Ihre Meinung zu: Britische Wirtschaft zu einem Brexit: Chance oder Risiko?

29. Mai 2015 - 12:52 Uhr

Je größer das Unternehmen, desto größer die Angst in der britischen Wirtschaft vor einem EU-Austritt. Doch es gibt auch prominente Kritiker, die sich von der EU nichts mehr vorschreiben lassen wollen. Stephanie Pieper gibt einen Überblick.

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Kommentare

Na hoffentlich tritt

Na hoffentlich tritt Großbritannien bald aus der EU aus und auch die anderen Staaten die Sonderregelungen bestehen.
Es geht nicht an das das ich die Vorteile der EU will aber bei den Nachteilen will ich eine Ausnahme.

@Frank00000

Du solltest dich lieber mal fragen ob die Wünsche GBs nicht sehr vernünftig sind!

James Dyson zeigt die Blaupause

Europa, als Freihandelszone mit eigenen Währungen und vollständig souveränen war ein echtes Erfolgsmodell.

Europa, so wie es sich als EU entwickelt hat, ist ein bürokratisches Monster und sorgt für mehr "Verlierer" als Gewinner auf allen Seiten.

Im Fall eines Brexit sollte gleichzeitig Deutschland seine Position neu überdenken. Es fällt ein weiterer Nettozahler weg. Europa läuft Gefahr ein Sammelbecken der "Schwachen" zu werden. - Mit katastrophalen Auswirkungen auf die wenigen verbleibenden "Starken".

Rückbesinnung auf Erfolgsmodelle ist nicht immer gestrig, sondern im Fall EU, die notwendige Neuausrichtung.

Die Realität bedenken

Wie begründet man gegenüber 25 Staaten, dass drei Staaten der EU Sonderrechte genießen; GB, Dänemark und Irland. Wenn letztlich die Briten ein Referendum über deren Verbleib in der EU abhalten wollen, so ist das größtenteils auf ein alleiniges Verschulden der EU zurück zu führen. In den letzten Jahren (Jahrzehnten) hat sich die EU nicht gerade fördernd verhalten. Zu viele "kleinkarierte" Restriktionen, Einschränkungen bzw. Bürden für die Europäer, keine gemeinsame klare Linie und Haltung zu Weltthemen usw. usw. Stichwort Wirtschaftsflüchtlinge, "Gurkenkrümmung", 100 Watt Glühbirne, Olivenölkännchenstreit, Bankenrettung, Finanzoasen in der EU, und und und. Generell glaube ich auch, dass der wirtschaftliche Aspekt eines Austrittes für die Briten propagandistisch zu hoch angesetzt ist. Wo sind die wirtschaftlichen Vorteile für die Briten die ausnahmslos durch die EU existent sind?

Mal Abstand nehmen...

... zwecks besserem Überblick aufs Terrain ist oft sehr hilfreich. Um vielleicht zu erkennen, was Premier Cameron (GB) eigentlich antreibt. Ich z.B. finde dessen Intentionen durchaus nachvollziehbar und auch gerechtfertigt... wenn man - wie ursprünglich geplant - ein Europa der "Vaterländer" möchte, statt ein immer stärker zentral gesteuertes und zudem in wichtigen EU-Gremien undemokratisches "EU-Monster" der Gleichmacherei.
_
Nichts gegen durchaus wünschenswerte, gemeinsame RICHTLINIEN auf wichtigen Politikfeldern wie Außenpolitik, Sicherheit, Soziales, Wirtschaft, Finanzen) ... aber doch bitte mit den nötigen nationalen Freiräumen für individuelle Interessen/Zwänge der unterschiedlichen EU-Mitgliedsländer.
_
Deshalb halte ich es für falsch, GB immer wieder unbillige Ansprüche auf "Extrawürste" vorzuwerfen. Cameron beharrt lediglich auf Zügelung des EU-Monsters. Während Merkels Credo auf eine EUdSSR 2.0 hinausläuft...

