft es uns da, wenn wir all unsere Atomkraftwerke herunterfahren, wenn im Westen eine grössere Gefahr lauert.

Nein, wir sollten sie nicht herunterfahren, nicht aus der Atomtechnologie aussteigen (auch eine Chaos-aus-dem-Bauch-Entscheidung unserer Chefin), sondern alles daran setzen, sie zu verbessern.

"Mängel" werden als "Probleme" benannt

Für den Leser wäre es interessant, was genau "heruntergekommen" heißt.
Noch interessanter "leichte Mängel" und "starke Mängel".
Interessant, dass es auch "sehr starke Mängel" gibt. Heißt das "nicht funktionstüchtig"?
Die Tagesschau hat doch sicher jemanden, der Französisch kann (Lob übrigens, dass die Quelle verlinkt ist, aber leider verstehe ich das nicht).

Ohne diese Erklärungen ist das leider nicht einzuschätzen.
Da sollte noch Information nachgeliefert werden.

Genauso, wie ich es mir schon

Genauso, wie ich es mir schon jahre lang vorgestellt habe. Nach außen la grande Nation spielen , von wegen unabhängig mit Atomstrom und führende Nation mit den meisten "problemlos laufenden Atomkraft werken" und innen nur pfui.
als Frankreichliebhaber kam ich nach dem xten Urlaub darauf, dass eigentlich spätestens im Abstand von 80 km das nächste Atomkraftwerk steht und das passt dann gar nicht mehr zu dem lockeren französischen Lebenswandel, zumindest nicht für einen Deutschen und vorbei war's mit Lieblingsurlaubsland. Man stelle sich vor, was die in Europa für Probleme schaffen werden, mit ihrem Atomschrott. Endlager werden dann bestimmt zu den besten Freunden an der deutschen Grenze gebaut werden, aber da kümmert sich ja keiner drum. Früher war das mal ein grünes Hauptthema, aber heute haben die ja längst die Katze im Sack und warnen lieber vor den bösen AfD-Wählern. Armes Deutschland!

14:25 von zopf

Wer hätte das gedacht ?

Da haben die Betreiber einfach essentielle Sicherheitseinrichtungen verkommen lassen, um die Gewinne zu maximieren ?

Nie im Leben wär ich auf so eine Idee gekommen.

Gruß, zopf.
///
*
*
Ich bin gleich auf die Idee gekommen, da haben also die immer noch gut alimentierten Aufsichtsbehörden Ihre Sicherheitsvorschriften verkommen lassen?

@ 14:39 von Harald Hoppenstedt

Werter user, richtig ist, daß die Brennelemente auch noch lange Zeit nach ihrer Nutzung gekühlt werden müßen. (Nachzerfallswärme)

Dazu braucht man Strom und Wärmetauscher. Das kann aber sowohl im Reaktorkern, als auch in einem Nachklingbecken relativ problemlos gewährleistet werden.

Nach dem Einfahren der Steuerstäbe in den Reaktor oder der Entnahme der Brennstäbe kommt der Neutronenfluß nahezu zum erliegen, die Kettenreaktion bricht ab.

Die folgenden Sätze (Zitat):
"Von einem gewissen Standpunkt aus könnte festgestellt werden, dass ein AKW zum Zeitpunkt seiner "Abschaltung" den höchsten Gefahrenstatus durchläuft. Ein "abgeschaltetes" AKW ist in Höchstbetrieb, nur wird der Reaktor nicht mehr verwendet. "Einfach abschalten" ist also überhaupt nicht möglich."
sind schlicht unzutreffend.

Gruß, zopf.

@ 14:42 von Beere Preiss

Was läßt sie denn auf die Idee kommen dt. AKW wären sicherer ?

Die langen Listen mit meldepflichtigen Störfällen, die es für jedes einzelne dt. AKW gibt, können diese Vorstellung bestimmt nicht stützen.

Gruß, zopf.

@ Nichts Neues...

Was haben die abgeschalteten deutschen AKWs mit den französischen AKWs zu tun? Nichts?

Warum ganz nach Fukushima?

