Kommentare

wo ist das Geld?

Hat denn der wundertätige Franziskus nicht den großen Geldkoffer des Vatikans dabei?
Die Kirche verwaltet doch angeblich den riesigen Reichtum der Kirche für die Armen (nach ihren eigenen Worten).
Die Menschen dort würden sich freuen, wenn er einen Geldsegen sprechen würde.
Was für ein Hype um eine Person, der im Grunde nichts Neues zu sagen und zu bieten hat. Was für ein Hype um eine komplett bedeutungslose Organisation.

Immer nur reden

Ich hab's so satt: alle sagen, was zu tun ist, nur nicht, wer es tun soll. Also lieber Papst: nicht reden, sondern machen!

"Was für ein Hype um eine

"Was für ein Hype um eine komplett bedeutungslose Organisation."
..
Wäre diese Organisation so "bedeutungslos", warum posten Sie dann so einen engagierten, kritschen Beitrag ? Das wäre doch Zeitverschwendung !

@kombrino

Das Urteil ist zu hart. Dieser Papst ist der erste, der sich nicht auf Theorie und schöne Rede beschränkt.
Der Reichtum des Vatikan besteht zu großen Teilen aus Kulturgütern, die sicherlich auch jemand kaufen würde, Geld ist genug in der Welt, auch für solches. Aber das wäre wohl eine unzumutbare Forderung, die 1 Milliarde Katholiken (ich bin keiner) "sauer aufstoßen" würde.
Aber die jährlichen Einnahmen der Kirche könnten zu großen Teilen für die Armutsbekämpfung verwendet werden, wenn alle Priester aller Hirarchiestufen so lebten wie der Papst, der in seinem Luxuskäfig gefangen ist. Herr Tebartz van Elst hat wahrscheinlich höhere Lebenshaltungskosten als der Papst. Das zeigt beispielhaft das Dilemma, in dem er steckt.

Konbrin25; 10:36

"Was für eine Hype um eine komplett bedeutungslose Organisation". Na,na; der katholischen Kirche kann man ja viel Nachsagen, aber dass sie "komplett bedeutungslos" ist sicher nicht. Da ist wohl eher Ihr "Wunschdenken" mit Ihnen durchgegangen.

Ich sollte den Papst mal zu uns einladen. Bei uns werden eher die Strassen in den "favelas" asfaltiert, als wichtige Haupverbindungsstrassen zu den grossen Fazendas, auf denen ein 50tonnen-Sattelschlepper nach dem anderen fährt (und im Schlamm steckenbleibt)und die für die Regierung die Steuereinnahmen erwirtschaften.

Gruss aus Brasilien

@ 10:36 von Konbrino25

James Shikwati ist ein KENIAnischer Ökonom, Direktor des Inter Region Economic Network (IREN) in Kenia und gilt als Experte für Afrikas wirtschaftliche Entwicklung. In einem Interview mit der FAZ mahnt er:

"Was passiert, wenn das Geld in Kenia ankommt? Eklatant ist, dass die Entwicklungshilfe eher die politische Industrie befördert als die Wirtschaft oder die Produktivität vor Ort. [...] Um die Verwendung der Entwicklungshilfegelder kümmern sich die Regierung und die politischen Parteien. Wer als Kenianer dem Geld nahe sein will, muss also Politiker oder Freund eines Politikers sein. Als Folge der Hilfsgelder verwenden die Menschen mehr ihrer Energie darauf, am politischen Spiel teilzuhaben. […] Brauchen wir mehr Menschen, die reden und alles durcheinanderbringen? Oder brauchen wir Menschen, die etwas produzieren? Die Entwicklungshilfe lässt die politische Industrie expandieren, und sie hemmt die produzierende Wirtschaft, wo die Talente gebraucht werden."
https://tinyurl.com/7s55fb7

Wer Afrika helfen will, darf kein Geld geben

"Der Kenianer James Shikwati ist einer der wenigen Marktliberalen in Afrika. Im F.A.Z.-Interview spricht der Gründer des „Inter Region Economic Network“ über die schädlichen Folgen der Entwicklungshilfe und seine Forderung, die Zahlungen sofort zu stoppen."

https://tinyurl.com/7s55fb7

@Dawkins

Wer sich mit dem Thema Entwicklungshilfe beschäftigt, wird merken, dass häufig nur unsere Industrie und Wirtschaft geponsert wird. Geld vom Staat -> Wirtschaft -> Produkte für Afrika -> afrikanischer Markt kaputt
Andererseits erlauben wir de fakto den Ländern keine Einfuhr von verarbeiteten Produkten (gigantisch hohe Zölle) und kaufen zum Spottpreis Rohware, um diese dann hier mit einem riesigen Gewinn zu veredeln (Schockolade, Kaffee....).
Das funktioniert alles nur, weil es uns hier egal ist, oder wir es schlicht und einfach nicht wissen.

@Dawkins

Sie meinen wirklich, der marktliberale Ansatz würde die Drittweltländer weiterbringen?

Ich erinnere mich an Forderungen der FDP vor einiger Zeit, Kinderarbeit als marktkompatibles Instrument der Wohlstandsmehrung international zu enttabuisieren.

Und wenn Sie sehen wollen, wie toll der marktliberale Ansatz ein Land voranbringt, dann schauen Sie mal nach Bangla-Desh.

Ich glaube, es ist kein Zufall, dass der von Ihnen zitierte Wissenschaftler so ziemlich der einzige Marktliberale der dritten Welt ist.

Was die Entwicklungshilfe angeht, natürlich ist da der Wurm drin. Es fließen Gelder, die, wenn sie nicht in den Taschen korrupter Eliten vor Ort verschwinden, Unternehmen aus den Geberländern zugute kommen. Meist übrigens beides. Globalisierte Seilschaften.

Als Antwort darauf allerdings die komplette Entfesselung der Marktkräfte, also einen schrankenlosen Kapitalismus zu propagieren, hieße, das Kind mit dem Bade auszuschütten.

Oder plädiert Herr Shikwati für nationalen Isolationismus?

Afrika

Ich hoffe dieser Papst fordert die Menschen nicht auf fruchtbar zu sein und sich zu vermehren. Vielleicht hat dieser Papst erkannt, dass Armut und Leid auch mit der extrem hohen Geburtenrate in Afrika zu tun hat.
Hätte China nicht eine strickte Geburtenkontrolle eingeführt, dann wäre es heute wirtschaftlich da, wo heute Afrika und Indien ist.

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