@ Frank00000 (14:02): BREXIT wäre Chance für uns!!

hi Frank00000,

absolute Zustimmung zu Ihrem Kommentar. Der Austritt von GB - und damit das Zerbechen von GB - wäre eine echte Chance für Europa. Warum?? Es geht um das Thema Erneuerbare Energien und Schottland:

http://tinyurl.com/qcrgwgt
green. wiwo: Meeresenergie: Schotten bauen größtes schwimmendes Gezeitenkfraftwerk (09.04.2015 um 12:15)

Tja und damit könnten die Schotten uns hier bei der Energiewende helfen. Frage: warum tun wir uns nicht mit denen zusammen?? Außerdem: Frankreich hat in der Bretagne ebenfalls ein riesiges Gezeitenkraftwerk fertiggestellt:

http://tinyurl.com/o2ayrbj
ingenieur.de: Größtes Unterwasserkraftwerk der Welt in Bretagne fertig gebaut (08.05.2015, 12:28 Uhr)

Ergo: wenn wir unser Festlandnetz hier mit den Netzen dort in der Bretagne und in Schottland verbinden, dann hätten wir so ziemlich alle Probleme in der Energiewende gelöst. Denn ich lese auch, dass eines unserer eigenen Pumpspeicherkraftwerke in Langenprozelten demnächst ans Netz geht.

@Frank00000

das sehe ich ganz anders. Die Briten, haben nichts, absolut Garnichts gutes für die EU getan. Sie Blockiren nur alles in Brüssel. Kein Land der 28 Mitglieder der EU hat mir Ausnahmen als GB. So kann die EU nicht funktionieren. Entweder ich mache alles mit oder lass es.

Und das die EU sich von Cameron vorschreiben lässt, nach dem Motto "Sagt mir was ihr mir anzubieten habt, dann sage ich euch ob wir einverstanden sind oder mehr wollen" Das sollte sich weder Brüssel oder Berlin gefallen lassen.

Jeder Nationalismus ist nur dann in Ordnung,

wenn er nicht den Vergleich mit anderen Ländern beinhaltet und sich nicht nur auf finanzielle Vorteile bezieht.

Reformbedarf in und an der EU ist gewiss vorhanden, aber absolut nicht im von England geforderten Sinn.
Die EU sollte deutlich machen, dass die Entscheidung zum Verbleib in der EU gleichbedeutend mit dem Verzicht auf Inselregeln ist.

@Auslandsrentner

Selbst der Freihandel ist nicht sooo positiv wie viele immer glauben. Es ist doch so, dass nur die großen und international agierenden Unternehmen dadurch eine Chance bekommen, währen die mittleren bis kleinen Unternehmen durch ausländische Konkurrenz unter Druck geraten. Macht es aber einen Sinn alle Waren immer vom billigsten Ort zu importieren? Für die Energiebilanz sicher nicht, denn der (globale) Transport verbraucht jede Menge Energie.

Auch auf Freihandel könnten/sollten wir also verzichten!

Er solte wissen...!

'Mike Rake. Er ist Präsident des Industrieverbandes CBI und Verwaltungsratsvorsitzender des Telekommunikationsriesen BT. Die Briten dürften nicht vergessen: Noch profitiere das Land davon, Teil eines Marktes mit rund 500 Millionen Menschen zu sein - und Abnehmer für rund die Hälfte der britischen Exporte.

Diesen direkten Zugang will er nicht verlieren'

Herr Rake sollte wissen, daß die Chinesen fast unglaubliche Mengen an Waren in die EU verkaufen.

Niemand braucht mir, das zu glauben.

Sie können die Statistiken dazu im Internet nachschlagen. Sie können sehen wie gross die chinesischen Schiffe sind die in Felixstowe oder Rotterdam landen.

Sie können auch einfach durch die deutschen und britischen Geschäfte gehen und sehen aus welchem Land die Waren kommen.

Die Chinesen brauchen die EU nicht.

Wir Briten brauchen die EU nicht.

@ Auslandsrentner (14:34): auch diese Dinge stimmen so nicht

@ Auslandsrentner

Im Fall eines Brexit sollte gleichzeitig Deutschland seine Position neu überdenken. Es fällt ein weiterer Nettozahler weg

GB hat fast nie was in die EU eingezahlt!! Die waren fast ständig mit ihren Beitragszahlungen entweder im Rückstand oder haben nicht mal die Hälfte von deren Beitrag eingezahlt!! Wer durfte denn bitte immer die fehlenden Gelder von denen ausgleichen??
Richtige Antwort: die übrigen EU-Länder.

Das kann es nicht sein, Auslandsrentner!! Hier verstößt GB gegen die EU-Verträge!! und damit fliegt GB völlig zu recht aus der EU raus!!