Tschernobyl liegt doch viel näher:

https://www.youtube.com/watch?v=n06URNMhsSc

Es ist nämlich so, dass die Probleme nicht nur vorher ignoriert werden, sondern auch danach. [1]

Es ist völlig absurd, dass man einer Grafik über französische AKWs entnimmt, dass es keine einzige Notstrom-Versorgung ohne Mängel gibt - völlig absurd. Es zeigt, wie wenig Politikern und Behören die Gefahren bewusst sind, TROTZ Tschernobyl und Fukushima. Man kann es kaum glauben.

[1] http://www.berliner-zeitung.de/politik/sarkophag-verteuert-und-verspaete...

@ 15:12 von Boris.1945

Zitat: "Ich bin gleich auf die Idee gekommen, da haben also die immer noch gut alimentierten Aufsichtsbehörden Ihre Sicherheitsvorschriften verkommen lassen?"

Aber sicher nur in der guten Absicht, den Strom für die Verbraucher noch billiger machen zu können.

Gruß, zopf.

Endlich zeigt sich EDF mal selbstkritisch

Es ist gut, dass EDF endlich einmal den Mut gefunden hat, selbstkritisch diese Nostrom-Aggregate unter die Lupe zu nehmen und dass es dabei selbst gesehen hat, wie schlecht es um diese Notstrom-Aggregate der französischen AKWs steht.

Was mir allerdings in dieser Untersuchung fehlt, ist die Untersuchung der Reaktordruckbehälter an sich von denen wir seit der Warnung aus Belgien im Jahre 2012 wissen, dass diese schadhaft sind:

http://www.heise.de/tp/artikel/37/37474/1.html

Etwa 8.000 Risse sind bei einer Ultraschallprüfung an einem Reaktorblock im belgischen Doel entdeckt worden. Die belgische Atomaufsicht hat daraufhin auch die Abschaltung eines Blocks in Tihange angeordnet und spricht von einem "weltweiten Problem", da insgesamt 22 Meiler mit Reaktordruckbehältern einer holländischen Firma ausgestattet wurden, die nicht mehr existiert. In Spanien ist ausgerechnet der Uraltreaktor mit dem Behälter versehen worden, der zudem baugleich mit den havarierten in Fukushima ist.

da bin ich ja dankbar,

daß unsere kanzlerin die techn. besten kkw abgeschaltet hat, um bei windstille und nachts den strom aus fessenheim und belgien ins land leitet.

danke für so viel fürsorge

@ zopf (15:16): stimmt deutsche AKWs sind NICHT sicher

hi zopf

dem hier von Ihnen:

Die langen Listen mit meldepflichtigen Störfällen, die es für jedes einzelne dt. AKW gibt, können diese Vorstellung bestimmt nicht stützen.

kann ich nur absolut zustimmen anhand von etlichen Fällen in Deutschland selber:

-> Kruemmel (Pannenreaktor)
-> Brunsbuettel (mehr als 55 rostige Atommuell-Fässer in einer Kaverne entdeckt laut Focus)
-> Brunsbuettel (Wasserstoff-Explosion nahe dem Druckbehälter):

2001 14. Dezember – Brunsbüttel – Schwerer Zwischenfall im Kernkraftwerk Brunsbüttel. Wie erst einige Monate später bekannt wurde, hatte sich eine Wasserstoffexplosion in direkter Nähe zum Reaktordruckbehälter ereignet. Die Zuleitung der Kühlung des Reaktordeckels mit 100 mm Durchmesser zerriss dabei auf einer Länge von 2 bis 3 Metern

https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_meldepflichtiger_Ereignisse_in_deuts...

-> Grafenrheinfeld (gebrochenes Thermoschutzrohr im nuklearen Bereich)

Günter

Die Atomkraft war vom Anfang an ein Irrweg. Der Eine kapiert das ein bisschen schneller und der Andere braucht dazu ein bisschen länger. Ich denk wer bereit und in der Lage ist sich kritisch mit dieser Technologie auseinanderzusetzen wird schnell erkennen das es keine sichere Atomtechnologie geben kann.

