Kommentare

Angebot und Nachfrage

Es gab schon andere Zeiten in dem Auszubildende händeringend nach Ausbildungsplätzen gesucht haben. Die Zeiiten sind noch garnicht so lange her.
Zurzeit scheinen gute Zeiten für junge Menschen zu sein, in denen sie sich den Ausbildungsplatz ausssuchen können.
Die Wirtschaftverbände schreien meistens nach mehr Zuwanderung. Die Politik sollte sich aber raushalten. Wieso soll es nicht auch mal gute Zeiten für Arbeitnehmer geben?

http://www.arbeitsagentur.de/

http://www.arbeitsagentur.de/
3.099.078 Bewerberprofile
864.785 Stellen
271.864 Ausbildungsstellen

Da stimmt doch was nicht. Oder?
Das sieht nicht nach einem Mangel aus. Jedenfalls nicht nach Bewerbermangel, sondern nach Stellenmangel.

Angebot und Nachfrage

Angebot und Nachfrage regeln den Preis, in dem Fall eben den Lohn.
Nun vielleicht ist auch einfach die Bezahlung zu unattraktiv? Wer will schon für den Mindestlohn schuften und sich die Knochen kaputt machen? Da muss Industrie und Handwerk jetzt eben mal eine Schippe drauf legen. Die Zeit von "Generation Praktikum" geht hoffentlich langsam zu Ende.

G.

Akademie und Handwerk

Die damalige Änderung der Handwerksordnung mit dem wegfall der Meisterpflicht in vielen Gewerken führte zum Traurigen Abstieg von einstigen Vorzeigehandwerkszweigen. Dadurch kam es zum hohen anstieg mit der Wahrscheinlichkeit später in einem schlecht geführten Unternehmen unterzukommen und wegen Frustration im Berufsalltag auf andere Branchen umzulernen. Das ist nur einer von vielen Gründen wenn junge Leute einen Bogen um das Handwerk bei der Planung seiner Beruflichen Ausbildung/Laufbahn zu machen. Monetäre Nachteile gegenüber Akademischen Berufen spielen bei künftigen Schulabgängern sicher auch eine Rolle. beisp. Als Handwerker muss man durchschnittlich einen Tag lang arbeiten um sich selber eine Handwerkerstunde in Werkstatt leisten zu können zb. PKW Reparatur. Mancher Akademiker wie bsp.Tierarzt oder Unternehmensberater wendet oft nur eine ~ Stunde seiner Zeit auf um sich eine HWK Std. leisten zu können, die er selbsverständlich kostenmindernd abschreibt.

Der goldene Boden

Handwerk hat goldenen Boden. Das war einmal. In den Großstädten mag das noch funktionieren, aber auf dem Lande eher weniger. Weite Wege zu den Baustellen und schlechte oder wenn man Pech hat auch gar keine Bezahlung. Ich habe es mehrmals selbst erlebt. Das kann man seinem Kind doch gar nicht mehr empfehlen.
Das Handwerk erntet jetzt, was es über Jahre hinweg selbst gesäht hat. Und das der Nachwuchs überhaupt weniger wird, ist ein gesellschaftliches Problem. Kinder sind teuer, sehr teuer. Und solange sich das nicht ändert, sollen oder müssen sie sich auch so teuer wie möglich verkaufen.

arbeiten

Und sich die Hände schmutzig machen wollen viele nicht

Handwerk ist 'ne feine Sache

aber die Art und Weise, wie es als Beruf in die Zivilasation eingepraegt wurde, reisst keinen mehr vom Hocker. Da ist im Berufsleben nichts mehr individuell oder kreativ. Es sind Industrienormen, ausgetretene Wege, Massenwaren, Massendienstleisung, langweilige Homogenitaet, denen man zu folgen hat. Was mir mein Vater, Schiffszimmermann, vermittelt hat, kann ein Lehrberuf, insbesondere als Beruf heute nicht mehr bedienen. Nach den Ausnahmen muss man suchen, und genau das ist das Problem - der Durchnitt ist, bezogen auf die "Farbigkeit" des Berufsprofil, unterdurchschnittlich. Kreativitaet und Abwechslung ist sowohl eine natuerliche Veranlagung als auch Beduerfnis und das ist im Handwerk (ein hehres Wort fuer Massenmistproduktion) nicht verlangt. Vielleicht weht daher der Wind, und nicht nur aus den Einkommensperspektiven.

