Kommentare

Man hört und liest die Vermutung schon zu oft ...

..., als dass da nichts dran sein könnte:

Man pfeift finanziell aus dem letzten Loch und betreibt Schrottreaktoren so wie etwa ein höchst verschuldeter Fuhrunternehmer Schrottlaster - in der irren Hoffnung, dass nichts passiert und es schon gut gehen wird.

Die Wahrscheinlichkeit, dass es nicht gut geht, steigt allerdings mit jedem weiteren Tag. Es hört sich doch auch oft genug wie der Versuch Schrottautos wieder zum laufen zu bringen an, wenn z.B. in Belgien ein Reaktor nach einem beherzten "jetzt geht's aber wieder weiter" nach wenigen Tagen wieder abgeschaltet werden muss.

Jetzt können wir in D nun aber nicht "lasst die mal machen, die müssen schließlich auch die Folgen tragen" sagen, weil z.B. das Hochgehen eines nicht mehr steuerbaren Reaktors - je nach Windrichtung - ganz Europa brtreffen kann: Unsere Regierung wird - zusammen mit anderen Regieungen - sich also einmischen müssen: Und wenn der Strom in ganz Europa teurer wird - immer noch besser als Europa wird verstrahlt!

Ein Saustall

sondersgleichen! Anders kann man das Verhalten der Betreiber mit der Nicht-Meldung des Unfalls und dem Herunterspielen der Gefährlichkeit der Lage nicht bezeichnen.

Natürlich bestand keine konkrete Gefahr für die Bevölkerung, denn die Notabschaltung durch den Neutronenabsorber Bor (der die Kettenreaktion im Reaktor zum Erliegen bringt) hat ja funktioniert. Dies ist die letzte Maßnahme, die man zur Verfügung hat, um einen außer Kontrolle geratenen Reaktorkern in den Griff zu bekommen.

Glücklicherweise waren noch Strom und Leittechnik aktiv, um die Ventile und Pumpen der entsprechenden Vorratsbehälter zu bedienen. Bei den vorliegenden maroden Zuständen der Leittechnik durchaus keine Selbstverständlichkeit.

Wäre die Notabschaltung schiefgegangen, hätte sich der außer Kontrolle geratenene Reaktorkern in Richtung Kernschmelze durch Überhitzung bewegt, nur die offenbar funktionierende Energieabfuhr in Richtung Kraftwerk hätte ihr entgegengewirkt.

Wir hatten ein Riesenglück!

Der Zauberlehrling

Lerninhalt an vielen Schulen.

" Die Geister die ich rief, werd ich nun nicht mehr los." ( frei nach Goethe).

Irgendwer hat in der Schule nicht aufgepasst.

Das, was wir nicht wissen sollen, erfahren wir auch

nicht.

Der AKW-Betreiber verstößt gegen seine Meldepflichten und behält seine Betriebsgenehmigung.

Nach Jahren wird gelüftet.

Wem nutzt nun die Nachricht von Gestern ?

Nachdenklich...

Nun, wenn selbst ein derartiger Störfall der IAEA unterschlagen wird, dann bleibt nicht mehr als blindes Vertrauen in die Betreiber und Atomlobby generell.
Jedenfalls für die, welche immer noch am Glauben an die zweifelsohne Beherrschbarkeit dieser Technologie festhalten wollen. Den Zweiflern dient es als Bestätigung.

Ein GAU in einem deutschen oder grenznahen AKW kann über Nacht Millionen Deutscher zu Flüchtlingen machen.
Welche dann ggfs. werden feststellen müssen, dass sie andernorts nicht sonderlich willkommen sind.

Die Thematik einer radioaktiven Verseuchung ist zu ernst, um sie für andere Argumentationsführungen instrumentalisieren zu wollen.

Nichtsdestotrotz ist ein nachdenkliches Innehalten in der aktuellen, hitzigen Flüchtlings-Debatte möglicherweise nicht fehl am Platz.

Auch wir können jederzeit ungewollt zu Flüchtlingen werden.

Wem die Nachricht nutzt?

"Just vor einigen Tagen, bei der Jahrespressekonferenz des Akw Fessenheim, hat sich erneut herausgestellt: Zu welchem Zeitpunkt das älteste Atomkraftwerk Frankreichs vom Netz geht, ist weiter unklar. Eine Entscheidung hänge stark von den Präsidentschaftswahlen in Frankreich 2017 ab, sagte Jürg Stöcklin im Umweltausschuss. Der Basler Professor ist der Vorsitzende des Trinationalen Atomschutzverbands am Oberrhein (Tras)."(Badische Zeitung von heute)

Dass die Menschen vor Ort ein existenzielles Interesse an ihrer Sicherheit haben und dies auch und gerade im Wahlkampf zur Sprache bringen, kann man ihnen m.E. nun wirklich nicht negativ anlasten!

