Kommentare

Roboter bekommen keine Rente ...

... müssen aber auch nicht in die Arbeitslosen- und Rentenkasse einzahlen.

Nun weiß ich nicht, wie die Unterstützung bei Arbeitslosigkeit und die Alterssicherung in Japan geregelt sind. – Normalerweise sind diese beiden Punkte aber der Bumerang bei einer durch Automatisation gesteigerten Produktivität, die zu höheren Unternehmensgewinnen führt, eine älter werdende Gesellschaft langfristig aber gegen die Wand fährt, da der Generationenpakt nicht funktionieren kann, wenn den Rentnern keine beitragszahlenden Arbeiter, sondern nebenarbeitskostenlose Roboter gegenüberstehen.

@Netwanderer Japan

"Leider wird man hier bei der TS derart zensiert, dass die Tatsachen, welche taeglich in asiatischen Fernsehsendern berichtet werden nicht schreiben kann."

Man sollte vielleicht bedenken, dass Japan zur Zeit nicht der interessanteste und wichtigste Ort ist, solange es keine Berichte über Fokushima gibt. Es ist deshalb sicher keine Zensur, sondern eher Desinteresse, ganz nach dem Motto in China ist ein Sack Reis umgefallen...

"Bei Herrn Abe sollte man die rosa Brille weglassen und ihn und seine politischen Ambitionen genauer beleuchten."

Darüber wurde durch aus berichtet, auch in der Tagesschau. Zudem ist der Artikel auch neutral bis kritisch geschrieben und sicher nicht euphorisch.

"Wie waere es z.B. mit einem Bericht ueber die Demonstrationen gegen Abe und die USA in der Praefektur Okinawa?"

Dazu gab es vor ein paar Monaten, mehrer Artikel und viele Diskussionen.

"Oder den Protestkundgebungen gegen Japan in Sued-Korea?"

Dazu gab es auch viele Artikel, einfach nachschlagen!

@ GDN

Ich weiß immo leider keine konkrete Person, aber es gibt unter Wirtschafts"wissenschaftlern" Diskussionen eine Roboterarbeitssteuer genau gegen dieses von Ihnen geschilderte Problem. Aber wie mit dem bedingungslosem Grundeinkommen sind das wohl theoretische Überlegungen, die nie umgesetzt werden, da das (Einkommen) das Ende des Feudalismus bedeuten würde.

Die Schlüsselinformationen im

Die Schlüsselinformationen im Artikel ist diese :
1)
"Eine weitere Neuerung betrifft den staatlichen Pensionsfonds, der über fast eine Billion Euro verfügt. Die geplanten Änderungen sollen dazu beitragen, dass mehr von diesem Geld in den Aktienmarkt fließt und damit Unternehmen zugute kommt."

Übersetzt bedeutet das :
"Neben der offenen Manipulation der Aktienmärkte durch die japanische Zentralbank im Rahmen des QE für die 0.1% des Landes werden nun auch die Gelder der Rentner in die Aktienblase gepumpt, um die Profite der 0.1% weiter synthetisch zu steigern. Zu diesem Zeitpunkt wird den korrupten Eliten und Partnern von Abe damit ein sauberer Ausstieg aus der Blase garantiert, ohne einen sofortigen Crash herbeizuführen. Die "Bagholder" nach der längst überfälligen Korrektur sind dann wie gewohnt die 99.9%."

2)
Abe besitzt keine Strategie, da er zusammen mit seiner Korruption tief im Sumpf des Keynes'schen Schulden-Wahnsinns steckt, welcher nur in einem Crash enden kann.

Automatisch in die Katastrophe

Der Mensch ist weiter auf dem besten Wege, sich zum Sklaven seiner eigenen Maschinen und Roboter zu machen. Sie machen den Menschen auf dieser Welt immer überflüssiger, anstatt ihn zu unterstützen. Die Geister die ich rief, werde ich irgendwann nicht mehr los...