Körperlich harte Arbeit....

...wo man die Aussicht hat,nicht bis zur Rente durchzuhalten.

Geringe Startgehälter zwischen 1400 und 2000 € brutto.
Und ich glaube nicht, das man in diesen Jobs jemals die >4000€ erreicht, die zb ein Ingenieur nach einigen Jahren hat.
Und das in Zeiten, wo man ein Batzen Geld braucht, um ausreichend fürs Alter vorzusorgen.
Wer das vermeiden kann, tut es.

Wenn das Handwerk keine leute findet, gibt es Möglichkeiten, gegenzusteuern :

Zb deutlich höhere Gehälter zahlen und sich um die Altersvorsorge der Leute kümmern.
Das wird jedoch nicht passieren..

Oder Kandidaten mit schlechterer Vorbildung akzeptieren und diese fördern.
Das wird wohl ab und an gemacht - der Not gehorchend.

Der Lösungsansatz, der wohl am ehesten Anwendung finden dürfte :
Die starke Zuwanderung - insbesondere aus Osteuropa - spült nicht nur Akademiker in die BRD.
Also : zugreifen. Man spart dann bei den Ausbildungskosten und bei den Gehältern.

05:46 von 4bike

"das schlecht Image,
denn wer will sich denn heute noch schmutzig machen."

Zumindest meine Generation, heuer ein oder zwei Jahrzehnte vor der Rente, beinhaltete eine Menge Leute, die mit Begeisterung unter Autos krochen. Nur ein Beispiel. Da sich die genetische Komposition seitdem nicht wesentlich geaendert hat, muss das Problem wohl nicht bei den Leuten liegen. Mit anderen Worten - man will sich durchaus schmutzig machen, bzw. es ist egal, wenn es nur Spass macht.
Aber den Spass hat uns die Industrie und das Fliessband ja ausgeredet. Wer sich da verweigert, hat meinen Beifall.

@4bike

Das mit den schmutzigen Händen ist nicht das Problem.

Wenn Unternehmen sehr aufs Geld schauen, dann dürfen auch Angestellte das.
Und sie tuen gut daran, das Optimum aus ihren Fähigkeiten zu machen.

Die weit verbreitete Schwarzarbeit wird man kaum beseitigen können :
Zu hoch sind die Preise für Handwerker und zu gering die Einkommen in weiten Bereichen der Arbeitswelt - den potentiellen Kunden.

Aha

Siehe nur den anderen Link von Tagesschau: http://www.tagesschau.de/wirtschaft/handwerk-nachwuchs-103.html
Lösung vorhanden!

Tarifverträge gleich Dumpinglöhne

Diese probleme sind Hausgemacht von den Arbeitgeberverbände so wie Gewerkschaften.

Nach der Ausbildung zahlen die Betriebe nur den Tariflohn, und der steht im Handwerk bei ca 11€ Brutto egal ob Maurer, Putzer, Lackierer, Fliesenleger usw. Hallo gehts noch, wer kann davon noch leben. Und es wir noch alles teurer dabei, kein Wunder das niemand diese Jobs als Ausbildung wählt. Das gleiche passiert im Einzelhandel, das sind die offenen Lehrstellen wovon die Arbeitsagenturen und Arbeitgeberverbände sprechen.
Ich habe Dachdecker und Maurer vor 32 gelernt, und hatte damals einen Stundenlohn von 18,50 DM. 32 jahre später bekommt man 11 €. Wenn man alles dazu zählt was sich in den 32 Jahren erhöht hat ist es ein Farce zu glauben das junge Menschen für diesen Hungerlohn auf dem Bau gehen. Und kommt mir jetzt nicht, besser eine Arbeit als keine zu haben. Was nützt mir eine Arbeit wenn ich mir nichts leisten kann, trotz Ausbildung. So dumm sind unsere Jugendlichen nicht mehr, wie wir es waren.