@ zopf (15:12): die Kuehlung muss auch funktionieren

@ zopf

Und wenn es dann noch sowas wie in Tihange gibt wo das Kuehlwasser sogar noch kuenstlich erhitzt werden muss:

https://www.tagesschau.de/ausland/belgien-akw-105.html

Der Begriff legt es nahe: Kühlwasser soll in einem AKW eine Überhitzung verhindern. Doch die belgischen AKW Doel und Tihange sind offenbar so brüchig, dass selbst Kühlwasser eine Gefahr für die Gebäude darstellt. Nach WDR-Informationen muss es erhitzt werden.

Üblicherweise hat dieses Kühlwasser eine Temperatur von unter zehn Grad. In Tihange und Doel jedoch hat die Atomaufsicht bereits 2012 angeordnet, dieses Notkühl-Wasser auf 30 Grad vorzuheizen. Anlass für diese eigentümliche Anordnung ist die Tatsache, dass man seinerzeit Tausende feiner Risse in den Reaktordruckbehältern der beiden Atomkraftblöcke festgestellt hatte.

und damit die Nachkuehlung nicht mehr ordnungsgemäß funktioniert, dann sieht die Welt nämlich gleich mal ganz anders aus.

re perchta

"Nein, wir sollten sie nicht herunterfahren, nicht aus der Atomtechnologie aussteigen ... sondern alles daran setzen, sie zu verbessern."

Seit wieviel Jahrzehnten ist die Endlagerung NICHT gelöst?

Jede Frittenbude wird zugemacht, wenn sie keinen lückenlosen Entsorgungsnachweis führen kann, und Sie wollen allen Ernstes weiter im Blindflug AKWs betreiben?

re williwupper sen.

"daß unsere kanzlerin die techn. besten kkw abgeschaltet hat"

Hören Sie doch auf mit dem Märchen der Atomlobby, dass ausgerechnet die deutschen besser wären als andere.

@ 16:01 von willi wupper sen.

Zitat: "... daß unsere kanzlerin die techn. besten kkw abgeschaltet hat, ..."

Wie kommen Sie auf die Idee, die dt. AKW seien die technisch besten ?

Es gibt keinen objektiven Hinweis, der eine solche Aussage stützen würde.

"... um bei windstille und nachts den strom aus fessenheim und belgien ins land leitet."

Ja, besser wäre es bei Windstille in DE Windstrom aus der Normandie zu kaufen aber bringen Sie die Franzosen mal zu einem Umdenken in der Energiepolitik. Da ist die jeweilige Atomlobby dagegen.

Oder noch besser, auf in Form von Wasserstoff oder Methan gespeicherten EE-Strom aus DE selbst zrückzugreifen.

Gruß, zopf.

15:39 von zopf

@ 15:12 von Boris.1945

Zitat: "Ich bin gleich auf die Idee gekommen, da haben also die immer noch gut alimentierten Aufsichtsbehörden Ihre Sicherheitsvorschriften verkommen lassen?"

Aber sicher nur in der guten Absicht, den Strom für die Verbraucher noch billiger machen zu können.

Gruß, zopf.
////
*
*
Wird also nicht über Kosten stillgelegter AKWs diskutiert?
*
Das wir ausser Strom, weiterhin jahrzehnteland Kosten und Strahlung behalten, ist einigen augenscheinlich bei dieser Wende nicht bewusst gewesen?

Deutsche AKW länger laufen lassen

Werte user, das basiert auf Scheinargumenten gestreut von der dt. Atomlobby.

1.) Deutsche AKW sind wenn überhaupt, nur marginal sicherer als z.B. französische oder belgische.

2.) Selbst wenn DE noch 50 neue AKW baut, glaubt jemand ernsthaft, unsere europäischen Nachbarn würden die eigene Stromproduktion dann einstellen und sich von DE vollständig abhängig machen ?

Gruß, zopf.

Einsame Kontrolle, gemeinsame Lasten?

