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Pakistan gilt als nahezu unregierbar: im Dauerzwist mit Indien, Rückzugsort für Taliban und Al Kaida-Kämpfer, die Bevölkerung bitterarm. Seit Wochen mobilisiert nun ein Mann die Massen mit Brandreden für Neuwahlen und gegen Korruption: der Prediger al Kadri. Viele sehen ihn als Heilsbringer.
Der muslimische Geistliche Kadri hatte einen Marsch auf Islamabad angeführt mit dem Ziel, die pakistanische Regierung zu stürzen. Nach zähen Verhandlungen einigte er sich mit Regierungsvertretern auf eine Reihe kleinerer Reformen. Kadris Anhänger sind besänftigt - vorerst.
Die Machtprobe zwischen Pakistans Justiz und Regierung dauert an. Das Verfassungsgericht hatte zwar die Festnahme von Premier Aschraf wegen Korruptionsvorwürfen angeordnet, doch der ist immer noch auf freiem Fuß. Derweil protestierten wieder zahlreiche Menschen gegen die Regierung.
In der pakistanischen Hauptstadt Islamabad haben Tausende Menschen gegen die Regierung protestiert. Bei heftigen Auseinandersetzungen setzte die Polizei Tränengas ein. Die Demonstranten folgten dem Aufruf des muslimischen Geistlichen Kadri, der die Auflösung des Parlaments fordert.