Kommentare

Rückkehr Subprime-Kredite

Na, das Spielkasino öffnet wieder: demnächst werden sicher wieder diese gebündelten, undurchschaubaren Sammelkredite an europäische Banken weiter verkauft. Hat ja schon einmal funktioniert.

Nichts gelernt...

Es ist wie immer in der menschlichen Geschichte, Fehler wiederholen sich...

Beängstigend ist nur, dass es immer schneller passiert.

"Denn der neue Subprime-Markt

"Denn der neue Subprime-Markt hat nicht viel zu tun mit dem alten aus Krisenzeiten. Die Regeln sind strenger, die Anbieter sind vorsichtiger."

Die Botschaft hör' ich wohl, allein mir fehlt der Glaube.

Gut das hier mal journalistisch angesetzt wird.

Aber machen Sie da weiter wo Sie aufgehört haben und ich verspreche Ihnen das Sie noch viel gewaltigere Systemrisiken finden werden.
Die Folgen der Schulden/Guthabenkrise und der anschliesenden QE-Programme fressen sich langsam durchs ganze System. Subprime - man kann auch Schrott Kredite dazu sagen - werden nicht nur von den privaten Haushalten vor sich her geschoben sondern mittlerweile auch von Pleite-Unternehmen, Pleite-Kommunen (Detroit war erst der Anfang, siehe puerto Rico, Flint und Kollosse wie L.A. oder ganz Kalifornien), Pleite Staaten (Dumpingzins für Eurosüdländer). Das billige Geld machts überall. Investiert sind zunehmend sie und ich mit unseren Pensionskassen. Die Versicherer trifft der nächste Bust vielleicht schlimmer als die Banken. Dazu Länder wie China deren Schattenbanksystem an den Rändern bereits zu kollabieren beginnt (Häuserpreise sinken erstmals überwiegend) oder Japan das defacto Pleite ist und allein die BoJ noch als aktiver Bondkäufer auftritt.

Subprime-Kredite

Na prima! Irgendwie muss die Wirtschaft ja angekurbelt werden. Dazu passt auch, dass das Insolvenzverfahren in Deutschland verkürzt wird.
Auch wenn die Regeln jetzt strenger sind, am Ende haften die Steuerzahler. Der Bankenstresstest wird zeigen, dass viele Banken noch auf faulen Krediten sitzen. Die Banken werden sich aber schadlos halten.

Warum auch nicht?

Nicht das ich den Wahnsinn dieser Maßnahme in Frage stellen will. Man macht das nicht aus Jux und Dollerei. Verbriefungen hierzulande, Subprime Kredite in den USA etc. Warum macht man das? Es gibt zu viel Geld in den Händen zu weniger Leute und alle wollen Rendite. Also gibt man eben Geld in die Hände derer die es sowieso nicht zurückzahlen können. Eine Zeitlang geht das wieder gut, bis jemand mal eine fällige Rate haben will.
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Auch kommt es daher, weil man 2008 bewiesen hat, dass Sozialismus funktioniert - sofern er für Reiche gilt. Genau das wurde ja bei der Bankenrettung gesagt. Und die Banken wissen, dank Universalbankensystem, dass sie sowieso der Regierung die Pistole auf die Brust setzen können wenn es kracht.
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Deswegen die Frage: Warum auch nicht? Der Ball liegt in der Spielhälfte des einfachen Bürgers und keiner wird für ihn das Spiel machen.

Das kommt ...

... wenn die Gier den Verstand ausschaltet ;-(

Unbegründet

Wieso "neue Sorge", der Steuerzahler blecht doch im Falle eines Falles.

Daten verschlüsseln?

Wo verschlüsselt wird, gibt es zwangsläufig Schlüssel, mit denen wieder entschlüsselt werden kann. Sicherheit vor den US-Geheimdiensten z. B. NSA) ist so nicht zu erreichen!
Es gibt jedoch ein einfaches Mittel um Datensicherheit herzustellen: Das sind z. B. Standallone-Rechner.
In der Vergangenheit sind diese in vielen Betrieben und Behörden, gegen die Warnungen einzelner Mitarbeiter, ans Netz und somit ans Internet angeschlossen (höhere Flexibilität) und damit allen Gefahren ausgesetzt worden, über die wir uns heute ständig aufregen.
Dies ist meine Erachten die einzig relativ sichere Möglichkeit gegen Datenklau durch die NSA oder andere.