Nur eine Frage es Lohnes?

Ganz vage kann ich mich an Diskussionen bezüglich der Erhöhung des Renteneintrittsalter erinnern. Da wurde argumentiert, dass u. a. einen Dachdecker nicht zugemutet werden kann, so lange zu arbeiten.

Daraufhin hieß es lapidar, die können dann ja was anderes machen, wenn es mit dem Dach nicht mehr klappt.

Glaubt man wirklich, solche Entwicklungen wirken sich nicht auch auf die Berufswahl aus?

Klar - nicht alle können Piloten werden. Aber einen Einfluss hat es allemal!

@LESEN - GRÜBELN

Natürlich nicht nur des Geldes.

Aber auch.

Dem Handwerker zu sagen, das er ja was anderes machen könnte, wenn seine Gesundheit hin ist, ist zynisch.

Mitte/Ende 50 mit angegriffener Gesundheit kann er davon ausgehen, das der deutsche Arbeitsmarkt ihn kaum mehr will.

Zwangsverrentung mit Armutsrente, da nicht mehr vermittelbar, ist dann oft das Schicksal.

Nichts was man als Ziel in einem leben haben sollte.

Erst recht nicht, wenn man jung ist und andere Entscheidungen treffen kann.

Für viele Ausbildungsberufe

Für viele Ausbildungsberufe muss ein brauchbares Abitur vorgelegt werden.

Warum? Früher ging es auch ohne.

Wer von der Hauptschule kommt, der ist heute praktisch chancenlos.

ein ganz schwieriges Thema

Es gibt sehr viele Faktoren, die zu diesen "Problemen" geführt hat, führen wird. Einmal ist es die Verschlechterung der Bildung, die "Vereinfachung" für den akademischen- kaufmännischen Weg durch Abschmelzen der Eingangsvoraussetzungen, das "fehlende" Interesse an den Berufsinhalten des Handwerks und zu guter Letzt die Bezahlung. Es gibt noch mehr Faktoren aber dafür reichen die 1000 Zeichen nicht. Wir werden uns damit abfinden müssen, dass das Handwerk immer mehr durch industrielle Ausrichtung und do-it-your-self Möglichkeiten an Boden verliert. Immer mehr handwerkliche Prozesse werden durch Abschmelzen der Forderungen und Anforderungen an Bedeutung verlieren. Ein Beispiel ist der Fensterverbau. Hier ist keine Handwerksausbildung mehr gefordert und jeder darf. Im Trockenbau ist ebenso dieses Abschmelzen zu erkennen. Ein noch großes ist die Schwarzarbeit. Alles zusammen ist das Ergebnis von jahrzehntelanger verfehlter Politik aller Ebenen u. Seiten durch Lobbyismus und Raffgier.

Beispiel KFZ-Mechaniker

Tja, man wird schon nachdenklich, wenn man sein Auto am Freitagabend aus der Werkstatt holt, und dann dem (Vollzeit-Angestellten) KFZ-Mechaniker statt "Schönes Wochenende" nur ein "ruhigen Dienst im Zweitjob am Wochenende" wünschen kann.

Die verheerend hohe Quote der "Hinschmeißer" im KFZ-Mechaniker-Bereich sollte gerade den autoverliebten Deutschen zu denken geben.

In einigen Jahren wird es besser werden

Wenn das Projekt Industrie 4.0 verwirklicht wird, werden 100.000e von Industriearbeitsplätzen wegfallen. Dann bleibt nur noch die Wahl zwischen Handwerk oder Studium. Wer es dann nicht schafft einen Studienplatz zu ergattern, dem bleibt nur ein Handwerksberuf.

