Kommentare

Da fragt man sich doch unweigerlich:

"Wo haben die sich das Präsidenten-Vertreiben bzw. Ermorden nur abgeschaut? Na? Na?" - Mir will´s einfach nicht einfallen!
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Auf jeden Fall erinnere ich mich daran, dass gleiches Recht für alle gelten sollte. Und wenn man nun anfängt, die Legitimität von Präsidenten ideologisch zu werten, dann gibt es kein Halten mehr, denn irgenwem gefällt er immer nicht.
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Wie war´s mit dem Zauberlehrling?
"Herr, die Noth ist groß,
die ich rief, die Geister,
werd ich nun nicht los."

@hkl001

FALSCH! Die Huthi haben eine saekulare Regierung unter Einbeziehung ALLER Kraefte angekuendigt. Natuerlich NICHT lesbar in den Westmedien. Zudem werden sie ganz offensichtlich von einer Mehrheit getragen, waehrend der "Praesident" nie Macht hatte und durch eine US organisierte Wahlfarce(einziger Kandidat) an die nie realisierte , da vom Volk abgelehnte, Macht kam. Seltsamerweise weigert sich die Westpresse strikt fast kollektiv diese Hintergruende zu beleuchten. Wer sollen unbedingt die US Version Jemens fressen. Die Huthi sind DIE Chance auf Frieden und Ausgleich im Land und haben strikt saekulaere Politik unter Einbeziehung aller Kraefte angekuendigt.

13:44, Agent lemon

"Die Huthi sind DIE Chance auf Frieden und Ausgleich im Land und haben strikt saekulaere Politik unter Einbeziehung aller Kraefte angekuendigt."

Ich glaube, bei dieser Einschätzung hat Sie Ihr bekannt radikaler Antiamerikanismus geleitet.

Alles, was nicht von den Amis kommt, muß gut sein.

Ich nehme mal an, daß das favorisierte System der neuen Machthaber ähnlich säkular und pluralistisch sein wird wie das ihrer Sponsoren im Iran. Die hatten Khomeini auch mittels einer Art Volksfront an die Macht gebracht. Anschließend gab es dann Säuberungen, bei denen man sich allem entledigte,was dem Klerus bei seinem Machtstreben im Wege war.

Wenn Sie den innerarabischen Konflikt,den wir hier an einem Beispiel beobachten,auf pro- und antiamerikanische Kräfte zurückführen wollen, werden Sie der Sachlage nicht gerecht.

Es handelt sich, wie gesagt, um einen innerarabischen Konflikt. Araber sind keine Marionetten, sondern Menschen, die als Subjekte agieren.Die Amis sind unwichtiger als Sie glauben.

@fatherland slim

Schoen. Dann erklaehren Sie mir, warum Hadi nach Intervention und Flugverbotszone gejammert hat? Kommt Ihnen sowas nicht bekannt vor? Der Mann hatte NIE Macht im Land. Bitte den Hergang der "Wahl" 2012 nachlesen. Leider gibts hier Probleme wenn man das naeher erklaehren will. Fragt sich: Warum?

fathaland slim

Dazu gibt es der Einordnung wegen folgende Punkte anzumerken:

- Der Iran ist zumindest im Vergleich mit anderen Lokalmächten der Region vergleichsweise Säkular

- Im Iran gab es vor und nach der Machtübernahme durch Chomeni Säuberungen. Das eine rechtfertigt das andere natürlich nicht, nur bei Ersterem hatten die "Amis" Ihre Finger mit im Spiel.

- Der inerarabische Konflikt kann nicht auf pro- und antiamerikanische Gruppierungen reduziert werden ist aber nichtsdestotrotz eine Folge von Jahrzehntelang verfehlter Aussenpolitik des sog. "Westens" - nicht ausschlißelich aber auch.

Noch in den 60ern gab es zwischen dem Sunnitischen und Shiitischen Baatflügel keinerlei religionsbezogene Streitigkeiten. Ob deren Vereinigungsbestrebungen und Nassers Panarabismus am Ende eine stabilere Situation in der Region bedeutet hätte ist sicher fraglich, aber schlechter als Heute wäre es vermutlich auch nicht gekommen. Die Baath Bewegung war damals nicht gewollt und wurde gegeneinander ausgespielt...

Schon seit Wochen beherrschen Huthis....

mit Hilfe der Masse des Volks das Land. Haetten diese Leute gewollt, waehre Hadi laengst Geschichte. Tote Geschichte. Lasst euch nicht fuer dumm verkaufen. Einfach mal wiki Hadi nachlesen. Das der Mann auch einen US Pass besitzt wurde leider entfernt.

Da haben wir´s doch!