Und auch dass hier von Ihnen:

Europa läuft Gefahr ein Sammelbecken der "Schwachen" zu werden.

stimmt so nicht. Mit anderen Mitgliedern wie Norwegen, Schweden, Finnland, Dänemark, Deutschland, Niederlande, Belgien, Luxemburg, Portugal, Spanien, Österreich, Monaco, Ungarn, Estand, Lettland, Littauen haben wir starke Nettozahler in der EU. Sie sehen also: die starken sind durchaus in der Mehrheit.

@Resistance1405

Die Frage ist nur: Wie kommt die Energie aus Schottland aufs Festland? Die Briten würden doch sicher keine Stromtrassen zulassen und übers Meer wird es ungemütlich.

Ich halte einen Austritt Grossbritanniens für gefährlich für die EU, denn dann gibt es niemanden mehr der eine andere Meinung zur deutschen Einheitsmeinung vertritt. Die EU braucht aber DRINGEND Pluralität der Meinungen und Lösungen, was man an der Flüchtlingsquote sehr schön sehen kann. Da wird gar nicht mehr darüber nachgedacht, ob es zur Quote eine bessere Alternative gibt ... und die gibt es.

Check your facts

"Wir sind die fünft- oder sechstgrößte Volkswirtschaft der Welt - und das bleiben wir auch. " - so sagte es Anthony Bamford im Interview.

Allerdings liegt GB lediglich auf Platz 10 - also noch hinter Indonesien und Frankreich.

Es wird häufig unterschätzt, wie groß die Rolle des innereuropäischen Handels für die EU-Länder eigentlich ist. Ich fände den Austritt zwar schade - aber der Effekt für die EU wäre begrenzt, während er für GB deutlich spürbar wäre.

Airbus nicht ernst nehmen

'Die Aussicht auf einen Austritt treibt auch Paul Khan die Sorgenfalten auf die Stirn. Er ist Chef der britischen Airbus-Sparte, die auf der Insel Flugzeugflügel herstellt: "Wir reden hier über die Zukunft, über künftige Investitionen - und wir als Airbus brauchen wettbewerbsfähige Standorte in verschiedenen Ländern.'

Airbus hat, nach verschieden Berichten, grosse Probleme. Ich kann nicht glauben, daß es sich lohnt die Meinung von Airbus ernstzunehmen.

Die Chance nutzen

Warum versteht man im Rest Europas das britische Referendum eigentlich nicht als Chance, die ungerechtfertigten britische Privilegien abzubauen? Man könnte den Briten doch sagen, wenn ihr schon abstimmt, dann bitte gleich über eine Mitgliedschaft mit den gleichen Rechten und Pflichten wie alle anderen auch. Das wäre nicht nur ehrlicher dem britischen Wähler gegenüber – den so wie es jetzt läuft kann es ja auf Dauer ohnehin nicht weiter gehen – es würde auch deutlich machen, dass man auch auf dieser Seite des Kanals Forderungen stellen und man bei einem Strei nicht nur gewinnen, sondern auch verlieren kann.

Europa ist nicht nur EU

Wäre ich Brite, würde ich für den Austritt stimmen, denn ich glaube nicht an eine Reformbereitschaft der EU, ganz abgesehen davon, dass es immer äußerst schwierig ist alle Interessen zu vereinen. Den Entscheidungsträgern in Brüssel fehlt es m.M. viel zu oft an wahrem Demokratievermögen.
Wer da meint, die Briten würden sich nur bedienen vergisst, dass sie immerhin der zweitgrößte Nettozahler nach Deutschland sind. Im Gegensatz zu den ÖR schreibt die "Süddeutsche", dass der niederländische MP Rutte mit Camerons Forderung nach größerer Macht der nationalen Parlamente übereinstimmt. Warum wohl ist davon nichts beim ARD/ZDF zu hören? Auch Island muss wohl zu großen "Respekt" vor Brüssel haben, da es erst vor kurzem seine Beitrittserklärung zurückgezogen hat. Ich glaube die ganze Sache ist viel komplexer als uns die Politik glauben machen will. Ich wünsche GB den nötigen Mut, die nötige ökonomische und soziale Kompetenz für die richtige Entscheidung.

@ AfDwaehlender E..

....So wie ihre Meinung ;)

Tja... ein Brexit wird die

Tja... ein Brexit wird die Briten nicht von der Eurokratie befreien... sie werden nur nicht mehr mitreden können.