Den Facharbeiter in der Industrie, wie wir ihn heute kennen, wird es dann nur noch im Ausnahmefall geben.

Politik ist gefordert.

In meinen Augen trägt die Politik die größte Schuld. Seit knapp zehn Jahren wird dauernd propagiert, dass junge Menschen studieren gehen müssen und es wurde alles dafür getan. Mittlerweile darf man Ingenieurfächer studieren gehen mit nur einem Hauptschulabschluss, einer Berufsausbildung und ein paar Jahre Berufserfahrung. Kein Wunder das alle die Hochschulen stürmen. Ausgelöst wurde diese Politik jedoch primär von Arbeitgeberverbänden um bei Akademikern Lohndumping zu betreiben.
Also: Politik ändern und die Hochschulzugangsvoraussetzungen auf den früheren Stand beschränken.

Sicher und davon sind die

Sicher und davon sind die Überwiegenden Stellenangebote Zeitarbeitsfirmen.
Aber in regelmäßigen Abständen erfolgen diese Meldungen um noch mehr Bewerber zubekommen.
Der Staat tut der Wirtschaft den gefallen weil viele Politiker in der Wirtschaft integriert sind.

Qualität statt Quantität

Da man in der Politik seit Jahren dafür sorgt, dass das Schulsystem vor die Hunde geht - z.B. das Abitur immer weiter an Stellenwert verliert - muss man sich nicht wundern, wenn immer mehr Menschen zum Studium antreten.
Das hat übrigens nicht nur für das Handwerk Konsequenzen: es werden ja eben nicht die MINT-Fächer studiert - die scheinbar Hände ringend gesucht werden -, sondern die "weichen Laberfächer" mit denen man anschließend nichts anfangen kann, außer von einem unterbezahlten Praktikum ins nächste zu wechseln.

Der Fehler liegt eindeutig in der Politik: man dachte, wenn man die Standards senkt, werden sich mehr Leute für ein sinnvolles Studium entscheiden. Es zeigt sich jedoch, dass nicht Quantität zählt, sondern ausschließlich Qualität - insbesondere in der Bildung!

Das Studium wird inzwischen auch zu einfach

OK, so pauschal kann man das nicht sagen, aber so ein BWL Studium schafft inzwischen jeder. Selbst bei Elektrotechnik sind die Abbruchquoten inzwischen nur noch grob bei 75%.

Das Ergebnis sind Leute mit akademischen Abschluss die weder das theoretische Wissen, noch die praktische Erfahrung mitbringen um produktiv arbeiten zu können. Und die beschweren sich dann in Foren, dass sie keinen Job mit 50k Einstiegsgehalt bekommen.

An der Uni haben wir gerade horrende Duchfallquoten. Viele Studenten beherrschen nicht einmal ihre Muttersprache in Wort und Schrift (in den letzten Klausuren habe ich wieder "Wiederstand" gefunden, ganz zu schweigen von korrekter Kommasetzung). Wer hat diesen jungen Menschen ein Abitur geschenkt, anstatt sie auf der Realschule auf eine Ausbildung vorzubereiten?
Erst wenn die Kultusministerien die Schule wieder konsequent dreigliedrig umsetzen wie vor 25 Jahren, werden sich auch mehr Absolventen gleich nach der Schule auf Lehrstellen bewerben. Bis dahin stehen die Unis vor dem Spagat: Entweder sie stellen Qualität sicher und haben Stress mit vielen Durchfallern oder sie fluten den Absolventenmarkt mit Leuten, die für die Unternehmen unbrauchbar sind. Und das Handwerk findet keine Lehrlinge...

Status/Bezahlung/Karrierechancen

Alle o.g. Faktoren sind im Handwerk mies; machen wir uns nichts vor. Will man sich nicht selbstständig machen, kratzt man in manchen Berufen an der Armutsgrenze und wird geradezu in die Schwarzarbeit getrieben. Junge Menschen versuchen das zu vermeiden. Kann man ihnen einen Vorwurf machen?

Unsere Regierung wollte die

Unsere Regierung wollte die Akademikerquote erhöhen - sie hate s geschafft.

Ich würde heutzutage auch keine Ausbildung mehr machen und rate auch jedem davon ab.

Wichtig ist, etwas zu finden, das einem Spaß macht, wo man Aufstiegschancen hat und womit man viel Geld verdienen kann.Da haperts bei den Ausbildungsberufen oft.

Und am mangelnden Spaß haben nur die Arbeitgeber schuld. Immer mehr Druck, immer mehr Einsparungen auf Kosten der Arbeitnehmer, Gejammer wegen Krankenstand, Drohungen, miese Arbeitsbedingungen, befristete Verträge, etc.

@ LESEN - GRÜBELN...

Hier stimme ich Ihnen absolut zu.

Es gibt Berufe, in denen eine Frühverrentung wegen der massiven körperlichen Belastung mit all ihren negativen Folgen vorprogrammiert ist.

Dies betrifft sowohl Handwerks- als auch Pflegeberufe.

Die jungen Leute überlegen sich eine Ausbildung in diesen Bereichen heute sehr genau.
Der Staat ist gefordert, hier für gerechten Ausgleich zu sorgen, sonst wird es in diesen Berufen vielleicht wirklich eng mit Auszubildenden.

Es hilft auch nicht, nach Kräften aus dem Ausland zu rufen, was die Wirtschaft ja nur zu gerne tut, sondern nur, sich mit den bestehenden Problemen in diesen Berufen zu beschäftigen und Abhilfe zu schaffen.

z. B. Früherer gesetzlicher Renteneintritt bei körperlich schweren Berufen oder bei Schichtarbeit.

Das würde die Attraktivität dieser Berufe doch enorm steigern.

"Lehrstellen"

Das sind dich keine Lehrstellen, das sind Sklavenjobs.
Früher wurde ein Stift auch übernommen, heute ist er 3 Jahre später Arbeitslos. Würde er diese 3 Jahre wenigstens anständig bezahlt, aber häufig ist nicht einmal dem so.
Nein, hier geht es um Ausbeutung und Gewinnmaximierung, nicht um zukünftige Beschäftigte.

Lösung einfach:akademisierung der Berufe

Globalisierug bedeutet auch, sich mit anderen zu vergleichen. Ein guter Zimmermann etwa steckt einen Fachhochschulingenieur in die Tasche - eben auch was die berechnende, planende Komponente angeht . Es kann nicht sein, dass woanders man sich mit akademischen Graden für Brufsausbidungen schmückt, aber in Deutschland aufklassifizierende Berufshierarchie bestanden wird.

@traurigkeit

Hauptschule? Sogar mit einem Realschulabschluss findet man keine Lehrstelle mehr.

Aber ich denke das ganze Problem hat viele Gründe. Ich habe die Erfahrung schon vor 15 16 Jahren gemacht, dass man ohne Vitamin B keine Lehrstelle finden konnte. Bewerbungen wurden mit Standardsätzen abgelehnt oder man erhielt nie eine Antwort. Und wenn man einen Ausländischen Nachnahmen hat, war/ist es eh vorbei. Außerdem sind auch die Vorrausetzungen für einen Ausbildungsplatz sehr gestiegen. Für Bäcker Dachdecker, Maler, KFZ-Mechaniker Abitur?? Muss das sein?

Kann ich nicht mehr hören, diese Sprüche

Ich vermittel Jugendliche seit Jahren in Lehrstellen.
U.a. habe ich ein Mädchen, das von ihrem Können Ende zweites Lehrjahr Tischlerin ist und einen Realschulabschluss hat.
Ich finde keine Lehrstelle für sie. Weil sie dick ist. Da kann sie noch so gut sein.

Viele Meister bei mir fragen erst mal nach, wie lange denn das Jobcenter die Ausbildungskosten übernimmt.

