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Genau ein Jahr nach den Krawallen bei Anti-Putin-Protesten in Moskau hat die russische Opposition wieder ein Zeichen des Widerstands gesetzt. Zehntausende forderten bei einer Demonstration die Freilassung von politischen Gefangenen und den Rücktritt Putins.
Bundeskanzlerin Merkel hat ihre Kritik an Russlands Präsident Putin beim gemeinsamen Besuch der Hannover-Messe bekräftigt. Deutschland wünsche sich eine lebendige Zivilgesellschaft in Russland. Auch andere Politiker äußerten Kritik. Den Messerundgang der beiden störten mehrere Frauen mit einer spektakulären Aktion.
Der Russland-Koordinator der Bundesregierung Schockenhoff hat den russischen Präsidenten Putin kritisiert. Die Razzien bei NGOs und Putins jüngste Rechtfertigungen schadeten der Zukunftsfähigkeit Russlands. Grünen-Chefin Roth kritisierte die Aussagen des Präsidenten in einem ARD-Interview als unwahr.
Kanzlerin Merkel und Russlands Präsident Putin haben einen Rundgang durch die Ausstellungshallen der Hannover Messe gemacht. Dort geht es hauptsächlich um die wachsende Vernetzung der Produktion. Gestern hatten sie die Messe offiziell eröffnet. Derweil hält die Kritik an Russlands Politik an.
Kanzlerin Merkel und Russlands Präsident Putin haben die Hannover Messe eröffnet. Im Vorfeld sorgten Razzien auch bei deutschen Organisationen in Russland für Ärger. Merkel äußerte sich zunächst zurückhaltend, in ihrer Rede rief sie Putin dann dazu auf, eine aktive Zivilgesellschaft zu tolerieren.
Deutschland muss Kritik üben, wenn in Russland NGOs das Leben schwer gemacht wird, meint Christina Nagel. Präsident Putin müsse nicht mit Samthandschuhen angefasst werden. Auch den Wirtschaftsbeziehungen mit Russland schade dies nicht. Dort gebe es sogar Lob für Kreml-Kritik aus Deutschland.
Offener Meinungsaustausch ja, Verwerfungen nein - dies erwarten russische Experten vom Treffen Kanzlerin Merkels mit Russlands Präsident Putin in Hannover. Im Vorfeld sorgten Razzien auch bei deutschen Organisationen in Russland für Ärger. Aber beide Seiten brauchen einander.
Die Razzien gegen ausländische NGOs und Menschenrechtsorganisationen, die Zypern-Krise und russische Anleger, der Euro und Syrien: Russlands Präsident hat im ARD-Interview zu einem breiten Themenspektrum Stellung genommen. Sehen Sie hier das Gespräch in voller Länge.
Kremlchef Putin hat kurz vor seinem Besuch in Deutschland erneut die Razzien bei deutschen Stiftungen sowie Menschenrechtsorganisationen in Russland verteidigt. Sie seien kein Einschüchterungsversuch. Im ARD-Interview stellte Putin zudem klar: "Russland hat sich eindeutig für Demokratie entschieden".
Die russischen Behörden setzen Nichtregierungsorganisationen weiter unter Druck: Ständig müssen NGOs mit Besuch von Justizbeamten rechnen. Während der Staat vorgibt, Ordnung schaffen zu wollen, sprechen die NGOs von Einschüchterungsversuchen - und die zeigen Wirkung.