"Wem nutzt nun die Nachricht von Gestern ?"

Na,hoffentlich doch den von einer Atomkatastrophe bedrohten Bürgern - indem endlich mal Druck auf Frankreich gemacht wird!

In Tschernobyl war es, wenn

In Tschernobyl war es, wenn man die Kausalitäts Kette verfolgt, in der akuten Kriese, eine einzige Fehlentscheidung im Leitstand, welche die Katastrophe unausweichlich machte.

Halbbildung, wie alles von den Kernkraftgegnern

"Der Zauberlehrling

Lerninhalt an vielen Schulen.

" Die Geister die ich rief, werd ich nun nicht mehr los." ( frei nach Goethe).

Irgendwer hat in der Schule nicht aufgepasst."

Der Spruch ist mitnichten vom "Zauberlehrling".
Wenn Sie stattdessen in "Wilhelm Meisters Lehrjahre" schauen, werden Sie fündig.

Genau so sehen Ihre Kenntnisse von der Kerntechnik aus. Man weiß was, aber nix Richtiges.

06:25 von Mein blauer Engel

"Herr und Meister! hör mich rufen! -
Ach, da kommt der Meister!
Herr, die Not ist groß!
Die ich rief, die Geister
werd ich nun nicht los." (Zauberlehrling, Wiki)

Wenn man daraus auf Ihre (Un-) Kenntniss in der Atomtechnik schließen kann - und das machen Sie ja umgekehrt - dann braucht man sich auch nicht mehr zu wundern!

@ 05:29 von greendale

es geht denen wirklich nicht um uns menschen, es geht knallhart um den machterhalt. da ist jedes mittel recht.

Verehrte(r) greendale,
man kann es auch so sehen:
diese Information wird veröffentlicht,
- weil sie nach zwei Jahren der Vertuschung und des Verharmlosens erst jetzt aufgedeckt worden ist
- weil die Parteien, die von der Lobby der Kraftwerksbetreiber unterstützt werden, so tun, als ob es überhaupt keine Probleme mit dieser so "günstigen und umweltfreundlichen Art der Energieerzeugung" gäbe. Und diese Parteien bewerben sich auch um Sitze in den Landesparlamenten, für die gilt ebenfalls wie Sie schreiben "es geht denen wirklich nicht um uns menschen, es geht knallhart um den machterhalt. da ist jedes mittel recht."

Also gute Gründe, das gerade jetzt zu veröffentlichen.

Wahlkampf

Die Kernkraft wird zum zweiten großen Thema, bei dem in Deutschland eine Einzelmeinung gegen alle europäischen Nachbarn vertreten wird, vor allem durch die derzeit im Wahlkampf befindlichen Parteien.

Für die Sparmaßnahmen im Zuge der Eurokrise gab es noch Unterstützung durch andere Länder, bei der Flüchtlingsfrage hat Deutschland sich isoliert, und bei der Energiewende und der Kernkraftphobie sieht es nicht anders aus. Ein deutscher Sonderweg, wieder einmal. Getrieben von spezifisch deutschen Interessensgruppen.

Zauberlehrling

"Die ich rief, die Geister
werd ich nun nicht los."

...ist leider durchaus aus dem 'Zauberlehrling' und nicht aus der Lobeshymne an die Kerntechnik wie oft fälschlicherweise angenommen wird.

@05:29 von greendale

Da haben Sie völlig Recht! Nichts desto weniger ist und bleibt auch die Nutzung von Kernenergie eines der großen Verbrechen der Wirtschaft und der Politik an der Menschheit. Aber wenn die Fussballskandale ausbleiben muss das Recherchenetzwerk von NDR, WDR und SZ ja auch etwas zu tun haben. Und an die Kontobewegungen unserer Politiker trauen sie sich nicht heran. Denn auch da könnte man sicherlich einige Ungereimtheiten aufdecken. Bestimmt auch im Zusammenhang mit der Nutzung der Atomenergie.

"Kernkraftphobie"

Klar! mal abgesehen von so um die 15 Kernschmelzen und von Atomkraftwerken, die in die Luft geflogen sind, ist ja ooch noch nischt passiert: Es kann also nur um "Phobie" handeln!

Und Fokushima strahlt weiter fröhlich vor sich hin.