Kein Wunder dass die

Kein Wunder dass die Lehrlinge zurückgehen. Jahrzehntelang hat man nur abfällig von den Handwerkern gesprochen und dabei ganz unerwähnt gelassen, dass ein guter Handwerksmeister seinen Verdienst nicht mit den meisten Akademikern tauschen würde.

Auch sollten sich die, die die Nase so hoch tragen weil sie studiert haben, mal klarmachen, dass wir ohne Handwerker noch in Höhlen hausen würden..

Es wird Zeit dass am Image des Handwerks gearbeitet wird.

Bei all diesen Kommentaren

Bei all diesen Kommentaren frage ich mich: Sind unsere Politiker udn Arbeitgeber berechnend und führen etwas im Schilde, oder sind sie einfach nur dumm?

Angesichts der Tatsache, dass bei uns in der Firma eine Abteilung bestimmte Teile lieber draußen verrosten lässt, als in der leer stehenden Halle zu lagern, weil sie dort "Miete" an eine andere Abteilung "zahlen" müsste, tendiere ich zur Dummheit. Genau aus dem Grund arbeiten einige Leute in einer riesigen, halb leer stehenden Halle auf engstem Raum an einem Arbeitsplatz.

Ich lese hier dass sich viele

Ich lese hier dass sich viele mokieren dass mittlere Reife oder gar Abitur verlangt wird:

Früher konnte mir dem Abschluss der normalen Volksschule eine Lehre begonnen werden, aber die konnten etwas, was sogar manchen Abiturienten fehlt: Lesen, schreiben, Rechnen und auch denken!

Es wird Zeit daran auch mal zu arbeiten.

Ich habe 35 Jahre lang als Meister ausgebildet, aber so schlecht wie zur Zeit waren die neuen Auszubildenden nie.

Monopol der Handwerkskammer spielt auch mit rein

ich denke, dass auch das Quasi-Monopol der Handwerkskammer bei der Ausbildung von Meistern auch mit reinspielt. Die Handwerkskammer kann durch ihre selbst durchgeführten Prüfungen sich den eigenen Markt an Meistern beschränken, und das macht die HWK auch. Man sollte den restriktiven Zugang von Handwerkern lockern bzw. ganz auflösen. Denn es hat sich ja nach der Aufhebung des Meisterzwangs in manchen Berufen gezeigt, dass dadurch viele Handwerker sich Selbstständig gemacht haben. In allen Ländern um Deutschland herum ist das Handwerk ja schließlich auch nicht so begrenzt.

@das ding

Gegenfrage: Kann man denn heute an seinem Auto noch rumschrauben?

Wenn man nicht gerade einen Altwagen hat, dann ist das doch unmöglich, denn es ist ja alles mit "nicht-schraubbarer Elektronik" geregelt.

Zweite Gegenfrage: Glauben Sie nicht dass in der heutigen Zeit ein Computer und ein Smartphone das Auto von früher ersetzt hat?

Früher gab es kein Internet und Telefone rechneten im Minutentakt ab, also war die eine Möglichkeit etwas zu erleben, dass man seinen Hintern in Bewegung brachte und sich mit Freunden traf. Dazu war ein Auto klasse! Heute macht man doch alles im Internet und den "sozialen" Netzwerken und am Computer kann man gemeinsam im eigenen Zimmer zocken.

Fazit: Die Propaganda der Bequemlichkeit und Virtualität SIEGT.

Wer kann mit dem Gehalt eines Handwerkers,

noch eine Familie ernähren????
Vor 41 Jahren bekam ein Jung-geselle 8,50 DM heute 11 Euro, wenn er Gück hat und nicht in die Fänge eines >Personaldienstleisters gerät.
Zum Vergleich:
Ein Haus (900m³ + 400m²Baugrund) damals 140000DM heute ca. 400000 Euro, 6x so viel.
Um in den gleichen Genuss zu kommen wie vor 41 Jahren müssten die Arbeiter 25 Euro minus Automatisierungsfaktor also etwa 20 Euro verdienen. Das sind Fakten, um etwas zu bewerkstelligen muss man schon einen höher qualifizierten Beruf ergreifen, damit man noch einigermaßen über die Runden kommt.

