Ihre Meinung zu: Staatenlos: UN wollen Staatsbürgerschaft für alle

4. November 2014 - 14:31 Uhr

Mindestens zehn Millionen Menschen sind nach UN-Angaben derzeit staatenlos. Mit einer Kampagne wollen die Vereinten Nationen das Problem lösen. Bis 2024 soll jeder Mensch eine Staatsbürgerschaft haben.

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Kommentare

„Staatenlos“ ist genauso ein

„Staatenlos“ ist genauso ein künstliches, menschengemachtes Konstrukt wie „Nationalstaaten“ oder die „Europäische Union“. Es dient alles nur dazu, Menschen zu kategorisieren, zu nummerieren, zu analysieren und in Statistiken zu verpacken. Rechte? Ziemlich egal, Hauptsache diese Menschen kann man in marktwirtschaftlichen Analysen kategorisieren.

Viele Staatenlose in Myanmar

Heute betrifft das Problem besonders viele Menschen in Myanmar, wo mehr als eine Million Rohingya-Muslime keine Aussicht auf die myanmarische Staatsbürgerschaft haben.

Wie wäre es denn mit "Umma"?
Dem Islam ist das Konzept des Nationalstaates fremd.

Staatenlos wäre ein Privileg

Eigentlich sollte es doch ein Privileg sein, sich aus er staatlichen Umklammerung zu lösen. Ich wäre froh, wenn ich mich selbst verwalten könnte und dies nicht irgendwelchen Bürokraten überantworten müsste.
Staatenlos ist also gar kein Makel, sondern eine Auszeichnung.

lösung

können wir nicht alle staatenlose zu deutschen machen ? die grünen spd und cdu würden sich über den fachkräfteanstieg freuen, und die staatenlosen sind ja sowieso hier !!

Noch nicht ganz zu Ende gedacht...

Interessante Idee. Was wird dann mit den Menschen in einem offiziell kaum anerkannten Staatsgebilde? Wird es zum Beispiel eine Staatsangehörigkeit Palästina noch vor der Anerkennung des Staates Palästina geben? Was ist mit benachteiligten Minderheiten, die bislang eine Staatszugehörigkeit aus Protest ablehnten (Kurden, Paschtunen, Tibetaner, Lappen, Roma und Sinti - um nur einige Gruppen zu nennen)? Gibt es dann eine Art Zwangsstaatsangehörigkeit? Wird die Staatsangehörigkeit sowohl den Volksgruppen, als auch den Staaten verordnet? Darf ein Staatenloser wählen, zu welchem Staat er gehören will? - - - Fragen über Fragen... - tja, Tagesschau-Team, jetzt investigiert und recherchiert mal schön! :-)

Ich hab von mir aus noch nie

Ich hab von mir aus noch nie dass Bedürftniss verspürt jemanden als "Staatenlos" zu titulieren! Wozu auch? Wenn jemand an meiner Tür klopft und Hilfe erbittet, dann helf ich wenn ich kann, und frag nicht blöd rum welche Nationalität er hat! Wer fragt denn bitteschön immer nach dem Ausweiss? Nach den Papieren? Kann ja sein dass manche Leute gar keine Nationalität annehmen wollen! Hätte meine eigene ja auch schon Lange abgegeben, wenn da nicht die paar Millionen Soldaten, Polizisten und andere "Staatsangestellten" wären, die einen ständig mit Knast bedrohen! Eine Welt-Bürgerschaft hingegen würde ich mit Stolz annehmen!

Staatenlos ist doch gut

Man gehört keinem, den die Zugehörigkeit entscheidet auch über die Höhe der Steuern, Gebühren und Abgaben die man denn seinem *Eigner* zu zahlen hat.
Leider haben UNO und OECD schon dafür gesorgt, das die Menschen einem Besitzer gehören müssen, ansonsten dürfen sie nicht reisen.

Staatenlos gibt es nicht

Jeder erbt die Staatsangehörigkeit der Eltern und falls die nicht bekannt ist, so ist es im Zweifel das Geburtsland. Jedes Land hat das zu akzeptieren.
Es sollte auch viel leichter sein die Staatsangehörigkeit zu wechseln. Mehrere Staatsangehörigkeiten sollten generell nicht möglich sein. Auch das Entziehen sollte nur möglich sein, wenn vorher eine Zusage der neuen besteht. Länder die das nicht akzeptieren werden auch nicht anerkannt und die Entwicklungshilfe wird gestrichen.

Den Bergvölkern in Thailand

geht es genauso und entsprechend schwierig ist es auch für die Kinder dort. Ich möchte @Calenberg mal sehen, ob er/sie es immer noch als privileg empfinden würde, wenn seine/ihre kinder nicht zur schule gehen dürften und die ganze familie nicht mal die provinz verlassen darf, weil sie keine papiere haben oder bekommen.

@ WasWeissIch

"Eine Welt-Bürgerschaft hingegen würde ich mit Stolz annehmen!"

Ich auch.

Menschenrechte für Staatenlose

Wenn man als Staatenloser seine Menschenrechte gegenüber der UN einfordern könnte und dies auch Konsequenzen für einen Mitgliedstaat hätte...

Warum nicht?

Immerhin bietet Zypern bereits eine Staatsbürgerschaft gegen Cash an
... und hier will scheinbar die UN einfache Einnahmen generieren ...