Ein Austritt Englands aus der

Ein Austritt Englands aus der EU hat nichts zwangsweise mit der Wirtschaft zu tun. Freihandel und Arbeitnehmerfreizügigkeit sind auch ohne EU möglich. Das weiß die britische Wirtschaft. Sie hofft überwiegend, von einem EU-Austriit zu profitieren. Vor allem auch, weil dann die Hauptkonkurrenz aus Deutschland noch weiter durch die zweifelhafte Unterstützung der armen EU-Länder unter Druck gerät.

Reisende soll man nicht aufhalten!

Für England ist es eine Chance auszutreten.Vielleicht kommen sie dann zur vernunft und ändern ihr Querulantentum.

Cammeron will Englische Sozialstandards in der EU verbreiten.Also Armut für alle und Schutz der Banken und des Kapitals.Die sind im falschen Jahrhundert gebohren-Der Manchester Kapitalismus ist zum Glück vorbei und wir wollen keine Auferstehung in der EU weil ein paar Konservative in England denken das man ohne reale Wirtschaft ein Land regieren kann.Deshalb seine rundtour zur werbung.

England kann sich ja den USA anschließen.In der EU haben die nichts zu suchen.Kein Euro und gegen den Euro wetten in ihren Banken am Kapitalmarkt.So etwas braucht Europa nicht!

Geht liebe Briten geht!

Entweder es geht gut, geht in die Hose, oder es wird sogar besser. In zwei von den drei möglichen Fällen steht die EU dumm da.
Der einzige Vorteil an der EU ist der schwache Euro, und auch nur für Export Länder wie Deutschland. Der Rest leidet nur darunter. Wenn die Briten gehen stürzt der Euro vielleicht noch weiter ab weil ein wirtschaftlich starkes Land und EU Geldgeber geht. Das sichert uns in Deutschland dann noch ein wenig länger den aktuellen Wohlstand. Klar das Kartenhaus EU+Euro wird so oder so bald zusammen klappen aber ohne die Briten geht es vielleicht noch etwas länger gut.

"Finanzinvestoren"- Ich kanns nicht mehr hören

Nennt doch das Kind beim Namen: das sind nichts anderes als "assoziale Finanzspekulanten". Es ist traurig, dass die Weltgemeinschaft, incl demokratisch gewählter Regierungen nur noch ihrem Diktat unterworfen sind. GB mag ein "Stachel" im Fleisch der EU-Bürokratie sein, aber es ist ein "Kernland" europäischer Kultur. Ein Ausscheiden aus der EU wäre ein grosser Verlusst.

chance oder risiko?

Beides!
Chance für Europa,
Risiko für GB.

re CE

"Selbst der Freihandel ist nicht sooo positiv wie viele immer glauben. Es ist doch so, dass nur die großen und international agierenden Unternehmen dadurch eine Chance bekommen"

Sie sollten sich erstmal bei deutschen Mittelständlern umhören, wie das mit deren Exportquote aussieht.

So ein Satz wie der obige zeugt von völliger Ignoranz der deutschen Wirtschaft.

man sollte nicht veruchen GB um jeden Preis zu halten

GB ist einer der Hauptverantwortlichen für die desaströse Lage in Nordafrika und Nahost. Als Kolonialmacht hat GB hier Einfluss auf die willkürliche Grenzziehung und die Staatenbildung genommen.
In neuerer Zeit war GB immer Waffengefährte der USA (Koalition der Willigen) und ist mitverantwortlich für die Bombardements.
Nun, wo die Menschen vor den Folgen dieser Politik flüchten, will es nichts mit dieser Lage zu tun haben. Andere sollen für die Flüchtlinge sorgen, die vor der britischen Machtpolitik fliehen.
Lasst GB ziehen.

Die Grundfrage ...

die man sich stellen muss ist, will man viele Staaten die vollständig souverän agieren oder eine europäische Union.
Letzteres läuft auf die Zusammenlegung vieler Standards heraus wie Währung, Normen, Finanzen, Außen- und Sicherheitspolitik ...
Diese Themen können nur Zentral bearbeitet werden.
Viele Staaten i.d. EU (z.B. GB, Polen, Italien ...) haben den tieferen Sinn der EU nicht verstanden, dort überwiegen nationalen Interessen bei der Politik mit der EU. Warum nicht die Standards gemeinsam setzen, dann fallen viele nationale Interessen in einen Topf und werden zu einem gemeinsamen.
Siehe die Flüchtlingspolitik, Wirtschaftskrise, Soziales ... Die Mitgliedsstaaten schaffen es nicht sich auf einen politische Linie zu einigen. Eben aufgrund des Starrsinns vieler oder öfters weniger Staaten.
Die EU wird dadurch ad absurdum geführt!