Ich weiß, dass es viele Personen in Deutschland und auch in anderen Ländern der EU gibt, die prinzipiell gegen jegliche Verlagerung von Kompetenzen "nach Brüssel" sind, aber: Egal wo auf diesem Kontinent ein AKW mal den geist aufgeben mag; in Frankreich, in Finnland oder wo auch immer; die Belastung werden alle Europäer gemeinsam tragen müssen. Von daher halte ich es eigentlich für ein Unding, dass sich der Ansatz von Euratom nur in dem gemeinsamen Aufbau von Atomenergie-Infrastruktur erschöpft, nicht aber in deren gemeinsamer Verwaltung/Beaufsichtigung. Wahrscheinlich fänden sich im Moment für so etwas keine Mehrheiten. Allerdings wird, sollte es einmal wieder dazu kommen (1986... 20XX), das Gejammer und die Empörung selbst in Ländern wie Polen oder Ungarn groß sein, wenn die Menschen u.a. dort die Folgen einer solchen Katastrophe zu spüren bekommen werden.
Und mit ein bisschen Sinn für Zynismus wird die EU dann auch wieder als Sündenbock identifiziert werden, denn was läge näher..?

Profit über alles

Noch immer haben es viele, auch Verbraucher nicht begriffen, dass Profit eben nicht über alles stehen kann und darf.

Ich sage nur Atomschrott mit

Ich sage nur Atomschrott mit einer Strahlung mit Halbwertszeiten von 40.000 Jahren und mehr. Da hat man eigentlich eine tiefere Kenntnis dieser "Technik" gar nicht mehr nötig, wo heute die geistige Halbewertszeit von unseren Politikern weltweit unter zwei Wochen liegt. Seit Jahrzehnten kraut es mir nur bei diesem Thema. Von welchem Endlager kann ein Mensch behaupten, dass es für diese Zeit sicher ist, und da ist dann nur die Hälfte der Strahlung weg und je nach Element ist diese Reststrahlung dann immer noch absolut tödlich für weitere Zehntausenden von Jahren. Jeder der diese Atomtechnik mit ermöglicht hat, egal ob von Politik, Technik oder Kapital, hat in unverantwortlichstem Verhalten dazu beigetragen, dass ein unversehrtes Leben irgendwann nicht mehr möglich sein wird. Aber dann haben wir ja wenigstens ein Ende speziell kreiert von der grande Nation erleben dürfen, mercie bien, Mesdames et messieurs bricolets!!

@ 16:39 von Boris.1945

Ach was, das ist doch im Atomgesetz auf's schönste geregelt.

Da haben die Konzerne doch immer das Kleingeld zurückgelegt um daß wenige Geld, daß für Abriß der AKW und das Verbuddeln des wenigen Abfalls zu bezahlen.

Wenn's nicht reicht zahlt der Steuerzahler eben etwas dazu und dann unsere Kinder, Enkel, Urenkel, Ur-Urenkel, Ur-Ur-Urenkel etc.

Mal ernsthaft, wenn Sie eine einfache, billige Komplett-Lösung für das Problem wollen, müßen Sie in der Zeit zurückreisen und Konrad Adenauer überzeugen, daß es eine ganz blöde Idee ist, Deutschland über die Hintertür der "friedlichen" Nutzung der Atomkraft vielleicht doch zur atomaren Bewaffnung zu verhelfen.

Einfache Lösungen gibt es jetzt nicht mehr, nur noch komplizierte und sehr teure.

Und weiterhin auf Fissionstechnik zu setzen verschlimmert nur unsere Probleme indem die Gefährdung der Bevölkerung aufrechterhalten wird und die Menge des zu entsorgenden, hochproblematischen Mülls vergrößert.

Gruß, zopf.

@ 16:33 von karwandler

Die werten user glauben an Qualität "Made in Germany".

Das es weltweit eine Handvoll Firmen sind, die im Prinzip alle AKW mehr oder weniger baugleich entwerfen und genausowenige Firmen die die Bauteile herstellen scheint weitestgehend unbekannt.

So z.B. auch, daß auch in DE zwei Reaktorkerne der der "Rotterdamsche Droogdok Maatschappij NV" in deutschen AKW verbaut wurden.

Das ist die Firma, die die Reaktorkerne mit den Haarrissen in Doel 3 und Tihange 2 hergestellt hat.

Dabei handelt es sich um die Kraftwerke Brunsbüttel und Philippsburg 1.

Beide sind aufgrund der Energiewende jedoch schon seit 2011 abgeschaltet.