Hörte in den Nachrichten, dass Saudiarabien mit schweren Waffen eingreifen will. Und daraus ergibt sich die schwierige Frage, was denn nun schlimmer ist, Saudiarabien oder die Rebellen.
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Mir ist schon oft der Gedanke gekommen, dass Saudiarabien vielleicht beides gleichzeitig ist! Jedenfalls erinnere ich mich sehr gut daran, dass Ghaddafi, Saddam Hussein und Assad in der OPEC eine andere Politik machen wollten, als Saudi-Arabien. Die Kernpunkte waren a) Trennung von Kirche und Staat, b) kein Roylismus, c) bessere Ölpreise zur Rücklagenbildung, d) weg vom Petrodollar, e) Reduzierung des Einflusses von Amerika und Saudiarabien. Und nun sind´se bis auf Assad mausetot.
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Wir wissen auch, dass die Saudis die Taliban unterstützt haben und man munkelt von Zuwendungen für IS etc.. Ein Abschleppunternehmen könnte bei Auftragsmangel in mancher Kurve Öl ausschütten, und zack würde der Laden brummen!

15:06, Agent lemon

"Schoen. Dann erklaehren Sie mir, warum Hadi nach Intervention und Flugverbotszone gejammert hat?"

Vielleicht, weil er Angst hat, daß es ihm an den Kragen geht?

"Der Mann hatte NIE Macht im Land. Bitte den Hergang der "Wahl" 2012 nachlesen."

Der Jemen ist ein klassischer "failed state", er wird sozusagen als Definition eines solchen gesehen. Ganz egal, wer die Macht im Lande hat, er hat sie nicht. Das wird sich auch jetzt nicht ändern. Warten Sie's ab.

"Leider gibts hier Probleme wenn man das naeher erklaehren will. Fragt sich: Warum?"

Vielleicht aus den gleichen Gründen, weswegen bereits ein Post von mir in diesem Thread hier nicht freigegeben wurde, ohne daß ich verstehe, warum?

Off track: Sie können meinen Nick noch so oft in Ihrem Sinne ändern, ich werde ihn Ihrer Schreibweise trotzdem nicht anpassen:=)

Gruß,

FS

@ fathaland slim

"Ich glaube, bei dieser Einschätzung hat Sie Ihr bekannt radikaler Antiamerikanismus geleitet."

Da kann ich nur zustimmen. Argumentativ ist der Antiamerikanismus immer eine Sackgasse.

13:44 von Agent lemon

Ihr Kommentar aehnelt dem, welchen Sie vor einigen Monaten ueber ISIS geschrieben haben.
( grosse Unterstuetzung im Volk, wollen ein gerechten Staat, usw. )
14:37 von fathaland slim
Ich gebe Ihnen vollstaendig Recht, er muss seine Frust irgentwie loswerden.

15:08, zammy

"- Der Iran ist zumindest im Vergleich mit anderen Lokalmächten der Region vergleichsweise Säkular."

Ich glaube, ich weiß, was Sie sagen wollen, aber ein Land, in dem der Klerus sämtliche Entscheidungsprozesse kontrolliert, als säkular zu bezeichnen, zeugt von einer gewissen Verzweiflung...

"Der inerarabische Konflikt kann nicht auf pro- und antiamerikanische Gruppierungen reduziert werden ist aber nichtsdestotrotz eine Folge von Jahrzehntelang verfehlter Aussenpolitik des sog. "Westens" - nicht ausschlißelich aber auch."

Vor allem ist er eine Folge des Kolonialismus. Das waren nicht Jahrzehnte, sondern Jahrhunderte. Wir machen aber gern den Fehler, die letzten 30 Jahre aus dem Zusammenhang gerissen verstehen zu wollen, weil wir sie erlebt haben. Das ist aber ein ahistorischer Ansatz.

"Noch in den 60ern gab es zwischen dem Sunnitischen und Shiitischen Baatflügel keinerlei religionsbezogene Streitigkeiten."

Ein sehr interessanter Punkt. Religion war bis in die 80er unwichtig....

15:14, Bernd39

"Die Rebellen werden ja vom Iran unterstützt. Gehört dieser jetzt zu den Guten und Saudiarabien, die Truppen gegen die Rebellen aufmarschieren läßt, zu den Bösen?"

Ich würde mich freuen, wenn sich meine lieben Mitforisten abgewöhnen könnten, in den Kategorien "gut" und "böse" zu denken, wenn es um politische Konflikte geht. Es geht um Interessen, und die sind materiell, nicht moralisch zu definieren.

Moralische Fragen stellen sich natürlich auch, aber an anderer Stelle.

Mein, wenn auch unmaßgebliches, moralisches Urteil lautet: in den meisten, wenn nicht sogar allen, bewaffneten Konflikten dieser Erde sind alle Beteiligten böse.

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