Kommentare

Der Golan ist besetztes Gebiet,

er gehört völkerrechtlich zu Syrien.
Es sollte m. E. daher nicht von "Skifahren in Israel" gesprochen werden. Denn die Menschen, die dort Ski fahren und soviel Spaß haben, bewegen sich nicht auf israelischem Staatsgebiet, sondern auf syrischem.
Das hätte man durchaus erwähnen können.

"Auf den Golanhöhen an der

"Auf den Golanhöhen an der Grenze zu Syrien"

...also lt. UN sind die Skifahrer nicht an der Grenze zu Syrien auf der Piste,sondern auf syrischem Territorium,welches von Israel militärisch besetzt ist...

"Auf der anderen Seite ist Syrien"?

Ich finde es zwar angemessen, dass friedliche Menschen auch mal Ski fahren, nur:
Wenn die Golanhöhen zu Israel gehören, dann ist Krim auch russisches Staatsgebiet.
Wie auch immer.
Auch dieses Gebiet ist heute dank Annektion (relativ) friedlich.

Tada

"Auch dieses Gebiet ist heute dank Annektion (relativ) friedlich."

Nur dass von der ursprünglichen Bevölkerung niemand mehr dort lebt. Frieden ist für Menschen, nicht für Gebiete.

@zammy

Die Drusen leben immer noch dort. (Quelle: Wikipedia)

Auf der Piste in der Sicherheitszone im

israelisch - syrischen Grenzgebiet.
Auch wenn es nur wenige Tage im Jahr sind, die zum Schneegenuss reichen müssen, ist es doch ein Trost, das auch eine Sicherheitszone in einer Region wo Krieg und Zerstörung soweit das Auge reicht herrscht, in Freude genutzt werden kann. Und wer weiß, wie diese Region heute aussähe, wenn dieser Landstrich nicht durch die UNDOF gesichert würde. Erst im August 2015 gab es Raketen aus Syrien.

Leben auf den Golanhöhen

Die Golanhöhen sind ein karges Gebiet; im Sommer knochentrocken. Da lebte und lebt kaum jemand! Bin neulich erst über die Golanhöhen gefahren... Friedlich, selten Fahrzeuge. Arabischer Fahrer, Muslim, lebt in Israel, israelischer Bus, Essen bei Aarbern auf den Golanhöhen...Es wird immer viel gelabert, die Menschen verhalten sich vor Ort anders...
Wie auch immer, laßt die Leute doch Ski fahren, das ist eine friedliche Beschäftigung. Vielleicht gelingt es eines fernen Tages, die ganze Region zu befrieden, so dass dort Syrer, Jordanier und Isrealis zusammen das Ereignis Schnee und Ski fahren feiern können. Es geht nur im friedvollen Miteinander! Da gibt's auf allen Seiten noch viel zu tun.

Wenn die Golanhöhen zu Israel gehören....

Aus Gründen des eigenen Überlebens sollte Israel dieses Gebiet nie mehr frei geben. Wer diese geographische Situation kennt und weiß, wie diese von Syrien gegen Israel ausgenutzt wurde, kann von Israel nichts anderes erwarten. Jedes Land, das diese Bedrohung erlebt hat, wäre schön dumm, anders zu handeln. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass jedes Zurückweichen Israels von seinen Nachbarn als Schwäche ausgelegt wurde und alles beginnt von neuem. Alle hier schreiben aus der wohligen Wärme der Sicherheit und des nicht Betroffenseins. Wie wäre das Ganze an unserer Grenze?

re schokoschnauzer

"Und wer weiß, wie diese Region heute aussähe, wenn dieser Landstrich nicht durch die UNDOF gesichert würde."

Die Undof sichert gar nichts, die beobachtet nur und protokolliert.

Dass es an dieser Waffenstillstandslinie jahrzehntelang ruhig war lag daran, dass Syrien dort keine extremistischen Aktivitäten zugelassen hat.

re tada

"Wenn die Golanhöhen zu Israel gehören, dann ist Krim auch russisches Staatsgebiet."

Der Hinweis, dass Annexion nicht gleich Annexion ist im Echo der westlichen Reaktionen ist durchaus mal angebracht.

@ 09:58 von zammy

Ich hoffe doch sehr, dass Sie nicht andeuten wollen, dass die Menschen, die dort vor der Eroberung durch Israel lebten, für den Unfrieden zuvor verantwortlich waren. Auch diese Menschen sind Opfer des syrischen Regimes gewesen. Vor der Eroberung durch Israel wurden von den Golanhöhen aus regelmäßig unter Bruch aller Waffenstillstandsvereinbarungen und internationalen Verträge insbesondere israelische Zivilisten durch die syrische Armee beschossen. Deshalb hat Israel unter großen Verlusten diese Höhen 1967 erobert. Nicht weil man da so schön Skilaufen kann. Hätte sich Syrien an die Verträge gehalten und wäre friedlich geblieben, hätte Israel das auch nicht getan. Und es ist nicht zu erkennen, dass Syrien seine Einstellung geändert hätte. Daher hatte Israel auf jeden Fall das Recht auf Selbstverteidigung und das Recht, die Höhe zu behalten, bis Syrien (wie Ägypten) zu einem Zusammenleben auf der Basis des Völkerrechts bereit ist.

re autograf

"Daher hatte Israel auf jeden Fall das Recht auf Selbstverteidigung und das Recht, die Höhe zu behalten, bis Syrien (wie Ägypten) zu einem Zusammenleben auf der Basis des Völkerrechts bereit ist."