Gruß, zopf.

Gefährdung der öffentlichen Sicherheit,Fahrlässigkeit.

Sind diese Zustände etwa nicht strafrechtlich relevant?Auch aus dem Blickwinkel terroristischer Anschlagsgefahren?Wirklich erstaunlich,dass noch niemand in diesem Zusammenhang offiziell Anzeige gegen die Verantwortlichen erhoben hat.Immerhin geht es ja um das Leben von Millionen Menschenleben,ebenso Tieren und jede Menge Land.Eigentlich dürfte aufgrund der potenziellen Lebensgefahr die von so einem AKW ausgeht, nicht eine einzige Schraube,Naht, Tür, geschweige denn ein NOTstromaggregat in irgendeiner Weise fehlerhaft sein.Ich hätte Mindestandarts erwartet,die einer Intensivstation oder einem Lager für hoch brisante Sprengstoffe entsprechen.Aber so wie sich die Sache darstellt wird jedes europäische Automobil besser gewartet. Das ist zart augedrückt -Ungeheuerlich-

Bitte differenzierter betrachten

Schade, dass die gesamte Atomkraft wegen der tatsächlich viel zu unsicheren Leichtwasser-Reaktoren in Verruf geraten ist. Ich würde mir wünschen, dass die Medien hier differenzierter berichten.
Moderne Reaktorkonzepte wie z.B. die Flüssigsalz-Reaktoren kommen ohne die vielen Sicherheitssysteme, deren Funktionstüchtigkeit ja wiederum von guter Wartung abhängt, aus. Man nennt das inhärent sicher, oder im englischen auch "walk away safe" (alle Menschen können das AKW einfach evakuieren, ohne dass es zu Strahlungslecks kommen kann).
Wie sicher ein AKW/KKW ist, hängt einerseits von seinem grundsätzlichen Funktionsprinzip (da gibt es neben Leichtwasserreaktoren schon duzende andere) und von der jeweiligen Umsetzung im Detail ab. Daher sollte man ein potentiell sehr sicheres und zugleich simples (damit wenige mögliche Problemquellen) und potentiell preisgünstiges Reaktorkonzept auswählen, und standardisiert in Fabriken fertigen. IMHO wären gute Kandidaten der LFTR oder der Dual-Fluid-Reaktor.

Frankreich:

Frankreich: AKW-Notstromaggregate häufig "heruntergekommen"
Ist ja eine Horrormeldung.
Was ist mit den Protokollen der Störmeldesysteme(Betriebsdatenerfassung). Haben die denn keine Dokumentation ( Betriebshandbücher) incl. Aufzeichnungs- und Meldepflicht.Ist denen die Verfügbarkeit von Systemen schei.. egal und ignorieren sie das Procedere von Korrektiv und Präventiv Maintenanc im laufenden Betrieb und bei einer Stillstands Revision. Wie ist der Ausbildungsstand des Kraftwerkspersonal, nicht dass die noch in ihrer Pause im Abklingbecken ein paar Schwimmrunden drehen.

@ Günter Schack (16:22): stimmt Atomenergie war ein Irrweg

hi Günter Schack

Dem hier von Ihnen:

Die Atomkraft war vom Anfang an ein Irrweg. Der Eine kapiert das ein bisschen schneller und der Andere braucht dazu ein bisschen länger.

kann ich nur absolut zustimmen. Exakt genauso ist es. Atomenergie war von Anfang an der falsche Weg. Ganz besonders weil Gefahren verheimlicht, Unfälle vertuscht wurden und weil wir Buerger ueberhaupt NICHT gefragt wurden ob wir diese hochgefährliche und nicht beherrschbare Technologie ueberhaupt wollen.

Denn es hätte von Anfang an andere Möglichkeiten gegeben. OK, es wäre nicht dieselbe Qualität von heute gewesen. Stimmt schon. Aber es wäre ein Anfang auf einem richtigen Weg gewesen. Da sehe ich zum Beispiel gerade unsere Pumpspeicherkraftwerke, dann hätten damals schon Windmuehlen ebenfalls Windstrom produzieren können (OK, es wäre in deutlich kleinerem Maßstab als heute gewesen. Korrekt. Aber es wäre ein Anfang gewesen). Außerdem hätte man schon damals Wasserkraft an Staustufen nutzen können.

