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Die umstrittene ägyptische Verfassung ist per Volksabstimmung mit 63,8 Prozent angenommen worden. Die Mehrheit der Bürger ging allerdings nicht zur Wahl. Die USA riefen Präsident Mursi auf, die Kluft in der Gesellschaft zu überbrücken. Unterdessen schränkte die Regierung aus Angst vor Kapitalflucht den Geldverkehr ein.
Kaum ist das Referendum beendet, beginnt beginnt der Streit über das weitere Vorgehen. Die Muslimbruderschaft sieht die Chance, Spaltungen zu überwinden - trotz der niedrigen Wahlbeiteligung. Die Opposition gibt sich dagegen kämpferisch und kündigte Widerstand gegen die Verfassung an.
Für Präsident Mursi und die ihn stützenden Muslimbrüder ist es ein Pyrrhus-Sieg: Der islamistisch geprägte Verfassungsentwurf hat eine Mehrheit gefunden, doch der wochenlange Streit darüber kostete mehrere Menschen das Leben - und er führte zu einer tiefen Spaltung Ägyptens.
Das Referendum ist entschieden, der Streit in Ägypten geht weiter. Bei einem Referendum hat eine klare Mehrheit für die neue Verfassung gestimmt, die den Religionsgelehrten mehr Einfluss gibt. Doch die Verfassung steht auf schwachen Füßen: Nur jeder dritte Bürger gab seine Stimme ab.
In Ägypten zeichnet sich eine Mehrheit für den Verfassungsentwurf von Präsident Mursi ab. Nach Angaben der Muslimbruderschaft sprachen sich bei dem Referendum insgesamt 64 Prozent der Wähler für das Papier aus. Auch die Opposition räumte dies ein. Allerdings bemängelt sie Verstöße gegen das Wahlrecht.
Die zweite und letzte Runde der Volksabstimmung über eine neue Verfassung in Ägypten ist zu Ende. Die Wahllokale sind geschlossen. Wahlbeobachter berichteten von teilweise chaotischen Zuständen und Wahlrechtsverstößen. Wenige Stunden vor Ende der Abstimmung war Vize-Präsident Mekki zurückgetreten.
Vor der zweiten Runde des Verfassungsreferendums in Ägypten hat es erneut Ausschreitungen gegeben. In Alexandria gingen Befürworter und Gegner des islamistisch geprägten Entwurfs mit Stöcken aufeinander los. Bei der morgigen Abstimmung wird mit einer Mehrheit für den Entwurf gerechnet.
Präsident Mursi will die Ägypter am 15. Dezember über die neue Verfassung abstimmen lassen. Doch die Richter, deren Mitwirkung erforderlich ist, kündigten einen Boykott an. Zuvor hatten Islamisten das Verfassungsgericht blockiert. Die Richter stellten daraufhin ihre Arbeit bis auf Weiteres ein.