@SoilentGruen

Das ist ganz und gar nicht erstaunlich, denn alles passiert doch immer schneller ...
- Bevölkerungswachstum
- Aktienhandel (obwohl da jetzt eine technische Grenze wohl beim Computer-trading erreicht sein dürfte kann man einfach mehr Computer handeln lassen ...)
- Produktkaputt-/verfallsdatum
- Tagesmeldungen auf Twitter usw.

Kein Problem?

Momentan dürfte das kein Problem sein - wer das Risiko richtig bewertet - also Rücklagen für einen x%-igen Ausfall der Kredite mit einrechnet anstatt die höheren Zinsen direkt als Dividende weiter zu reichen, der kann diesen Markt durchaus sinnvoll bedienen. Problematisch wird es erst, wenn in 10-20 Jahren das Problembewusstsein wieder verwässert wird und die wirtschaftsbedingte Schwankung der Rückzahlungsraten nicht mehr korrekt eingeschätzt wird.

Das wird teuer für die Bürger

Da bin ich gespannt, wie viele Jahre wir brauchen, um die nächste Finanzkrise zu erleben. Da inzwischen die Sanktionen gegen Russland beginnen auf die deutsche Wirtschaft durchzuschlagen und andere Krisenherde weiter schwelen, werden wir wohl alsbald Probleme in der Wirtschaft bekommen. Und die weitere Aufweichung der Eurokriterien tut das Nötige, um uns in das nächste Chaos zu führen. Nur werden wir Bürger dann mehr für die grandiosen Fehlleistungen von Banken und Politik bluten müssen.

Zinsen

"... und das sind eben Subprime-Märkte - die außerdem noch wegen der höheren Zinsen, die man dort verlangen kann, sehr lukrativ sind. "

So kann man nur leider als Kreditgeber nicht rechnen, schießlich steigt mit den Zinsen das Ausfallrisiko - bzw. die Zinsen steigen wegen dem Ausfallrisiko.

Am Ende ist der (Gewinn-)Erwartungswert des Kreditgebers bei Prime- und Subprime Krediten identisch, solange Ausfallsrisiko und daraus entsprechend die Zinsen korrekt berechnet sind.

Ich glaube Einstein sagte

Ich glaube Einstein sagte mal:
Die Geschichte des Menschen zeigt,daß der Mensch aus der Geschichte nichts lernt.

@Hans Ott

"Na, das Spielkasino öffnet wieder: "

Letztlich ist es die Verantwortung jedes Erwachsenen Menschen, nur die Kredite aufzunehmen, die er auch bedienen kann. Auch die Punkteeinstufung und damit ja eine Diktatur durch die Banken, wer nun einen Kredit bekommt und wer nicht, ist sicher zu kritisieren.

Sie werden das nicht Ausrotten können. Geld und Gier sind wie Wasser, das findet seinen Weg.

mal unbedarft gefragt,

wenn die Freihandelszone plaziert ist,
hat das Einfluß auf solche Produkte?

Was denn "gelernt"?!

Was sollen denn die Banken eurer Ansicht nach nicht "gelernt" haben?

Sie sind Jahrzehnte lang hohe Risiken eingegangen, haben gewonnen, damit gut verdient, und große Boni eingestrichen. Dann haben sie mal verloren, den Verlust an die Steuerzahler weitergereicht, zwei Jahre auf Boni verzichtet... Nur ihr Ruf hat ein bisschen gelitten.

*Natürlich* haben die Banker daraus gelernt. Und zwar genau das: Weitermachen wie bisher, aber andere Wortwahl.

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Viel interessanter sind folgende Fragen:

Hat die Politik daraus gelernt? Wird sie *wieder* die Verluste an den Steuerzahler weiterreichen?

Und vor allem: Haben *wir* daraus gelernt? Wählen wir weiterhin die Partei, die mit ziemlicher Sicherheit nichts gelernt hat, und die, ebenso weitgehend sicher, wieder Milliarden Steuergelder für "alternativlose" Bankenrettungen umverteilen wird?

Oh, verdammt...

haben wir schon....

Casino wieder geöffnet

"...Denn der neue Subprime-Markt hat nicht viel zu tun mit dem alten aus Krisenzeiten. Die Regeln sind strenger, die Anbieter sind vorsichtiger...."

Und wie bitte passt dieser Satz zudem Satz einige Zeilen weiter oben indem Artikel wo darauf verwiesen wird, dass das am schnellsten wachsende Kreditsekment das mit der schlechtesten Bewertung ist?

Da sollen die Anbieter der Kredite jetzt vorsichtiger sein??
Sorry aber ich bin nicht blöd, da ist doch das Casino wiedereröffnet worden.

alles eine Frage des Eigenkapitals

Natürlich dürfen und sollen Banken auch große Risiken eingehen dürfen, wenn sie sie für profitabel genug halten. Aber bitte mit ihrem eigenen Geld. Droht Totalverlust, muss die Eigenkapitalquote eben bei 100% liegen. Dann fehlt zwar der profitable Hebel, aber wenigstens verzocken sie nicht unser Geld.

Eventuell wären eine staatliche Bank für die Wirtschaft, und eine weitere für Privatleute, mit strengen Eigenkapitalregeln, die sinnvollste Lösung. Dann wären schlagartig alle anderen Banken nicht mehr systemrelevant, dürften zocken wie sie lustig sind, und ungestört pleite gehen, wenn's halt nicht aufgeht.

Systemrelevante Zocker

" Dann wären schlagartig alle anderen Banken nicht mehr systemrelevant, dürften zocken wie sie lustig sind, und ungestört pleite gehen, wenn's halt nicht aufgeht."
Sie wollen wohl unser neoliberales Geschäfts model z.B. der D. B. abschaffen. hat doch bis jetzt so gut funktioniert das mit der Systemrelevanz.

@bitterepille

Völlig richtiger Ansatz. Es kann nicht das Ziel sein, dass am Ende nur jene Kredite bekommen, die in der höchsten Bonitätsklasse sind, allerdings muss eben genügend Eigenkapital vorgehalten werden. 100% muss es allerdings nicht sein.

@ Tesler

Danke ganz Ihrer Meinung. Auf der einen Seite Schreit man nach günstigen Krediten ohne größere Prüfungen, um die Wirtschaft anzukurbeln, anderseits wird das Geldverleihen verteufelt...

Egal welche Richtung man jetzt einschlägt, es finden sich genug Leute die behaupten, den Irrweg schon vorher erkannt und gemahnt zu haben....

@NANA - Sozialismus

Super Stichwort, der Kapitalismus und der freie Markt wurden längst zu Grabe getragen. Alles wird durch die Notenbanken manipuliert und verzerrt. Zins als Indikator für Kreditwürdigkeit - Geschichte. To big to fail ist etabliert. Der Moral Hazard ob dieses Zustandes kennt keine Grenzen mehr. Die grossen können sich alles erlauben. Das ist Sozialismus pur!
Während Brüssel ein Rettungspaket nach dem anderen schnürt und EZB und FED alles an Schrott aufkaufen was sie zwischen die Finger bekommen, verlautet es aus Peking, dass man im Falle von Turbulenzen vieles den Marktkräften bei der Neuordnung des heimischen Systems überlassen wird.
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Wo sitzten jetzt die Kommunisten?

@ Hugomauser

Jeder Privatmann und jedes Unternehmen kann zocken wie es möchte, so lange nicht der Steuerzahler für die Verluste aufkommen muss. Zumindest bei uns in Deutschland bin ich mir sicher, dass sich unsere Alternativlos-Kanzlerin wieder gezwungen sieht, systemrelevante Zockerbanken zu retten.
Aus diesem Grunde schließe ich mich voll der Meinung an, dass das Spiel-Casino wieder geöffnet ist.

@ SoilentGruen

Ihr Zitat:
"..... Beängstigend ist nur, dass es immer schneller passiert."
Das ist doch ganz einfach zu erklären. Die wollen nur ganz flott wissen, ob es damals wirklich daran lag, also probieren sie es sofort wieder aus.
Stellen Sie sich einfach vor, Sie rennen mit voller Wucht gegen eine Wand und tun sich weh. Sie rennen sofort wieder los, um zu sehen, ob es nochmal weh tut. Nach dem vierten oder fünften Mal sind Sie dann davon überzeugt, dass es auf gar keinen Fall an Ihnen liegt ..... sondern an der Wand :-)

Ich verstehe

das Gejammer nicht. 2008 wurde doch bewiesen, dass für die Risiken der Bangster doch der Steuerzahler eintritt. Also: Ball flach halten. Du zahlst das bestimmt und wenn nicht Du, dann Deine Kinder bzw. deine Renten- bzw. Pensionskasse, deine Lebensversicherung sowieso.

13:17 von flocke13

Ich glaube Sie sind im falschen Film mit Ihrem Beitrag hier.
Hier geht es um Kredite und nicht um NSA !!!
Thema verfehlt !

Das Casino ist wieder auf.

Ja, natürlich ist das Casino wieder eröffnet.
Und wieder zählt nur der schnelle Gewinn - beim Kreditnehmer wie beim Kreditgeber.
Das spiegelt ein Grundunvermögen der amerikanischen Gesellschaft wieder. Und mit denen wollen die Europäer Abkommen wie TTIP abschließen? Nein danke! In der amerikanischen Wirtschaft herrscht ein unbeschreiblich gefährliches Denken.

@Kenner

"Super Stichwort..."
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Die Ultrareaktionären haben nur eines Vergessen: Wenn der Staat nicht eingegriffen hätte, hätten wir eine zweite Weltwirtschaftskrise gehabt. Das Eingreifen war richtig, genauso wie es richtig ist ein Feuer zu löschen. Das heißt nicht, dass das Feuer dadurch besser wird. Der Fundamentale Fehler war die folgende Untätigkeit.
Von Marktkräften kann man reden und einführen wenn man das Unviersalbankensystem abschafft. Davon wollten aber die Apologeten, die vorher von Sozialismus faselten, nichts wissen.
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Das liegt daran, dass der heutige Zustand, aus dem Kapitalismus entstand. Der Markt und seine Vorteilnehmner haben sich den Staat ermächtigt, der eigentlich den Markt im Zaum halten sollte. Der Markt ist demnach nur von Vorteil wenn er niemals derart aus dem Gleichgewicht gerät, dass er unsere Lebensweise bedroht. Dafür braucht es den Staat, und nicht noch mehr davon was letztendlich zu diesem Zustand führte. Das ist festhalten an einer gescheiterten Ideologie.

Sind Autokredite nicht immer sub-prime?

Ich hätte angenommen, dass wer immer für einen Autokauf einen Kredit aufnehmen muss, nicht wirklich eine hohe Bonität haben kann - von wenigen Ausnahmen abgesehen. (z.B. jemand der gerade erstmals einen gut bezahlten und sehr sicheren Arbeitsplatz angetreten hat.)

War klar !

Die Amis haben immer schon auf Pump gelebt, da wird die Krise vor 7 Jahren nichts daran ändern. Wie soll denn die Wirtschaft dort wachsen, aus Sparguthaben? Das sind doch keine Deutschen, und die sind ja auch nicht mehr das was sie einmal waren. Die ganze Amerikanisierung von Europa macht doch vor Krediten an Leute die keine Kredite haben dürften keinen Halt.
Hier in Spanien konnte die letzten sieben Jahre jeder von den Banken und Sparkassen eine Finanzierung von 100% auf Häuser bekommen die die Bank im Bestand hat, also Rückläufer der Immobilienkrise. Ohne einen Euro Eigenkapital.

Na bitte

es geht wieder vorwärs.Bin gespannt wie lange es gut geht.Und was die Politiker den Steuerzahler dann erzählen,warum,weshalb wieso und so weiter und so fort.
Die dummen waren und werden wieder die Steuerzahler sein.

Meinungsmache

Wie so oft in diesen Kommentarsektionen, findet sich auch hier wieder viel plakative Meinungsmache.

Dass Arbeitnehmern mit positiven Zukunftsaussichten Kredite gewährt werden, ist zum Wohle der Allgemeinheit, oder soll eben diesen aufstrebenden Arbeitern das Recht aufs Eigenheim genommen werden?

Die "erst sparen, dann Geld ausgeben" Mentalität ist purer Unsinn, denn ohne Kredite auch kein Sparen. Frei zugängliche und funktionierende Kreditmärkte steigern die Wohlfahrt aller.

Der Fiskus muss Bankenrettungen glaubhaft ausschließen, was dazu führt, dass die Kapitalkosten der Banken steigen und diese verantwortungsbewusster mit ihrem Kapital umgehen. Systremrelevante Banken genießen derzeit eine Prämie auf ausgegebene Anleihen, welche daher rührt, dass man im Notfall von einer Bankenrettung ausgeht und eben kein Haircut stattfindet. Siehe hierzu eine Studie des IMF: https://www.imf.org/external/pubs/ft/wp/2012/wp12128.pdf

Das Problem sind nicht die Kredite

Problematisch wurden die Subprime-Kredite erst als sie in Form von Wertpapieren auf den Markt kamen, die von den Ratingagenturen mit einer unzutreffenden Bonität versehen worden waren. Ein Kreditgeber selbst kann das Risiko konkret übersehen, höheres Risiko bedeutet höhere Zinsen. Wenn jemand dagegen nur ein Wertpapier mit aggregierten Verbindlichkeiten kauft, kann er dies in der Regel nicht, deshalb gibt es ja Rating-Agenturen. Sie müssen nur ihren Job richtig machen. Allerdings ist es kein Ruhmesblatt für die Banker, daß bei den hohen Zinsen der Subprime-Papiere zu wenige die Rating-Agenturen kritisch hinterfragt haben. Und wer jetzt von Primat der Politik schwärmt, der sei daran erinnert, daß gerade staatliche Banken hierbei besonders unvorsichtig (wenn nicht gar unfähig) waren.

subprime

solange keine ausländischen Pensionsfonds oder öffentlich rechtliche Banken mitspielen ist es ein inneramerikanisches Problem. Erst wenn die Pakete wieder so nett verschnürt werden und mit AA+ bewertet sind, dann steigt der europäische Steuerzahler ein. also wo sind die Gesetze die uns davor schützen Mutti?

In Systemen, die Menschen

In Systemen, die Menschen gnadenlos durch miese Löhne ausbeuten, muss auf Pump gelebt werden oder die Wirtschaft bricht zusammen. In allen Staaten der Welt, auch in Deutschland, wird die Masse der Arbeitnehmer immer schlechter bezahlt, so dass das Kreditwesen floriert. Die ganze Welt vewegt sich vereits im Schulden-Teufelskreis.

@Das Problem sind nicht die Kredite 16:30 purpleblues

Richtig erkannt.
Das Problem sind die Zocker und ihre Spielwiese, die Spieltheorie,
die sie nicht mal beherrschen.

Die "falschen Ratings" sind im Prinzip dasselbe Kaliber wie "gekaufte Referenzen",
nur etwas teurer für den der zahlt.

Und wer ist das? ... Genau!

Schlechter Artikel

Mal davon abgesehen, dass er sich anhört wie ein übersetzter englischer Artikel (Wortwahl, Formulierungen etc.), werden die Hintergründe gar nicht beleuchtet.
Das Kredite im Automobilbereich an Menschen mit schlechter Bonität vergeben werden ist sicherlich politisch gewollt. Wer soll denn sonst die schlechten Produkte der schwächelnden amerikanischen Autoindustrie abnehmen? Ich geh ja davon aus, dass Autokredite meist für einheimische Marken genommen werden, da sie ja billiger sind als höherwertigere importierte (Asien/Europa).
Und die erwähnten "strengeren Regulierungen". Welche sind sie? Vll hätte sich der werte Korrespondent die Mühe nehmen sollen die wichtigeren hier mal darzustellen.

@16:04 von knolle7

Endlich mal ein vernuenftiger Kommentar zu diesem Thema. Wenn man diese "erst sparen, dann Geld ausgeben" Mentalität als zutreffend ansehen wuerde, dann koennte sich die breite Masse der Deutschen kein Eigenheim leisten und viele auch kein Auto. Sich etwas leisten zu koennen, ohne es sofort voll zu bezahlen, dafuer sind Kredite da. Allerdings gibt es da einige Unsinnigkeiten. Z.B. ist es abstrus, Kreditnehmern mit geringerer Bonitaet Kredite zu hoeheren Zinsen zu geben. Diejenigen, die weniger Kapital haben, muessen mehr zurueck zahlen als diejenigen mit hoeherer Bonitaet - damit schafft man sich selbst ein hoeheres Risiko. Statt hoeherer Zinsen sollte man hier das Kreditvolumen sinnvoll deckeln oder das Risiko ueber eine Versicherung abdecken.

13:00 von Kenner

>> Gut das hier mal journalistisch angesetzt wird. Aber machen Sie da weiter wo Sie aufgehört haben und ich verspreche Ihnen das Sie noch viel gewaltigere Systemrisiken finden werden. <<

Stimme Ihren Beitrag (auch Ihrem späteren = 14:24 von Kenner >> @NANA - Sozialismus) ausdrücklich zu.

Exorbitante Geldwertmengen in Händen hektisch renditesuchender Anleger, in Verbindung mit irre niedrigen Refinanzierungszinsen der Notenbanken, ergeben eine hochexplosive Spekulations-Mixtur...

... die allerdings (wie US-Subprime-Apologeten jetzt wieder glauben) - "kontrolliert" zu einem herrlichen Renditefeuerwerk abgebrannt werden kann... Aber schon kleine Störungen (techn.Fehler, Regenwetter) können jedes Feuerwerk versauen.

Deshalb befürchte ich, daß hier (Subprime-Kredite) einige Oberschlaue nur eine alte Masche "neu" propagieren, um durch (diesmal) "kontrollierte" Geldverbrennung und Energierückgewinnung (Steuerzahler) aus der Asche (Wortspiel) neue Gewinne zu generieren. Perfide!

17:19 von debattierer

Googl'n Sie einfach mal nach den Verkaufszahlen hier bei uns,dann sehen Sie wie falsch Sie liegen. Die asiatischen Automarken liegen ganz vorn.

@17:19 von debattierer

"Ich geh ja davon aus, dass Autokredite meist für einheimische Marken genommen werden, da sie ja billiger sind als höherwertigere importierte (Asien/Europa)."

Wenn ich solche Kommentare lese, die nur auf Annahmen basieren, dann geht mir glatt der Hut hoch. Ich lebe in den USA und habe mir ein deutsches Auto gekauft - weil mir die amerikanischen zu teuer sind. Uebrigens: Machen Sie mal Urlaub in den USA und schauen sich die Preise fuer deutsche Autos an. Da werden Sie stark ins Gruebeln kommen, warum Ihnen in Deutschland soviel mehr Geld fuer dasselbe Auto abgenommen wird.

@Zwicke

"Exorbitante Geldwertmengen..."
.
Nur ist diese exorbitante Geldentwertung dem Mythos geschuldet, dass niedrige Zinsen automatisch Geldentwertung bedeutet. Unmittelbar hat das eine mit dem anderen jedoch nichts zu tun. Die Inflation ist historisch niedrig, und die Indizes für Kapitalmärkte sind nunmal nicht ausschlaggebend für den Warenkorb. Es ist wohl das deutlichste Zeichen destruktiver Wirtschaftsideologie die gemeldete Inflationsrate als per se als Verschwörungstheorie zu bewerten.

16:04 von knolle7

Sie schreiben u.a.:

>> Wie so oft in diesen Kommentarsektionen, findet sich auch hier wieder viel plakative Meinungsmache. Dass Arbeitnehmern mit positiven Zukunftsaussichten Kredite gewährt werden, ist zum Wohle der Allgemeinheit, oder soll eben diesen aufstrebenden Arbeitern das Recht aufs Eigenheim genommen werden? Die "erst sparen, dann Geld ausgeben" Mentalität ist purer Unsinn, denn ohne Kredite auch kein Sparen. Frei zugängliche und funktionierende Kreditmärkte steigern die Wohlfahrt aller. <<

Ihren Ausführungen ist zu widersprechen!

Ihre Ansicht = "Kredite für AN mit pos. Zukunftsaussichten / dient der Allgemeinheit..." ist hoffnungslos veraltet. Für die Masse heutiger AN besteht die gesamte Zukunft nur noch aus "unsicheren" Einkommensaussichten und evtl. Erbschaften von Altvorderen. Auch LV- u. Sparverträge sind längst "abgeschmolzen".

Und Sie reden hier vom Sparen und Krediten als Nutzen fürs Allgemeinwohl..?!

Das kann ich (als VWL/BWL-Praktiker) nicht erkennen.

17:22 von Badman

Sie schreiben u.a.:

>> Wenn man diese "erst sparen, dann Geld ausgeben" Mentalität als zutreffend ansehen wuerde, dann koennte sich die breite Masse der Deutschen kein Eigenheim leisten und viele auch kein Auto. <<

Können Sie mir einen einzigen vernünftigen Grund nennen, weshalb sich jemand OHNE ein "lebenslang garantiert gesichertes Einkommen" lebenslang für ein Eigenheim verschulden sollte..? Vielleicht "zum Nutzen der Allgemeinheit", weil doch so viele vom Kreditnehmer partizipieren... (Banken und deren Mitarbeiter, Versicherer und deren MA, Baufirmen, Renovierer, Energieversorger, auch Notare und Kommunen (Steuern), und nicht zuletzt Arbeitgeber, die "seßhafte = unflexible" AN auspressen können...).

Der - im Vergleich zu zB. Frankreich oder Italien - in Deutschland eher unterentwickelte Besitz von Wohneigentum als potenzielle Hemmung für räumliche Mobilität war bisher ein positiver Virulenzfaktor für "D", und wird erst neuerdings durch Mietwohnungsmangel behindert. Warum wohl..?

@badman und @americafl

Mag sein, deshalb habe ich es auch als "Annahme" gekennzeichnet. Immer noch besser als es als "Wahrheit" zu verkaufen, wie viele Foristen mit ihrer Meinung umgehen.
Aber seis drum. (Ich zweifle trotzdem noch dran dass ein VW in den USA billiger sein soll als zB ein entsprechendes Modell von Chrysler).
Mein Hauptpunkt ist, dass der Konsum politisch gewollt ist und dass der Artikel schlecht ist, weil er sehr oberflächlich bleibt. Die erwähnten "strengeren Regulierungen" bleiben ganz außen vor. Dazu hab ich von Ihnen nichts gehört.

konsumentenkredite

ob und inwiefern Kredite an Arbeitnehmer ausgegeben werden ist dem jeweiligen Verleiher zuzurechnen und nur ein Problem wenn dieser Kredit als Wertpapier an den Finanzmärkten mit einer solch hohen Bewertung auftaucht, dass es, das Wertpapier, zur Beimischung für Pensionsfonds, Versicherungen und für Kreditnehmer als Besicherung von Krediten verwendet werden kann. Dann nämlich gibt meine öffentlich rechtliche Bank, meine Versicherung, meine Pensionskasse Konsumentenkredite aus, die ganz anders bewertet sind als es eigentlich der Fall ist. Und das darf sie eigentlich nicht. Und da hätten wir nun acht Jahre Zeit gehabt um Gesetze dazu zu erlassen. Nichts ist jedoch passiert.

#Knolle

Ich habe hier in Spanien erlebt wie es ausgeht wenn jeder mit zwei Nominas (Gehaltsbescheinigung für zwei Monate) ein Haus samt Umbau, ein Auto und eine Reise in die Karibik bekommt, alles auf die Hypothek vom Haus. Lesen Sie mal nach wie viele ihre Häuser verlassen mussten, wie viele Ehen und Familien zerbrochen sind, wie viele sich das Leben nehmen mussten, wie viel mit 45 wieder beiden Eltern eingezogen sind,- wenn diese nicht auch auf der Straße standen weil sie gebürgt haben, etc.
Man kann den Leuten nicht einfach so das Geld hinterher werfen, und schon gar nicht wenn es ihnen an der nötigen Bildung fehlt um die Folgen abzusehen.
Kredite und Hypotheken sind sicher OK, aber ein Drittel Eigenkapital sollte gesetzlich vorgeschrieben sein.

Ich glaub es hackt...

Unglaublich wie dumm doch die Menschheit ist... Unbelehrbar sind wir in so vielen Sachen... Aber wie einige vor mir geschrieben haben, wir retten ja wider das Finanzsystem XD

18:00 von Nana

Pardon - werte/r User Nana ... ich meinte mit dem Begriff "Geldwertmenge" das von Spekulanten vornehmlich an Börsenplätzen bewegte Viralkapital - nicht die regionale Geldentwertung qua Inflation (obwohl beides auch voneinander abhängig ist).

Ich bin auch kein "Wirtschaftsideologe" ... nur ein deutscher Mittelstandsunternehmer (mit VWL/BWL-Studium) in (erst gezwungener, dann überzeugter) 3.Generation (im Gewürzhandel zwingend mit Auslandsniederlassungen), und mit inzwischen reichlich praktischen Erfahrungen. Natürlich auch mit Banken - die mir (mit Ausnahme der nötigen Hausbank) allesamt "gestohlen" bleiben dürfen. Ebenso "alternativlose" Politikkonzepte!

Dem "neuen" US-Prime-Creditmarket stelle ich "unsere" Firmenphilosophie entgegen: Unsere (schon vom Großvater begründete "Fuggerei") = 87 billige Häuser/Firmenwohnungen am Stammsitz; und billige Firmenkredite für zuverlässige Mitarbeiter (auch im Ausland).

Motto: Sozial ist nur, wer Arbeit schafft und gleichzeitig sozial ist..!

Nachtrag...

Nachträglich zu meinem vorherigen Beitrag möchte ich klarstellen, daß mein Beitrag keine Selbstbeweihräucherung sein soll, sondern vielmehr ein Appell dahingehend, daß wir uns alle in Deutschland - nach meiner Überzeugung - auf eine andere = "neue" (altbewährte) Denkweise einlassen sollten.

Eine Denkweise die berücksichtigt, daß Einkommen und nachhaltiger Wohlstand (auch für alle) immer NUR aus ERBRACHTEN Leistungen entsteht ... niemals aber "auf Pump", von dem immer nur Dritte (Prarasiten) partizipieren.

Früher mal waren namhafte Banken sogar Aushängeschilder für die Seriösität von Staaten (in D zb. "Deutsche"; "Dresdner" etc). Und heute...?

Und warum..?

Übermäßiges Konsumdenken- und -verhalten macht abhängig von Krediten. Betonung = "übermäßig".

Wer hingegen Kredite überschaubar und daher seriös durch eigene Leistung bedienen kann, ist auf der "sicheren" Seite.

Alle anderen werden willkommene Opfer der neuen Subprime-Kreditblase ... und Lasten für die Allgemeinheit.

@18:23 von Zwicke

Wenn Sie sich meinen Kommentar nochmal genau durchlesen, werden Sie herausfinden, dass ich von der breiten Masse und nicht von Menschen "OHNE ein lebenslang garantiert gesichertes Einkommen" geschrieben habe. Es sei denn, sie meinen mit "OHNE ein lebenslang garantiert gesichertes Einkommen" die breite Masse in Deutschland. In diesem Falle ist wohl in Deutschland doch nicht alles alternativlos gut.

@Zwicke

"Ich bin auch kein "Wirtschaftsideologe""
.
Damit habe ich auch nicht sie gemeint sondern den Zeitgeist, der partou Niedrigzinsen und niedrige Inflation nicht akzeptieren kann. Das ist Neoliberalismus bzw Monetarismus. Die wenigstens haben studiert aber dafür wissen es die Meisten (siehe Kommentare zur Inflation). Und wenn eine Lehre versucht die Realität zu verleugnen, so wie es zahllose Journalisten in den Kolumnen, dann fängt Lehre an zur Ideologie zu werden. Ganz besonders wenn die Parolen verstärkt ausgegeben werden.
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Die Niedrigzinspolitik hat seinen Zweck, aber leider liegen die Faktoren außerhalb des Einflusses der Zentralbanken. Um den Vergleich zu bemühen: Auf der Titanic wissen einige was Sache ist, was aber viele von ihnen nicht von ihren bisherigen Fehleinschätzungen befreit. Leider wird die Debatte von den "Volldampf voraus" Fraktion maßgeblich mitbestimmt (siehe Sozialismus Vorwurf). Die spielen sich als Opposition zu denen auf, bei denen (etwas) Vernunft einkehrt.

@18:27 von debattierer

"Die erwähnten "strengeren Regulierungen" bleiben ganz außen vor. Dazu hab ich von Ihnen nichts gehört."

Da kann ich auch nichts zu sagen, da ich keine Erfahrungen damit gemacht habe. Ich gehoere leider nicht zu den "subprimern".

Subprimekredite sind auch ein gutes Geschäft

Wenn man Kredite an Kreditnehmer ohne Kreditsicherungen vergibt, kann sich das durchaus lohnen. Das Geld bekommt man zwar nie wieder, aber man verdient gut an Versicherungenprovisionen bei Ablösekrediten.

Diese Kunden sind für andere Banken verbrannt, dort würden sie nie mehr Kredit bekommen.
Für diese Kreditnehmer ist man also Monopolist, solange diese nicht in die Privatinsolvenz gehen.
Die Citibank war mit einem solchen Geschäftsmodell profitabel unterwegs.

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