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In Frankreich dürfen Schwule und Lesben jetzt heiraten und Kinder adoptieren. Präsident Hollande unterschrieb am Morgen ein entsprechendes Gesetz, das mit der anschließenden Veröffentlichung im Amtsblatt offiziell in Kraft trat.
Die in Frankreich hochumstrittene Gesetz zur Homo-Ehe kann dort endgültig in Kraft treten: Der Verfassungsrat lehnte eine entsprechende Beschwerde der konservativen Opposition ab. Das Gesetz beinhaltet auch ein Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare.
Die französische Nationalversammlung hat das umstrittene Gesetz zur Gleichstellung homosexueller Partnerschaften endgültig verabschiedet. Präsident Hollande löst damit sein Wahlversprechen ein. Die Opposition kündigte Verfassungsbeschwerde an. Vor dem Parlament gab es Proteste.
Auch wenn die Einführung der Homo-Ehe in Frankreich beschlossen scheint - ihre Gegner geben nicht auf. Bei einer Großdemo in Paris protestierten Zehntausende Menschen. Am Dienstag will die Nationalversammlung das Gesetz verabschieden. Die Zustimmung gilt als sicher.
Gleich in zwei Verfahren entscheidet der Oberste US-Gerichtshof über die gleichgeschlechtliche Ehe. Es geht um ein Verbot in Kalifornien und ein Bundesgesetz, das Gleichstellung verhindert. Damit gibt der Supreme Court die Richtung vor in einem Kulturkampf, der die US-Politik seit Jahren spaltet.
Das Thema Homo-Ehe spaltet die französische Gesellschaft: Nach einem positiven Votum der französischen Nationalversammlung zur Einführung der Homo-Ehe demonstrierten erneut Hunderttausende Gegner in Paris gegen das Vorhaben. Dabei kam es zu Zusammenstößen mit der Polizei, die Tränengas einsetzte.
Für viele Liberale wäre FDP-Fraktionschef Brüderle der bessere Parteichef als Rösler. Lange Zeit vermissten sie beim Amtsinhaber scharfe Töne. In seiner kämpferischen Rede vor den Vorstandswahlen traf Rösler aber den Nerv des Parteitags - mit einer Absage an "Kuschelpolitik" und Angriffen auf die Grünen.
Keine "Kuschelpolitik", kein "Tanz im Kirschblütenregen": Auf dem FDP-Parteitag hat der Vorsitzende Rösler seine Partei zur Geschlossenheit im Wahljahr aufgerufen. Er selbst zeigte sich äußerst kämpferisch und teilte ordentlich aus - vor allem in Richtung Grüne, aber auch des Koalitionspartners CDU.
Nach dem Burgfrieden zwischen Parteichef Rösler und Spitzenkandidat Brüderle verlagert sich die Personaldebatte auf dem FDP-Parteitag in die zweite Reihe. Vor allem Entwicklungsminister Niebel muss bei den Wahlen um seinen Platz im Präsidium bangen. Auch die thematische Neuaufstellung fällt der FDP schwer.
Kaum hat die CDU ihren Streit um die Homo-Ehe offiziell befriedet, flammt die Debatte über Steuervorteile für Familien neu auf. Aus Ehegatten- soll Familiensplitting werden. Doch was Familienministerin Schröder nun präsentiert, steht seit 2007 im CDU-Programm. Arbeitsministerin von der Leyen geht einen Schritt weiter.