@ zopf (16:41): bei der Energiewende braucht jeder jeden

@ zopf

Zu diesem Argument von Ihnen:

2.) Selbst wenn DE noch 50 neue AKW baut, glaubt jemand ernsthaft, unsere europäischen Nachbarn würden die eigene Stromproduktion dann einstellen und sich von DE vollständig abhängig machen ?

sage ich mal: bei einer europäischen Energiewende wäre jeder von jedem abhängig. Dass heißt: jeder muss erneuerbare Energien produzieren und jeder muss an jeden liefern. Dass heißt auch: Frankreich muss zum Beispiel sowohl an Spanien liefern sowie auch an die Niederlande und an uns hier in Deutschland sowie nach Luxemburg und diese schicken natuerlich auch wieder in der Gegenrichtig ebenfalls Strom aus erneuerbaren Energien.

Dass heißt: jeder Stromweg muss in BEIDE Richtungen transportieren.

Dann muss Spanien zum Beispiel an Portugal liefern und Portugal wiederum an Spanien. Weiterhin könnte Portugal an die Canaren liefern und die Canaren wiederum an Portugal. Italien könnte an Griechenland liefern und umgekehrt.

Und so machen es alle anderen

@ Boris.1945 (16:39): doch dass ist mir bewusst

hi Boris

Zu diesem Punkt von Ihnen:

Das wir ausser Strom, weiterhin jahrzehnteland Kosten und Strahlung behalten, ist einigen augenscheinlich bei dieser Wende nicht bewusst gewesen?

Doch, dass ist mir durchaus bewusst. Diese Strahlung und diese Gefahr werden wir haben, solange die Zwischenlager in Betrieb sind und wir werden sie haben fuer den Betrieb eines Endlagers das wir dringend brauchen.

Aber es gibt da noch etwas, was wir dringendst angehen muessen: die Räumung der Asse! Denn dort bahnt sich durch Wassereinbruch und durch Einsturzgefahr der nächste GAU an. Und laut Fachleuten hält die Asse nur noch bis 2020 durch!! Das sind nur noch 4 Jahre!! Die Warnung kam schon 2009 beim Handelsblatt:

https://tinyurl.com/zehervk
handelsblatt.com: „Atommülllager Asse säuft ab“ (18.09.2009 17:14 Uhr)

Fachleute gehen davon aus, dass die Standsicherheit der Schachtanlage bis 2020 gegeben ist - allerdings nur, wenn der Wassereinbruch nicht größer wird.

@ 17:58 von JGZimmerle

Sie können mir glauben, ich betrachte die Nutzung der Atomkraft sehr differenziert, gehe wissenschaftlich daran und das schon seit 40 Jahren.

Ja es gibt neben Leicht- und Druckwasserreaktoren noch eine ganze Reihe anderer Reaktorkonzepte mit denen ich mich samt und sonders auseinandergesetzt habe.

Die bestehen bisher allerdings meist nur auf dem Papier oder die Pilotprojekte wurden schnell wegen erheblicher Mängel wieder fallengelassen.

Alle Konzepte haben ihre ureigenen Mängel und Sicherheitsrisiken.

Den MSR propagieren Sie ?

In den 70ern wurde daran in Jülich geforscht.
Ich zitiere mal den Direktor der Jülicher Reaktorentwicklung Rudolf Schulten der den MSR als ein „Gräuel ohnegleichen“ bezeichnete und es später als "eine seiner großen Leistungen" wertete "die MSR-Entwicklung in Jülich verhindert zu haben".

Zum LFTR beachten Sie bitte die negativ ausfallenden Studien der staatlichen britischen National Nuclear Laboratories (NNL) und der norwegischen Forschung.

Gruß, zopf.

@perchta

Wenn die Atomenergie in den letzten rund 60 Jahren eines bewiesen hat, dann dieses: Es gibt Dinge, die man nicht verbessern kann.