Tschüß Britannia - Und ras nicht so...

Gerade die Engländer haben es nötig, einzufordern, daß sie mehr Sonderrechte bekommen, erhalten sie doch schon die meisten Extrawürste innerhalb der EU wie den Opt-out zum Euro.

Noch mehr zu fordern oder aus der EU auszutreten ist schlicht und ergreifend Nötigung gegenüber den Bürgern der übrigen EU, Mr. Cameron!

Das Empire will raus

Das ehemalige Empire wil also raus aus der EU und nach dem Dyson staubsaugererfinder am besten alle Privilegien wie Zugang zum Markt beibehalten, nur doof dass es so nicht geht selbst wenn GB aus der EU raus ist und Zugang zum Binnenmarkt haben wollen müssen sie die Regeln der EU einhalten nur mit dem unterschied dann nicht mehr mitbestimmen zu können. Tatsache ist kleine Länder werden alleine keine große rolle und mitbestimmung in der Welt haben Länder wie USA , China Russland Indien uvm. werden die Zukunft bestimmen und ohne eine starke EU werden wir unsere interessen nicht schützen können und GB wird es alleine auch nicht können. Mit der EU sind wir derzeit noch der größte markt der Welt mit viel gewicht in der Politik und der Weltwirtschaft aber jeder alleine wird zum spielball der Finanzindustrie und anderen Staaten deswegen besser eine EU als alleine. Die frage ist jetzt welche Forderungen stellt GB sind diese vernünftig oder nur im eigeninteresse für GB??

Nicht länger 1/28 der EU sein und weltweit agieren können

Weltweit agieren und Handelsabkommen schließen, können die Briten auch als EU-Land, wenn sie denn wettbewerbsfähig sein sollten. Vielmehr wollen die maßgeblichen Politiker wie als Kolonialmacht handeln können, sich die Rosinen der EU-Mitgliedschaft mit einem Markt von 500 Mio. Menschen und Verbrauchern sichern, aber keine politischen Verpflichtungen übernehmen wollen, wie z.B. in der Flüchtlingsfrage oder den EU-Regelungen aus Brüssel für alle Lebens- und Handelsbedingungen.

Solidarität scheint für London ein Fremdwort zu sein. Und dem Einfluss Deutschlands in der EU will man sich auch entziehen. Es wird aber nur die EU zur Wahl beim Referendum mit den derzeitigen Verträgen, Rechten und Pflichten stehen. Entweder will GB diese Bedingungen als Basis des Zusammenwirkens zwischen 28 Staaten akzeptieren oder nicht. Es wird keine Sonderrolle für GB geben können, schon gar nicht, wenn negative Befindlichkeiten zum Anlass für die Durchsetzung egoistischer britischer Interessen dienen.

Wer zahlt? Wer kassiert?

Ich (als Brite) kann dieses unsachliche Quatsch nicht mehr hören! Schaut Euch die Zahlen an! Im Grunde (nach Abzug von allen "Gegenleistungen") gibt es nur 2 Länder der EU die richtig netto "blechen": Ihr Deutsche und wir Briten. Wer von "Extrawurst" für GB spricht hat keine Ahnung.
Aber es geht nicht nur ums Geld. Es geht hauptsächlich darum wie und von wem man regiert werden will. Von einem demokratisch gewählten Parlament eines souveränen Staates oder von ernannten (á la DDR) , mächtigen, gesichtslosen Bürokraten(oft nur Vertreter des Grosskapitals) die niemand gegenüber Rechenschaft schuldig sind.

@CE

" Da wird gar nicht mehr darüber nachgedacht, ob es zur Quote eine bessere Alternative gibt ... und die gibt es."

Nun, vieleicht sollten sie mal schauen was gerade in der Flüchtlingspolitik GB in den lezten Monaten gemacht hat - nix und gemauert.

Wenn das die bessere Alternative ist dann bin ich "not amused".

Ein Austritt von GB aus der EU ist für GB gefährlicher als für die EU.

Würde sich denn viel verändern?

Nüchtern betrachtet genießt das Vereinigte Königreich bereits sowohl einen Sonderstatus bei den EU-Beiträgen, als auch eine Sonderstellung im Schengenraum, macht nicht mit beim Euro und hält sich sogar diplomatisch oft aus den gemeinsamen EU Belangen raus. Würde das UK nun die EU komplett verlassen, wären die direkten Änderungen durch diesen Schritt kaum spürbar. Die Briten behielten weiterhin ihr Pfund, Grenzkontrollen gab es ohnehin (wegen der Insellage auch nicht anders machbar), es gäbe zwar weniger EU Subventionen, dafür aber auch gar keine Beiträge mehr. Sicherlich würden Zölle erhoben werden - sowohl im UK, als auch in der EU. Aber diese Zölle wären "weich" und würden sogar wegen neuer Handelsabkommen schnell wieder abgebaut. Fazit: viel verändern würde sich nicht - weder für das UK, noch für die EU. Aber die Britische Wirtschaft (vor allem der Mittelstand) würde sich nicht mehr bevormundet fühlen.

@julesv

"Du solltest dich lieber mal fragen ob die Wünsche GBs nicht sehr vernünftig sind!"

"I want my Money back" ist sicher vernüftig, wenn man egoismus als vernüftig bezeichnet.

Nur eine verschwindend geringe Menge an Flüchtlingen aufzunehmen ist natürlich auch "vernüftig" aus der sicht der eigenen Nation.

Ist ja nicht so das GB vernüftigerweise nichts mehr von ihren "Altlasten" des Empires wissen will,...

Die Vernuft von GB ist meines erachtens reichlich Egoistisch, aber seit Thatcher erwarte ich da auch nichts anders mehr.

Fish and Chips

darauf können wir alle verzichten.
Wenn GB der Meinung ist die EU zu verlassen, bittesehr.
Aber auf die ganzen schönen Subventionen verzichten?
Das Pfund wird beim Austritt durch die Decke gehen und es wird danach wahrscheinlich eine Repression eintreten, weil vieles was sich die werte Arbeiterschaft hart erarbeitet hat, schlicht unbezahlbar wird. Seht euch heute schon die Mietpreise in London an.

Wie Australien oder Kanada

um 15:10 von Bikky-kun

"Tja... ein Brexit wird die Briten nicht von der Eurokratie befreien... sie werden nur nicht mehr mitreden können"

Das wäre nur der Fall wenn wir ein Verhältnis zu der EU hätten wie Norwegen oder die Schweiz.

Ich bin für die 100%ige unabhängigkeit.

Wenn Cameron oder jemand anders uns etwas anders aufzwingt, dann werde ich dagegen protestieren usw.

Kanada und Australien lassen sich die Einmischung der EZ nicht gefallen, soweit ich weis.

AfDwaehlender E..., 15:57

"Ich bin für die 100%ige unabhängigkeit."

Is klar... und für die 100% Freiheit.
GB ein reiner Binnenmarkt, geile Autos, geile Computer, geile, äh, Alternaive.

re afdwaehlenderengländer

"Ich bin für die 100%ige unabhängigkeit.

Wenn Cameron oder jemand anders uns etwas anders aufzwingt, dann werde ich dagegen protestieren usw."

Protestieren Sie ruhig. Das Schöne an dem ganzen Schauspiel ist ja, dass Sie spätestens 2017 das Ergebnis des Referendums, wie auch immer ausgefallen, hinnehmen müssen.

Jede weitere Nörgelei ist dann eben nur das - Nörgelei.

re miklondon

"Aber die Britische Wirtschaft (vor allem der Mittelstand) würde sich nicht mehr bevormundet fühlen."

Die werden weiterhin die EU-Richtlinien, Grenzwerte, Verbraucherschutzbestimmungen der EU beachten müssen wie vorher.

Und ab Ostende ist trotzdem Rechtsverkehr.

Vielleicht könnte man 2 Problemkreise verknüpfen?

Brexit und FIFA Reform.
Kein Land darf mit so vielen Fussballverbänden antreten wie GB.
England, Wales, Schottland, Nordirland,
selbst im Fussball gibt es die british extrawurst.
Auch das gehört endlich abgeschafft

Back to the Roots...

Ich ersönlich fände es okay wenn GB aus der EU ausscheidet. Das Gleiche meine ich für einen sog. "Grexit".

Der Grexit als akute Variante würde endlich klarstellen, daß Merkels Austeritätspolitik kein "Allheilmittel" für das heutige, ganze Europa ist. Und der sog. "Brexit" würde klarstellen, daß ein zukünfig "modernes" Europa mehr ist als nur ein zentralistischer, noch dazu in weiten Teilen undemokratischer Verwaltungskoloss ist.
_
Niemand, vor allem Normalbürger in den Mitgliedsstaaten der EU, braucht abgehalfterte Politiker in EU-Kommissionen oder weitestgehend namenlose (aber bestens bezahlte) "Abgeordnete" im EU-Palament ... noch dazu als Gegenpart zu Nationalparlamenten. DAS IST EINFACH NUR VERRÜCKT !!
_
Ich bin für ein "Back to the Roots". Und deshalb unterstütze ich die Initiative von Cameron und GB, die EU wieder auf das zurückzustutzen, was sie ursprünglich mal war und durchaus erfolgreich sein kann: Eine "Europäische Wirtschaftsgemeinschaft". Viell. auch mit pol. Stärke.

@14:38 von Resistance1405

Ihrer Intention stimme ich zwar zu, aber in Ihren konkreten Schlußfolgerungen sind Sie mal wieder "completly out of Theme"... Empfehle thematisch brauchbare VHS-Aufbaukurse...

Nochmal...

... das hier oft vorherrschende "Tschüs Britannia" finde ich ziemlich dumm. Weil es nicht berücksichtigt, daß z.B. Premier Cameron die oft auch in Deutschland kritisierte Praxis des "Zahlemanns" endlich mal konkret in Frage stellt. Es geht doch (wie bei Thatcher) längst nicht mehr darum, einen erklecklichen Anteil der EU-Fördermittel aus dem Gemeinschaftstopf zu erhalten. Vielmehr geht es darum, die heutigen, weit gefächerten EU-Interessen nicht immer weiter aufzublähen, sondern wieder auf ein für alle EU-Mitgliedsstaaten "allgemeinverträgliches Level" zu reduzieren.
_
Daß dieser Anstoß zur EU-Erneuerung ausgerechnet von GB ausgeht, mag die deutsche Muttimerkelseele irritieren... ist aber deshalb trotzdem völlig richtig..!

@AfDwaehlender E... 15:57

"Kanada und Australien lassen sich die Einmischung der EZ nicht gefallen, soweit ich weis"

Jeder, der engere Partnerschaften mit der EU anstrebt (und genau so etwas "besonderes" erhofft man sich in London ja) muss auch gewisse Standards einhalten, gerade Canada (deren zweitgrößter Handelspartner die EU-28 sind) hat da überhaupt keine Wahl.

"Ich bin für die 100%ige unabhängigkeit"

Und wenn sich dann einige nördlich von Hadrian's Wall noch einmal genau überlegen, ob sie nicht auch ein bisschen freier sein wollen, hat Cameron es endgültig vermasselt...

Austritt von GB das beste für die EU und die Menschen

GB war immer das land was sich am meisten gegen eine Bankenregulierung ausgesprochen hat. Das Regeln verhindert hat und das immer dafür gesorgt hat das immer mehr Spekulationen gemacht wurden wo viele Menschen in der EU dafür bezahlen mussten!
Die Wirtschaft in GB lebt von extrem schlechten Sozialstandards die mehr als Fragwürdig sind, wenn die Briten nicht mehr in der EU wären müssten Sie dies verbessern weil die Menschen sich das nicht gefallen lassen müssten, da es nicht mehr so viele Billiglöhner aus Osteuropa ins land kommen würden!
Die Britische Wirtschaft würde viele Zuschüsse aus Brüssel verlieren und hätte nur noch Ihren Bankenmarkt der den Großteil der Wirtschaft aus macht! Dieser Bankenmarkt wird aber extrem leiden weil Geldtransfer außerhalb der EU Teurer und schwieriger ist. Und jetzt hätte die EU das erste mal die Chance mehrheitlich Sachen zu entscheiden die für die Menschen gut sind weil GB als Bankenstandort NR. 1 nicht mehr Finanzinvestoren Interessen vertreten kann

GB= Bankenstandort Nr.1 Hauptpekulationsort in der EU

Die Briten zahlen faktisch weniger ein als die Britische Wirtschaft von der Eu wieder bekommt. Was den Briten auch immer sehr wichtig war!

Leider ist die Britische Wirtschaft vom Bankensektor abhängig und Ihre einwände in der EU haben meist nur verbesserungen für Banken gebracht, nie für die Bürger! IN GB gab es erst in den letzten Jahren einen großen Abbau an Arbeitnehmerrechten die teilweise mit extremen Arbeitbedingungen einhergingen die Menschen leiden selbst als Briten darunter und es Interessiert keinen !!! Man kann die schuld auf die EU schieben aber das ist ein Problem was die Briten selbst veranstaltet haben weil es der Bankensektor so wollte! Aber als Hauptschuldigen lässt sich die EU besser Präsentieren die kann sich schlechter wehren!

