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Die Union will mit der Forderung in den Wahlkampf ziehen, bei der Rente Mütter besser zu stellen, deren Kinder vor 1992 geboren wurden. Finanziert werden soll das über Rücklagen der Rentenversicherung. In ungewohnter Eintracht lehnen Arbeitgeber und Gewerkschaften diesen Plan ab.
Lange haben CDU und CSU über eine Erhöhung der Mütterrenten gestritten. Laut CSU-Chef Seehofer ist dieser Streit beigelegt. Er sei sich mit Kanzlerin Merkel einig, dass es eine Erhöhung geben solle - allerdings nicht vor der Wahl. Im Gegenzug akzeptiert die CSU eine andere CDU-Forderung.
Die Bundesregierung sucht weiter nach einem Konsens gegen Altersarmut: Die CDU will die Lebensleistungs-, die CSU die Mütterrente. CSU-Chef Seehofer drängt auf eine Einigung vor der Wahl, die CDU in Nordrhein-Westfalen will das Thema aus dem Wahlkampf raushalten. Auch von Kompromissbereitschaft ist die Rede.
Die Delegierten des CDU-Parteitags hatten sich vergangene Woche eindeutig zu besseren Rentenleistungen für ältere Mütter bekannt. Doch für eine schnelle Umsetzung des Beschlusses sieht Finanzminister Schäuble keinen Spielraum. Das verärgert die Frauen-Union - und die Schwesterpartei.