Kommentare

Größte Bedrohung der westlichen Welt!

Die größte Bedrohung der freien westlichen Welt ist nicht der Terrorismus, China oder Russland, NEIN! Die größte Bedrohung ist die Gefahr von Innen, die organisierte Kriminalität.

Es ist erschütternd, fast wie aus einem surrealen Horrorthriller, wenn einfach so 43 Studenten von der Polizei erschossen werden.

Die organisierte Kriminalität hat Mexiko fest im Griff, aber nicht nur Mexiko auch die USA werden mehr und mehr von den Banden unterwandert. Der Staat gibt sozusagen freiwillig sein Gewaltmonopol auf und bewaffnete Banden terrorisieren die Bevölkerung.

Wer meint das betrifft uns Europäer nicht, der irrt! Die organisierte Kriminalität ist schon längst in unserer Wirtschaft angekommen, die Mafia auf dem Bau und im Müllgeschäft tätig, und Pharmaunternehmen wenden Einschüchterung und Erpressung wie Banden von Strassenschlägern an. Wir sind dabei den Kampf zu verlieren, weil wir die Augen verschließen und dann wird Deutschland was organisierte Kriminalität betrifft "mexikanisiert".

Tote im Drogenkrieg in Mexiko

Die schiere Anzahl der Toten im Zusammenhang mit Drogenhandel ist bereits beispiellos. Seit Jahrzehnten tobt hier ein Krieg.

In Mexiko sterben jeden Tag mehr Menschen durch organisiertes Verbrechen, als zu den Hochzeiten des Ukraine-Konflikts in der Ostukraine.

Das Problem ist die unfassbare Korruption, bei IS hat man ein klares Feindbild, aber in Mexikos Drogensumpf weiß man nie, wem man noch trauen kann.

Die Wurzel liegt in den Drogenmärkten

Bei diesem Drama in Mexiko, sowie in Afghanistan und einigen Ländern Südamerikas liegt die Schuld in den Märkten für Drogen wesentlich in den USA und Europa. Solange hier nicht strikter durchgegriffen wird, finden keine Veränderungen statt. Aber es verdienen hier zu viele an diesem Geschäft in der Waffenindustrie und in den internationalen Kapitalmärkten bei der Geldwäsche und deshalb wird nichts unternommen. Wo soll dann ein Interesse an Veränderungen herkommen?

Mehr Waffen gegen den Terrorismus!

Und wann liefern wir Waffen nach Mexiko, um diesen Terrorismus zu bekämpfen?

...sechs Menschen getötet.setzte die Polizei Studenten fest, 43

"Das Geschehen zeichnet sich nun so ab: Studenten hatten vor gut einer Woche in der Stadt Iguala protestiert und einige Busse gekapert. Örtliche Polizisten eröffneten das Feuer, auch Unbekannte in Zivil sollen geschossen haben. Insgesamt wurden dabei sechs Menschen getötet. Anschließend setzte die Polizei Studenten fest, 43 galten seitdem als verschollen."
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Frage!
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Wurde darüber, so wie in obiger Form, hier schon mal berichtet?
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Oder erfahre ich es nur deshalb, weil bei uns, dass Darüberhinwegsehen eines Mord-Massengrabes schlecht der Medienberichterstattung zu Gesicht stünde und es deshalb, erst Anlass zur Berichterstattung gibt?

Verbrechen und Politik @sasch

"In China geht es aber um Politik und daher ist der ist der Zusammenhang zwischen Verbrechen in Mexiko und Demokratieverweigerung in der VRC an den Haaren hebeigezogen."

In Mexiko geht es auch um Politik! Denken Sie die Politiker in Mexiko sind unbescholtenen Bürger mit einer weißen Weste? Viele haben Blut an ihren Händen kleben. Denken Sie wirklich irgendwelche Polizisten beschließen ein Massaker an 43 Studenten? Das wurde weiter oben beschlossen. Mafia und Politik gehen dort Hand in Hand, sehr einträchtig und harmonisch.

In Mexiko richtet sich die Kritik, die Proteste und die Demonstrationen auch immer gegen die Politik und das SYSTEM. Man kann auch nicht pauschal schreiben, das alle westlichen Systeme gleich sind, sie unterscheiden sich fundamental, wie es auch vom Sozialismus viele verschiedenen Formen gab (Jugoslawien, UdSSR, Indien, China, Nordkorea...), man kann nicht alles über einen Kamm scheren.

@Netwanderer

Gut kommentiert. Bin ganz der selben Meinung.

