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Die Bundesregierung sucht weiter nach einem Konsens gegen Altersarmut: Die CDU will die Lebensleistungs-, die CSU die Mütterrente. CSU-Chef Seehofer drängt auf eine Einigung vor der Wahl, die CDU in Nordrhein-Westfalen will das Thema aus dem Wahlkampf raushalten. Auch von Kompromissbereitschaft ist die Rede.
Die CSU wechselt in den Wahlkampfmodus: Von Differenzen in der Europapolitik mit der CDU ist keine Rede mehr, stattdessen gibt es Lob für die Kanzlerin. Aber ein Kurswechsel sei das nicht, betonte CSU-Chef Seehofer. Und auf Landesebene sei die CSU wieder da - es gebe eine "Riesenchance" für ein erfolgreiches Wahljahr.
Mehr Anrechnung von häuslicher Pflege und Kindererziehungszeiten, eine verbindliche Lohnuntergrenze und ein Ja zur Rente mit 67: Die CSU hat auf ihrem Parteitag einstimmig ein eigenes Rentenkonzept beschlossen. Mit dem Papier will sie in die Verhandlungen der Koalition zur Bekämpfung von Altersarmut gehen.
Mit großer Mehrheit hat sich der SPD-Vorstand für das Rentenkonzept von Parteichef Gabriel ausgesprochen. Dieses sieht vor, dass Arbeitnehmer nach 45 Jahren Berufstätigkeit in Rente gehen können, ohne Abzüge befürchten zu müssen. Ungeklärt blieb dagegen die Frage der Senkung des Rentenniveaus.
Parteichef Gabriel bewegt sich auf die Kritiker des bisherigen SPD-Rentenkonzepts zu: Arbeitnehmer sollen unter bestimmten Voraussetzungen schon vor dem 65. Geburtstag ohne Einbußen in den Ruhestand gehen können. Vom neuen Konzept könnten Zehntausende Beschäftigte profitieren.
Die Linkspartei hat ein eigenes Konzept gegen Niedrigrenten im Alter vorgestellt: Gutverdiener sollen danach mehr in die Rentenkasse einzahlen, damit Geringverdiener eine höhere Rente bekommen. Die Bemessungsgrenze soll erst angehoben werden und schließlich ganz wegfallen.