Die Kernkraft damals ist Energiewende heute

Die Kernkraft ist hierzulande durch die Energiewende faktisch erledigt und niemand mehr wird die Kernkraft nur deswegen wieder befürworten weil man hier innerhalb Europas mit einer Einzelmeinung oder besser Entscheidung
andere Wege geht wie andere europäische Länder.
Es gibt kein Gesetz das man in Europa alles gleich machen muss allerdings sollte es ein Gesetz geben das die Sicherheit der Atomkraftwerke gewährleistet ebenso wie die Offenlegungspflichten bei Unfällen. Kein Staat und keine Sicherheitsbehörde kann und darf hinsichtlich Kernkraft irgendetwas zurückhalten oder vertuschen. Das müßte in einem solchen europäischen Gesetz drin stehen!

Die "einmalige" Einführung von Bor

Wenn man außer acht lässt, dass Borsäure zur ständigen Leistungsregelung im Einsatz ist und die Steuerstäbe einen guten Anteil Bor haben, dann ist dieses Material tatsächlich selten in Reaktorkernen zu finden. Mit anderen Worten: der Betreiber hatte offensichtlich ein Sicherungskonzept parat, um das Material der Steuerstäbe auch auf anderem Weg in den Behälter zu geben, noch BEVOR die automatische Notabschaltung wegen überhitzung einsetzt.

Der einzige Skandal ist hier die Informationspolitik, das will ich nicht klein reden, aber hier einen Riesenunfall zu konstruieren, bevor die Temperaturen für automatische Notabschaltung eingetreten sind, halte ich für ein bisschen reißerisch.

5.000 Mrd. Euro für Supergau - Zukunftsforscher 2020

Nach Fukushima schlug ich dem Umweltbundesamt vor, dass Betreiber der Atomkraftwerke und die befürwortenden Regierungen weltweit vorsorglich
in einen Font einzahlen müssten, der die Kosten der nächsten Atomaren Katastrophen abdecken kann.
Inklusive der Entschädigung der Bewohner unbewohnbarer Regionen.
Die Antwort vom Umweltbundesamt kam prompt:
"Ein Fonds, wie Sie es vorschlagen, müsste für den Katastrophenfall über äußerst hohe Summen verfügen. Schätzungen zufolge könnte ein nuklearer Unfall einen Schaden von über 5.000 Mrd. Euro verursachen. Genaue Aussagen sind aufgrund der hohen Unsicherheiten jedoch schwer möglich.
Müssten sich die einzelnen Betreiber für den vollen Umfang der Schäden versichern, wäre Atomenergie nicht rentabel."
Leider ist selbst der Rückbau von Werken und die Risiken einer Lagerung von Müll über Jahrhunderte nicht rentabel. Ich hoffe Merkel redet heute mit Hollande mal Tacheles..!!

@ 07:34 von meinungsquirl

"... aber hier einen Riesenunfall zu konstruieren, bevor die Temperaturen für automatische Notabschaltung eingetreten sind ..."(Sie)

"Eine dramatische Situation, so sah es damals wohl auch der Kraftwerksbetreiber. Eiligst richtete er einen Krisenstab ein. Der entschied sich für eine ungewöhnliche Maßnahme: Um den Reaktor herunterzufahren, wird Bor in den Reaktorbehälter gegeben. Man zieht sozusagen die Notbremse, um die Lage wieder unter Kontrolle zu bringen. Ein in Westeuropa einmaliger Vorgang, sagt Mertins."

Der Reaktor lies sich also nicht mehr anders herunterfahren!

"Der Versuch, den Reaktor ordnungsgemäß herunterzufahren scheitert - die Steuerstäbe lassen sich nicht bewegen."(s.Text)

"Es gibt eine Information, dass für etwa drei Minuten die Temperatur im Reaktorkern aus dem Ruder gelaufen ist. Das ist sicherlich darauf zurückzuführen, dass man keine Informationen mehr über die Regelung im Kern hatte."

Das war also offensichtlich die letzte noch mögliche Notmaßnahme!

Der Betreiber des AKW sollte

Der Betreiber des AKW sollte verpflichtet werden alle Werte im Umkreis von 50km zu Versichern. Die Kosten der Versicherung würde den Strompreis zu teuer machen und das AKW würde aus wirtschaftlichen Gründen für immer stillegen.

06:25 von Mein blauer Engel

ein anderer Spruch sagt:

Ignoranz gipfelt in der Arroganz!

Ich habe vor Jahrzehnten von Physikern gehört, das so was wie in Tschernobyl nie in westlichen Kraftwerken vorkommen wird. Wider der Vorfälle die es schon in den USA zum damaligen Zeitpunkt gegeben hatte und öffentlich zum Teil bekannt waren.

