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Das Europaparlament stimmt heute über eine Reform des kriselnden CO2-Handels ab. Die EU will den Preis für Verschmutzungsrechte in die Höhe treiben, indem das Angebot am Markt vorübergehend verknappt wird. Damit sollen sich Investitionen in umweltfreundliche Technik wieder lohnen.
Der Ausstoß von Treibhausgasen aus Deutschland ist 2012 im Vergleich zum Vorjahr angestiegen - und zwar um 1,6 Prozent. Dies liegt laut Umweltbundesamt unter anderem daran, dass mehr Strom durch Kohle erzeugt wurde. Trotz des leichten Plus kann Deutschland aber seine Klimazusagen einhalten.
Der Umweltausschuss des EU-Parlaments hat sich für eine Reform des europäischen Emissionshandels ausgesprochen. Mit klarer Mehrheit stimmten die Parlamentarier für den Vorschlag von EU-Klimakommissarin Hedegaard, CO2-Zertifikate befristet zu verknappen, um die Preise zu stabilisieren.
Das Kyoto-Protokoll ist das bislang einzige globale Klimaschutzabkommen, das verbindliche Vorgaben für den Ausstoß von Treibhausgasen macht. Seine Wirkung ist allerdings begrenzt.
2011 wurden weltweit 34 Milliarden Tonnen CO2 ausgestoßen - rund 0,8 Milliarden mehr als 2010. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Internationalen Wirtschaftsforums Regenerative Energien. Schlimmster Umweltsünder ist nach wie vor China, gefolgt von den USA. Deutschland konnte seinen CO2-Ausstoß leicht verringern.
Die wirtschaftliche Erholung und ein kalter Winter haben den Kohlendioxid-Ausstoß im Jahr 2010 in die Höhe getrieben. Vor allem Deutschland, Polen und Großbritannien seien für den Anstieg der Treibhausgase verantwortlich, so die Europäische Umweltagentur. Die Ziele des Kyoto-Protokolls sollen aber erreicht werden.
Chinas Wirtschaft boomt - zulasten der Umwelt. Denn Energie bezieht die Industrie des Landes fast komplett aus der klimaschädlichen Kohle - mit der Folge, dass Chinas CO2-Ausstoß drastisch steigt. Die Führung in Peking versucht gegenzusteuern - allerdings mit mäßigem Erfolg.