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Das Jahr 2012 war eines der zehn wärmsten Jahre auf der Welt seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Das belegen Daten der NASA. Die US-Raumfahrtbehörde sieht den Trend des Klimawandels erneut bestätigt. Die globale Durchschnittstemperatur stieg im vergangenen Jahrhundert um 0,8 Grad.
Der Meeresspiegel steigt - und das sehr viel schneller als vom UN-Klimarat erwartet: Laut einer Studie wachsen die Wassermassen um 3,2 Millimeter im Jahr. Schuld sei der Klimawandel, sagen die Forscher. Mit Blick auf die UN-Klimakonferenz in Doha warnen sie vor drastischen Folgen.
193 Staaten suchen derzeit nach dem kleinsten gemeinsamen Nenner auf der Klimakonferenz: Einem Nachfolger des Kyoto-Protokolls, dem sich alle verpflichtet fühlen. Doch die chinesische Regierung lehnt bindende CO2-Obergrenzen kategorisch ab - dabei pustet kein Land so viele Treibhausgase in die Luft.
Der weltweite Temperaturanstieg ist nach Angaben der UN-Umweltbehörde Unep kaum noch zu bremsen. Die politisch vereinbarten Klimaschutzziele seien aber nur zu erreichen, wenn die Länder die Maßnahmen zur Emissionsreduktion deutlich erhöhen. Die Technologien dafür gebe es bereits.
Auf maximal zwei Grad höhere Temperaturen seit der Industrialisierung wollten die Teilnehmer der letztjährigen Klimakonferenz die Erderwärmung begrenzen. Die Weltbank sieht dieses Ziel jetzt bedroht. Ihr Vorsitzender Jim Yong Kim fordert deswegen "agressivere" Maßnahmen gegen den Klimawandel.
2011 wurden weltweit 34 Milliarden Tonnen CO2 ausgestoßen - rund 0,8 Milliarden mehr als 2010. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Internationalen Wirtschaftsforums Regenerative Energien. Schlimmster Umweltsünder ist nach wie vor China, gefolgt von den USA. Deutschland konnte seinen CO2-Ausstoß leicht verringern.
In den bayerischen Alpen wird es bis Mitte des Jahrhunderts statt fünf Gletscher nur noch einen geben. Zu diesem Ergebnis kommen Umweltexperten im ersten bayerischen Gletscherbericht. Sie warnen auch vor den Folgen, die die Schmelze für Natur und Menschen haben wird.
Der UN-Gipfel in Rio 1992 galt als Aufbruch in eine nachhaltigere Zukunft. "Doch wir haben vergessen, den Pudding an die Wand zu nageln", sagte der damalige Umweltminister Töpfer mit Blick auf die schleppende Umsetzung der Beschlüsse. 20 Jahre später herrscht Ernüchterung.