Kommentare

naja

bekanntermaßen sind Killteams im Einsatz (zumindest aus dem Irak weiß man das sicher), insofern überrascht die Nichtverfolgung, zumindest von gewissen Kriegsverbrechen auch nicht.

So übel das ist und so sehr man sich wünscht, wenigstens die USA würden ethisch/moralischen Standards genügen, so sehr muss man aber auch sehen, was da von Seiten der Gegner vor sich geht. Deren Vebrechen steht man ebenso machtlos gegenüber - und diese dienen auch nicht dem Schutz von irgendwem, sondern reinem Machtkalkül einer vollkommen wahnsinnigen Religionsauslegung und mitunter auch fremden Staaten wie Pakistan.

Wie die Soldaten als Menschen damit fertig werden, dass Zivilisten in Massen und auf brutalste Weise dahingeschlachtet werden, das muss man dabei auch bedenken. Es führt natürlich zu einer enormen Verrohung. Die Soldaten die das erleben sind dann mitunter auch in den USA ein Problem.

Trotzdem, die USA sollten den Empfehlungen von AI folge leisten und auch endlich den IStGH anerkennen.

Versagt oder runter gespielt?

Das Interesse der so genannten US-Militärjustiz besteht darin, Schaden vom Militär abzuwenden, wie jetzt in Afghanistan bestens bewiesen. Man kann es durchaus als Farce bezeichnen.

Es ist gut, hier einen Finger in die Wunde zu legen . . .

denn entgegen allen Statements gibt es keinen "sauberen" Krieg.
.
Im Fall von Afghanistan gilt es aber auch zu hinterfragen,
wer hier wen und was "befrieden" sollte. Das Ganze ist ein
nutzloser, von Ost und West missbrauchter Bürgerkrieg, der
als Stellvertreterkrieg aus dem Ruder gelaufen ist und sich
durch Intervention verschlimmert hat. Vietnam lässt grüssen.
.
Die schlimmsten Folgen tragen stets unbeteiligte die sich schlecht
wehren können; Frauen und Kinder.

Wer ist das Ziel?

Wenn Zivilisten kein Ziel sind, warum sterben so unglaublich viele? Wobei die Dunkelziffer wahrschl. noch viel höher sein dürfte. Warum werden gezielt zivile Einrichtungen wie Krankenhäuser, Schulen und Wohnhäuser angegriffen? Warum werden lieber ganze Wohnblöcke in Schutt und Asche gelegt, als nur einen mutmaßlichen Terroristen entkommen zu lassen?

In Serbien hieß es auch, es gäbe keine zivilen Opfer. Bis ein WDR-Team 10.000 Zivilopfer nachweisen konnte, die dann durch die Nato als "Kollateralschäden" verunglimpflicht wurden.

Wen wunderts

Die US-Militärjustiz hat schon 1945 ff. in Deutschland versagt. Die Zeit reicht zum Lernen offensichtlich nicht.

@Phonomatic

Die USA beanspruchen eigentlich IMMER den "moral high ground" für sich ... und eine nicht-Verfolgung solcher Vorfälle lässt die Heuchelei bei solchen Behauptungen erkennen.

Es ist das gleiche Prinzip wie in der Ukraine, wo Russland für alles verantwortlich gemacht wird und man sich nicht fragt, ob die 5 Milliarden $ für die ukrainische Opposition nicht doch den Stein ins Rollen gebracht haben.

Es besteht KEINERLEI WILLEN zur Selbstkritik in diesem Land und jede Kritik in den USA selber wird durch "Patriotismus-Keule" niedergeknüppelt. Deshalb MÜSSEN ja alle Kritiker bei Militär oder Geheimdienst über Wikileaks oder Flucht ins Ausland arbeiten. Ich denke der erste Fall hier in dieser Doku beschreibt haargenau was Amnesty meint:
https://www.youtube.com/watch?v=bxVbUXI8x5c
… und ich kann ihnen nur zustimmen. Die Soldaten vernichten Beweise (Kugeln in Leichen) und lassen Menschen absichtlich sterben damit sie dies tun können, nur um der Verfolgung zu entgehen. In einem Wort: Widerwärtig!

@nuckelavee

"Might makes right" ... das hat schon im Wilden Westen funktioniert, als man den Indianern Decken mit Krankheiten gegeben hat und sie in immer kleinere Reservate sperrte.

100 neue Terroristen pro Versagen

Jeder der selbst miterlebt hat wie ein Kriegsverbrechen begangen wurde welches nicht mal Untersucht wird dem braucht man später nichts mehr von Rechtsstaatlichkeit zu erzählen. Mit solch einem verhalten wird das Land direkt destabilisiert und Hass und Selbstjustiz (auch in form von Terrorismus) Tür und Tor geöffnet. Jedes dieser Fälle sind die perfekte Vorlage um die "Besatzer" und alles was mit ihnen zu tuen hat zu dämonisieren.

Das ist meiner Ansicht nach eine direkte Unterstützung des lokalen und weltweiten Terrors!

Sehr Einseitig

Sie sehen die USA schon sehr Einseitig. Thomas Drake ist ein NSA-Whistleblower der noch sehr Wohl in den USA lebt, zwar sind noch Gerichtsverfahren anhaengig, aber er ist trotzdem in Freiheit.
Und nur weil UNSERE Medien fast aussschliesslich ueber Edward Snowden und Manning berichten und alle anderen Whistleblower die in den USA bleiben ignoriert werden, heisst es nicht das Amerika nicht Kritikfaehig ist, sondern nur wir haben einseitge Medien!

Kultur der Straflosigkeit

Es habe sich "eine Kultur der Straflosigkeit" etabliert, heißt es in einem Bericht der Menschenrechtsorganisation.

Es ist davon auszugehen, dass das mit Vorsatz geschieht. Die Amis wollen eigene Kriegsverbrechen nicht aufklären.

Es hat sich das Recht des Stärkeren etabliert...

„Es habe sich "eine Kultur der Straflosigkeit" etabliert, heißt es in einem Bericht der Menschenrechtsorganisation.“

Ein ausgesprochen treffender Duktus, der die US-Philosophie treffend charakterisiert. In der Tat fühlen sich die USA nur sich selbst gegenüber verpflichtet- internationale Standards werden gern als Maßstab für andere genommen, nur nicht als Maxime für das eigene Handeln- es hat sich das Recht des Stärkeren [USA] etabliert, aber nicht die Stärke des Rechts [internationale Standards], u. das gilt nicht nur für den Einsatz in Afghanistan.
Allein die Tatsache, das der US-Präsident mit seinen „Killing-Lists“ weltweit Exekutionen mittels Drohnen unter Verstoß sämtlicher völkerrechtlicher Standards u. Menschenrechte durchführen lässt, ist ein deutliches Zeichen auch für den nachgeordneten Bereich, dass ‚ man[n] sich alles erlauben könne, ohne das dies irgendwelche Konsequenzen nach sich ziehen würde.

Hier ist die internationale Gemeinschaft gefordert, dem ein Ende zu setzen!

@ Reiner160367

"Und nur weil UNSERE Medien fast aussschliesslich ueber Edward Snowden und Manning berichten und alle anderen Whistleblower die in den USA bleiben ignoriert werden, heisst es nicht das Amerika nicht Kritikfaehig ist, sondern nur wir haben einseitge Medien!"

Wie soll man das verstehen, dass nur wir einseitige Medien haben? Ich denke das kann man so nicht stehen lassen. Die Nachrichten"Industrie" in den USA ist vorallem ein Sprachrohr für die beiden politischen Parteien. Da kann man in den deutschen Medien schon eher verschiedene Meinungen hören.

Und nur weil es durchaus Whistleblower gibt die noch in den USA leben, heißt das nicht, dass es keine Kriegsverbrechen seitens der USA gibt. Nicht ohne Grund wurde ein Beitritt in den IStGH Seitens verschiedenster US-Regierungen bis jetzt immer abgelehnt, mit der Begründung, dass man Amerikanische Soldaten nicht unter "fremdes" Recht stellen könne.

Und in diesem Punkt sind sich Russen, Amerikaner und Chinesen ausnahmsweise mal einig.

@Reiner160367

Ach wirklich? Eigentlich müsste man als Nation jedem dieser Whistleblower dankbar sein, weil Dinge aufgedeckt werden die "so nicht gehen". Stattdessen werden sie vorverurteilt und als Verräter beschimpft ... frei nach dem guten alten Motto: "tötet den Boten!"

Vielleicht können Sie sich noch daran erinnern, wie Präsident Obama vor ein paar Tagen sich um die Foltergeschichten "herumgedrückt" hat. Jedes andere zivilisierte Land hat Guantanamo Bay und Abu Ghraib als Riesensauerei empfunden, aber ist Guantanamo Bay inzwischen geschlossen? Nein. Da wird immer noch weiter gefoltert und man beruhigt das eigene Gewissen, indem man die Definitionen anders belegt und den Dingen andere Namen gibt.

Die USA hat ja noch nicht einmal das Logistikzentrum, über das die weltweiten Entführungen abgewickelt werden, im eigenen Land gebaut. Das steht in FRANKFURT:
http://www.geheimerkrieg.de/#entry-41-7963-nanas-geschaeft

Also: Nicht die Medien sind schuld, sondern die USA ...

@ Thomas Wohlzufrieden (12:47): das ist gelinde untertrieben

hi Thomas Wohlzufrieden

Das Interesse der so genannten US-Militärjustiz besteht darin, Schaden vom Militär abzuwenden, wie jetzt in Afghanistan bestens bewiesen.

Das halte ich noch für gelinde untertrieben. Das Interesse der us-Militärjustiz ist, der us-Armee eine weiße Weste zu verpassen, ganz egal welche Kriegsverbrechen und welche Verbrechen gegen die Menschlichkeit (ich errinnere hier mal an Abu Grhaib) die auch immer begangen haben. Diese us-Militärjustiz sorgt dafür, dass diese NICHT-Rechtsstaatlichkeit der USA weiter bewahrt wird. Siehe dieser 18 jährige Farbige, der gestern in den USA erschossen wurde (er war unbewaffnet)!!

Man kann es durchaus als Farce bezeichnen.

Auch dass ist noch gelinde untertrieben. Die Wahrheit ist: was hier läuft, ist ein erneutes Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Von daher sind das us-Militär und auch diese usAdministration ein Fall für sowohl den IStGH sowie für das UN-Kriegsverbrecher-Tribunal in Deen Haag!

Die Niederlage der VSA in Baktrien dürfte nun vollständig werden

Die Katze ist aus dem Sack: Die VS-Amerikaner wollen mit Mann und Maus aus Baktrien abziehen, womit ihre völlige Niederlage besiegelt ist. Zwar neigen die VSA dazu ihre Niederlagen zu bestreiten, so behaupten einige beispielsweise, daß der Waffenstillstand mit Vietnam 1973 ein dauerhafter Friede gewesen wäre und die Vietnamesen diesen 1975 gebrochen hätten. Aber es dürfte klar sein, daß die VSA versucht haben in Baktrien einen Vasallenstaat zu errichten, um ins Innere Asiens vorstoßen zu können, mit dem Scheitern dieses Unternehmens verlieren die VSA das große Spiel nicht minder wie die Engländer, die Baktrien ebenfalls im XIX. Jahrhundert nicht knechten konnten. Große materielle Verluste haben die VSA in Baktrien zwar nicht erlitten, aber die Niederlage dürfte ihr Heer ähnlich demoralisieren wie diejenige in Vietnam. Wie auch die gewaltigen Summen, die dieses närrische Unternehmen gekostet hat, besser in den VSA für die Infrastruktur und die Bildung ausgegeben worden wäre.

@ CE

Die USA sind den Taliban auch ethisch/moralisch überlegen ...

Genau das war ja das

Genau das war ja das Unangenehme an Wikileaks, den afghanischen Kriegstagebüchern etc... jeder, der wollte konnte Hinter die Kulissen der angeblich so sauberen Kriege gucken.

Das war noch zu Zeiten vor dem "Collateral Murder" Video, in dem alle Welt sehen konnte, wie US-Soldaten lachend Journalisten und Ersthelfer-Zivilisten über den Haufen schießen.

Jeder der früher so etwas gesagt hat, wurde als Antiamerikaner und Verschwörungstheoretiker geschasst.
Inzwischen kann man es sich selber ansehen, und etliche Menschenrechts- /Journalistenorganisationen haben angefangen die Zivilen Toten, die die USA "übersahen" zu zählen - und das gefiel dem Pentagon/Weißen Haus gar nicht.

In diesem Zusammenhang sind die Leaks und Whistleblower für die Zivilgesellschaft von unschätzbarem Wert.

@ 14:15 von Reiner160367

Meine Zustimmung haben Sie im Übrigen.

IStGH

tja... is ja nix neues...

die usa treten ja noch nicht mal dem istgh bei...
sie halten sie da schön raus...
alleine das sagt schon alles aus...
ich erwähne nebensächlich: menschenrechte, ausbeutertum, neo-kolonisation, minenächtung.... im gleichen atmezug nenn ich dann abu graib, guantanamo

gruss sepp

@Phonomatic

Aber nur knapp ... denn so wie sich die USA bei ihren "Demokratisierungsversuchen" verhalten, sind sie KEINE GUTEN VORBILDER. Abu Ghraib, diverse "versehentliche" Angriffe auf 100% zivile Ziele und Zerstörung/Komplette Respektlosigkeit von Kulturgut sind keine guten Beispiele.

Die Taliban zerstören Kulturgut (Buddhastatuen) mit Absicht, die USA (Scherbenhaufen von Babylon wurden zugeteert, Fehlende Bewachung des Nationalmuseums Baghdad machte Diebstahl einfach) machen das aus Unkenntnis oder Ignoranz.

Die Taliban töten Menschen die "gegen die Regeln verstoßen haben", dafür entführen und foltern die USA Verdächtige über JAHRE und entschädigen die Unschuldigen nicht einmal.

Ich sehe da nur den Unterschied, dass man in den USA *halbwegs* frei leben kann ...

14:15, Reiner160367

"Sie sehen die USA schon sehr Einseitig. Thomas Drake ist ein NSA-Whistleblower der noch sehr Wohl in den USA lebt, zwar sind noch Gerichtsverfahren anhaengig, aber er ist trotzdem in Freiheit.
Und nur weil UNSERE Medien fast aussschliesslich ueber Edward Snowden und Manning berichten und alle anderen Whistleblower die in den USA bleiben ignoriert werden, heisst es nicht das Amerika nicht Kritikfaehig ist, sondern nur wir haben einseitge Medien!"

Sehr schön. Die Amerikafreunde hauen auf unsere Medien ein, weil sie einseitig gegen die USA Stellung beziehen und die Kirche zum Heiligen St. Wladimir tut desgleichen, da unsere Medien einseitig FÜR die USA Stellung beziehen.

Mit anderen Worten, unsere Medien werden ihrer Aufgabe im großen und ganzen gerecht.

Das freut und beruhigt mich.

@ 16:55 von tick tack tick tack

Komisch doch, dass es nur ein solches Video gab, wo doch so viel geleakt wurde - bestätigt die Ausnahme da etwa die Regel ... ?

Btw. wenn es um Leben oder Tod von Menschen geht ist whistblowing durchaus vertretbar, das sollte man aber nicht mit allerlei Eitelkeiten in einen Topf werfen!

Da hat jemand was falsch verstanden: Militärjustiz

Militiärjustiz (zu mindest bei den Amis) richtet doch nicht gehen die EIGENEN Soldaten, insofern sie sich nicht gegen die EIGENEN Kameraden gerichtet haben.
Mlitärjustiz bei den Amis hat sich noch NIE gegen eigene Soldaten wegen Verbrechen gegen den Feind gerichtet.
Da gibts genug Beispiele in der Vergangenheit

@ 17:59 von CE

Ach hören Sie doch auf willkürlich herausgegriffene Einzelfälle gegeneinander aufzuweigen, in Afghanistan gibt es einen Haufen positive Entwicklungen die es unter den Taliban nie gegeben hätte.

In den USA leben die Menschen in Freiheit und Wohlstand und auch in Afghanistan lässt sich die Zivilgesellschaft mittlerweile - trotz Rückschlägen und Bomben - nicht mehr von den Taliban beeindrucken.

Darstellung: