Ihre Meinung zu: Das komplizierte Ringen um Subventionen für Bus und Bahn

2. Oktober 2014 - 4:20 Uhr

Die Länder fordern mehr Geld vom Bund für den öffentlichen Nahverkehr. Doch über die Verteilung untereinander sind sie uneins. Einigen sie sich nicht, fahren bald wohl weniger Bahnen.

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Kommentare

Mehr Fahrgäste = Höhere Preise?

"Allein in Köln gab es seit dem Jahr 2000 eine Steigerung um 20 Prozent", sagt Fenske gegenüber tagesschau.de. "Durch Einsparungen und moderat steigende Fahrpreise allein lässt sich das nicht auffangen."

Also je mehr Fahrgäste, desto mehr muß der einzelne Fahrgast zahlen? Das ist eine für mich erstaunliche Rechenweise. Sonst wird doch immer behauptet, daß sich Strecken mit wenigen Fahrgästen nicht tragen, und hier ist offenbar das Umgekehrte der Fall?

Preise

Die Diskussion um Subventionen für Bus und Bahn geht an den Tatsachen vorbei. Ausser zu bestimmten stark frequentierten Zeiten ist die Bahn leer. Diejenigen, die nicht unbedingt auf Bahn+Bus angewiesen sind, fahren aus Kostengründen nicht mehr in die Städte. Die Nahverkehrsmittel sind zu teuer geworden. Gleichzeitig beklagt man eine "Entvölkerung" der Innenstädte durch Flucht in große Einkaufszentren am Rande der Stadt. Schaut man ins Ausland stellt man fest, dass der Personenverkehr deutlich günstiger ist, Bus und Bahnen deutlich mehr ausgelastet sind, Städte bevölkerter.
Eine Diskussion bzgl. Preiserhöhungen oder Subventionen bei Bus+Bahn ist vollkommen realitätsfern und berücksichtigt in keinster Weise das Portamonai der Fahrgäste. Da wundert es nicht, dass überhaupt subventioniert werden muss.

Geld.. ist das was zählt, nicht mehr der Mensch

Tja ich spreche mich für die Streichung dieser Zuschüße aus! Es geht doch nicht an, das die Landbevölkerung so stark bezuschußt wird. Die Mieten in den Städten steigen rasant, und die Leute ziehen auf das Land um diesen Kosten zu entgehen. Ergo sollen diese "Flüchtlinge" andersweitig zu Kasse gebeten werden. Satiere aus...

Nein ich selbst wohne auf dem Land und kann ein Lied davon singen, wenn der Wagen streikt oder weil der Arzt sagt, mit dem Auto kommen geht garnicht. Und dann fangen die Probleme an.. für rund 15 km braucht man mit einmal mehr als 2 Stunden um sein Ziel zu erreichen und das nur 2 mal am Tag.
Infrastruktur muss auch auf dem Land erhalten bleiben.

Muss man nicht auch im ő n v

Mit wirtschaftlichen Maßstab messen?
Eine Strecke die sich nicht rechnet gehört eingestellt oder man muss sie mit anderen Verkehrsmitteln bedienen

@tomtomtoy

Nein, denn das ist gesellschaftlich notwendig.

Oh und die "tolle (und billigere) Idee" den Verkehr wieder von der Schiene auf die Straße zu verlegen, sollten Sie mal in der Tasche stecken lassen, denn das macht die Straßen noch voller UND wir kennen doch die legendäre "Wachsamkeit" von Reisebusfahrern.

Die Bahn kostet nun einmal mehr im Unterhalt als Bus oder gar Flugzeug, weil da das Schienennetz zu unterhalten ist. Das ist aber das einzige Verkehrsmittel das mit STROM zu betreiben ist und deshalb auf lange sicht noch fahren wird, während Auto und Flugzeug irgendwann mangels Benzin stehen bleiben werden.

@tomtomtoy

Also ich finde Strassenbahnen eigetnlich eine garnicht so verkehrte Idee. In Großstädten zumindest... wie z.B. in Wien. Da war ich letztens im Urlaub und es ist dadurch viel leerer auf den Strassen, weil es von den Kosten und Aufwand deutlich weniger kostet als mit dem Auto. Sie kommen alle 10 min. ( zumindest dort) und du kommst gemütlich von A nach B , allerdings nur wenn du schon eine Wochen/Monatskarte holst, die aber wirklich günstig sind!

