Griechische Euro-Münzen

Ihre Meinung zu Gespräche über Griechenlands Schulden bleiben schwierig

Bei den Verhandlungen zwischen einer griechischen Delegation und den internationalen Geldgebern in Brüssel zeichnet sich kein Kompromiss ab. Zu den schwierigsten Punkten gehören die von den Geldgebern geforderten Rentenkürzungen. Die Zeit läuft endgültig davon.

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Kommentare

Sternenkind
unerträglich

Die schmierenkomödie! Dabei steht immer fest griechenland wird finanziert koste es was es wolle!

BotschafterSarek

Auch wenn es richtig ist, dass in Griechenland viel Geld verschwendet wurde und zum Teil vielleicht nocht wird ...

Auch wenn es richtig ist, dass Griechenland sich mit geschönten Bilanzen in die EU gemogelt hat (dazu gehört dann auch, dass in der EU offenbar niemand diese Bilanzen geprüft hat, eine Mitschuld ist also da) ...

Auch wenn es richtig ist, dass Varoufakis sich sehr undiplomatisch benommen hat ...

Auch wenn es stimmt, dass Griechenland sparen muss ...

Das was der IWF fordert geht zu weit!!!!

Rentenkürzungen und die Anhebung der Mehrwertsteuer belasten überproportional stark diejenigen, die jetzt schon nicht wissen, wovon sie morgen leben sollen, die teilweise schon ihre gesamte Habe verkaufen mussten, um irgendwie über die Runden zu kommen. Das ist unmenschlich!

IchEinfachNurIch
Reine Taktik

...der gr.Regierung. es soll zum.ausscheiden aus dem Euro kommen. Alles deutet darauf hin. Dabei ist sich Griechenland sicher das auch nach einem ausscheiden die europäische Gemeinschaft Geld in das Land pumpen wird. Vielleicht merken die Griechen das diese Regierung ihnen viel versprochen aber nichts gehalten hat. Dann kommt der zweite Akt und die verzweifelten Griechen wählen eine neue Regierung die dann die Wiederaufnahme in den Euro beantragt, aber praktisch von null an ohne Schulden usw. Natürlich sagen die Verantwortlichen in der Eurozone klar kommt wieder zurück. Meiner Meinung nach könnte das so ablaufen.

Initiative Neue Asoziale Marktwirtschaft
Verfassung und EU-Recht einhalten

Die Rentenkürzungen können nicht so hoch ausfallen, dass die gr. Verfassung und das EU Recht gebrochen werden. Rechtsstaat und die Verfassungstreue bilden den Rahmen für wirtschaftspolitische Entscheidungen.

Die USA wünschen keine Grexit und dessen Auswirkungen auf die globalen Finanzmärkte.

Aus wahltaktischen Gründen will Merkel den Bankrott Griechenlands zeitlich hinauszögern, koste es was es wolle. Der deutsche Steuerzahler bleibt in der Rolle der Melkkuh. Immer mehr Mrd. überweist Merkel an Griechenland obwohl jeder weiß, dass Griechenland schon jetzt Zahlungsunfähigkeit ist. Bis zur möglichen Wiederwahl soll der deutsche Wähler weiter getäuscht werden.

Das Gerede vom Grexit erweist sich als durschaubare Drohung. Taipraz und Varoufakis gehen als Sieger aus dem Chicken-Game hervor.

b_m

Letztlich ist es doch egal, wie die Griechen es anstellen den Primärüberschuß auf 3 Prozent und mehr zu erreichen.

Allein schon das Wort "Überschuß" ist in diesem Zusammenhang völlig sinnfremd. Tut es doch so, als wenn das Bedienen von Staatsschulden nachrangigen Charakter hat gegenüber anderen staatliche Leistungen.

Das Bezahlen von Schulden an Außenstehende (außerhalb Griechenlands) sollte ganz oben auf der Pflichtenliste stehen. Wenn dann noch Geld übrig ist, dann darf der Staat auch seine landesinternen Zahlungen Leisten.

Hier werden die Prioritäten völlig verdreht. Die eigenintressen von Schuldnern haben ganz hinten anzustehen. Immerhin sind sie es, die den Schaden verursacht haben.

MaKiLu
@botschafter sarek - Rentenkürzungen

Wissen Sie, das hohe Niveau der griechischen Durchschnittsrente kann man auch dadurch senken, dass man die kleinen Renten unverändert lässt und nur über einem bestimmten Mindestwert kürzt. Was wäre daran unmenschlich? Das wäre ein durchaus linker Politikansatz, der die gewünschten Spareffekte hätte, den Tsipras aber gar nicht erst in Erwägung zu ziehen scheint. Stattdessen hebt er beim Steuerzahler anderer Länder die Hand auf. Das ist nicht links, sondern nationalistisch. Wollen Sie ihn dabei unterstützen?

BotschafterSarek
@b_m

Das Bezahlen von Schulden an Außenstehende (außerhalb Griechenlands) sollte ganz oben auf der Pflichtenliste stehen. Wenn dann noch Geld übrig ist, dann darf der Staat auch seine landesinternen Zahlungen Leisten.

Ganz oben auf der Liste sollte stehen, den Menschen in Griechenland (und zwar allen) ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen. Ich weiß nicht, ob die Griechen in ihrer Verfassung auch so etwas stehen haben wie wir im Artikel 1 unseres Grundgesetzes, aber auch ohne eine solche Regelung in der Verfassung sollte das eine Selbstverständlichkeit sein.

Als Zweites sollte dann auf der Liste stehen, die Zukunftsfähigkeit des Landes zu sichern, also vor allem das Thema Bildung und Investitionen. Denn nur so kann das Land dauerhaft ohne neue Schulden auskommen.

Und dann erst, als Drittes, sollte der Schuldendienst stehen.

BotschafterSarek
@MaKiLu

Wissen Sie, das hohe Niveau der griechischen Durchschnittsrente kann man auch dadurch senken, dass man die kleinen Renten unverändert lässt und nur über einem bestimmten Mindestwert kürzt.

Das wäre ok! Aber soweit ich die Nachrichten gestern verstanden habe, wollte sich genau darauf der IWF nicht einlassen.

Orfee
Juncker

"EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker warnte eindringlich vor einem "Grexit", eines griechischen Austritts aus der Eurozone infolge eines Staatsbankrotts. Dass die möglichen Folgen "verheerend" seien und die Lage sehr ernst, das wisse auch Tsipras."

Herr Juncker sie und andere Eurokraten haben doch den Schicksaal Europas den Banken überlassen. Was haben Sie sich dabei gedacht? Daß die Banken das Volk bereichrern?

Sie holen sich von den Steuerzahlern, was sie holen können. Die Renten, die Löhne und das Personal werden gekürzt. Ein Aufbauprogramm gibt es in ihren Wörterbüchern gar nicht.

Sie brauchen Tsipras über die Folgen eines Grexits nicht zu unterrichten. Das weiß die griechische Regierung genau. Wenn Jemand daran Schuld sein soll dann sind Sie das, weil die EU Politik den Schicksaal der EU den Banken überlassen hat.

Boko
Welch ein Theater...

und am Ende wird Griechenland doch nicht fallen gelassen und weiter gezahlt. Die USA brauchen Griechenland um jeden Preis in der Nato und darum haben die Europäer zu zahlen. Merkt denn niemand was hier für ein Schauspiel aufgeführt wird??

Boko
@ Neue Initiative

Absolut richtig, das ist doch nur eine gigantische Schmierenkomödie. Ein Grexit kann sich niemand leisten, die Signale wären für andere Länder verheerend. Darum wird GriechenLAND NICHT FALLEN GELASSEN UND WEITER GEZAHLT!

BotschafterSarek
@GanzLaut

Zudem besteht durchaus die Möglichkeit, "Rentenkürzungen" auch dadurch vorzunehmen, dass man die in Griechenland üblichen Frühverrentungen (im Durchschnitt mit 56 Jahren, also mitten im Arbeitsleben!) abschafft und die Leute wenigstens bis 62 oder 63 arbeiten.