Warum will Cameron verhandeln

Warum will Cameron verhandeln weniger Sozialstandards für Ausländische Arbeitskräfte!

Wo ist das Demokratisch?
Es geht einfach nur darum andere Menschen mehr ausbeuten zu wollen und ihnen weniger dafür zugestehen zu wollen! Und GB hat seine Standards extrem abgesenkt in den letzten Jahren!
Letztendlich entscheidet hier wer die besten Argumente hat und Wähler sind meist die die auf einfache Polemische Sachen hören egal wie schlecht es für Sie in Wirklichkeit ist! Wenn es um Neid und Missgunst geht sind Wähler die ersten die diesen Beschluß mittragen und Sie merken gar nicht was Sie darunter einbüßen werden!

Eurostat

Staatsverschuldung in % des BIP

Jahr 2000: GB 40%, DE 60%
Jahr 2013: GB 90%, DE 78%

so clever scheint die britische Regierung nicht zu sein. Ich glaube aber nicht, dass die EU schuld daran ist bzw. das sich durch einen EU Austritt gross was an der Gesamtlage ändert.

Bin auf jeden Fall gespannt, wie die Schotten reagieren werden. Die Kritik aus Glasgow/Edinburgh an London ähnelt der Kritik Londons and Brüssel wie ein Ei dem anderen..

@vatnik

Die Briten machen es halt wie die Amerikaner.
Liquidität schaffen und Schulden in Kauf nehmen bis die Wirtschaft wieder läuft.
In der Hoffnung das sie dann so stark wächst das er schuldenstand wieder abnimmt.

Die deutsche Lösung dagegen austerität.
In der Weimarer Republik ohne Erfolg ausprobiert ächzt halb Europa darunter.

Ich bin gespannt, welche Methode gewinnt.

Ginge es nur nach den Wachstumszahlen, wäre die angelsächsische Methode die bessere.

Heuchlerisch

...Er möchte weiter freien Handel treiben und hat auch nichts gegen die Arbeitnehmerfreizügigkeit. Ansonsten aber möchte er sich von einer EU, in der Deutschland den Ton angebe, nichts mehr vorschreiben lassen, so Dyson. Er zielt dabei insbesondere auf seine deutsche Konkurrenz...

Selten so was heuchlerisches gelesen wie das.
Was glauben die eigentlich.
EU mit allen Nachteilen nicht aber die Vorteile wie freier handel und freizügigkeit gerne. Und dabei schön noch die Konkurrenz ausschalten....

So läuft das nicht.

Die Briten müssen sich jetzt bekennen.
Ja oder nein zur EU.
Und ein Nein, hätte dann eben bedeutet dann eben erst mal auch keinen freien Handel. So ist das nun mal.

Diese Rosinenpickerei der Briten muss endlich aufhören!!!

Intetessant

Das hier so einige den Brexit kaum abwarten können.
Dabei scheinen es vielfach "überzeugte Europäer" zu sein.

Dieselben leute werden auch einem Rauswurf Griechenlands das Wort reden.

Oder Spaniens, wenn dort die Linken die Macht übernehmen sollten.

Oder Frankreichs, wenn es nicht brav Mutti gehorcht.

Ein Austritt eines oder 2er Länder kann leicht das Ende der EU einläuten.

Nachher steht D dann alleine mit den Osteuropäern da und muss dies allein alimentieren....

Ein wenig mehr Vorsicht mit wünschen.... Sie könnten wahr werden. ;-)

20:42 von garden.of.delight..

@vatnik
Die Briten machen es halt wie die Amerikaner.
Liquidität schaffen und Schulden in Kauf nehmen bis die Wirtschaft wieder läuft.
In der Hoffnung das sie dann so stark wächst das er schuldenstand wieder abnimmt.
Die deutsche Lösung dagegen austerität.
In der Weimarer Republik ohne Erfolg ausprobiert ächzt halb Europa darunter.
Ich bin gespannt, welche Methode gewinnt.
Ginge es nur nach den Wachstumszahlen, wäre die angelsächsische Methode die bessere.
///
*
*
Wenn die Schuldenmethode meistens Erfolg hätte, brauchte man kein Konkurs- oder Insolvenzrecht!
*
Aber manche glauben ja sogar an die neue griechische Methode!
Amen.

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