Gute Ausbildung kostet Geld

was ein Handwerksbetrieb nicht wirklich ausgeben will.
Aus dem Grunde, könnte ich mir vorstellen, werden die Anforderungen immer höher geschraubt, damit die neuen Azubis gleich richtig einsteigen können damit man mit ihnen sofort verdient.
Sehe ich bei unserem Bürokaufmannsazubi.
der schon nach 3 Monaten in einem Bereich eingesetzt wird in dem normalerweise Azubis am Ende ihrer Ausbildung eingewiesen werden.

@4bike

Naja ... hier in der Nähe der polnischen Grenze gibt es (leider) die Möglichkeit gewisse Arbeiten auch von Polen zu einem wesentlich geringeren Preis erledigen zu lassen. Für Klempnerarbeiten und Reparaturen vielleicht nicht, aber bei uns um die Ecke ist ein Einfamilienhaus von Polen gebaut worden. Das war garantiert nicht billig (es ist Architekten-Kitsch-hässlich mit falschem Fachwerk und Schnörkeln und Türmchen), aber mit Polen garantiert billiger als mit einer deutschen Firma.

Natürlich will jeder

Natürlich will jeder Akademiker werden. Weil im Handwerk viel zu wenig bezahlt wird. Ich komm aus dem Gartenbau, da knüppelst dich teilweise ab wie blöd und das für'n Ei und ne'n Appel. Darum studier ich nu auch. Das ist zwar auch hart, aber besser für'n Rücken. :-D

Es stimmt, überhaupt eine

Es stimmt, überhaupt eine Lehrstelle zu finden ist schwierig. Ich habe vor zwei Jahren meine Ausbildung zur Schreinerin abgeschlossen. Viele meiner ehem. Klassenkollegen haben sich andere Jobs gesucht. Mit 1200 Euro im Monat kommt man nicht weit, wenn überhaupt so viel dabei raus kommt. Und es ist ein Knochenjob. Abgesehen davon ist das Niveau inzwischen unterirdisch. Bis auf ein paar gute Freunde, von denen einer seine Meisterprüfung hinter sich hat, kann man sich mit dem Rest bestenfalls mit Grunzlauten verständigen. Sehr traurig, leider wahr und kein Wunder dass das Ansehen des Berufs leidet! Inzwischen habe ich auch vor zu studieren, auch wenn ich es schade finde. Eigentlich hat man nicht wirklich eine Wahl, wenn man eine Familie davon ernähren und nicht ewig zur Miete wohnen möchte.

re.LastGunman

Wichtig ist, etwas zu finden, das einem Spaß macht, wo man Aufstiegschancen hat und womit man viel Geld verdienen kann.Da haperts bei den Ausbildungsberufen oft.
Ja so ist sie unsere TOLLE JUNGE SPASSGESELLSCHAFT
Aber auch ihr Jungen werdet noch merken:
DAS LEBEN IST KEIN PONNYHOF !

Tüddel!

Mitnichten werden gerade in der Industrie "Stifte" (allein das Wort...) nach der Ausbildung in den freien Arbeitsmarkt geworfen, sondern in manchen Branchen geradezu hofiert, um im Betrieb zu bleiben. Das mag im Handwerk anders aussehen. Was die "anständige Bezahlung" angeht, so sollte man bedenken, dass in manchen Berufen der theoretische Part so groß ist, dass jede zweite Woche (!) Berufsschulunterrricht angesetzt wird, um den Stoff quantitativ überhaupt vermitteln zu können, daher kann von Gewinnmaximierung bei der Ausbildung kaum die Rede sein. Für mich ist und bleibt die duale Ausbildung das Rückgrat unserer Wirtschaft.

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