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Nach dem Urteil gegen 73 Angeklagte im Prozess um die Fußballkrawalle in Port Said ist es in Ägypten zu Ausschreitungen gekommen. In Kairo stürmten erboste Demonstranten das Gebäude des Fußballverbandes. Sie bemängeln das ihrer Meinung nach zu milde Urteil. Aber auch die Fans in Port Said sind unzufrieden.
74 Menschen kamen 2012 bei den Krawallen rund um ein Fußballspiel im ägyptischen Port Said ums Leben. Ein Gericht in Kairo hat nun die Urteile gegen die Angeklagten gesprochen. Die Richter verhängten Haftstrafen und bestätigten bereits gesprochene Todesurteile. Aber es gab auch Freisprüche.
Im ägyptischen Port Said haben Demonstranten den Sitz der Sicherheitskräfte in Brand gesteckt. Bei Krawallen wurden sechs Menschen getötet, fast 600 wurden verletzt. Die Proteste stehen offenbar in Zusammenhang mit den schweren Ausschreitungen nach einem Fußballspiel im vergangenen Jahr.
In Ägypten sitzt der Schock nach den Ausschreitungen der vergangenen Tagen tief. Die Angst vor einem Staatskollaps war Thema bei den Freitagspredigten. Anschließend demonstrierten wieder Tausende gegen Präsident Mursi. In Kairo kam es zu Zusammenstößen. Erneut wurde ein Mensch getötet.
Das Blutbad in Port Said vor einem Jahr gilt als der schlimmste Vorfall in der Geschichte des ägyptischen Fußballs: 74 Menschen wurden dabei getötet. Die meisten von ihnen Fans des Kairoer Clubs al-Ahly. Auch ein Jahr nach den Krawallen kämpfen die Ultras weiter für die Bestrafung der Täter.
Vandalen und Gesetzesbrecher - das sind für Präsident Mursi die Urheber der blutigen Unruhen in vielen Städten Ägyptens. Er verhängte den Ausnahmezustand sowie eine nächtliche Ausgangssperre über die am stärksten betroffenen Regionen. Mursi lud die Opposition zu Gesprächen ein.
Nach den schweren Zusammenstößen in der Hafenstadt Port Said hat Ägyptens Präsident Mursi über die am stärksten betroffenen Regionen den Ausnahmezustand verhängt. In Port Said, Ismailija und Suez gilt für 30 Tage eine nächtliche Ausgangssperre. In einer Fernsehansprache lud Mursi die Opposition zu Gesprächen ein
Kein Ende der Gewalt in Ägypten: Während des Trauerzugs für die Opfer der Gewalt vom Vortag sind erneut drei Menschen in der Stadt Port Said ums Leben gekommen. 400 Menschen wurden bei Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei verletzt. Die Gewalt erschüttert auch Mursis Kritiker.
Erneute Ausschreitungen in Ägypten: Am Rande einer Trauerkundgebung für die Opfer der tödlichen Krawalle kam es in Port Said zu Zusammenstößen mit der Polizei. Auch in Kairo gab es erneut Krawalle. Die Opposition fordert Präsident Mursi auf, eine Regierung der nationalen Einheit zu bilden.
Nach zwei Tagen blutiger Unruhen mit zahlreichen Toten erwägt Ägyptens Regierung, den Notstand auszurufen. Präsident Mursi schickte das Militär in die Stadt Port Said und beriet sich mit seinen Generälen. Der nationale Verteidigungsrat rief zur Ruhe auf. Das größte Oppositionsbündnis drohte derweil mit einem Boykott der Parlamentswahl.