Neben den technischen Unmöglichkeiten, die mit dem schieren Prinzip von Kernreaktoren zu tun haben, die als Siedewasser- oder Druckwasserreaktoren ausgelegt sind, ist es vor allem menschliches Versagen, was uns immer wieder in problematische Situationen geführt hat, führt und auch künftig führen wird. Das ist auch leicht zu verstehen: Menschen neigen nun einmal dazu, sich ungern ständig kontrollieren zu lassen. Genau das ist bei Atomkraft aber unausweichlich.

So wie wir Atomkraft bisher betreiben ist sie wahnsionnig gefährlich und sie wird es auch bleiben. Die einzigen "Verbesserungen", die wir andenken sollten, sind die, von Fissionskraftwerken auf Fusion umzusteigen. Aber auch das ist kein Königsweg.

Bloß keine Untertage-Endlager

Die Leichtwasserreaktoren gehören abgeschaltet, und zwar möglichst schnell. Man sollte sie dann durch Flüssigsalzreaktoren wie den LFTR, Dual-Fluid-Reaktor oder den Transatomic-Reaktor ersetzen, in denen man das an den AKW-Standorten zwischengelagerte "abgebrannte" Uran recycelt, welches in Leichtwasserreaktoren nicht ohne Wiederaufarbeitung wiederverwandbar ist, aber noch etwa 94 bis 98 Prozent der durch Kernspaltung theoretisch nutzbaren Energie enthält. Wenn die dann in diesen modernen Reaktoren fast restlos verbraucht wurde, und dabei viele wertvolle Nebenprodukte (wie z.B. Bismuth-213 als neues Wundermittel gegen bisher nur schlecht behandelbare Krebserkrankungen wie Leukämie) entstanden sind, braucht man den kleinen verbleibenden Rest an Atommüll nur noch für etwa 300 Jahre lagern bis er harmlos geworden ist. Man kann also auf diese Weise die Lagerdauer um das eintausend- bis zweitausend-fache verkürzen und vorher die Menge des Atommülls um etwa 90 bis 95 Prozent reduzieren.

@zopf

"Das es weltweit eine Handvoll Firmen sind, die im Prinzip alle AKW mehr oder weniger baugleich entwerfen und genausowenige Firmen die die Bauteile herstellen scheint weitestgehend unbekannt."

Da gehe ich mit Ihnen konform, würde das Ganze sogar noch zugespitzter formulieren: Die allermeisten europäischen (und japanischen!) Baumuster sind Lizenzbauten von Westinghouse-Reaktoren - so etwa die KWU-Reaktoren "deutscher" Fertigung, die Hitachi-Reaktoren aus Fukushima, der EPR und und und.

Die "Alternativen" dazu kommen aus der ehemaligen Sowjetunion. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um den WWER, der in zahllosen Entwicklungen und Modifikationen, aber letztlich eben doch immer gleich weltweit verbaut wurde und mittlerweile nahe an das westliche "Sicherheits"-konzept heran reicht.

Die wirklich wesentlich anderen Reaktortypen dürften der CANDU, der RBMK und ein paar andere Exoten sein, aber die laufen alle nicht in Europa.

"Atomunfälle und Reaktorkatastrophen – ...

... die große Gefahr"

"In den beiden Fessenheimer Reaktorblöcken mit je 900 MW Leistung entsteht pro Jahr in etwa die kurz- und langlebige Radioaktivität von ca. 1800 Hiroshima-Bomben. Wenn bei einem Unfall auch nur ein kleiner Teil dieser Radioaktivität entweicht, dann hat das verheerende Folgen für unsere Heimat und für alle Menschen am Oberrhein. Fukushima hat gezeigt, dass zumindest die eine Million Menschen, die in einem Radius von 30 km um Fessenheim leben, schnell und für lange Zeiträume evakuiert werden müssten. Dies wäre eine unglaubliche menschliche und ökonomische Katastrophe, die wir leider gerne verdrängen."

http://www.bund-rvso.de/fessenheim-ausstellung.html

Wie gefährlich dieses (Doppel-)AKW ist, lässt sich dort nachlesen. Ich bekomme langsam den Eindruck, dass nicht nur Belgien, sondern auch Frankreich atomtechnisch/ finananziell aus dem letzten Loch pfeifen und - je nach Windrichtung - ganze Landstriche mit Millionen Menschen gefährden!