Dazu hat sich Tsipras ja schon bereiterklärt, das reichte den Institutionen (vor allem dem IWF) ja nicht. Auch eine Kürzung nur der höheren Renten reichte dem IWF nicht.

Helmut Baltrusch
Von machbaren Kompromissen zur Kriesenbeendigung weit entfernt

Nach den bisherigen Verhandlungen zwischen Vertretern des Tsipras-Regierung und der Brüssel-Gruppe für die Geldgeber ist ein von Tsipras angekündigter bzw. angestrebter Kompromiss nicht in Sichtweite. Im Gegenteil: Die Fronten zwischen den Forderungen von Gläubigern und Schuldner sind offenbar verhärteter denn je.

Die Brüssel-Gruppe der Gläubiger lehnt die Forderung nach einem Schuldenschnitt als Voraussetzung für einen möglichen wirtschaftlichen Aufschwung ebenso ab wie die griechischen Verhandler die Forderungen nach Änderung des Rentensystems und anderer Reformen als Vertrauen schaffende Basis für dann mögliche Investitionen in ein Wachstums- und Beschäftigungsprogramm.

Werden diese unterschiedlichen Grundsatzpositionen nicht überwunden, droht am Monatsende der griechische Staatsbankrott. Dessen Folgen werden die Griechen bei fortbestehenden Schulden Jahrzehnte lang negativ belasten. Dessen sollten sich die Syriza-Regierenden bewusst sein - es wäre ihr Ende.

Helmut Baltrusch
Von machbaren Kompromissen zur Kriesenbeendigung weit entfernt

Nach den bisherigen Verhandlungen zwischen Vertretern des Tsipras-Regierung und der Brüssel-Gruppe für die Geldgeber ist ein von Tsipras angekündigter bzw. angestrebter Kompromiss nicht in Sichtweite. Im Gegenteil: Die Fronten zwischen den Forderungen von Gläubigern und Schuldner sind offenbar verhärteter denn je.

Die Brüssel-Gruppe der Gläubiger lehnt die Forderung nach einem Schuldenschnitt als Voraussetzung für einen möglichen wirtschaftlichen Aufschwung ebenso ab wie die griechischen Verhandler die Forderungen nach Änderung des Rentensystems und anderer Reformen als Vertrauen schaffende Basis für dann mögliche Investitionen in ein Wachstums- und Beschäftigungsprogramm.

Werden diese unterschiedlichen Grundsatzpositionen nicht überwunden, droht am Monatsende der griechische Staatsbankrott. Dessen Folgen werden die Griechen bei fortbestehenden Schulden Jahrzehnte lang negativ belasten. Dessen sollten sich die Syriza-Regierenden bewusst sein - es wäre ihr Ende.

Gast
Juncker wohlfeil: Ob arm ob reich - macht alle Rentner gleich.

Wenn Oasen-Juncker nun den Mindestlohn und Renten anführt, der woanders noch niedriger seien als in GRE und so DE aus der Schusslinie als Hardliner bei der Einkommenssenkung nehmen will, dann darf er den Deutschen auch gerne erklären, warum bei wachsender verteilbarer Wirtschaftsleistung BIP die Renten von 52 auf 43% letztes Netto runter sollen und das dennoch > 1 Jahrzehnt Wachstum braucht?
Dass DE beim ML Spätzünder und ziemlich weit unter NN liegt hat dennoch nichts mit geringer Leistungskraft zu tun.

Kaufkraftbereinigt liegen (2014) beim BIP-Einkommen pro Kopf NL, AUT, FIN 37-42% über dem EU-28-Mittel (DE nur 29%!), Slowakei bei -49%, Malta -32%, Slowenien -34%. Die Griechen bei -40% zw. Estland und Portugal.
Junckers Steueroase +168% und die hat kaum Industrie wo man für Einkommen und ML fürs Allgemeinwohl rackern müsste!

Das Problem des Südens, Baltikums und Ostens der EU sind relativ zum Norden zu geringe Pro-Kopf-Wirtschaftserträge, von denen noch Schulden abgehen.

Laureat
Grexit undenkbar - danke Herr Juncker wie sie unser Geld

verwalten.

Hatte Varoufakis nicht mehrfach in letzter Zeit betont, Griechenland würde seine Schulden zurück zahlen? Nun kommen durch Tsipras aus Athen aber wieder ganz andere Töne und die Forderung nach einem Schuldenerlass.

Erpressungen, täglich neue Forderungen, täglich neue Veränderungen, Schuld tragen alle nur nicht die Griechen, wie lange will man sich das noch ansehen?

Bislang wurde doch noch nichts wirklich verändert, der normale Bürger plündert seine Konten und transferiert sein Geld ins Ausland, der Oligarch sitzt weiter ungefährdet auf seinem Geld und die Hilfestellung der Schweizer Banken wird nicht in Anspruch genommen. Was da an Summen im Raum stehen, die täglich genannt werden zeigt uns auch, dass Land hat Geld, nur fehlt es an Strukturen dieses Geld auch wie bei uns ordentlich zu verteilen, zu nutzen und für einen geordneten Staatshaushalt zu sorgen.

Meine letzte Hoffnung ruht darauf, dass sich die Kommunisten in Griechenland selbst zerfleischen und demontieren.

wm
@Sternenkind

_Dabei steht immer fest,Griechenlandwird finanziert,koste es was es wolle._

So ist es.!

Tsipras wird keinen Finger krumm machen,er hat doch seinen Busenfreund J.C.Junker,der wird das schon richten.
Junker wird den Grexit zu verhindern wissen,damit das Großkapital keinen Schiffbruch erleidet.

citizen13
Unmenschlich?

Im Beitrag über die schwierigen Verhandlungen zwischen GR und den Kreditgebern lese nur von Rentenkürzungen u. MWSt-Erhöhung!
Warum wird nicht mal darüber gesprochen die wirklich vermögenden Griechen mit heranzuziehen? Erst hat die politische und wirtschaftl. Elite das Land ausgeplündert und jetzt sollen die Ärmsten, die eh nichts oder kaum noch etwas besitzen, noch mehr "bluten".
Warum wird nicht mal darüber gesprochen, dass gerade jetzt in der Krise Mrd. vor dem griechischen Staat in Sicherheit gebracht, in Paris, London, Berlin Immobilien gekauft oder auf schweizer Konten versteckt werden? Besonders England rollt den reichen Griechen mit allen erdenklichen Vergünstigungen den roten Teppich aus.
Wie heuchlerisch ist diese ganze Griechenland Debatte. Wenn den Kreditgebern wirklich daran gelegen wäre GR zu helfen dürften Sie die Kapitalflucht und Steuerhinterziehung nicht noch unterstützen. Aber dann ginge ja ein lukratives Geschäft verloren.

Gast
Druck auf die Ärmsten

Ich hoffe Tsipras hält weiter kräftig dagegen. Die Forderungen der "Geberländer" empfinde ich als zutiefst verachtenswert. Das Rentenniveau noch weiter kürzen, Mehrwertsteuer erhöhen?? Das sind vor allem Maßnahmen die ärmere Schichten treffen. Ganz abgesehen davon, wer den noch den Konsum ankurbeln soll, wenn man weniger Geld zum ausgeben hat und die Dinge, die man sich bis jetzt noch leisten konnte teurer werden.

Einfach wiederlich unverhohlen unsere und andere Regierungen grundlegende soziale Errungenschaften, die Zuhause nie angetastet werden würden, zerstört.

dummschwaetzer
Eigentlich ist schon alle geschrieben zum griechischen Drama

Da man aber auf der Seite GR nicht rational sondern ideologisch argumentiert wird es zu keinem Ergebnis kommen.
Dies ist der Grund, warum die Regierung GR nichts, aber auch gar nichts tut, um endlich wirkliche Reformen anzugreifen. Täten sie dies hätten sie die Solidarität der ganzen Völker Europas.