"Eine weitere Neuerung

"Eine weitere Neuerung betrifft den staatlichen Pensionsfonds, der über fast eine Billion Euro verfügt. Die geplanten Änderungen sollen dazu beitragen, dass mehr von diesem Geld in den Aktienmarkt fließt und damit Unternehmen zugute kommt."
Auf gut Deutsch; Der Pensionsfond, einer der allerletzen Aktivposten dieser überschuldeten Nation, soll nun auch noch geplündert werden. Wie in den usa werden sich die Pensionsansprüche von Millionen Arbeitnehmern in Luft auflösen.

Eine BILLION Euro in den Pensionsfonds ??

Da müsste deutschen Politikern ja der Sabber literweise aus den Lefzen laufen :-))

@ Thomas Wohlzufrieden

Genau! Und man schaue sich schon an, was alles durch den Fortschritt zerstört wurde: Postkutscher, Weber, Färber und Nachtwächter finden keine Arbeit mehr! Allein durch das bauen von Häusern mit Tür fallen unzählige Arbeitsplätze von mit Keulen bewaffneten Männern weg, die früher die Höhlen bewacht haben. Erschreckend und herzlos, diese Gesellschaft!
.
Aber wieso soll man auch auf den Fortschritt setzen. War es früher nicht viel schöner? Wo das Korn noch in den feuchten Speichern vor sich hin gärte und moderne Silos unbekannt waren? Wo noch tausende Sklave die Arbeit erledigt haben, die heute eine Baumwollerntemaschine erledigt? Ja, und schon gibt es Maschinen, die einem die Arbeit abnehmen. *Sarkasmus aus* Anstatt sich den wechselndem Arbeitmarkt anzupassen wird lieber gemeckert. Das sich durch Roboter viele neue Arbeitsplätze ergeben (Maschinenbau, Wartung, Verkauf etc) das ist einem Fremd. Lieber mal den alten Geist spielen, der sich vom alten nicht lösen kann.

@ pnyx Pensionsfond

Naja, so dumm ist das ganze auch nicht. Im Moment ist der Pensionsfond vor allem in Japanischen Bonds investiert und die darf man wohl getrost als Schrottpapiere bezeichnen. Seit der Ankauforgien der BOJ ist der Bondmarkt quasi tot. Es finden kaum noch Transaktionen statt. Die BOJ besitzt 20% aller Japanischen Staatsanleihen und Zinsen gibts schon seit Jahrzehnten nicht mehr. Die Blase wird früher oder später platzen. Die Rente nun in Unternehmen zu investieren statt in die Schuldenblase ist zumindest keine Verschlechterung. Noch besser wären natürich staatlich zertifizierte Infrastrukturfonds die Japan für die Zukunft fit machen. Das gilt übrigens auch für Südeuropa.

@ Lederstiefel

Volle Zustimmung, die Zukunft kommt, auch ohne die ewiggestrigen, aber die muss man daran hindern Ihre mitmenschen zu BEhindern.

wenig strukturelles

So zumindest, wie es in dem Artikel beschrieben steht, sehe ich nicht viel an "Strukturreform".
Unternehmensteuern senken fällt wohl eher unter die Rubrik "Konjunkturprogramm". Ich denke auch nicht, dass fünf Prozentpunkte mehr oder weniger über Wohl oder Wehe einer Volkswirtschaft entscheiden und die Großkonzerne zahlen effektive wahrscheinlich ohnehin weniger. Das ist nur Herumdreherei an der Steuerstellschraube und wurde ja mit der Mehrwertsteuererhöhung gegenfinanziert.
Fachkträftemangel bekämpfen. Ja, lustig, ähnliches Problem wie hierzulande, nur dass die Japaner viel restriktiver bei der Zuwanderung sind. Also wie soll das bei dem überdeutlichen demographischen Trend funktionieren.
Dann die Einspannung des Pensionsfonds - richtig, japanische Staatsanleihen sind wertloses Altpapier, aber der Fonds sollte lieber global investieren, wie die der Norweger oder Araber. Ansonsten ist das nur Scharade mit einem aufgeblähtem Nikkei.
Ich sehe ziemlich schwarz für Japan.

@17:43 von Lederstiefel

„Das sich durch Roboter viele neue Arbeitsplätze ergeben (Maschinenbau, Wartung, Verkauf etc)“

Damit machen Sie dieselbe Rechnung auf wie diejenigen, die nicht verstehen, warum es gleichzeitig Arbeitsuchende und freie Arbeitsplätze gibt.

Sie werden aus einem Hilfslackierer nicht ohne Weiteres einen Maschinenbauingenieur machen können. Und während früher einem Lackierer-Rentner drei beitragzahlende Lackierer gegenüberstanden, stehen heute 100 Lackierer-Rentnern 5 nicht zahlende Roboter gegenüber.

Das mit der Schaffung neuer Arbeitsplätze ist angesichts des Wandels der Altersstruktur bei maximal gleich bleibendem Bildungs-/Intelligenzniveau plus dem Zwang großer Unternehmen zur gesellschaftsfeindlichen Gewinnmaximierung und der Globalisierung ein Ammenmärchen. Hätte nicht gedacht, dass heute noch jemand darauf hereinfällt.

Alle Regeln und Gesetzmäßigkeiten gelten nur bei Einhaltung bestimmter Rahmenbedingungen. Das wird fast immer „vergessen“.

@Cebulon

"Eine BILLION Euro in den Pensionsfonds ??
Da müsste deutschen Politikern ja der Sabber literweise aus den Lefzen laufen"

das ist doch überhaup nicht vergleichbar. Wir haben eine umlagenfinanzierte Rente. Wenn Sie das hochrechnen, sind das auch Billionen von EURO. In Japan gibt es ein Ansparmodell.

@Lucullus

"So zumindest, wie es in dem Artikel beschrieben steht, sehe ich nicht viel an "Strukturreform"."

Da haben Sie sicher Recht. Es ist zwar von über 200 Reformen die Rede, es werden aber nur 2-3 Vorhaben herausgepickt. Insgesamt kann man sich, gestützt nur auf diesen Artikel, kein rechtes Bild über die geplanten Strukturreformen machen. Da ist der Artikel dann doch deutlich zu "dünn".

@19:18 von klaresache

„die Zukunft kommt, auch ohne die ewiggestrigen“

Von der Gegenwart aus gibt es viele Richtungen in die Zukunft. Sie haben sicher Recht, wenn Sie eventuell der Ansicht sind, dass man mit Scheuklappen bzw. Tunnelblick, der nur 1 (alternativlose) Richtung erfassen und nicht das Gesamtbild berücksichtigen kann, schneller vorankommt. – Aber eben auch schneller gegen die Wand fährt, wenn man nicht den (für die Menschen) optimalen Weg unter Berücksichtigung aller Rahmenbedingungen wählt.

Zukunftsorientiert darf nicht heißen: Nach mir die Sintflut, wie komm' ich an meines Nächsten Hab und Gut oder Hauptsache, ich habe mein Schäfchen im Trockenen.

Der technische Fortschritt hat die ethische Entwicklung längst überholt. Heute agieren Macher mit dem Gemüt von Keulenträgern mit Technologie des 21. Jahrhunderts. Das passt einfach nicht.

