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Nachdem malische und französische Truppen mehrere wichtige Städte von den Islamisten zurückerobert hatten, rücken sie jetzt weiter nach Norden vor. In der befreiten Stadt Diabali trauen sich die Bewohner nur zögerlich wieder auf die Straßen - und machen sich an den Wiederaufbau.
In Mali haben französische und einheimische Soldaten die umkämpften Städte Diabali und Konna zurückerobert. Die beiden Orte liegen an der Grenze zwischen dem von Islamisten kontrollierten Norden und dem südlichen Teil des Landes, wo die Regierung herrscht. Die UNO befürchtet eine Flüchtlingswelle.
Seit Tagen bekämpfen sich französische Truppen und radikale Islamisten in der Gegend von Diabali. Nur wenige Informationen dringen an die Öffentlichkeit - Journalisten wird der Zugang ins Kampfgebiet verweigert. Die Angst der Malier vor einer Ausweitung der Kämpfe ist groß.
Frankreich bekommt für seinen Militäreinsatz in Mali Rückendeckung aus New York. Der UN-Sicherheitsrat hat die Mission offenbar uneingeschränkt gutgeheißen. Auch Deutschland sichert Unterstützung zu - allerdings keine militärische. Die EU will Ausbilder schicken, die USA bieten Geheimdienst-Hilfe an.
Frankreichs Militäreinsatz in Mali setzt die EU unter Zugzwang. Noch in dieser Woche wollen die EU-Außenminister über die Entsendung von Militärausbildern in den Krisenstaat beraten. Die Offensive gegen die Islamisten geriet ins Stocken: Nach schweren Kämpfen eroberten Rebellen eine strategisch wichtige Stadt.
Nach dreitägigen französischen Luftangriffen haben die Islamisten in Mali eine Gegenoffensive gestartet. Dabei gelang es ihnen, die Stadt Diabali einzunehmen, bestätigte der französische Verteidigungsminister Le Drian. Frankreich hatte sich am Freitag in den Konflikt eingeschaltet.