So wäre es ohne Probleme möglich, die Mindestrente beizuhalten, wenn man sie oben kappen wurde. Und eine Einführung der Tabak- und Alkoholsteuer ist sicherlich nicht zu viel verlangt, denn dies gehört nicht zum Lebensnotwendigen. Dazu eine moderate MWSt. Erhöhung von 2-3%. Zur Vereinfachung des Steuersystems, welches ja in GR kaum vorhanden ist eine progessive Flat-Tax sowie die intensive Einforderung der Schuld.
All dies ist in wenigen Tagen zu beschließen und durchzusetzen. Die Griechen haben die Regierung in der Hoffnung gewählt, endlich Reformen durchzusetzen. Dies bedeutet aber auch das es wehtuen wird. Das haben auch andere Länder hinter sich.

Helmut Baltrusch
@b_m:"Letzlich ist es doch egeal, wie die griechen es anstellen,

... den Primärüberschuss auf 3 % und mehr zu erreichen."

Nein, für die Geldgeber und letztlich auch für die Griechen macht es einen großen Unterschied, an welcher Stelle gespart wird wofür die Hilfsgelder gezahlt werden sollen. Der IWF wird jedenfalls nicht die Finanzierung von in Teilen überhöhten Rechten oder Löhnen/Gehältern in staatlichen Institutionen finanzieren wollen, die nicht im Land erwirtschaftet werden.

Und für die Griechen macht es -fiskalisch und politisch betrachtet- keinen Sinn, an überkommenen und wettbewerbsunfähigen Strukturen im Vergleich zu anderen EU-Ländern festhalten zu wollen. Schließlich gab es in GR noch nie einen Haushalt mit Primärüberschuss, weil man nicht sparen wollte. Nach dem Stand der Dinge ist es gut möglich, dass daran die Verhandlungen scheitern werden, wenn die Tsipras-Regierung starr an ihren Positionen festhält.

Gast
Geopolitik

Es geht um Energie!
Entweder zahlt die EU oder Russland.
Das wissen alle Beteiligte!

dD

LLogik 67
Steuerhinterziehung, Rentenschwindel

Zahlen der griechischen Regierung:
Durch Schmuggel bei Benzin und Zigaretten werden dem griechischen Staat 3,5 Milliarden Euro jährlich vorenthalten.
Das sind im Schnitt 300 Euro pro Einwohner.
Hier liegt einfach kein Schuldbewustsein vor. Das können nicht einige Reiche machen. Diese Angelegenheit ist sehr breit angelegt.
Die nicht abgeführte Mehrwertsteuer wird auf ca. 15 Milliarden Euro im Jahr beziffert.
Auch hier kann eine solche Summe nur durchsehr viele nicht abführende Personen entstehen. Es handelt sich um etwa 1400 Euro pro Einwohner.
Durchschnittseinkommen und Renten im Vergleich:

Deutschland:
Durchschnittseinkommen netto 22370 Eur
Durchschnittsrente netto 9600 Eur

Griechenland:
Durchschnittseinkommen netto 15877 Eur
Durchschnittsrente netto 11500 Eur

Zahlen sagen mehr als leere Worte

Orfee
@Helmut Baltrusch

"Dessen sollten sich die Syriza-Regierenden bewusst sein - es wäre ihr Ende."

Die Syriza-Regierung macht lediglich das, wofür sie gewählt worden ist und die Merhheit steht weiterhin hinter dieser Regierung.

Die legitim, demokratisch, gewählte Regierung verhandelt mit TROIKA, die nicht demokratisch gewählt wurde und von den Banken kontrolliert wird. Die griechische Regierung versucht ihr Wahlsprechen zu halten. Sie versucht die Restrente zu behalten.

TROIKA schreibt einer Regierung vor, was sie zu tun hat. Verfassungswidrig wurden von TROIKA die Renten gekürzt. Die 3 Institutionen, die nicht demokratisch gewählt worden sind, kontrollieren oder versuchen ein Land zu kontrollieren.

Der Grexit ist nicht das Ende der Syriza oder Griechenlands sondern der Anfang eines wieder souveränen Staates mit eigener Währung.

Helmut Baltrusch
@vanPaten:"Das Problem des Südens, Baltikums und Ostens der EU..

... sind relativ zum Norden zu geringe Pro-Kopf-Wirtschaftserträge, von denen noch Schulden abgehen."

Das sollte Grund genug sein, nicht erwirtschaftete und somit im Verhältnis zum BIP überzogene Renten, Löhne und auch militärische Ausgaben, die einen Haushaltsausgleich verhindern, der tatsächlichen Wirtschaftskraft anzupassen. Nichts anderes verlangen die Geldgeber von GR, um im Verhältnis zum BIP überzogene Ansprüche nicht noch auf Pump und bei Haftung der europäischen Steuerzahler finanzieren zu müssen.

Unter diesen Voraussetzungen käme der Schuldner GR nie auf einen grünen Zweig. Dies wollen aber die Syriza-Regierung und wohl auch viele Griechen aufgrund von nicht machbaren Wahlversprechen und ein langes Leben über die Verhältnisse nicht einsehen. Ohne Einsicht kommt es am Monatsende zum Staatsbankrott. Dann wird die Rechnung für die Misswirtschaft und den Schlendrian für Jahrzehnte gestellt.

citizen13
Warum immer nur das Volk?

Von Tsipras und seiner Linksregierung hatte ich mir vor allem erhofft, dass die wirklich vermögenden Griechen nicht länger verschont und zur gerechten Steuerzahlung herangezogen werden.
Seit Jahren liegt die sogenannte "Lagarde-Liste" auf dem Tisch mit tausenden prominenten Namen aus Politik und Wirtschaft, die alle zusammengerechnet Mrd. an Steuern hinterzogen und ihr Geld ins Ausland geschafft haben.
Hier könnten die griechischen Finanzen mit einem Schlag saniert werden!
Aber was passiert? Kein Wort über die kriminellen Machenschaften der politischen und wirtschaftl. Elite des Landes, dafür will man weitere Hilfsgelder und Reparationszahlungen von D in Mrd.-Höhe.
Warum hört man von den Kreditgebern immer nur "weitere Rentenkürzungen, MWSt.-Erhöhung" aber nie Steuernachzahlungen von den Vermögenden, Aufbau einer funktionierenden Steuerverwaltung und eines Katasteramtes? Es kann doch nicht immer nur zu Lasten des eh schon bestraften griechischen Volkes gehen!

Kesselzwerg
IWF und EZB wollen Griechenland zu Tode sparen,

mit Kürzungen ohne Kompromisse und vor allem ohne Sinn und Verstand.
Weitere Massenentlassungen zu verlangen bei einer Arbeitslosenquote von 28 Prozent und einer Erwerbslosigkeit der unter 25-Jährigen von 60 Prozent, ist nicht nur zynisch, sondern abgrundtief dumm.

Griechenland braucht stattdessen eine drastische Steuerreform an Haupt und Gliedern und ein wirtschaftliches Aufbauprogramm, einen Marshallplan.
Alle anderen Maßnahmen der Institutionen/Troika sind nur Brandbeschleuniger.

Bei einem Grexit würden die griechischen Schulden endgültig auf die EZB / IWF die übrigen Länder der EU übergehen. Wir, die Steuerzahler, werden für die Spekulationen der Banken und Finanzhaie aufkommen. Egal ob Grexit oder Grexident oder Schuldenschnitt.

Dann doch lieber eine Marshallplan, der Griechenland wieder auf die Beine hilft.

ah6600
Mindestlohn und Renten - da wollen die Geber also mal wieder ...

... sparen.
Die korrupten Regierungen in den Jahren und Jahrzenten vor der neuen Linken sollen alo ungeschorn bleiben.
Bemerkenswert ist doch auch, dass bei den Militärausgaben nicht gespart werden soll - die Selbstbedienungskasse soll also gefüllt bleiben, während die Geber verlangen, dass man den Niedrigverdienern und kleinen Rentner in die Taschen greift.
Ja - so funktioniert das eben: Die Eliten reiten den Staat in die Krise und die kleinen Bürger sollen dann zur Kasse gebeten werden.
Ist ja in Deutschland nicht anderes - Reallohnverlust und ständig neue Rekorde an den Börsen.

Schade nur, dass sich die kleinen Leute in Deutschland instrumentalisieren und sich einreden lassen, dass die neue griechische Regierung die Bösen sind, die ihnen ans Geld wollen.

BotschafterSarek
@dummschwaetzer

So wäre es ohne Probleme möglich, die Mindestrente beizuhalten, wenn man sie oben kappen wurde. Und eine Einführung der Tabak- und Alkoholsteuer ist sicherlich nicht zu viel verlangt, denn dies gehört nicht zum Lebensnotwendigen.

Soweit einverstanden

Dazu eine moderate MWSt. Erhöhung von 2-3%.

Zwei bis drei Prozent sollen moderat sein? Erinnern Sie sich noch an den Aufschrei, als schwarz-rot die Mehrwertsteuer damals von 16 auf 19% erhöht hat?

Ich kenne das griechische Mehrwertsteuersystem nicht. Wenn Griechenland wie wir einen ermäßigen Mehrwertsteuersatz für Lebensmittel hat, dann wäre die Erhöhung des allgemeinen Mehrwertsteuersatzes denkbar. Auf keinen Fall aber dürfen Lebensmittel und andere Dinge des existenzsichernden Grundbedarfs teurer werden. Schon gar nicht bei gleichzeitig sinkenden Einkommen und Renten ...

LLogik 67
@von Drohn

Einspruch:

Russland hat keinen Grund für griechische Energie Geld auszugeben.
Energie haben sie selber genug. Alleine es fehlt ihnen Geld, um die vorhandenen eigenen Resourcen zu heben.
Griechische Energie würde sich frühestens bei 140 Dollar je Fass Öl rechenbar machen.
Deshalb ist eine Drohung dahingehend eine leere Drohung.

firefighter1975
08:43 h von Sonnenscheinund me...

"Ich habe aber den Eindruck, daß sich Niemand großartig daran gestört hat, welche Suppe diese konservative Politikerkaste in all den Jahren angerührt hat."

- Natürlich nicht, Schließlich haben auch die EU Staaten und Andere gut davon profitiert: Z.B. durch die gr. Rüstungsausgaben, von denen der IWF NUN nicht will, daß die amt. Regierung diese um 400 Mill. kürzt, um Rentenkürzungen zu vermeiden.

Ein Schelm, wer dahinter den Wunsch nach weiteren Profiten wittert.

Letzlich geht es m.E. nicht darum, Griechenland vor der "Pleite" zu bewahren:

Ich persönlich denke inzwischen, hier wird am Beispiel der "griechischen Krise " das nächste langfristige Umverteilungsmodell mit dem Namen " Von Unten nach oben in ganz Europa" erprobt.

marchfeld
Europa ist nicht gleich Euro

Griechenlands Wirtschaft war und ist im Euro weder in Europa noch weltweit konkurrenzfähig...die vormals "blühende" Lage war lediglich durch billige Kredite und Zuschüsse künstlich herbei geführt...
Ein Erlass der bestehenden und Gewährung von neuen Schulden/Krediten innerhalb des Euro-Systems hält das Land lediglich in dieser armseligen Lage - zementiert sie...
Es ist fraglich ob dieses "linke" Sugar-Daddy-Verhalten langfristig wirklich so sozial ist...und dabei beziehe ich die "Zahlungspflichtigen" noch nicht einmal mit ein....aber immerhin kann man sich ja selber auf die Schulter klopfen und so richtig als guter Mensch fühlen...
Die Reduzierung von Europa/EU auf den Euro ist eine Sackgasse und nervt langsam...und die Wünsche der USA sind erst einmal zweitrangig...diese haben sicher kein Interesse an einem wirtschaftlich starken Mitbewerber...

toeff1111
schuldige?

Also schmuggeln alle Griechen Benzin und Zigaretten?
Mehrwertsteuer Betrug?
Wie hoch ist der Schaden in DE?

Sind die Griechen daran schuld, dass in DE das Rentenniveau permanent abgesenkt wurde?

Mit ihrer Argumentation rechne ich den Harz 4 Empfänger Reich, im Verhältnis zu z.B. Bangladesch.

gaddafifan
Das Renteneintrittsalter

genauso wie die Rentenhöhe spielen kaum eine Rolle den Verhandlungen. Es geht um den Abbau von Gewerkschaftsrechten, Arbeitnehmerrechten, sozialen Leistungen. Wenn man die richtigen Fragen stellt, kann man auch zu den wahren Antworten kommen. Wenn es gelingt, über das griechische Parlament hinweg, so massiv in dessen ureigensten Rechte einzugreifen, dann kann das auch im übrigen Europa gelingen. Das Ergebnis ist die Schaffung von Billiglohnzonen in Euroland durch vorrangig deutsches Kapital, wiederum mit der Folge die eigenen Gewerkschaften zu entmachten.

Sinfo
Schuldenerlass und die Chance auf einen Neuanfang....

....wieso werden eigentlich die Schulden nicht komplett erlassen und den Griechen eine Chance auf einen Neuanfang gegeben. Ist doch das gleiche wie bei den deutschen Banken die staatliche Fördergelder zum überleben erhielten.

firefighter1975
09:37 von ah6600

"Ja - so funktioniert das eben: Die Eliten reiten den Staat in die Krise und die kleinen Bürger sollen dann zur Kasse gebeten werden. Ist ja in Deutschland nicht anderes - Reallohnverlust und ständig neue Rekorde an den Börsen. Schade nur, dass sich die kleinen Leute in Deutschland instrumentalisieren und sich einreden lassen, dass die neue griechische Regierung die Bösen sind, die ihnen ans Geld wollen."

Eben. Wie man sieht, funktioniert das Umverteilungsmodell auch hervorragend.

Und wenn jemand versucht, aus diesem "Brummkeisel" des nach unten schwindenden, nach oben vermehrenden Kapitals auszusteigen, dann muss man ihn ( i.d.F. zufällig Griechenland ) halt zu seinem "Glück" zwingen. Und den Anfang macht man in Europa und bei Griechenland.

Weltweit wurde seit Jahrzehnten über das "Schulden machen" Wachstum generiert.
Dieses System scheint langsam aber sicher am Ende. Also generiert man jetzt Wachstum über Einsparungen beim Volk, damit dennoch weiter Wachstum vorhanden ist .

marie11
Volksentscheid !

Bevor Euro Richtlinien & Gesetze noch weiter verbogen, aufgeweicht und außer Kraft gesetzt werden, muss man das Volk fragen. Die Regierung Merkel agiert schon lange nicht mehr für unser Land, sonst hätten wir nicht das ewige Problem mit Griechenland. GR, ein Land für das wir zahlen müssen, aber dessen Regierung wir nicht wählen können. Das hat mit Demokratie nichts mehr zu tun, sondern nur noch mit dem Starrsinn und Größenwahn unserer Politiker.

RoyalTramp
@ Dummschwätzer

& warum dämmen die reichen Länder, D, GB u.v.m. nicht den ungebremsten Kapitalabfluss reicher Griechen ein? Warum müssen erst einmal die dran glauben, die eh schon wenig in der Hand haben & sich keinen Bankberater leisten können?

Klar: Klingt ja noch Wohlstaat, wenn es ein 13. und 14. Jahresgehalt auch auf die Renten gibt. Dass aber ein griech. Rentner nur 210 € im Monat staatl. Rente erhält & ein Leben lang nicht genug verdienen konnte, um eine private Altersversorgung aufzubauen, das wird völlig ausgeblendet. Dahingehend sind dann 210 € selbst als 15. Monatszahlung bei den Preisen in GR noch nicht zu viel.