Klar ist jeden der Physik im wesentlichen begriffen hat, das nix umsonst ist, und immer irgend was irgend wohin gehen muss. Mit anderen Worten, je höher die Energie desto mehr Risiko.

Ausstiegskosten sollen nicht benkannt werden

In Frankreich möchte letztendlich kein Politiker der Erste sein, der den Rückbau der ersten AKW Generation veranlasst. Dann kommt nämlich heraus, welchen Kosten noch zu erwarten sind. Die Entsorgung der radioaktiven Abfälle ist ja auch noch nicht geklärt.
Da sieht dann bei der großen Anzahl AKWs jeder, dass Frankreich pleite geht - oder schon ist. Das würde neben den "üblichen" Folgen einer Staatpleite auch ein komplettes Umdenken in der Energiewirtschaft zur Folge haben. Angefangene AKW werden z.B. nicht mehr weiter gebaut.
Die Angst schweißt Betreiber und Politik über die Eigentümerschaft des Staates hinaus zusammen. Daher werden die Schrottreaktoren bis zur Katastrophe weiter betrieben.

Ein GAU in einem dicht besiedelten Gebiet

muss in jedem Fall verhindert werden. "Das Kraftwerk liegt mitten auf dem Oberrhein-Aquifer, einem der größten Trinkwasservorkommen Europas." (Wikipedia).

Die Folgen wären katastrophal. Ansonsten geht Deutschland einer strahlenden Zukunft entgegen.

Alarmsystem zur Atomeneriebehörde

Zukunftsforscher 2020

Wie wird die Welt reagieren, wenn ein drittes großes Atomunglück in einem weiteren Atomkraftwerk geschehen würde.
Ich schlage folgendes vor:
Weltweit müssen wir eine Taskforce bilden, aus Spetzialisten und freiwilligen sehr gut ausgerüsteter Liquitatoren, die zwingend bei einem Unfall in jedem Land in ein Geschehen, wie dem in Fokushima eingreifen könnten auch gegen den Willen eines Atomkraftwerk betreibenden Landes.
Das setzt natürlich voraus, dass es ein Alarmsystem direkt zur Atomeneriebehörde gibt.
Es kann doch nicht sein, dass die Betreiber immer wieder vertuschen…daraus muss jetzt auch mal gelernt werden.
Die Russen nach Tschernobyl und Tepco und die japanische Regierung wollten nur vertuschen - ist ja auch extrem peinlich so etwas...
Es ist ein Skandal, dass Betreiber bei der Schwere eines solchen Vorfalls noch die Oberhand behalten dürfen.
Ein Störfall geht die gesammte Menschheit etwas an!!!!

07:34 von meinungsquirl

Zitat:"aber hier einen Riesenunfall zu konstruieren, bevor die Temperaturen für automatische Notabschaltung eingetreten sind, halte ich für ein bisschen reißerisch."

Die ´Notabschaltung `in AKW-s ist genau wie die Balancestange eines Hochseilartisten ohne Sicherheitsleine. Wenn alles läuft ist alles gut, aber wehe wenn ein starker Windstoß kommt.

Jeder Hundebesitzer muss

Jeder Hundebesitzer muss seinen Hund Versichern. Jeder KFZ Besitzer muss sein Kfz versichern. Jede Firma hat Feuer, Hochwasser, Produktionsausfall versichert. Die meisten Westlichen Armeen haben Lebensversicherungen für ihre Soldaten in Kampfeinsätzen. Krieg kann Versichert werden! Aber es gibt weltweit kein einziges versichertes Kernkraftwerk. Die Risiken sind so hoch das sich keine Versicherung findet und wenn wären die Raten astronomisch. Alleine über den Versicherungs Zwang wäre die Kernkraft nicht mehr nur die riskanteste Art Energie zu Erzeugen, sondern auch die mit Abstand teuerste!

Ja Medels

wo sind denn die ganzen Kommentatoren hinverschwunden die sich so vehement GEGEN Ökostrom und Windstromtrassen aussprachen? Die ganzen Atombefürworter?
HAAALOO ...wo SEID ihr??

7.54 Sonnenklar - Supergau

Der Mensch ist leider nicht lernfähig und noch weniger lernwillig. Siehe Japan. Die Hauptschäden bezahlen die unmittelbare Anlieger mit ihrem Leben, Gesundheit oder totaler wirtschaftlicher Verlust. Danach werden die Steuerzahler zur Kasse gebeten, dabei hat der Privatmann keine Möglichkeit der steuerliche Abschreibung wie die Unternehmen oder gar der Steuermanipulation wie die Multis. Die Politik wird gar nichts tun. Frau Merkel und Herr Hollande werden hierfür keine Zeit.

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