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Nach Meldungen über Verunreinigungen mit Darmkeimen hat IKEA den Verkauf von Mandeltorten gestoppt - offenbar eine Vorsichtsmaßnahme. Zuletzt musste die Möbelkette seine "Köttbullar" aus dem Verkehr ziehen. In den Hackbällchen war Pferdefleisch gefunden worden.
Wer hat Schuld und wie können Skandale mit verseuchtem Futtermittel künftig verhindert werden - diese Fragen beherrschen die Debatte am Tag drei nach dem Fund von giftigem Mais. In der Kritik stehen Getreide-Importeure und Futtermittelwerke. Der Ruf nach "Lebensmittel-Europol" ertönt.
Experten geben vorerst Entwarnung: Milch dürfe weiter verzehrt werden. Bislang ermittelte Werte seien unbedenklich, obwohl tonnenweise mit Schimmelpilz belastetes Futter an Tiere verfüttert wurde. Am Pranger steht nun die Futtermittelindustrie. Offenbar wusste sie schon länger über den verseuchten Mais Bescheid.
Nach Pferdefleisch und falschen Bio-Eiern ist nun Milch ins Visier der Lebensmittelkontrolleure geraten: 10.000 Tonnen mit Schimmelpilz belastetem Mais aus Serbien wurden zu Futter verarbeitet - unter anderem für Milchkühe. Laut Experten kann die Milch weiter verzehrt werden. Es bestehe bisher keine Gefahr.
In Deutschland ist verseuchtes Futtermittel im Umlauf. Betroffen ist vor allem Niedersachsen. Dort wurde das mit einem krebserregenden Schimmelpilz versetzte Maisfutter an 3560 Höfe abgegeben. Die niedersächsische Landesregierung erklärte, eine Gefahr für Verbraucher sei "unwahrscheinlich".
Nach dem Skandal um nicht gekennzeichnetes Pferdefleisch in Lebensmitteln wollen die Verbraucherschutzminister von Bund und Ländern mit einem Zehn-Punkte-Plan für mehr Sicherheit sorgen. Ein Überblick, was sich künftig ändern soll.
50.000 Tonnen Fleisch werden zurückgerufen - weil Rindfleisch mit nicht deklariertem Pferdefleisch vermischt sein könnte. Bereits im Februar wurde bekannt, dass 750 Tonnen Pferdefleisch über Monate als Rindfleisch ausgegeben wurden. tagesschau.de beantwortet wichtige Fragen.