Ahja und noch zum Thema, dass sie mehr Geld brauchen... bei Bus kann ich es verstehen, bei der Bahn eher weniger. Sie machen ihren Job nicht gerade so einwandfrei wie in Nachbarländer und die Preise sind jetzt schon hoch für Einzelkarten-Fahrer. Lohnt sich ja nur in der Gruppe zu reisen wegen 5er Tagesticket wenn man wohin will.
Also Bus Ja, Deutsche Bahn, Nein

Einbahnstraße und Schneckentempo

Der Bahnverkehr droht zum Erliegen zu kommen? Das klingt bedrohlich - aber ganz real!

Auf vielen Strecken ist nur 1 Spur verfügbar, weil 2 zu teuer sind, wodurch bei jeder Verspätung massives Chaos bei Folgezügen entsteht.

Mini-Brücken und Unterführungen verrotten. Da muss die Bahn dann Schneckentempo fahren.

Alleine schon diese 2 Probleme lassen sich mit einer lächerlichen Millarde nicht mal ansatzweise lösen!

@tagesmeuschau

"Ausser zu bestimmten stark frequentierten Zeiten ist die Bahn leer."

Das ist nicht richtig. Das hängt von der Region ab. In der Rhein-Neckar-Region sind die S-Bahnen fast immer sehr gut belegt. Beim normalen Pendlerverkehr ist Bahn zudem meist unpünktlich.

Richtig ist aber, und da gebe ich Ihnen recht, ist dass die Bahn ihre Fahrzeuge nicht nach Bedarf ausrichtet.
Das liegt am Geschäftsmodell. Die Fahrgäste bringen zwar bisschen Geld mit, aber die wahren Einnahmen sind die staatlichen Subventionen. Ohne sie ist die Bahn zu keinem Zeitpunkt lebensfähig. Und die gucken halt, wie sie das Maximum herausholen können bei so wenig Einsatz wie möglich.

Subventionen streichen

es sollten die Subventionen für Bus und Bahn gestrichen werden. Der Markt regelt das ganz von alleine. Keine Subventionen bedeuten auch weniger Steuern für den Bürger und dann hat jeder auch mehr Geld für den Bus. Hier in Braunschweig sind die Straßenbahnen das größte Verkehrshindernis, da sie zum großen Teil kein eigenes Gleisbett haben und somit die Straßen blockieren. Wenn alle Kosten in den Betrieb eingerechnet werden ist die Straßenbahn auch nicht günstiger als ein Bus. Sehr gut finde ich die Fernbusse, leider erst ab 50 km erlaubt. Diese Einschränkung sollte wegfallen, dann hätte der ÖPNV auch eine Konkurrenz und man wird sehen wie die Preise fallen.

Kosten

Konkret: ich habe gerade beispielsweise die Kosten Weyhausen - Wolfsburg Hbf aufgerufen. 3,70 € für 12 km. Fahrzeit 50 min. In der Nähe des Hbf sind kostenlose Parkplätze, Fahrzeit mit dem Kfz: 10 min. Sagt doch alles, zumindest für Besitzer eines Kfz.
@ tomtomtoy
Bevor die Subventionen für unrentable Busse des ÖPNV gestrichen werden, sollten unrentable Theater, Bäder und Parks in den Städten dicht gemacht werden. Schließlich braucht die Landbevölkerung den ÖPNV, um dorthin zu gelangen und nur für die Städter diese Einrichtungen zu subventionieren wäre unzulässig.

Wer mit S-Bahn oder Bus fährt, kauft ein Ticket.

Nein, man kauft sich einen Fahrschein, oder eine Fahrkarte in Deutschland. Und das ganze kauf man am Fahrkartenautomaten oder sofern noch vorhanden, am Fahrkartenschalter. Es besteht natürlich auch die Möglichkeit, sich seinen Fahrschein im Netz zu kaufen, und selbst auszudrucken.

Wer sich jedoch seiner Heimat und Sprache schämt, und noch dazu ultramodern und hipp dastehen möchte, kauft sich ein Ticket am Servicepoint. Man paid natürlich chashless. Und ganz new ist es, dem Kontrolleur oder besser dem Service-Checker mit dem Smartphone seinen Code ins Gesicht zu halten. Dabei war dies früher eine Spezialität der Jäger diesen lesen zu können.

Es mag eine Spezialität der Deutschen Bahn sein, die deutsche Sprache so gut wie möglich zu verhunzen. Daran konnte auch der selbsternannte Hüter der Sprache, MdB a.D. Ramsauer nichts ändern. Konnte er ja in anderen Bereichen auch nicht. Zumindest nichts positives.

Aber die tagesschau sollte sich davon nicht inspirieren lassen.

Vielen Dank.

Im Autoland Deutschland wohl alles nicht so ganz ungewollt...

... genau so wie die ewig zu hohen Preise der Bahn oder der Luxus-ÖPNV z.B. in Stuttgart (teuerster in Deutschland)

Man sollte mal durchrechnen...

... ob es sich wirklich lohnt überhaupt Tickets zu verkaufen.

Wenn man den innerstädtischen ÖPNV kostenlos zur Verfügung stellen würde, dann entfielen die Kosten für Fahrkartenautomaten, Entwerter, Ticketschalter, Kontrollpersonal, etc.

All das kostet sicherlich jede Menge Geld. Ob das wirklich wesentlich teurer kommt wage ich zu bezweifeln. Und wenn man die Bahn ohne Überlegung welches Ticket man benötigt nutzen könnte würde dies sicherlich die Nutzerzahlen signifikant steigern und die verstopften Straßen in den Innenstädten entlasten.

Ich denke man sollte mal durchrechnen...

... ob es sich wirklich lohnt überhaupt Tickets zu verkaufen.

Wenn man den innerstädtischen ÖPNV kostenlos zur Verfügung stellen würde, dann entfielen die Kosten für Fahrkartenautomaten, Entwerter, Ticketschalter, Kontrollpersonal, etc.

All das kostet sicherlich jede Menge Geld. Ob das wirklich wesentlich teurer kommt wage ich zu bezweifeln. Und wenn man die Bahn ohne Überlegung welches Ticket man benötigt nutzen könnte würde dies sicherlich die Nutzerzahlen signifikant steigern und die verstopften Straßen in den Innenstädten entlasten.

Na ich weiß nicht

auch noch subventionieren?Nichts dagegen,aber wenn man für 40km fast 4 Stunden braucht,ist es wirklich raus geschmissenes Geld.

ÖPN ist nicht so wichtig...

wie z.B.die Rettung der Finanzsysteme oder des €.
Unsere Infrastruktur bricht auseinander - Straßen, Schienen, Brücken etc. werden meist nur noch notdürftig geflickt bis uns alles auf die Füße fällt. Dabei weiß die Politik seit langem, dass alleine der LKW-Verkehr in den nächsten 10J um gut 30% zunehmen wird.
Unsere Bahn investiert lieber im Ausland oder in Logistikunternehmen als in das deutsche Schienensystem und ausreichend Personal. Müssen wir uns künftig vermehrt auf "Mainzer Verhältnisse" einstellen?
Kurzum - wir sparen uns kaputt und überlassen die in unsere Infrastruktur dringend notwendigen Investitionen unseren Kindern.
Noch ein Wort zu den Tarifen im ÖPN. Wenn sich unsere 16J Tochter mit Freunden in Nürnberg trifft zahlt sie von Roth (etwa 25 km) hin und zurück € 10,60. Zum Winterfahrplan ist die nächste Erhöhung angekündigt. Viel Geld für eine Gymnasiastin! Für Studenten gibt es auch keine verbilligten Tickets. Einen Steuer subventionierten Dienstwagen müsste man haben!

Meine Damen und Herren...

als vom Land in die Stadt gezogener Mensch habe ich schnell die großen Vorteile des öffentlichen Nahverkehrs erkannt. In meiner Region kann man via Bus, Bahn, UBahn, SBahn oder StraBa nahezu jeden Winkel sehr schnell erreichen. Jedoch werden in den letzten Jahren die Tickets stets teurer, derzeit kostet z.B. ein Einzelticket 2,50 €. Als ich hierher zog vor 6 Jahren waren das noch 1,80€. Das sind fast 40% Stiegerung in 6 Jahren. Die aus dem Ärmel geschüttelten 0815- Begründungen sind dabei - wie überall in Deutschland - gestiegene Lohn- und Stromkosten. Dass hier beim regionaler Verband aber in die Schuldenfalle getappt ist und rund 120Mio€ zu verzinsen hat, dass möchte er wohl nicht zugeben. Vielleicht sollten wir ein Teil der zur Verfügung gestellten Gelder erst einmal (nach Abzug aller notwendigen Wartungskosten) in die Entschuldung der ÖPNV-Verbände stecken, bevor an weiteren Ausbaumaßnahmen gearbeitet wird. Sollte nicht zuerst das, was bereits existiert finanziell funktionieren?

Könnte es sein

das absolut alle Mittel zur Finanzierung des öffentlichen Lebens betroffen sind, an jeder Ecke und Kante wird sich kaputtgespart und gestrichen? Für uns alle diese permanent vorhandenen Lebensqualitätseinschränkungen? Die sich immer weiterziehen und schlimmer werden?
Wichtiger ist es also, die Obrigkeiten und deren Gefolge dermaßen zu entlohnen,das nicht ein normaler einzelner Mensch soviel Geld (Jahresgehälter in Millionenhöhe...) in seinem Leben ausgeben kann?

Man zähle die Milliarden zusammen die die "Top"Leute und deren Anhängsel so bekommen...dieses Geld wäre überall im öffentlichen Leben besser angelegt.
Aber wenn die Lokführer oder Busfahrer mal streiken sind sie die Bösen,nicht der BigBoss mit Gehaltserhöhung von 10% +, der, wenn er fliegt gleich im nächsten Vorstand sitzen wird...

Und wenn Firmen schon den Staat verklagen dürfen,weil dieser entschieden hat,seine Büger vor Gefahren schützen zu wollen (siehe E.ON und Atomkraftwerke)...läuft die Vernunft davon...

in einer mir gut bekannten Stadt

Kostet ein einfaches Ticket fuer die Straßenbahn umgerechnet 10 €. Diese Bahn arbeitet wirtschaftlich und muss nicht bezuschusst werden.
Fuer die selbe Strecke zahlen sie in Berlin zB 2,75 €.
Klar dass die taeglich vor der Insolvenz stehen wenn sie der Steuerzahler nicht subventioniert....

Bahn und ÖPNV systematisch benachteiligt!

Bei der Finanzierung des deutschen Straßennetzes gibt es auch keine Diskussionen über Querfinanzierung und Subventionierung! Fakt ist, dass kein Meter Straße in Deutschland sich selber finanziert, sondern von der Allgemeinheit bezahlt wird.

Wieso sollte es sich bei Bahn und dem ÖPNV anders verhalten als bei der Straße, denn immerhin kommt das Transportnetz der Allgemeinheit zugute. Ich fahre prinzipiell nur mit der Bahn und dem ÖPNV und mich fragt auch niemand ob ich gerne aus meinen Steuergelder das Straßennetz mitfinanziert hätte.

Aus steuerlicher Sicht wird der ÖPNV und die Bahn stark benachteiligt, so werden ab 50km Entfernung 19% Mehrwertsteuer für das Ticket fällig, anstatt 7%. Aus steuerlicher Sicht müssen die Bahn und Nahverkehrsunternehmen zwar auf Strom eine reduzierte Steuer bezahlen, auf Diesel hingegen nicht, während das Kerosin für Flugunternehmen fast komplett steuerbefreit ist. Es gibt keine Kerosinsteuer! Beim Strom könnte man sicher noch weiter entlasten.

Nach dem Motto können Sie auch die Hälfte der Schulen auf dem Land dichtmachen. Oder Bibliotheken in Kleinstädten, oder...

Ein Staat hat dafür zu sorgen, dass es eine vernünftige Infrastruktur gibt, auch für die Bürger, bei denen es sich "nicht lohnt". Ich bin kein Bürger zweiter Klasse, weil ich kein Auto besitze!

@Idiocracy

"Könnte es sein das absolut alle Mittel zur Finanzierung des öffentlichen Lebens betroffen sind, an jeder Ecke und Kante wird sich kaputtgespart und gestrichen?"

Deutschland hat 5,6 Billionen US-$ und eine Staatsquote jenseits von Gut und Böse.

Die Einkommen werden zu 53% umverteilt, die Unternehmensgewinne um 40%, die Rente wird um 58% einbehalten. Trotzdem sind die Ausgaben immer noch höher als die Einnahmen. Nur knapp 20mio Bürger arbeiten in der freien Wirtschaft.
Die Zinsen laufen weiter.

Eigene Angaben der Bahn sprechen andere Worte...

Ich finde, solange die Bahn als Privatunternehmen die Gewinne steigert, sollten Subventionen wegfallen - man sollte nicht den Gewinn eines Unternehmens durch öffentliche Gelder finanzieren - Subventionen sollten nur da greifen, wo staatlich etwas für die Öffentlichkeit getan wird (ohne Gewinnstreben) und nicht private Firmen Gelder einstreichen. Folgende Aussagen findet man bei der Bahn selbst:
http://www1.deutschebahn.com/file/7546616/data/zb2014_dbkonzern.pdf
Daraus lese ich, dass es besser läuft als die Jahre zuvor, mehr Gewinne eingefahren werden, mehr Personen transportiert werden, die Zukunftsprognose positiv ist... warum dann mehr Gelder?