Auf der Basis des Völkerrechts ist die Annexion durch Israel rechtswidrig.

Man sollte schon auf dem Boden der Tatsachen bleiben, welche Seite hier zum Völkerrecht zurückkehren muss.

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Das ist besetzes Gebiet

Wäre schön wenn hier das erwähnt wird, wie es in der Tagesschau sonst immer in Zusammenhang mit der Krim erwähnt wird, dass es annektiert ist.

@ 11:43 von karwandler

Selbstverständlich ist die fortdauernde Besetzung der Golan-Höhen durch Israel völkerrechtswidrig. Aber Sie stimmen mir doch sicher zu, dass die fortdauernde Beschießung von israelischen Zivilisten durch die syrische Armee zwischen 1949 und 1967 ebenso völkerrechtswidrig war? Und - da niemand einen Finger krumm machte, diesen völkerrechtswirdigen Zustand abzustellen, auch die UNO nicht - Israel in einem Akt der Selbstverteidigung diesen beendete? Das Völkerrecht kann nur wiederhergestellt werden, wenn beide Seiten sich strikt auf die Einhaltung des Völkerrechts verpflichten. Auf syrischer Seite sehe ich da aber keinerlei Ansatz. Hingegen hat Israel sämtliche wider das Völkerrecht besetzten Gebiete in Sinai und Gaza, auch unter gewaltsamer Auflösung bereits bestehender israelischer Siedlungen, zurückgegeben, als Ägypten sich wieder (nach den Angriffskriegen) auf die Basis des Völkerrechts begab und mit Israel Frieden schloss. Das kann Syrien auch haben. Will es aber nicht.

re autograf

"Das Völkerrecht kann nur wiederhergestellt werden, wenn beide Seiten sich strikt auf die Einhaltung des Völkerrechts verpflichten."

Dier Annexion ist EINSEITIG völkerrechtswidrig, das hat mit der anderen Seite nichts zu tun.

"Das kann Syrien auch haben. Will es aber nicht."

Was genau verlangt denn Syrien über die Rückgabe seines Staatsgebiets hinaus? Und wann hat Israel die Räumung gegen Friedensvertrag angeboten?

@ 12:58 von karwandler

Genauso kann man die Gegenfrage stellen: Wann hat Syrien, das Israel, mit dem es historisch gar nichts zu tun hatte, 1948 völkerrechtswidrig angegriffen hat und das es seitdem immer mal wieder völkerrechtswidrig beschiesst, Israel einen Friedensvertrag (wie seinerzeit Sadat) angeboten, unter dem Versprechen, zukünftig Frieden zu halten und Israel anzuerkennen? Über das Wort Annexion kann man streiten - das ist etwas für Juristen ohne Relevanz für die Realität. Israel hat niemals behauptet, die Golan-Höhen anektiert zu haben. Es wendet auf die dort lebenden Menschen, m.W. bis auf die Drusen alles originär israelische Staatsbürger, halt israelisches Recht an. Sie wollen immer alles auf die heutige Rechtslage beziehen. Aber es gibt eine Geschichte, die Hintergrund der heutigen Lage ist. Die nie gesühnte Beschießung durch Syrien ist vielleicht der Same des Misstrauens der heutigen Israelis gegenüber Syrien? Wer zuerst geschossen hat, sollte zuerst aufhören und nicht immer wieder anfangen.

@derkleineBürger

"also lt. UN sind die Skifahrer nicht an der Grenze zu Syrien auf der Piste,sondern auf syrischem Territorium,welches von Israel militärisch besetzt ist"

Ja, noch, aber der Autor schaut optimistisch in die Zukunft und die israelischen Teilungspläne für Syrien spielen dabei eine große Rolle, denn wenn Syrien wieder soetwas wie Frieden genießt wird es deutlich kleiner sein als jetzt wobei die syrischen Golanhöhen schon vor einer Weile völkerrechtwidrig annektiert wurden.

Sicher Skifahren in Israel

denn auf der syrischen Seite bringen die Menschen sich seit Jahren zu 100.000den um.

Syrien wollte sein Gebiet erweitern und verlor dieses Gebiet. Jetzt leben die Menschen vom Golan bis in den Galil in Frieden, was unter Syrien nicht der Fall wäre.

Besser unter Israel und in Frieden als unter einer weiteren arabischen Diktatur und im Krieg und IS-Terror versinken.

normalität vs. universalpessimismus

eine der größten lehren, die wir aus dem alltag in israel ziehen können, ist, dass nicht alles im leben unserem german-angst- und kontrollwahn unterliegen muss.
skifahren am golan, feiern in telaviv - kein problem trotz steter bedrohungslage.
hierzulande: trübsal ob jeder chance auf verschlechterung - egal von was und trotz unserer herausragenden sicherheit.
und natürlich an allem einen grund finden, die welt schlechtzureden. auch an skifahrern am golan.

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