Detail Navigation:
Rund 950 Millionen Dollar soll der afrikanische Einsatz gegen Islamisten in Mali kosten. Etwas mehr als die Hälfte davon, 456 Millionen Dollar, hat eine internationale Geberkonferenz jetzt zugesichert. Den größten Anteil übernehmen die USA. Deutschland will 20 Millionen Dollar und weiteres Material zur Verfügung stellen.
In wenigen Wochen soll die afrikanische Mission MISMA den Einsatz in Mali von den Franzosen übernehmen. Schon im Vorfeld ist klar, dass dafür erheblich mehr Soldaten benötigt werden. Zudem fehlt es an Geld. 950 Millionen Dollar soll der Einsatz kosten - erste Zusagen gab es auf der internationalen Geberkonferenz.
Kurz vor der Geberkonferenz für Mali hat der Internationale Währungsfonds dem Land einen Kredit von umgerechnet 13,6 Millionen Euro gewährt. Das Geld soll helfen, die wirtschaftliche Stabilität wiederherzustellen. Derweil können die Franzosen mit weiterer Militärhilfe für ihren Einsatz rechnen - auch aus Deutschland.
Die Wut ist groß auf die Islamisten in Mali. Nicht nur ihre Gräueltaten gegen die Einwohner sorgen für Zorn. Gewaltige Entrüstung löste auch die Nachricht aus, dass die Islamisten die Bibliothek in der Wüstenstadt Timbuktu angesteckt und damit offenbar wertvolle Schriften zerstört haben.
Die islamistischen Rebellen im Norden Malis verlieren weiter an Boden. Französische und malische Truppen rücken ins Zentrum der historischen Wüstenstadt Timbuktu vor. Widerstand soll es bislang nicht geben - die Islamisten zerstörten aber erneut Kulturgüter.
Französische und malische Truppen haben die Islamisten weiter zurückgedrängt. Die Zufahrtsstraßen und der Flughafen der Wüstenstadt Timbuktu seien unter Kontrolle, teilten Vertreter beider Armeen mit. Offenbar waren viele Islamisten zuvor aus der Stadt geflohen. Berichte über Kämpfe gibt es nicht.
Nach Gao ist die Rebellenhochburg Timbuktu das nächste Ziel der malischen und französischen Soldaten. Den Truppen sei es gelungen, den Zugang zur historischen Wüstenstadt zu sichern, teilte die französische Armee mit. Die Flüchtlinge in Gao können es kaum erwarten. Sie wollen nach Hause - nach Timbuktu.
Französische und malische Truppen kommen bei der Eroberung Nord-Malis schneller voran als erwartet. Nach der Eroberung der strategisch relevanten Stadt Gao und Luftangriffen auf die Stadt Kidal ziehen sich die islamistischen Extremisten offenbar aus Timbuktu zurück, berichten malische Medien.
Die Westafrikanische Staatengemeinschaft will sich deutlich stärker in Mali engagieren als bisher geplant. Die ECOWAS beschloss, ihr Truppenkontingent von 3300 auf bis zu 7700 Soldaten aufzustocken. Auch die USA konkretisierten ihre Hilfe. Deutschland will laut "Spiegel" Ausrüstung schicken.
Französische und malische Truppen haben im Nordosten Malis die Islamistenhochburg Gao eingenommen. Soldaten aus Niger und dem Tschad sollen dort nun die Kontrolle übernehmen. Derweil sagten die westafrikanischen Staaten deutlich mehr Soldaten zu. Auch beim Gipfel der Afrikanischen Union geht es um Mali.