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Als legal und nötig hat der US-Geheimdienst das Überwachungsprogramm PRISM verteidigt. Zugleich prangerte Geheimdienstkoordinator Clapper die "rücksichtslosen Enthüllungen" der Medien an. Derweil trat der Informant an die Öffentlichkeit.
Der Abhörskandal bei der "News of the World" erschütterte 2011 Großbritannien - die Boulevardzeitung wurde eingestampft, Funktionäre des Murdoch-Konzerns traten zurück. Jetzt ist ein erstes Urteil gefallen: Eine Polizistin muss ins Gefängnis, weil sie dem Blatt Ermittlungsergebnisse verkaufen wollte.
Die britischen Medien sollen ein neues, unabhängiges Kontrollorgan bekommen. Das empfiehlt eine Untersuchungskommission zur Presse-Ethik in ihrem Abschlussbericht. Sie war nach der Abhöraffäre der Boulevardblätter des Murdoch-Konzerns eingesetzt worden.
Die britischen Medien sollen nach der Murdoch-Affäre enger an die Leine genommen werden: In London wurde ein Bericht über illegale Praktiken von Journalisten vorgelegt. Darin wird angeregt, einen gesetzlich fixierten Presserat einzurichten. Kritiker befürchten zu starke Eingriffe in die Pressefreiheit.
In London wird heute der Bericht über die illegalen Praktiken von Medien im Abhörskandal vorgelegt. Betroffen sind vor allem Zeitungen aus dem Murdoch-Konzern, die Telefone von Prominenten und Verbrechensopfern angezapft haben sollen. Journalisten befürchten nun Presse-Regulierungen.
Noch vor der geplanten Umstrukturierung seines Konzerns ist Medienmogul Murdoch aus den Verwaltungsräten mehrerer Tochtergesellschaften ausgeschieden. Murdoch war im vergangenen Jahr wegen eines Abhörskandals in Großbritannien stark unter Druck geraten.