Man kann sich alles so hindrehen,

dass es in den eigenen Kontext passt. Verbrechen sind aber nicht an politische Systeme gebunden und wer gegen Verbrechen in einem demokratischen Staat protestiert, protestiert deshalb noch lange nicht gegen das demokratische System.

Dass Freiheit oft missbraucht wir, ist unbestritten, aber um mit Benjamin Franklin zu sprechen: Wer die Freiheit zu Gunsten der Sicherheit einschränkt, hat beides nicht verdient!

Demokratie ist nie ein Zustand, sondern ein beständiges Streben!

Üble Geschichte in einem wunderschönen aber gebeutelten Land

"Bei diesem Drama in Mexiko, sowie in Afghanistan und einigen Ländern Südamerikas liegt die Schuld in den Märkten für Drogen wesentlich in den USA und Europa. Solange hier nicht strikter durchgegriffen wird, finden keine Veränderungen statt."

Danke für diesen Kommentar. Ich stimme vollkommen zu. Ohne wohlhabende Käufer und Sponsoren wäre der Drogenhandel wenig lukrativ. Mit Bildung und ohne solch massiven sozialen Kluften wäre das Abschlittern in die Kriminalität für die Bevölkerung nicht so einfach. Ich war selber lange Zeit in diesem eigentlich wunderschönen Land und von den ca. 120 000 000 Einwohnern scheinen mir die meisten die ehrlichsten und besten Menschen zu sein, wenn auch leider viel zu häufig arm und von ihrer Regierung im Stich gelassen.
Mit gutem Grund hat dieses Jahr kaum einer den Nationalfeiertag dort gefeiert, so haben es mir Bekannte von dort berichtet. Die Regierung versagt. Am Land als solches liegt es nicht, sondern an denen die es ausbeuten.

@Rousseau

"Bei diesem Drama in Mexiko, sowie in Afghanistan und einigen Ländern Südamerikas liegt die Schuld in den Märkten für Drogen wesentlich in den USA und Europa."
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=> absolut richtig.
Die Wurzel liegt in den vielen "fetten", aber offenbar Sinn-entleerten Leben vor allem in den USA und Europa.
Die Leute dröhnen sich zu, weil sie den Alltag nicht aushalten, weil sie immer neue und immer stärkere Reize brauchen, oder schlicht aus Dekadenz.
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Keine Nachfrage => kein Geld => keine Produktion => kein Streit => Ruhe
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Der exorbitant steigende Kokain-Verbrauch ist schon lange in den Abwässern und Flüssen großer Städte nachweisbar.

Demokratie @sasch

Alle 4 oder 5 Jahre ein Kreuzchen zu machen hat den Studenten nicht das Leben gerettet, sie wurden von der Polizei, also dem System umgebracht!

Es wird immer viel von Demokratie geredet, aber wo findet man wirkliche Demokratie?

In Mexiko regiert eine korrupte Elite, die schon vorher in einem "Siebverfahren" so ausgewählt wird, dass sie dem Establishment aus bestehender Politikoberschicht und organisierter Kriminalität sehr angepasst ist. Die Bevölkerung hat die Auswahl zwischen fahrlässig Unfähig und durch und durch Korrupt! Tolle Demokratie!!!

Mit mehr Volksentscheiden, einer wahren Demokratie, hätten es auch korrupte Politiker schwerer folgenreiche Entscheidungen zu Ungunsten der Gesellschaft zu treffen.

Das was man in den USA oder in Mexiko vorfindet, die Auswahl von Kandidaten in einem eher undemokratischen Wahlverfahren aufgestellt wurden (Spendenwahl!) nennt man auch eine Scheindemokratie! In keiner Demokratie massakrieren Polizisten demonstrierende Studenten!!!

@Selbstaufklärer

"Frage!
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Wurde darüber, so wie in obiger Form, hier schon mal berichtet?"

Ja, da wurde drüber berichtet.

@Rousseau

".....liegt die Schuld in den Märkten für Drogen wesentlich in den USA und Europa. Solange hier nicht strikter durchgegriffen wird, finden keine Veränderungen statt."

Das ist zwar ein beliebtes Stammtisch-Klischee, aber der Zug ist längst abgefahren. Wohin "strikter durchgreifen" geführt hat, sieht man ja nach 35 Jahren "War on Drugs" in den USA. Das organisierte Verbrechen hat sich inzwischen so verselbstständigt und in alle möglichen anderen Bereiche ausgeweitet, dass sie auch ohne Drogen profitable Betätigungsfelder hätte. Das hat man ja nach Ende der Prohibition in den USA gesehen: die Hauptgeldquelle war weg, die US-Mafia, aus der Prohibition gewachsen, gibt's 80 Jahre später immer noch.

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