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Seit Jahren setzt Chinas Staatssicherheit die Familie des Friedensnobelpreisträgers Liu Xiaobo unter Druck. Seine Frau Liu Xia steht unter Hausarrest. Jetzt kommt ihr Bruder elf Jahre in Haft. Die Delegation der EU in China zeigt sich "tief besorgt" über das Urteil.
Für Kritiker ist Chinas Literaturnobelpreisträger Mo Yan ein "blinder Lakai der Machthaber", für seine Bewunderer ein "gottbegnadeter Erzähler". Bei der Nobelvorlesung in Stockholm hielt sich Mo Yan kaum mit seinen Kritikern auf. Lieber erzählte er Geschichten aus seinem Leben in der Provinz.
Mit Empörung haben Bürgerrechtler und kritische Intellektuelle in China auf die jüngsten Äußerungen von Literaturnobelpreisträger Mo Yan reagiert. In Stockholm hatte der chinesische Schriftsteller die Zensur in seinem Heimatland verteidigt. Ein Kritiker nannte ihn einen "Lakaien" des Systems.
Als Joseph Murray 1954 einem Patienten die Niere dessen Zwillingsbruders einsetzte, war das eine Sensation - und äußerst umstritten. 1990 erhielt er dafür den Medizin-Nobelpreis. Murray starb jetzt in der Bostoner Klinik, in der ihm seine medizinische Pionierleistung gelungen war.
Wie bringt man Schüler mit der passenden Schule zusammen? Wie Organspender und -empfänger? Und wie Männer und Frauen? Antworten auf diese Fragen liefern die US-Ökonomen Lloyd Shapley und Alvin Roth und werden dafür nun mit dem Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften geehrt.
Die US-amerikanischen Spieltheoretiker Roth und Shapley erhalten in diesem Jahr den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaft. Die Wissenschaftler erhielten die Auszeichnung für ihre Forschung zur Verteilung zwischen Menschen und Märkten. Die beiden Forscher arbeiten unabhängig voneinander.
Es war eine weitgehend nachvollziehbare Entscheidung des Osloer Komitees, den Friedensnobelpreis an die EU zu vergeben. Darin sind sich heute auch die Kommentatoren der meisten Zeitungen einig. Gemischter ist das Bild, wenn es um die Konsequenzen geht. Lesen Sie nach - in unserer Presseschau.
Für ihre Forschung an Sensoren im menschlichen Körper erhalten die US-Wissenschaftler Lefkowitz und Kobilka den Chemie-Nobelpreis. Sie entdeckten die G-Protein-gekoppelten-Rezeptoren, über die Zellen auf Veränderungen in der Umwelt reagieren.
Der Nobelpreis für Chemie geht in diesem Jahr an die US-Forscher Robert Lefkowitz und Brian Kobilka. Das teilte die Königliche Schwedische Akademie der Wissenschaften in Stockholm mit. Sie wurden für ihre Studien zu G-Protein-gekoppelten Rezeptoren geehrt, die in Zellen Umweltreize verarbeiten.
Unsere Augen sehen Licht - und genau durch das Sehen werden die Lichtteilchen zerstört. Wer die kleinsten Teilchen beobachten will, beeinflusst sie zwangsläufig. Den Nobelpreisträgern Haroche und Wineland gelang im Labor trotzdem das scheinbar Unmögliche.