Kommentare

Das wird wohl kaum langen...

...um das verloren gegangene Vertrauen wieder herzustellen.

Insbesondere die nicht, wenn die Aktion von eine eher unter Kritik stehender Person wie dieser kommt.

Auch die Justiz muß

Auch die Justiz muß reformiert werden.

@ garden.of.delight..

"Das wird wohl kaum langen..."

Und was wäre die Alternative? Gar nichts tun?

Ich bin jedenfalls froh, dass das Übel beim Namen genannt wurde (Armut) und dass zumindest erst mal eine Absichtserklärung da ist. Irgendwo muss man doch mal beginnen. Und wenn jemand jetzt endlich das lähmende Nichtstun beendet ist, das für mich erst mal was Gutes.

Aber manch einer schüttelt halt so den Kopf, bis endlich ein Haar in die Suppe fällt.

Drogenhändler aus den USA und Europa

Die Drogenhändler aus den USA und Europa haben sehr viel Geld und damit eine riesige Macht um alle staatlichen Stellen zu bestechen.
Das zu ändern ist eine Herkules-Aufgabe, die Mexiko alleine nicht bewältigen kann.
Hier braucht Mexico internationale Unterstüzung.
Die Drogenhändler in den USA und Europa müssen kaltgestellt werden.
Vorher wird sich in Mexico nicht viel ändern.

Sofortiger Rücktritt

" 'Nach Iguala muss sich Mexiko ändern', sagte der Staatschef in einer Grundsatzrede zu seiner neuen Sicherheitsstrategie."

In meinen Augen wird es nur ohne diesen oft als "narco-presidente" bezeichneten Staatschef möglich sein, dass Mejico sich ändern kann. Das Dumme ist nur ... nach einem Rücktritt gäbe es offenbar niemanden, der auch nur einen Deut besser wäre.

Mejico ist ein gescheitertes Land, nur ein Wunder kann es noch mittelfristig aus seiner völlig verfahrenen Situation herausholen, woran allerdings seine direkten nördlichen Nachbarn weniger Interesse haben dürften.

@garden

völlige Zustimmung @Garden. Nieto wird von vielen hier in DF selbst als "nicht fehlerfrei" gesehen... somit versucht er nur, seine eigene Person zu retten... ein möglicher Ausgang der Proteste wird von den Intellektuellen hier in einem Rücktritt (= höheres Bauernopfer) Nietos gesehen (nach Januar, da dann die Partei einfach jemand neuen statt Neuwahlen einsetzen kann)... was letztendlich an der Gesamtsituation nichts ändern wird. Mal sehen, ob die Protestbewegung sich durch diesen Schachzug Nietos besänftigen lässt....

Soziale Ursachen der Gewalt???

Es sieht so aus als werde hier präsidial der Versuch unternommen, Ursache und Wirkung zu verdrehen.

Trotz mannigfacher landesweiter Massenproteste in den vergangenen 2 Monaten kam es nur ganz vereinzelt zu Ausschreitungen.

Der Präsident hat sich über einen Monat lang nicht zu den Verbrechen von Iguala geäußert, aber sofort die gelegentliche Gewalt am Rande der Demonstrationen auf`s Schärfste als "Gewalt gegen Mexico" verurteilt. In den Ohren vieler Mexikaner blanker Zynismus.

Die Gewalt im Land hat wenig mit den bestehenden sozialen Problemen zu tun, sondern mit den Narcos und dem korrupten Staatsapparat, der diese gewähren lässt.
Es ist nur soweit und indirekt richtig, dass sich perspektivenlose Jugendliche teilweise von den Kartellen anwerben lassen.

Chiapas, einer der erwähnten Bundesstaaten, ist trotz ausgeprägter Armut einer der sichersten im Land.

Grüße von genau dort

@ Sasquatch

Du hast ja grundsätzlich Recht, nur...

Ausgerechnet diesem demokratisch gekauf..., äh, gewählten Präsidenten als Vertreter jener Partei, die über 70 Jahre wie eine Diktatur regiert hat, wird nicht gerade viel Vertrauen entgegengebracht. Aktuell noch weniger.
Für eine Stimme wurden 500 mxn gezahlt, damit kann man einige Zeit Bohnen und Tortillas kaufen, besser als gar nichts zu essen zu haben.

Es heißt, in den 2 Jahren seiner Amtszeit hat sich die Situation auf einen Tiefpunkt verschlimmert.

Und die nun angekündigten Massnahmen werden von vielen als Rückkehr in diktaturähnliche Zustände gewertet, nämlich als Versuch der reinen Ausweitung unterdrückender Staatsmacht.

Ein aktueller Kinofilm zum Thema heißt:
Wir sind nicht irgendeine Diktatur, wir sind die "Dictadura perfecta" :(

Grüße nach Deutschland!

Korrupte Polizisten entlassen

Das hört sich nach keiner sehr vernünftigen Idee an, die schlechtbezahlten und deshalb korrupten Polizisten zu entlassen. Man müsste sie angemessen hoch bezahlen, so wie die Bundespolizisten. Die entlassenen Polizisten verdienen dann gar kein Geld mehr, weder ihr legales Gehalt noch die Zuwendungen der Kartelle. Das werden die sich so einfach nicht gefallen lassen und entweder komplett bei den Kartellen anheuern oder ihr eigenes Ding aufziehen.

Auch die Möglichkeit Lokalverwaltungen einfach so aufzulösen ist kein guter Gedanke. Erstens weil politischer Missbrauch quasi vorprogrammiert ist und zweitens weil soetwas auf dem rechtsstaatlichen Wege geschehen sollte. Ohne eine funktionierende Justiz mit ordentlichen Gerichtsverfahren, die in Drogengeschäfte involvierte Politiker anklagt und verurteilt wird das nichts.

Wenn ich hier über die Zustände ...

... in Mexiko lese - und über den angeblichen Willen des dortigen Präsidenten dies zu ändern - dann wurde das Foto des Präsidenten hier offenbar mit Bedacht ausgewählt!

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