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Die Ermittlungen im Fall EnBW erstrecken sich auch auf Frankreich: Die Pariser Polizei hat Büros des Energiekonzerns EDF und der Investmentbank Morgan Stanley durchsucht. Laut Stuttgarter Staatsanwaltschaft geht es dabei um den Untreue-Verdacht gegen Baden-Württembergs Ex-Ministerpräsident Mappus.
Der Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion in Baden-Württemberg, Hauk, hat Ex-Ministerpräsident Mappus den Parteiaustritt nahegelegt. Dieser sei der CDU nach dem EnBW-Skandal nicht länger zuzumuten. Mappus soll die CDU zuvor per SMS als "Scheißverein" bezeichnet haben. Einen Austritt lehnt er aber ab.
Der Karlsruher Energieriese EnBW schrumpft: Das Unternehmen kündigte an, 1350 Stellen abzubauen. Darauf hätten sich Vorstand und Arbeitnehmervertreter geeinigt, hieß es. Die Arbeitsplätze würden sozialverträglich abgebaut. Der drittgrößte Energieversorger hat 20.000 Mitarbeiter.
Die Staatsanwaltschaft darf in der EnBW-Affäre Akten von Baden-Württembergs Ex-Ministerpräsident Mappus sichten und an den Untersuchungsausschuss weitergeben. Das entschied das Amtsgericht Stuttgart. Die Unterlagen wurden bei einer Razzia sichergestellt. Gegen Mappus wird wegen des Verdachts der Untreue ermittelt.
Baden-Württembergs Ex-Ministerpräsident Mappus ist mit seiner Klage gegen die Herausgabe von Ermittlungsakten zum EnBW-Deal gescheitert. Die Dokumente waren bei dem CDU-Politiker beschlagnahmt worden. Die Staatsanwaltschaft muss die Unterlagen nun an den Untersuchungsausschuss übergeben.
Frank Mastiaux hat die Führung beim angeschlagenen Energieversoger EnBW übernommen. Der ehemalige E.ON-Manager löst den bisherigen Vorstandsvorsitzenden Hans-Peter Villis ab. Der Atomkraftbefürworter hatte keine Chance mehr bei den Aktionären, vor allem bei der grün-roten Landesregierung.
Der frühere baden-württembergische Ministerpräsident Mappus hat nach Angaben seiner Anwälte nach seiner Abwahl seine Dienst-Festplatte vernichten lassen. Darauf befanden sich möglicherweise zentrale Daten zum umstrittenen EnBW-Aktienkauf. Gegen ihn wird wegen Untreue ermittelt.
Morgan-Stanley-Deutschlandchef Notheis hat seinen Posten endgültig aufgegeben. Er ist tief in die Affäre um die Rückverstaatlichung des Energiekonzerns EnBW durch das Land Baden-Württemberg verstrickt. Sein Amt hatte er Ende Juni zunächst ruhen lassen. Mittlerweile wird auch gegen Notheis ermittelt.
Die Ermittlungen wegen des umstrittenen Rückkaufs von EnBW-Aktien durch das Land Baden-Württemberg weiten sich aus. Die Stuttgarter Staatsanwaltschaft ermittelt nun auch gegen Ex-Landesfinanzminister Stächele sowie Ex-Staatsminister Rau wegen des Verdachts auf Untreue.
Ex-Ministerpräsident Mappus und Investmentbanker Notheis zogen den Deal durch, als sei es ihre private Sache: Mappus ließ sich von dem Freund die Bedingungen offenbar diktieren - und verhielt sich wie dessen willfährige Marionette, meint Clemens Bratzler und beklagt einen massiven Vertrauensverlust.