Kommentare

Das war von Anfang an

Das war von Anfang an klar.
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Natürlich erreicht man mit einer angekündigten Mehrwertsteuererhöhung kurzfristig einen Boom... einfach weil die Leute geplante, größere Anschaffungen dann vorziehen. Dafür fehlt dann nach inkrafttreten der Erhöhung die Nachfrage.
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Die Abenomics sind letztlich nur Blendwerk. Eine Mischung aus den alten Drogen: Nullzins und neue Schulden, sowie diesmal eine Mehrwertsteuererhöhung.
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Die Regierung von Abe ist weder die strukturellen Probleme der Wirtschaft, noch den Innovationsstau gelöst. Selbst bei Infrastrukturmaßnahmen ist man wenig kreativ (man hat Projekte, die wegen Unsinnigkeit abgebrochen wurden, wieder aufgenommen). Überhaupt zielt die Politik von Abe lediglich auf Erhaltung alter Pfründe (siehe Atomenergie).
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Japan wird so in Wirtschaft und Innovation weiter an Boden verlieren.

Zustimmung

Ich stimme Bikky-kun zu.
Abenomics war weitgehend (tatsächliche Reformen hat man ja irgendwie dann doch übersehen) der Versuch, mit den selben Mitteln wie seit zwanzig Jahren, nur drei Mal so viel, die selben Probleme wie seit zwanzig Jahren zu lösen. Hat wie überall hauptsächlich dem Aktienmarkt geholfen und dem Staat einen willfährigen Abnehmer für seine Staatsschulden, nämlich die Bank of Japan, geschaffen. Japan hat nicht mehr viel Zeit, etwas zu unternehmen. Glücklicherweise haben sie eine geringe Auslandsverschuldung, andererseits bedeutet das, dass die Ersparnisse der Bevölkerung (die direkt oder indirekt die meisten Staatsschulden hält) auf der Kippe stehen. Aber diese Mittelschicht wirds zahlen müssen, auf die eine oder andere Weise.

Wachstum...

...kann nicht ewig andauern !
Wann begreifen das die "Ökonomen" und verantwortlichen in der Politik ?
Unsere Resourcen sind nun mal begrenzt, unser Lebensraum, die Erde, ebenfalls.
Solange eine Stagnation bzw. leichte Rezession der Wirtschaft einer Katastrophe gleich kommt, sind unsere "Kapitäne" auf dem falschen Dampfer.
Alexander Gerst hat die Zerbrechlichkeit und Einzigartigkeit (in einer unendlichen Weite) unseres Heimatplaneten von außen betrachten können. Er hat Kriege und Umweltverschmutzung als GROTESK bezeichnet.
Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.

das sind nur die nachwirkungen

der bankenrettung und zwangsverstaatlichung der maroden kernkraftindustrie(tepco)...es ist einfach kein geld mehr für notwendige investitionen da...
eine große rolle spielt auch die massenhafte auslagerung der industrie in nicht allzu weit entfernte billigkostenländer, in denen sich jetzt aber die kosten massiv erhöhen, weil man auch dort nicht länger auf kosten der umwelt wirtschaften kann...

Japan rutscht in die Rezession

Diese Aussage drifft nicht zu .
Japan ist seit Jahren in der Rezession . Die Zuwächse wurden
gekauft . Siehe Schulden Japans .

Effiziensfalle

wenn man mal die wirtschaftlichen harten Fakten außer acht lässt, kann man sich über wirkliche Ursachen Gedanken machen.
Japan ist geprägt von mentaler Effizienz. Diese geht so weit, das bestimmte Dinge nicht getan werden um einen Effekt zu erreichen, weil sie eben nicht effizient genug laufen können, wie man sich das vorstellt.
Daher fehlen seit Jahrzehnten wirkliche Impulse für die japanische Wirtschaft. Der Ausstieg aus der Atomkraft könnte gezwungener Maaßen dies sein. Aber dieser ist eben nicht mit wenigen Jahren zu schaffen. Das Tal durch das die Japaner gehen ist noch verdammt lang.
GsD. fehlt bei uns Deutschen der Glaube das alles gut wird, und da schmeißen wir mal die Effizienz notgedrungen über Bord. Bei den Amis zählt sowieso nur der Effekt, aber es gibt auch Länder den ist beides egal, weil alles so sein soll wie es war.
Aber eines dürfen wir nicht vergessen, wir alle haben nur das eine Boot, auf dem wir im Weltall zusammen rumschwimmen.

Ein kompletter Zusammenbruch

Ein kompletter Zusammenbruch der Weltwirtschaft scheint der einzige Weg zu sein, um die Irrwege des Kapitalismus loszuwerden. Unsere Politiker und "Experten" sind viel zu sehr in der Ideologie der 60er Jahre verstrickt, um noch klar urteilen zu können.

Ein Absturz Japans könnte dafür ein Steinchen sein, dass die Lawine ins Rollen bringt.

und wieder mal...

muß man erkennen, dass diese - wie sie bei uns heißen: - Wirtschaftsweisen nichts anderes als Glaskugelleser sind, die alle von uns normaler Bevölkerung milde belächelt werden.
Die Aussagen dieser Volkswirte stimmen so gut wie nie, aufgrund derer Ausführungen soll aber die Weltwirtschaft funktionieren...
Und es bleibt dabei: Niemand kann vorhersagen, was morgen passiert. Wie soll ein Ökonom z.B. die Ukrainekrise vorhersehen und daraus schließen, dass Blockaden gegen Russland die Umsätze vieler Firmen beträchtlich negativ beeinflussen?
Aber ruhig weiter so: Wahrsagen rules ;-)

Na so was ?

Da haben sich die G20 gerade erst auf ein "starkes, nachhaltiges und ausgeglichenes Wachstum" "geeinigt" und schon kommt die Rezession?

Und die muss auch ein Tiefschlag für die Kaste der Wirtschaftswahrsager sein: von prognostizierten +2,0 auf -1,6% in drei Monaten?
Trotzdem werden es kaum die "Experten" sein, die jetzt ihren Job verlieren, denn jetzt beginnt ja der übliche Kampf um die Deutungshoheit der Zahlen.

Und die Japaner? Muss man dort schon hungern, wird die notwendige Anschaffung einer neuen Nagelfeile seit Monaten aufgeschoben?
Nein, die Menschen leben ganz normal vor sich hin und gehen ihrer Arbeit nach.
In Japan und auch in Deutschland ist nämlich ein Leben ohne oder nur mit geringem Wachstum möglich, ohne gleich im Mittelalter zu landen.
Das ist sogar logisch, denn wenn das hohe Wachstum sich kaum positiv für die Menschen auswirkt, warum soll sich dann geringes Wachstum gleich negativ auswirken?

8 %

Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen: 8% Mehrwertsteuer! Trotzdem ist es wie bei der letzten MwSt-Erhöhung in Japan. Die Menschen geraten in Panik, zuerst kaufen, dann Kaufverweigerung, obwohl 3% in den üblichen Preisunterschieden untergehen. Aber in Japan wird (im Unterschied zu uns) mehr Wert auf Qualität gelegt, deshalb gibt es dort weder Riesensupermärkte noch Discounter (bis auf wenige Ausnahmen). Bei einem höheren Preisniveau wird dann eine Erhöhung um 3 %-Punkte eben schlimmer aufgefasst, als sie tatsächlich ist.

Na isses denn die Possibility?

Seit meiner Jugendzeit hat man über die Wirtschaftszyklen geredet, vor allem aber über Wachstum, dieses Wundermittel. Angefangen von antizyklischer Wirtschaftspolitik über Staatsverschuldung, Steuersenkung etc. hat man es nicht vermocht, die Wirtschaftszyklen "abzuschaffen", genau so wenig, wie es ein Mittel gegen Haarausfall gibt.
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Man muss dieses Brimbamborium unbeirrt weiter machen, damit a) die Bürger den Eindruck haben, Manager und Politiker hätten einen Job, der ihre enormen Einkünfte/Gewinne rechtfertigt und b) die kleinen Leute haben immer das Gefühl haben, sie müssten sich noch mehr anstrengen.
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In Wirklichkeit sind Staatsverschuldung und Vermögen exponentiell am wachsen, was beweist, dass die Politiker ihren Job NICHT richtig machen. Jeder Depp mit zwei Koffern trägt in jeder Hand einen, damit das Gewicht gleich verteilt ist. Unsere Staaten aber haben rechts zwei Koffer (Vermögen/Schulden) und links nen Luftballon (Soziales). Das nennt man "Schlanke Staat." (schlanker Fuß)

Bei uns ist das ja genau so

Zum Glück haben wir ja unsere Rezession durch Aufnahme illegaler Geschäfte weggerechnet bekommen.
Was für ein Glück.
Da kommt noch ein Hammer.

Schwache Binnennachfrage ist Schuld?

Mit kommt das so vor, als wolle Abe damit davon ablenken, dass die Rezession nicht zuletzt auch auf das Konto seiner Außenpolitik geht.

Reuters schrieb am 22.10.2014: "...Underperforming exports have been one of the weak links in the Japanese economy..." und das Wall Street Journal meldete am 14.8.2014: Japan Exports to China at 4-Year Low

Japan hat ein Problem mit seinen Exporten. Dabei ist nicht alles hausgemacht, etwa für die Konjonkturschwäche in der Eurozone kann Japan nichts, aber die Probleme in China sind hausgemacht. Während Südkorea im Export nach China Rekord um Rekord einfährt, haben Abes Inselstreitereien die japanischen Exporte nach China belastet.

Das dürfte dann auch einer der Hintergründe dafür sein, dass Abe diesbezüglich plötzlich eine Vier-Punkte-Erklärung zum Wohlgefallen Chinas unterschrieben hat, und sich dann beim APEC-Gipfel in Peking um einen Termin mit Chinas Präsidenten Xi bemüht hat.

Japan hat im Streit gegen China den Kürzeren gezogen.

@CE 8:23

"Ein kompletter Zusammenbruch der Weltwirtschaft...".

Das wäre der Wahnsinn Pur. Konflikte und Kriege könnten noch schlimmer werden. Darunter würden nicht nur die Menschen sondern auch die gesamte Erde Leiden.

Wir brauchen eine Wirtschaft die denn Menschen dient, und nicht umgekehrt wie im moment. Die schwerpunkte müssen anders gesetzt werden und das Weltweit. Das wäre unter anderen die Aufgabe des G20 Treffen in Australien. Stattdessen verplempert man die Wertvolle Zeit Lieber mit Russland bashing.
Japan das eins das Modernste Land der Erde war was Zukunfttechnologie betrifft, hält an Atomkraft weiter Fest trotz der schlechten Erfahrung damit. Das Land erstarkt und will sich im moment nicht weiter Entwickeln. Ihre Wirtschaftskraft ist der Sichtbare Thermometer. Vieleicht muß das Land erstmal wieder Luftholen nachdem es Jahrzente lang einer der großen Motoren der Welt war.

Ich verstehe die Aufregung nicht.

Die Japaner müssen einfach mehr verbrauchen, dann geht´s der Wirtschaft auch wieder gut. So einfach ist das!
LG Coolchen

Und in Summe?

http://de.statista.com/statistik/daten/studie/14403/umfrage/bruttoinland...

Die Sensationslust ist immer einer Meldung Wert? Ging es an der Börse auch nicht immer rauf u. runter u. sonst wo ist das Leben auf ein auf u. ab zu reduzieren? Und was kommt für wen am Ende raus?

Am 17. November 2014 um 11:02 von Coolchen

"Die Japaner müssen einfach mehr verbrauchen, dann geht´s der Wirtschaft auch wieder gut. So einfach ist das!
LG Coolchen"
Wovon? schon mal das durchschnittliche Einkommen und die Lebenskosten, speziell Wohnen in Japan recheriert? Nicht nur der oberen!

@MUJO

Ich gebe Ihnen vollkommen Recht dass ein Zusammenbruch der Weltwirtschaft die Situatuion nicht verbessern würde, ABER die Betonköpfe bei unseren Wirtschafts-"Weisen", -"Experten" und -"Ministern" sind leider nicht geeignet ihre Ideologie anzupassen. Insofern bleibt wirklich nur "die harte Tour" übrig, um die notwendige Veränderung herbeizuführen. Revolutionen gab es schon immer, nur geht es diesmal eben nicht um ein einzelnes Land, sondern um die Welt ... auch ein Problem der Globalisierung: Alle Eier sind in einem Korb.

In der Tat brauchen wir eine Wirtschaft die der Bevölkerung dient und nicht die Bevölkerung als Sklaven für die Erzielung von Gewinnen ansieht.

Am 17. November 2014 um 08:37 von Palaver67

"Wie soll ein Ökonom z.B. die Ukrainekrise vorhersehen und daraus schließen, dass Blockaden gegen Russland die Umsätze vieler Firmen beträchtlich negativ beeinflussen?"

Kann er nicht vorhersehen,-gestrichen-
Aber:
Man kann diese Krisen dann wunderbar als Begründung herantragen, wenn man mal wieder daneben lag.

um 12:49 von CE

"In der Tat brauchen wir eine Wirtschaft die der Bevölkerung dient und nicht die Bevölkerung als Sklaven für die Erzielung von Gewinnen ansieht."
in der Tat
nur
"Die Wirtschaft" ist wie "der Staat"
Es ist nicht "das seelenlose Kapital"( von Pilz um 12:59 ); die Ansichten sind die von Menschen, der Geselschaft; uns
Ob man sich gegen die Finanzierung Bedürftiger hier oder am anderen Ende der Welt wendet, oder dagegen das die Bedürftigen von dort hierher kommen
Es geht immer darum das der Einzelne, nicht irgendein Abstraktum, mehr vom Kuchen will als er nach den Abzügen der Kosten hätte weshalb er sie zu umgehen trachtet; z.b. durch Drückung der Arbeitskosten woran sich jeder Arbeitnehmer beteiligen kann indem er beim Discounter die Waren aus Preisdrückerproduktionen kauft.

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