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Auch knapp zwei Jahre nach dem Sturz Gaddafis dominieren bewaffnete Milizen die Straßen Libyens. Doch der Widerstand gegen die einstigen Revolutionäre wächst. Bei Protesten in Bengasi wurden zahlreiche Menschen getötet.
In der libyschen Stadt Bengasi haben Demonstranten das Hauptquartier einer bewaffneten Miliz gestürmt. Bei anschließenden Kämpfen wurden mindestens 28 Menschen getötet. Die Demonstranten wollten die früheren Rebellen aus der Stadt vertreiben.
Das libysche Innenministerium hat Berichte über eine konkrete Bedrohung für westliche Staatsbürger in der Stadt Bengasi abgestritten. Dennoch schlossen sich weitere westliche Länder der Warnung Deutschlands und Großbritanniens an, dass ihre Staatsbürger die Stadt schnellstmöglich verlassen sollten.
Das Auswärtige Amt hat alle Deutschen in einer ungewöhnlich deutlichen Reisewarnung aufgefordert, die libysche Stadt Bengasi schnellstmöglich zu verlassen. Außenminister Westerwelle nannte die Lage "ernst und delikat". Auch Großbritannien und die Niederlande riefen ihre Bürger zur Abreise auf.
Es war einer ihrer letzten Auftritte als US-Außenministerin: Vor einem Ausschuss stellte sich Hillary Clinton Fragen zum Angriff auf das US-Konsulat im libyschen Bengasi. Sie bekam Respekt, aber auch Vorwürfe zu hören. Clinton verteidigte sich leidenschaftlich und kämpfte am Ende mit den Tränen.
US-Außenministerin Clinton hat Vorwürfe von Republikanern zurückgewiesen, die US-Regierung habe im Zusammenhang mit dem Angriff auf das US-Konsulat im libyschen Bengasi etwas vertuschen zu wollen. Bei einer Anhörung im Kongress übernahm sie erneut die Verantwortung für Sicherheitsmängel.
Nach der tödlichen Attacke auf das US-Konsulat im libyschen Bengasi am 11. September gibt es erste personelle Konsequenzen im Außenministerium in Washington. Vier Mitarbeiter müssen ihren Hut nehmen. Eine Untersuchungskommission hatte dem Ministerium schwere Versäumnisse vorgeworfen.
Nach dem Angriff auf das US-Konsulat in Bengasi mit vier Toten sind der US-Geheimdienst CIA und die Regierung schwer kritisiert worden - unter anderem dafür, dass Anschlagspläne ignoriert worden waren. Auch eine Untersuchungskommission attestierte der Regierung jetzt schwere Versäumnisse.
Die Terrorattacke auf das US-Konsulat in Bengasi beschäftigt das politische Washington weiter massiv. Jetzt hat ausgerechnet der wegen seiner Liebesaffäre zurückgetretene Ex-CIA-Chef Petraeus ausgesagt - hinter verschlossenen Türen. Für Klarheit sorgte das aber offenbar nicht.
Nach dem FBI hat nun auch die CIA Ermittlungen gegen ihren Ex-Chef Petraeus eingeleitet. Wie ein Sprecher des US-Geheimdienstes sagte, handele es sich um eine interne Untersuchung. Petraeus sagt zur Stunde vor dem US-Kongress zum Terrorangriff auf das US-Konsulat im libyschen Bengasi aus.