@ 21:05 von JGZimmerle

Oder man nutzt erheblich ungefährlichere Wege um Strom zu produzieren, als die gefährlichste Technik die der Mensch je ersonnen hat dazu zu mißbrauchen einfach nur Wasser heiß zu machen ... und wenige Menschen reich.

Der für die nächsten Mrd. Jahre verfügbare Fusionsreaktor liefert uns jedes Jahr die etwas mehr als das 10.000-fache der Energiemenge die im Jahr 2010 weltweit verbraucht wurde.

Und wir forschen in Cadarache und Greifswald weiter daran unsere eigenen kleinen Fusionskraftwerke zu bauen.

Anstatt von Reaktoren zu schwärmen die frühestens in 30 Jahren kommerziell betrieben werden können und deren Sicherheit und Wirtschaftlichkeit dann erst unter Beweis stellen müssen.

Gruß, zopf.

@ 21:06 von JolietJake

Gute Darstellung !

Es gibt aber auch noch den Keshe-Reaktor.
Ich versteh nicht warum man den nicht mal ausprobiert. ;)

Gruß, zopf.

Am deutschen Wesen sollen alle genesen !?!

Als Deutscher finde ich es anmaßend und beschämend, wenn deutsche Politiker und Medien meinen, unseren Nachbarn in Belgien und Frankreich erklären zu müssen, wie sie mit ihren AKWs umzugehen haben.
Unabhängig vom Atomausstieg hätte Deutschland seine eigene Atomforschung und Kerntechnikindustrie pflegen und ausbauen müssen - dann könnte man zu veralteten Meilern jetzt eine Alternative "Made in Germany" anbieten.

Stattdessen wird hierzulande seit Jahren eine stereotype Anti-Atom-Kampagne gefahren, die jeden halbwegs luziden Atomphysiker das Weite suchen lässt. Gerade auf dem Gebiet einer Hochrisiko-Technologie braucht Deutschland eigenes, innovatives Knowhow - mit ideologischen "Atomkraft - nein, danke!"-Aufklebern und besserwisserischen Belehrungen werden wir unsere Partner nicht überzeugen!

18:21 von Demokratiezukun...

hi Boris
Zu diesem Punkt von Ihnen:
Das wir ausser Strom, weiterhin jahrzehnteland Kosten und Strahlung behalten, ist einigen augenscheinlich bei dieser Wende nicht bewusst gewesen?

Doch, dass ist mir durchaus bewusst. Diese Strahlung und diese Gefahr werden wir haben, solange die Zwischenlager in Betrieb sind und wir werden sie haben fuer den Betrieb eines Endlagers das wir dringend brauchen.
Aber es gibt da noch etwas, was wir dringendst angehen muessen: die Räumung der Asse! Denn dort bahnt sich durch Wassereinbruch und durch Einsturzgefahr der nächste GAU an. U! Das sind nur noch 4 Jahre!! Die Warnung kam schon 2009 beim Handelsblatt:
https://tinyurl.com/zehervk
handelsblatt.com: „Atommülllager Asse säuft ab“ (18.09.2009 17:14 Uhr)
Fachleute gehen davon aus, dass die Standsicherheit der Schachtanlage bis 2020 gegeben ist - allerdings nur, wenn der Wassereinbruch nicht größer wird.
///
*
*
Das können wir uns also trotz Tsunamigefahr erlauben?

Also so Schlimm ist der Zustand gar nicht

Wenn man sich den Bericht aus dem Link im Artikel durchliest, scheint das doch gar nicht so schlimm zu sein.

In der Regel ist ja mehr als ein Meiler installiert und somit auch mehr als ein Notstromaggregat. Somit können die anderen funktionsfähigen Aggregate über Querverbindungen die Meiler mit Strom versorgen.

Und mal Ehrlich eine Flutwelle in Fukushima bei der gleichzeitig alles ausfällt ist doch genauso unwahrscheinlich wie in Europa ein Erdbeben, da ist doch ein 6. im Lotto "sicherer".

Darstellung: