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Eine Milliarde Frauen weltweit sind Opfer von körperlicher oder sexueller Gewalt geworden. "One Billion Rising" (eine Milliarde stehen auf) - so heißt daher der heutige Aktionstag. Auch in Deutschland kommt Gewalt gegen Frauen öfter vor, als viele denken.
"Braveheart" nennen die indischen Medien das verstorbene Opfer der Gruppenvergewaltigung. Den echten Namen der Studentin halten sie zurück - ein Zeichen von Respekt. Das Land hat mit einer schmerzhaften Debatte über Gewalt gegen Frauen begonnen. Doch der Weg ist noch weit.
Die Leiche der von mehreren Männern vergewaltigten Inderin ist in ihre Heimat übergeführt und dort eingeäschert worden. Regierungschef Singh empfing die Familie der Verstorbenen am Flughafen. Die Zeremonie fand im engsten Familienkreis statt.
Nach dem Tod der vergewaltigten Studentin sind die sechs Verdächtigen nun wegen Mordes angeklagt worden. Tausende Demonstranten fordern von der Regierung, dass Sexualverbrecher konsequent bestraft werden. Denn bisher bleiben in Indien drei von vier Vergewaltigern straffrei.
Zwei Wochen nach der brutalen Vergewaltigung ist die junge Frau in Singapur ihren schweren Verletzungen erlegen. Sie soll heute noch nach Indien übergeführt werden. Bereits wenige Stunden nach ihrem Tod gingen in Indien hunderte Menschen auf die Straße. Aus Sorge vor erneuten Eskalationen sperrten die Behörden U-Bahn-Stationen und Hauptverkehrsstraßen.
Zwei Wochen nach der brutalen Vergewaltigung durch sechs Männer in einem Bus in Neu Delhi ist eine junge Inderin ihren schweren Verletzungen erlegen. Das Verbrechen hatte landesweite Proteste gegen sexuelle Gewalt ausgelöst. Indiens Regierung will nun die Gesetze ändern.