Bahn vs. Auto

Leider ist der ÖPNV chronisch unterfinanziert und schafft es in der heutigen Zeit nicht mehr mit der Stadtentwicklung mitzuhalten.

In den 80ern und 90ern hat sich das Leben aus der Stadt auf die Grüne Wiese am Stadtrand verlagert, die Planungsgrundlagen hierfür waren das Automobil als Ausgangslage. Kein Kommunal-, Regional- oder Landespolitiker hat bei der Zersiedlung die grauen Zellen eingeschaltet und den ÖPNV mit einbezogen, stattdessen hat man auf das Auto gesetzt und eine gigantische Flächenversieglung im Umland in Kauf genommen.

Im Moment ist in den Städten der gegenteilige Trend zu beobachten, die Menschen ziehen in die Städte und wieder kann der ÖPNV nicht reagieren. Die Stationen, vor allem die Unterirdischen befinden sich im Zustand einer nicht gepflegten öffentlichen Toilette. Das Netz ist nicht auf die aktuellen Gegebenheiten angepasst, Neubauprojekte verzögern sich oder werden erst gar nicht in Angriff genommen.

Traurig für den Exportweltmeister!

Infrastruktur @MyNung

"Ein Staat hat dafür zu sorgen, dass es eine vernünftige Infrastruktur gibt, auch für die Bürger, bei denen es sich "nicht lohnt". Ich bin kein Bürger zweiter Klasse, weil ich kein Auto besitze!"

So ist es!

Der Staat hat eine Infrastruktur für JEDERMANN bereitzustellen und nicht nur für die die es sich auch leisten können. Wenn man das Beispiel von @tomtomtoy mit den 10€ für eine einfache Fahrt, dann will ich nicht wissen wie viel die Monatskarte kostet!? Ungefähr ein Drittel des Gehaltes würde dann für die Fahrkarte draufgehen, dh. man würde Probleme bei der Miete der Wohnung und dem Kauf von Lebensmitteln bekommen, den irgendwo muss man sparen!

Schon im Alten Rom war die Infrastruktur kostenlos, für die Bäder musste man nichts bezahlen, genau sowenig für Theater oder Spiele und zwar für ALLE Bürger, hier trafen sich reich und arm!

So langsam entwickelt sich unsere Gesellschaft immer weiter zurück und ist sicher bald hinter dem Stand antiker Gesellschaften.

Staatsquote @AntiPolitiker

Die Staatsquote Deutschlands ist nur wenige Prozent höher als die der USA, also bitte immer bei der Wahrheit bleiben!

Es wird ja immer so getan als würden Individuen und Unternehmen Gewinne und Löhne aus rein eigener Kraft erwirtschaften, als wären sie Solitäre im Vakuum, ohne Einfluß von außen. Das ist FALSCH! Jeder Mensch hat bevor er auch nur einen Cent erwirtschaftet hat schon hunderttausende von Euro an Investitionen in Anspruch genommen, zu nennen die gesamte Schulausbildung (Schule, Gymnasium, Studium...). Jedes Individuum und jedes Unternehmen benutzt die Infrastruktur um Profit zu erwirtschaften!

Stellen Sie sich mal Siemens ohne Strom aus Kraftwerken, ohne das Straßennetz, ohne Häfen vor, dann würde nichts und auch rein gar nichts produziert, daher nichts exportiert und NICHTS erwirtschaftet.

Umverteilung ist eine Frage der Gerechtigkeit und der Selbsterhaltung.

Wenn wir als Gesellschaft noch zukunftsfähig sein wollen, dann müssen wir in die Infrastruktur investieren!!!

@MyNung

"Ein Staat hat dafür zu sorgen, dass es eine vernünftige Infrastruktur gibt, auch für die Bürger, bei denen es sich "nicht lohnt". Ich bin kein Bürger zweiter Klasse, weil ich kein Auto besitze!"

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Nein, sind Sie nicht, es war auch Ihre persönliche Entscheidung keines zu haben. Solange es allerdings keine komplett staatliche und folglich steuerfinanzierte Bahn gibt, können Sie aber auch nicht verlangen, dass andere Ihre Ticketpreise subventionieren.