Aber ausgerechnet da wollen die Kollegen aus der EU jetzt richtig drauf hauen? Ist doch wohl ein Witz! Das ist schäbig! Das ist asozial! Die sollten lieber das Geld, dass die reichen Griechen auf den Auslandskonten gebunkert haben, konfiszieren und an GR zurückgeben & im Nu würde sich der Haushalt in GR wie von Geisterhand wieder auf Richtung drehen lassen!

beamtenfreund
Die politischen Stammtischparolen

können ebenso wenig wie Schäubles faule Griechen Sprüche den Umstand beseitigen, dass Griechenland am längeren Hebel sitzt. Der Hebel ist gerade nicht Grexit, sondern Staatspleite ohne Grexit. Die gemeinsame Währung hat, wie schon vor der Einführung des Euro Alan Greenspan erkannt hat - nur wollte es damals niemand hören - den Anfangsfehler , dass es keine gemeinsame Fiskal- und Wirtschaftspolitik geben sollte.
Man wollte keine "Kernkompetenzen"
europäisiseren und damit wollte man auch kein "vereintes Europa".

nthha
orfee

Die Troika hat keine Renten gekürzt !
Auflage um die Kredite zu erhalten war eine
Reform der Rentenversicherung um Geld
einzusparen. Eine Reformierung wurde
nicht durchgeführt sondern die Renten wurden von der Griechischen Regierung gekürzt, war ja viel einfacher.

firefighter1975
09:16 von LLogik 67

In Ihrem Kommentar von 09:16 versuchen Sie, mit Durchschnitsswerten ein Bild zu vermitteln.

Das werde ich nun auch tun.

Nach "Pispers":

Statistiken besagen, dass in D jeder Bürger - vom Baby bis zum Greis - ein Durchschnittsvermögen von ca. 60.000 Euro besitzt. Im Durchschnitt, wohlgemerkt.

Statistiken besagen auch, dass in Deutschland jeder Bürger - vom Baby bis zum Greis - aufgrund der Staatsverschuldung eine durchschnittliche Schuldenlast von 25.000 Euro trägt.

Von den 60.000 Euro, die pro Kopf laut Durchschnitt jeder Deutsche als Privatvermögen besitzt, dürfte ein ziemlich großer Teil der Deutschen noch nie auch nur einen Cent gesehen haben.

Die durchschnittlichen 25.000 Euro pro Kopf Schulden auch nicht - aber im Gegensatz zu den durchschn. 60.000 Euro Privatvermögen hat jeder Bürger die ca. 25.000 Euro Schulden pro Kopf REAL.

Sprich: Das Vermögen haben Sie nicht zwingend, die Schulden schon.

"Merkste was ?"

Dr. Manfred Körte
Sozialistische Segnungen sind insolvent

@ gaddafifan:
"Das Renteneintrittsalter genauso wie die Rentenhöhe spielen kaum eine Rolle den Verhandlungen. Es geht um den Abbau von Gewerkschaftsrechten, Arbeitnehmerrechten, sozialen Leistungen."

Das ist doch auch nur die halbe Wahrheit. Die griechischen Linksradikalen können die Arbeitnehmer ja gerne so viel auf Rosen betten, wie sie wollen. Aber bitte nicht auf Pump und mit unserem Geld. Mit den Hilfspaketen und zusätzlichen Schulden muss jetzt einfach mal Schluss sein. Griechenland ist schon lange insolvent und die sozialistischen Segnungen sind es auch.

Gast
Fehlende Wirtschaftskraft

Im Süden (inkI. Italien -3% unter EU-Mitte nach -11% in 2014), Baltikum +Osten bedeutet, dass durch reine Austerität weder Schulden bezahlt noch eine mittlere Lebensqualität erzielt werden kann.

Wer glaubt die Nachfrage per Einkommensverlusten runterfahren zu müssen, damit die Wirtschaftsleistung (Angebot und Außenhandel)
runterzieht und die Schuldentragfähigkeit
(inkl. massenhaft abwandernde Jugend, was die Pro-Kopf-Schulden Produktivitätsanforderungen zu Haus weiter erhöht),
der glaubt auch, dass es der EU besser geht, wenn sie 3 Bio € pro Jahr weniger ausgibt = einnimmt, um von 90% auf 60% Maastricht zu kommen (DE -20% BIP ~ 9 Mio Arbeitsplätze).

De-facto haben wir auch im Euro nach erzeugter Kaufkraft sehr stark verschiedene Währungen und damit entgegen den EU-Zielstellungen ein riesiges Wohlstandsgefälle u.verewigte Schulden.
Hier helfen nur Investitionen (Kreditgeld gibt es wie Sand am Meer bei Draghi) und ein konzertierter Plan für das faktisch gespaltene Gesamtkunstwerk...

Km78
Gesamtschau

Man sollte bei der bei der Beurteilung der Sachlage auch die Vergangenheit berücksichtigen.

1. Zunächst hat sich in Griechenland durch Fälschungen seiner Wirtschaftsdaten in die Eurozone hineingelogen.
2. Die Griechen Leben seit Jahren über Ihren Verhältnissen, d.h. sie geben mehr Geld aus als sie erwirtschaften. Die von den Gläubigern geforderten Reformen erzwingen hier einen Anpassungsprozess. Das wird dazu führen, dass der Lebenstandard vieler Griechen erheblich sinken wird.
Wenn der Lebenstandard der Griechen nicht sinken soll, dann müssen die Gläubiger dieses System weiter finanzieren. Es ist für mich vollkommen verständlich, dass insb Gläubigerländer in denen die Menschen einen niederigen Lebensstandard als in GR haben dazu überhaupt nicht bereit sind.
3. Die griechische Wirtschaft fing kurz vor dem Amtsantritt der linken Regierung an positive Entwicklungen zu zeigen.
4. Ein Grexit wird sich noch viel dramatischer für die Menschen auswirken, als die verweigerten Reformen.

hecker
Es ist schon seltsam...

...zu beobachten, wie man sich hier über ein EU-Mitgliedsland (zu recht?) aufregt und Forderungen stellt, zB Rentenkürzungen, die ja schon vollzogen wurden, die auch hierzulande viele Menschen in den Ruin und damit auf die Staße treiben würden.

Gleichzeitig regt sich niemand auch nur annähernd so stark darüber auf wie einige Kommentatoren hier, dass Milliarden an Steuergeldern in ein korruptes und vom Staatsbankrott gefährdetes Nicht-EU-Land wie die Ukraine gepumpt wird - ohne Aussicht auf Rückzahlung, zumal die wirtschaftlich stärkste Region im Osten zerstört ist.

toeff1111
schuldige?

Also schmuggeln alle Griechen Benzin und Zigaretten?
Mehrwertsteuer Betrug?
Wie hoch ist der Schaden in DE?

Sind die Griechen daran schuld, dass in DE das Rentenniveau permanent abgesenkt wurde?

Mit ihrer Argumentation rechne ich den Harz 4 Empfänger Reich, im Verhältnis zu z.B. Bangladesch.

RoyalTramp
Nicht falsch verstehen

Ich möchte nicht falsch verstanden werden, dass ich den Kurs der GR Regierung unterstütze (allenfalls unterstütze ich das gr. Volk), DENN ich will, dass GR aus dem EURO rausgeworfen wird & zwar sofort! Das sage ich schon seit 2010. Denn innerhalb des Euros kann es keine Lösung für GR geben, wenn die Partner so schmutzige Spiele spielen (wie z.B. das Geld der reichen Griechen auf den Konten der eigenen Nationalbanken zu begrüßen, statt es an den griech. Staat zur Überprüfung zurückzutransferieren! Wie soll GR an das Geld kommen? Griechische Militärkommandos in der Londoner City? Hackerangriffe auf Bankdaten der Frankfurter Bankzentralen? Wie soll also GR den Kapitalabfluss von sich aus stoppen, wenn wir den Steuerflüchtlingen tatkräftig auch noch helfen, legal Steuern zu hinterziehen?)

& da sollte die "Troika" Vorschläge machen, statt die Rentner, Kranken & Arbeitslosen noch weiter zu bedrängen, die im Rahmen der Finanzkrise eh schon das Meiste verloren haben.

Abartig alles!

Gerhard12
Griechenlandkrise

Hallo Botschafter Sarek,
also im grossen und ganzen hast du ja recht aber dieser Tsypras dreht sich doch im Kreis. Er will einfach keine richtigen Reformen schaffen. Den Armen will er nicht noch mehr wegnehmen, was ich ja auch verstehen kann, aber an die Reichen will er auch nicht richtig ran. Die Schweiz hat schon im Januar angeboten die 85 Milliarden hinterzogenen Steuern an Griechenland zurück zu geben, aber dieser Tsypras hat sich noch keinen Deut weit bewegt, die Reichen werden dort mit Glacehandschuhen angefasst. Vielleicht wollen sie ja auch raus aus den Euro und der EU, und wie gestern ja auch erst wieder ein Wissenschaftler sagte wäre das auch nicht das Problem, weil es was anderes ist wie bei damals in der Finanzkrise mit Lehman Brothers, die waren digital vernetzt.Vielleicht würde Griechenland wieder mit der Drahme auf die Beine kommen. Und könnte sich wieder erholen!!!

Dr. Manfred Körte
Schulden zahlen nur die Starken zurück

@ firefighter1975:
"Die durchschnittlichen 25.000 Euro pro Kopf Schulden auch nicht - aber im Gegensatz zu den durchschn. 60.000 Euro Privatvermögen hat jeder Bürger die ca. 25.000 Euro Schulden pro Kopf REAL."

Da frage ich mich aber, was Sie unter "REAL" verstehen. Ein Hartz-IV-Empfänger beispielsweise wird diese Schulden sicherlich nicht mit abbezahlen müssen.

friedrich peter peeters

Tsipras Erzählungen - Zu den schwierigsten Punkten gehören die Rentenkürzungen - .
Die griechische Rentner erhalten deutlich höhere Renten als in den meisten anderen Ländern Europas, als zum Beispiel Deutschland oder die Niederlanden. Es ist wiederum ein Versuch mehr Geld rauszuholen, was bei Juncker nicht schwierig ist. Was haben wir doch für schlechte Unterhändler in Brüssel und das beidem Gehalt.

Dr. Manfred Körte
Keine Absenkung

@ toeff1111:
"Sind die Griechen daran schuld, dass in DE das Rentenniveau permanent abgesenkt wurde?"

Das Rentenniveau wurde in Deutschland nicht abgesenkt, es ist gestiegen. Bitte informieren Sie sich hierzu einmal.

Gast

" Am 14. Juni 2015 um 10:29 von hecker
Es ist schon seltsam...

...zu beobachten, wie man sich hier über ein EU-Mitgliedsland (zu recht?) aufregt und Forderungen stellt, zB Rentenkürzungen, die ja schon vollzogen wurden, die auch hierzulande viele Menschen in den Ruin und damit auf die Staße treiben würden.

Gleichzeitig regt sich niemand auch nur annähernd so stark darüber auf wie einige Kommentatoren hier, dass Milliarden an Steuergeldern in ein korruptes und vom Staatsbankrott gefährdetes Nicht-EU-Land wie die Ukraine gepumpt wird - ohne Aussicht auf Rückzahlung, zumal die wirtschaftlich stärkste Region im Osten zerstört ist."

Was ist daran so schwierig zu begreifen? Es handelt sich in beiden Fällen um den Versuch einer (vorsichtig ausgedrückt) wirtschaftlichen Einbindung auf Kosten von Steuerzahlern zugunsten von denen, die daraus ein eintragsames Geschäft machen wollen. Bestimmte Leute ohne sozialpädagogische Kompetenzen, nennen das unter sich auch Investition.

firefighter1975
10:19 von km 78

Sie haben, gemäß Ihres Kommentars, wirklich ausgezeichnet verinnerlicht, was man Ihnen über die Medien lange genug "vorgekaut" hat.

- "1. Zunächst hat sich in Griechenland durch Fälschungen seiner Wirtschaftsdaten in die Eurozone hineingelogen."

Und wurde dabei tatkräftig von JP Morgan unterstützt. Raten Sie doch mal, was ein luxemburgischer "Juncker" zu der Zeit so bei wem gearbeitet hat ?

Und sind Sie wirklich noch der Ansicht, dass die griechische Haushaltslage allen anderen EU-Staaten völlig unklar war ?

-2. "Die Griechen Leben seit Jahren über Ihren Verhältnissen, d.h. sie geben mehr Geld aus als sie erwirtschaften."

Sie haben Recht ! Der griechische Staat hat über Jahre seine Kredite u.a. für Exporte aus anderen EU- Ländern verbraten ( z.B: für unzählige Rüstungskäufe ) und damit deren Wirtschaft nachhaltig auch in der Krise unterstützt. Cui bono ?

Gast
Griechenland muss seinen eigenen Weg finden….

Tsipras vor Kurzem diskutierte Analyse, dass der derzeitige Stillstand an der Besessenheit von einigen institutionellen Vertretern liege, die auf unzumutbaren Lösungen bestehen und sich gleichgültig gegenüber den demokratischen Ergebnissen der jüngsten griechischen Wahlen zeigen, trifft m. E. den Kern der Realitäten und des derzeitigen Problems.

Nirgendwo exemplifiziert sich die Rigidität und Ratlosigkeit der Troika stärker als in der Verstetigung der Agonie Griechenlands.

Es wird noch viele "allerletzte Angebote" geben, die allesamt an der Pleite Griechenlands nichts ändern werden.

Wenn die Institutionen (Troika) Griechenland wirklich im € halten wollen, dann muss man Tsipras endlich Luft lassen und ihn seinen Weg gehen lassen. Ein massiver Schuldenschnitt, der die Agonie beendet , ist die 'Conditio eine qua non'.

Alles andere führt zu einem unkalkulierbaren Staatsbankrott, der zu massiven Verwerfungen führen wird… .

Gast
Wertegemeinschaft

....absolut korrekt, die letzten Wochen haben gezeigt, dass GR in unserer Wertegemeinschaft nichts verloren hat, egal welchen neuen "Hütchentrick" sie anwenden, mit ihren "Erfüllungsgehilfen", um die nächsten Rechnungen zu bezahlen. Mittlerweile ist der Schaden für die Europäische Gemeinschaft, bei einem Verbleib von GR, größer als ein GREXIT, daher hoffe ich dass Tsipras seiner radikalen und un(europäisch)sozialen Linie treu bleibt, damit ist dann hoffentlich der GREXIT vorprogrammiert!
Falls sie einen Marshallplan wünschen müssen sie sich an die USA wenden, aber ein Marshall ohne "Arbeiter" nützt halt auch nichts.

Zukunft
Darüber hinaus, egal was die griechische Regierung verspricht, sie werden es ohnehin nicht einhalten und dann geht das Spiel von vorne los, denn nach den Schulden ist vor den Schulden.

Gast
10:48 von Gerhard12

"...Die Schweiz hat schon im Januar angeboten die 85 Milliarden hinterzogenen Steuern an Griechenland zurück zu geben, aber dieser Tsypras hat sich noch keinen Deut weit bewegt, ..."
Das ist falsch.
Basler Zeitung vom 20. MÄRZ 2015:"...So kommt Bewegung in eine Sache, die zuletzt 13 Monate auf Eis gelegen hatte. Vor mehr als drei Jahren hatten Griechenland und die Schweiz angefangen, nach einer Lösung in der Steuerfrage zu suchen. Zuletzt hatte Finanz­ministerin Eveline Widmer-Schlumpf im Februar 2014 in Athen Vorschläge für eine Übereinkunft unterbreitet. Doch seither hat die griechische Seite nichts mehr von sich hören lassen – bis zum vergangenen Mittwoch. Da meldete die neue Linksregierung ihr Interesse an Gesprächen in der Sache an. ..."
bazonline.ch/schweiz/standard/Griechenland-holt-Schwarzgeld-aus-der-Schweiz/story/19387608

firefighter1975
10.19 h von km78

"4. Ein Grexit wird sich noch viel dramatischer für die Menschen auswirken, als die verweigerten Reformen."

Warum - glauben Sie - versuchen die EU, die EZB und der IWF derart krampfhaft, Griechenland im Euro zu halten ? Wegen der griechischen Bevölkerung ? Im Ernst ?

Bei allen diktierten Sparmassnahmen, die derzeit nahezu ausschließlich den griechischen Durchschnittsbürger belasten und zu weiterem Lohn- und Rentendumping und damit zu einem weiter sinkenden BIP und einem weiter steigenden Wohlstandsgefälle führen, glauben Sie ernsthaft noch, es geht den Institutionen um das Wohl irgendeinen Volkes ?

Wobei - ich verstehe das ja.

Als guter Christ beispielsweise hinterfragt man ja die jungfräuliche Geburt schließlich auch nicht...

GausF
Folgen für die Bevölkerung

Es wird immer wieder angeführt unter welch schlechten Bedingungen die griechische Bevölkerung leben muss und dass weitere Einschnitte drohen, z.B. Rentenkürzung.
Mal abgesehen davon, dass ich nur zu gerne zu griechischen Konditionen in Rente gehen würde ... aber ist das wirklich unser Problem? Sollen wir etwa Griechenland auf alle Zeit durchfüttern?

Dr. Manfred Körte
Griechische Sozialisten verfügen nicht über uns

@ Didi:
"Griechenland muss seinen eigenen Weg finden…. Tsipras vor Kurzem diskutierte Analyse, dass der derzeitige Stillstand an der Besessenheit von einigen institutionellen Vertretern liege, die auf unzumutbaren Lösungen bestehen und sich gleichgültig gegenüber den demokratischen Ergebnissen der jüngsten griechischen Wahlen zeigen, trifft m. E. den Kern der Realitäten und des derzeitigen Problems."

Nein keineswegs. Die demokratischen Ergebnisse der Wahl in Ehren, über unser Geld können diese Ergebnisse jedoch nicht automatisch verfügen. Wir haben selbst demokratische Ergebnisse, die zu einem Stopp der Neuverschuldung tendieren und die sind nicht weniger wert, als die griechischen.

IQ-Fan
@ firefighter1975

Man sollte bedenken, dass die Sozialleistungen mehr als 50% des Bundeshaushaltes ausmachen und dieser nur mit Hilfe von Schulden finanziert werden kann. Deshalb profitieren nur die Empfänger dieser Sozialleistungen von einem Grossteil dieser Schulden und sind an den von Ihnen angegebenen 25000 € auch entsprechend hoch beteidigt.

firefighter1975
10:56 von Dr. Manfred Körte

"Da frage ich mich aber, was Sie unter "REAL" verstehen. Ein Hartz-IV-Empfänger beispielsweise wird diese Schulden sicherlich nicht mit abbezahlen müssen."

Werter Dr. Manfred Körte;

Ist doch total einfach: Wie mittels Vorgabe
durch die Kreditgeber ( die das Wachstum durch Schulden als Verdienstmöglichkeit mittels Zinsen jahrzehntelang gefördert haben ) Staatsschulden in der breiten Volksbasis "solidarisiert" werden, erleben Sie doch gerade life?

Schaut man auf das lebendige Beispiel Griechenlands, würde man in D auf Vorgabe ebenfalls Sozialleistungen wie Hartz 4 kürzen, freie Krankenversorgung für Erwerbslose kürzen, die rente kürzen, das Renteneintrittsalter noch weiter heraufsetzen, bestehende Steuern erhöhen, neue Steuern einführen....

Und so durch Einsparungen in der Masse Buchgeld kreieren, mit dem sie dann die Zinsen für die Pro- Kopf-Schulden bezahlen.

Kommt Ihnen das zufällig irgendwie bekannt vor ?

Gast
DieAlchemistenDesGeldes

...der Trick ist doch offensichtlich und geht wie folgt:
Die Griechen und alle anderen Beteiligten spielen offensichtlich auf einen Grexit, der wird kommen, dann ist alles Geld futsch oder auf "Neudeutsch" ein "unbeabsichtigter Schuldenschnitt" ist vollzogen, ohne dass einer das Gesicht verloren hat, denn keiner kann ja was dafür!!!
....und in einer zweiten Phase kommen neue Hilfsgelder aus neuen Töpfen....

MaKiLu
@botschafter sarek um 8.06

Zu meinem Kommentar, die griechischen Rentenkürzungen könnten auch so aussehen, dass nur die hohen Renten gekürzt werden, schreiben Sie, der IWF hätte so einen Vorschlag abgelehnt.
Das ist so nicht richtig. Der IWF hat den Vorschlag abgelehnt, geringere Einsparungen bei den Renten mit mit anderen Ausgabenkürzungen zu verrechnen. Sprich: Tsipras könnte durchaus die geforderten Einsparungen im Rentensystem erreichen und gleichzeitig die Kleinrenten schonen, indem er die höheren Renten einfach stärker belastet. Er könnte übrigens auch versuchen, seine Landsleute so effizient zu besteuern wie Schäuble die Deutschen. Das wird in Deutschland nicht als unsozial gesehen - im Gegenteil, die Linksparteien in Deutschland sähen sogar eine noch höhere Steuerquote in DE als sozial an. All das wäre linke Politik, mit der er die gestreckten Haushaltsziele erreichen würde indem er die vermögenden Griechen stärker belastet. Ér tut das nicht, weil das in Griechenland deutlich weniger populär wäre.

catze
Alle Kommentare hier

die Verständniss für Griechenland haben kann ich nachvollziehen. Natürlich ist es schwer auf etwas zu verzichten,nichtsdestotrotz haben die Griechen Jahrzehntelang auf Kosten anderer gelebt ,mehr ausgegeben als eingenommen und die Differenz aus der EU bezogen.Das alles wäre ja noch verschmerzbar ,Japan und die USA haben eine viel höhere Pro Kopfverschuldung.Der Unterschied liegt aber zb bei den USA bei der IRS (Steuerbehörde),die holen es notfalls auch von den Toten ^^.In Griechenland hat mal einer geschrieben (Kabarettist) zahlen vielleicht 200 Menschen Steuern,und das haben mir Persönlich sogar Griechen bestätigt ^^.
Das eigentlich ist der Punkt warum Druck gemacht wird (Zurecht) weil seit die Krise Ihre Anfänge nahm und alles an die Öffentlichkeit kam wurde da nichts geändert.Keine richtiges Steuersystem,Das Milliardenangebot aus der Schweiz nicht angenommen uswusw.Ich kann da nur sagen :Schluss mit Zahlen,lieber ein Ende mit Schrecken als das berühmte Schrecken ohne Ende

Yvonne Meier
Genialer Plan

1. Bank verkauft einem Land Kredite, aufgrund seiner geringen Kreditwürdigkeit mit entsprechend hohen Zinsen.

2. Bank rechnet die Zahlen dieses Landes schön und bringt es so in die Eurozone.

3. Land wird "plötzlich" kreditunwürdig, Investorenschutz ("Rettungsschirme") greift, über die EZB (dessen Chef ebenfalls von dieser Bank kommt) werden die Gläubiger ausgezahlt, die Schulden sozialisiert, jetzt blecht der europäische Steuerzahler.

Bravo, Goldman Sachs, ein Raubzug der so ungeheuerlich ist, das man Respekt zollen muß.

achtmalklug
Rente mit 67

Rentenkürzungen hören sich für uns deutsche ziemlich ungerecht an: Eine Kürzung der Altersbezüge von Senioren.
Jetzt muss man aber wissen, dass in Griechenland nicht nur Senioren Rente bekommen. Da bekommt Hinz und Kunz eine Rente. Wer's geschickt anstellt hat mit 35 "ausgesorgt". Da sollte man stark differenzieren, vielleicht kann Tagesschau.de mal ein Essay darüber schreiben, aus welchen Gruppen sich die griechischen Rentner zusammensetzen!