Außer leeren Worthülsen wie mit der alten Menschenrechts-charta hat die UN nicht wirklich etwas erreicht.

Dafür müsste sie sich die United Nations in United People umbenennen?

"UP" hört sich doch nicht schlecht an oder?

Wird etwas schwierig

bei den vielen hier aufgezählten Staaten.
Und was würde denn Lettland dazu sagen ;-).

Gruß

Staatenlos für alle

In einer globalisierten Welt sollte es doch gar keine Nationalstaaten mehr geben und wir alle staatenlos sein.

Unsinn

"Immerhin bietet Zypern bereits eine Staatsbürgerschaft gegen Cash an
... und hier will scheinbar die UN einfache Einnahmen generieren ..."

Zyperns Verhalten kann man zu Recht kritisieren, hat aber weder mit dem Artikel noch mit der UN noch mit staatenlose zu tun.

unrealistisch

"In einer globalisierten Welt sollte es doch gar keine Nationalstaaten mehr geben und wir alle staatenlos sein."

Das mag zwar als Ziel richtig sein, aber nicht als Mittel. Eine ideale Gesellschaft würde keine Polizei haben, aber man kommt der nicht näher, wenn man die Polizei einfach abschafft.

Wenn wir alle staatenlos wären, dann würde unsere Lebensqualität in etwa so sein, wie bei den meisten Menschen auf der Welt, nämlich schlechter.

Das problem gibt es vor der Tür im Baltikum

Nicht so in den Baltikumsstaaten. Dort leben viele Einwohner ohne Staatsbürgerschaft, weil Sie nicht die Landessprache lernen und überhaupt keine Ureinwohner sind, obwohl Ihre Eltern und sie selbst dort geboren sind. Damit wird Ihnen das Wahlrecht verweigert. Ich zweifle, dass die Balten freiwillig mit der Staatsbürgerschaft das Wahlrecht der Minderheit einfach so übergeben.

Apropos...

... staatenlos: Welche Staatsangehörigkeit haben denn die Menschen, die in der Bundesrepublik Deutschland leben? Unser Staat ist ja "Bundesrepublik Deutschland", aber im Ausweis, Reisepass steht "deutsch". "Deutsch" ist eine Eigenschaft, sagt aber noch gar nichts darüber aus, welche Staatsangehörigkeit ich habe. In den entsprechenden Papieren der USA steht z.B. "United States of America" und nicht "American" oder "Republiquie Française" und nicht "français". Insofern sind die Deutschen offensichtlos allesamt staatenlos. Wenn die Staatsangehörigkeit vererbt wird, dann bin ich preußischer Staatsangehöriger - nachweislich und nicht deutsch.

Ursachen benennen

Vorweg: Kein Mensch sollte staatenlos sein!

Man sollte jedoch die Ursachen benennen:

Der Artikel zählt beispielhaft Länder auf, in denen viele Menschen staatenlos sind.
Die Frage ist, welche Ursachen dem zugrunde liegen und ob man die Situation in diesen Ländern vergleichen kann.

Beispiel Lettland: hier sind nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion viele Nachkommen von Menschen, die nach der Besetzung Lettlands 1940 dort angesiedelt wurden, staatenlos.

Sie könnten jedoch die lettische Staatsangehörigkeit erwerben, wenn sie bereit wären, zumindest die Landessprache zu erlernen. Die russische Staatsangehörigkeit ist ihnen ebenfalls nicht verschlossen, Rußland vergibt Pässe in großer Zahl an ethnische Russen im Ausland.

Es ist also nicht so, daß diese Menschen staatenlos sein müssen!

Solange die

Ethnisierung der Welt so fortschreitet wie in der Gegenwart scheint Staatenlosigkeit nicht das groesste Problem zu sein.

Problematischer scheint zu sein mit der falschen Ethnie im falschen Staat zu Leben. Solange Nationalstaaten auf Ethnien oder Religionszugehoerigkeiten gegruendet sind, kann man das Problem der Staatenlosigkeit kaum loesen, da die Nationalstaasten die groesste Ursache der Staatenlosigkeit sind.

Weltbürgerschaft statt Staatsbürgerschaft

Gäbe es eine einfache Möglichkeit, ein Weltbürger zu werden - von mir aus Steuerzahlung an die UNO -, ich würde meine deutsche Staatsbürgerschaft sofort in den Mülleimer schmeissen.

Seit meiner Kindheit empfinde ich die Frage nach der Nationalität als persönliche Beleidigung, die der Ausgrenzung, Spaltung und ständig der Schürung von Hasstiraden dient.

Langsam aber sicher und heute sind wir wieder da, dass Staaten den Dorfsheriff spielen auf der Bühne der internationalen Politik.

Es ist schon komisch: Nach unten fordern Politiker immer uneingeschränkten Gehorsam (bis hin zum Lammopfer der eigenen Kinder beim Militär), nach oben zum Weltbürgertum Mitsprache.

Liebe UNO: Macht eine Kampagne Weltbürger mit Aufenthaltsrecht an jedem Ort der Welt und Vogelfreiheit für alle Politiker, die dagegen agitieren.

vielleicht die Lösung für Frieden ?

"Eine Welt-Bürgerschaft hingegen würde ich mit Stolz annehmen!"

Gute Idee,
jetzt noch die Religionen abschaffen, und es wäre perfekt.
Leider zu schön um wahr zu sein!

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