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Für Kritiker ist Chinas Literaturnobelpreisträger Mo Yan ein "blinder Lakai der Machthaber", für seine Bewunderer ein "gottbegnadeter Erzähler". Bei der Nobelvorlesung in Stockholm hielt sich Mo Yan kaum mit seinen Kritikern auf. Lieber erzählte er Geschichten aus seinem Leben in der Provinz.
Mit Empörung haben Bürgerrechtler und kritische Intellektuelle in China auf die jüngsten Äußerungen von Literaturnobelpreisträger Mo Yan reagiert. In Stockholm hatte der chinesische Schriftsteller die Zensur in seinem Heimatland verteidigt. Ein Kritiker nannte ihn einen "Lakaien" des Systems.
China feiert seinen Literaturnobelpreisträger Mo Yan. Viele werten den Preis nicht nur als Anerkennung für die Literatur, sondern auch als Zeichen für den Aufstieg des Landes. Mo Yan selbst will sich aber politisch nicht vereinnahmen lassen - und setzte mit einer Äußerung jetzt ein Zeichen.
Der Literatur-Nobelpreisträger Mo Yan passt in keine Schublade: Er ist weder ein scharfer Kritiker des chinesischen Systems noch ein treuer Staatsautor. Vielmehr halten seine meist tragikomischen Charaktere den Chinesen einen Spiegel vor - und blicken so zurück auf deren eigene Vergangenheit.
Der chinesische Autor Mo Yan bekommt in diesem Jahr den Nobelpreis für Literatur. Damit geht die Auszeichnung erstmals direkt nach China. Der 57-Jährige gilt als einer der erfolgreichsten Schriftsteller des Landes. Die Reaktionen auf die Auszeichnung fallen allerdings gemischt aus.