Gast
@07:33 von BotschafterSarek

Rentenkürzungen und die Anhebung der Mehrwertsteuer belasten überproportional stark diejenigen, die jetzt schon nicht wissen, wovon sie morgen leben sollen, die teilweise schon ihre gesamte Habe verkaufen mussten, um irgendwie über die Runden zu kommen. Das ist unmenschlich!

Wenn die Kürzung der zweithöchsten Durchschnittsrente in der EU unmenschlich ist, dann müssten erstmal fast alle anderen die Renten ihrer eigenen Bürger drastisch erhöhen, bevor sie Geld für Griechenland hätten.

Wie vermittelt man einem 65 jährigen deutschen Arbeitnehmer, der noch 2 Jahre arbeiten darf, dass er den Erhalt eines Durchschnittsrenteneintrittsalters von 56 Jahren finanzieren soll, weil alles andere unmenschlich ist?

hessin65

Herr Varoufakis f o r d e r t eine Schuldenumwandlung. Er w i l l den Euro-Rettungsfond (ESM) anzapfen.
Der gleiche Herr sprach noch vor wenigen Wochen von einem "kleinen Liquiditätsproblem"! Wer glaubt diesen Herren aus Griechenland eigentlich noch irgendwas?

wm
Gürtel sehr eng schnallen.

Wer hat die griechische Regierungen gewählt?
Das war doch das Volk,oder irre ich mich?
Alle haben vom Schlendrian der letzten Regierungen den Nutzen gezogen,sowohl der "kleine" Mann,wie auch der "Große".
Hinterbliebene kassierten weiter die Renten von längst Verstorbene,Steuern wurden gezahlt wenn man Lust u.Laune hatte,oder auch gar nicht.
Das Großkapital hinterzog/hinterzieht eifrig mit "Duldung" des Staates Steuern,man ließ und läßt sie in Ruhe.
Und,wo das Kind nun in den Brunnen gefallen ist ,wird gejammert,nach dem Rettungsring geschrieen.
Nee,ich habe absolut kein Mitleid mit dem gr.Volk.
Wer sich die Suppe einbrockt,der soll sie auch auslöffeln.
Ich,wie FAST jeder Bundesbürger,habe/n brav Steuern gezahlt,und sollen nun für den Schlendrian anderer herhalten.
Das Maß ist zum Überlaufen voll!
Das gr.Volk muß nun halt den Gürtel sehr eng schnallen.

Gast
11:26 von achtmalklug

Um das zu werden, wie Sie sich nennen, sollten Sie auch mal die vorherigen Kommentare lesen. Nur so als Beispiel.
Nochmal:
Durchschnittliches Renteneintrittsalter
Deutschland 61,7 Jahre
Griechenland 61,4 Jahre
Soviel zu Hinz und Kunz.

dr.bashir
@10:56 von Dr. Manfred Körte

Das Rentenniveau wurde in Deutschland nicht abgesenkt,...

Vielleicht informieren Sie sich einmal. Das Rentenniveau in Deutschland sinkt gewollt kontinuierlich. Auf Grund der Schröder´schen Reformen ("Nachhaltigkeitsgesetz") wird das Rentenniveau in D bis 2030 auf ca. 43% sinken (war mal ca. 50%). Darum merkt es auch keiner, weil die Renten der "Bestandsrentner" gleich bleiben oder sogar leicht steigen und die Jüngeren ja ihre zukünftige Rente noch nicht spüren. Gut gemacht.

Aber es bringt ja nichts, darüber im Zusammenhang mit GR zu debattieren. Fakt ist, dass GR zu viel ausgibt und zu wenig einnimmt. Das ist nicht die Schuld von Tsipras. Das geht schon ewig so. Die Frage ist, wie lange soll das noch so weiter gehen? Geld für Wachstum? Das hat die letzten Jahrzehnte nicht funktioniert, sondern ist in der Vetternwirtschaft versickert. Warum soll ich glauben, dass das in Zukunft klappt. GR hat bisher ja nicht zu wenig Geld bekommen.

Gast
Re @11:11 Dr. Manfred Körte

In der Tat verfügen griechische Sozialisten nicht über uns, wie Sie das so treffend in Ihrer Replik genannt haben, aber das gilt natürlich auch im Umkehrschluss, denn derjenige, der Kredite gewährt mag seine Bedingungen nennen, der Schuldner, der dies nicht akzeptiert, bekommt dann eben auch keinen Kredit mehr. Darauf haben Tsipras und Varoufakis mehrfach abgestellt, dass sie eben diesen Circulus vitiosus von Krediten und Verschulden durchbrechen wollen.

Und was bei dieser Diskussion immer gern vergessen wird, die Griechen haben niemanden genötigt, ihnen Kredite zu gewähren, das Verschulden auch der Griechen war und ist ganz im Interesse des Systems, dass davon profitiert, dass sich Staaten verschulden. Jetzt hat man sich verhoben und hat vier Jahre gebraucht, bis die privaten Schuldner ihr Schäfchen ins Trockene gebracht haben- nun darf der Steuerzahler ran und haftet unbegrenzt in Merkels Schuldenunion!

Orfee
@nthha

"Die Troika hat keine Renten gekürzt !"

Was hat dann das griechische Verwaltungsgericht als rechtswidrig bezeichnet?
Vielleicht war es ja ein Schreibfehler?

"Athener Gericht urteilt: Troika verletzte Menschenrechte der Rentner"
"Das griechische Verwaltungsgericht hat die Rentenkürzungen im Privatsektor im Jahr 2012 als rechtswidrig bezeichnet. "

Damit wird Troika als eine unmenschliche Institution dargestellt, die Menschenrechte verletzte.
Statt Kürzungen in Militär will Troika die Renten kürzen, obwohl die Ausgaben des Militärs viel höher liegen und völlig sinnlose Ausgaben sind. Griechenland führt derzeit keinen Krieg.

Es gibt mittlerweile viele Dokumentarfilme und Berichte in verschiedenen Ländern mit der gleichen Vorgehensweise. Wie die Troika die Politiker erpressen um ihre Sparmaßnahmen den Ländern aufzwingen.

Grexit ist für Griechenland die Befreiung von Troika, Rückkehr zu einem souveränen Staat mit eigener Währung und die Rückkehr zu der Demokratie.

Gast
auch wenn es stimmt

sind wir aber nicht dazu da uns von dieser griechischen "Führungselite" beleidigen zu lassen und für deren Unfähigkeit zu bezahlen.
Was die griechische Regierung macht ist unmenschlich; sieh geht, weil der geringste Widerstand, an die letzten Euros der "kleinen Leute", anstatt ihr Steuerrecht auf Vordermann zu bringen um die Reichen und Superreichen die Ihre Milliarden ins Ausland transferieren zu besteuern, die Zahl ihrer Beamten in vernünftige Zahlen zu bringen usw. usw.

Helmut Baltrusch
@hessin65:"Herr Varoufakis f o r d e r t eine Schuldenumwandlung

... Er will den Euro-Rettungsfonds (ESM) anzapfen."

Ja, er und die griechischen Verhandler sagten sogar, dass es ohne eine Schuldenumwandlung keinen Kompromiss bzgl. der IWF-Forderungen zur Renten- und Arbeitsmarktreform sowie den Primärüberschuss im Haushalt geben soll. Diese unverschämte und erpresserische Forderung beinhaltet nicht weniger, als die Übertragung der Haftung auf die europäischen Steuerzahler.

Die Tsipras-Regierung hat wohl realisiert, dass es keinen Schuldenschnitt ohne Staatsbankrott geben kann und stellt nun ihre Forderung auf eine Schuldenumwandlung um. Das ist ein erneuter Versuch, die Schulden auf Kosten der anderen Europäer los zu werden, um wieder kreditfähig zu werden und eine neue Schuldenfinanzierung angehen zu lassen. Die Geldgeber sollten sich auf dieses Spiel nicht einlassen. GR muss für seine Schulden selbst aufkommen. Eine Entlastung kann es allenfalls nach dem Greifen von Reformen oder einer Staatspleite geben.