Wenn Sie nur die Bahn nutzen, tragen Sie nicht zum Ausbau des Strassennetzes bei (welches auch vom Nahverkehr genutzt wird). Gleichzeitig trägt jeder zum Ausbau des Schienennetzes, inklusive Prestigeprojekten bei. Hat man dann noch ein Auto, wird man erneut durch vielseitige Steuern zur Kasse gebeten.

Die Subventionen müssen weg. Machen Sie Ihre Reisekosten steuerlich geltend. Ich sehe keinen Grund für die Verfügbarkeit und Preiswertigkeit vom Nahverkehr für andere zu zahlen, die es umgekehrt auch nicht tun. ;-)

Apropos unrentabel. Wie

Apropos unrentabel. Wie profitabel ist die Bundeswehr? Sollten wir statt Eurofighter nicht ein paar mehr Busse kaufen?

Verwendung der Mittel

Man sollte dringend dafür sorgen, dass die Mittel auch da ankommen, wo sie hingehören, Länder wie Sachsen und nun auch Sachsen_Anhalt verwenden ihre Schienen-ÖPNV-Subventionen um den Haushalt zu entlasten.

Und legen dann trotzdem Strecken still, weil das Geld nicht reicht!

Und die Fahrgäste beschweren sich dann über die Bahn, statt über ihre Politiker.

Gerade die Länder Nahverkehrsgesellschaften und Verbünde müssen unbedingt wieder der gesellschaftlichen Kontrolle unterliegen, ihr Einfluß auf das Angebot ist riesig ihre Intransparenz ebenso, die Informationspolitik des MDV hier z.B. zu Tariferhöhungen Kosten etc ist unter aller Kanone...und auch da gibts überall gut dotierte Posten.

Nicht nur im Bahnvorstand

Witzige finanzierung über die Mineralöl Steuer

Zuerst dachte ich : Hey das leuchtet ein ..

Aber dann :
Desto mehr Leute anstatt Auto zu fahren auf den ÖPNV setzen desto weniger EInnahmen aus der Mineralölsteuer. Anstatt also das die Leistungen des ÖPNV ausgebaut werden könnten (weil mehr Fahrgäste) gibt es paradoxer weise einen Finanzierungsengpass.

Entweder muss prozentual mehr von der M-Steuer beim ÖPNV landen oder die Finanzierung des ÖPNV muss über andere Töpfe laufen. Alternativ das was im Artikel steht was aber nicht im Interesse des Steuerzahlers und der Umwelt stehen kann.

Am 02. Oktober 2014 um 10:32 von grobi123

Hatten die Piraten diese Idee für Berlin nicht einmal ins Spiel gebracht, den ÖPNV kostenlos zu machen?
Das ist sicher gut gemeint und vielleicht würden einige Kosten wegfallen.
Ob das allerdings reicht, wage ich zu bezweifeln (dazu müssten schlussendlich die Kosten gleich oder unter dem staatlichem Zuschuss liegen, meinem Verständnis nach).
Außerdem befürchte ich dann, dass der Zustand der Fahrzeuge und Bahnhöfe nur noch schlimmer werden würde, denn (leider!) weiß der Mensch nur zu oft das nicht zu schätzen, was es kostenlos gibt.
Des Weiteren könnte der ÖPNV die sicher zu erwartende Menge an Passagieren überhaupt nicht befördern. Darauf ist das Ganze gar nicht ausgelegt.
Es könnten daher auch gar nicht so viele Autofahrer auf den ÖPNV umsteigen, wie es umwelttechnisch wünschenswert wäre. Und wenn das Geld offenbar schon nicht für den Erhalt des Bestandes reicht, wie sollte das dann für einen größeren Ausbau gehen...?

Das wird noch schlimmer werden

Wir sparen uns kaputt, damit wir die EU retten können und die Entschädigungen für entgangene Gewinne an die demnächst gegen Deutschland prozessierende Wirtschaft zahlen zu können und die Flüchtlingsaufnahme und die Auslandseinsätze der Bundeswehr. Und dann sind wir nicht nur pleite, sondern die Menschen können nicht mehr zu ihren Arbeitsplätzen kommen, weil es keine Bahnverbindung mehr vom Land in die Stadt gibt und keine bezahlbaren Wohnungen mehr in der Stadt. Dann wandern die Firmen ab in die Entwicklungsländer, wo sie sowieso schon alles produzieren lassen. Und schon bald ist Europa eine Entwicklungs-Union.

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