@GDN

Natürlich wird man besonders Alt-Eingesessene nicht ohne weiteres umschulen können. Trotzdem bedeutet das nicht, dass die Roboter allen Menschen die arbeit abnehmen. Werden 100 Lackierer durch 5 Roboter ersetzt kommen in der Roboterfabrik, Marketing, Programmierung etc. wieder Arbeitnehmer, die in die Rente einzahlen. Natürlich kann da ein arbeitsloser Lackierer nicht direkt rein, das ist aber kein Grund ihn nicht durch einen Roboter zu ersetzen. Das wäre dann nämlich eine Anstellung, nur damit diese Person angestellt ist. Ein 1€ Job quasi. Ich kann auch Jobs schaffen, indem ich alle Kartoffeln wieder von Hand ernten lasse.
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Jedes Land der Erde, das ein bisschen kapitalistisch und globalisiert ist, dem geht es gut. Schauen Sie sich China an, was dieses Land allein durch die Öffnung der Märkte und dem globalen Handel erreicht hat. Natürlich geht es manchen Menschen dann nicht so gut, aber die nächste Generation wir dann ja nicht mehr Lackierer, sondern Programmierer.

@Hugomauser

So unähnlich sind sich unsere Rentensysteme gar nicht. Wenn wir unsere Rente hochrechnen, kommen tatsächlich extreme Wert raus, allerdings Verbindlichkeiten! Jedes Unternehmen müsste so etwas tun, das nennt man "Rückstellung". Entscheidend ist dann, ob diese Rückstellung tatsächlich gedeckt ist. In unserem Fall klares Nein. Was Japan angeht - DE FACTO ebenfalls glasklares Nein, denn das Pensionsvermögen ist durch Staatsanleihen gedeckt, als tatsächlich durch...Schulden! Schulden des Staates, die wiederum durch das Steueraufkommmen gedeckt sind. Wenn denn ausreichendes Steueraufkommen besteht. Diese Pensionsvermögen sind also unterm Strich Luftbuchungen und der Bürger haftet für seine eigenen Ansprüche.

@20:07 von Lederstiefel

„die nächste Generation wir dann ja nicht mehr Lackierer, sondern Programmierer“

Glauben Sie allen Ernstes, man müsse nur den Intelligenzhahn aufdrehen und schon käme der Verstand raus?

Schauen Sie sich doch mal um auf den Straßen, in den Schulen, in den Kneipen und im Fernsehprogramm – nicht nur im sauberen Büro. Glauben Sie, dass man aus all den Unterqualifizierten, für die es früher jede Menge Jobs gab, durch Ausbildung oder Zauberei Höherqualifizierte machen kann?

Natürlich sollen die technischen Fortschritte genutzt werden! Aber zum Wohle aller. Auch Geringqualifizierte haben ein Recht zu leben. Als logischer Schluss müsste für jeden wegrationalisierten Arbeitsplatz für Geringqualifizierte eine andere Beschäftigung für diese geschaffen werden. Sonst zerbricht die Gesellschaft, die zunehmend aus Altersarmen und Sozialhilfeempfängern besteht.

Sehen Sie das denn nicht?
Es gibt kein „Wachstum“ – nirgends. Es gibt nur Kreisläufe. Und die beginnen, heftig zu stocken.

@GDN

Nur weil es Unterqualifizierte gibt, gibt es noch lang keinen Grund extra Jobs für diese Personengruppe zu "erstellen".
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Außerdem braucht man nicht viel um im Dienstleistungssektor zu arbeiten. Meist reicht es schon, wenn man mit Menschen umgehen kann. Dies ist übrigens nicht Aufgabe der Wirtschaft, sondern der Schulen, deren System sowieso zu "auswendig lernen" und nicht "verstehen, Bezug zu Praxis herstellen und dadurch Neugier wecken" ist. Das ist aber ein anderes Thema.
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Natürlich gibt es Wachstum. Dabei wird der Kreislauf vergrößert. Wenn China mehr Waren verkauft, dann kaufen die Leute in China auch mehr. Der Kreislauf wird größer. Vor 50 Jahren haben die Menschen in Deutschland noch sehr viel Geld für Essen ausgegeben. Heute nicht mehr, denn der Deutsche hat mehr Geld zur Verfügung und Essen wurde durch intensivierung der LW billiger. Er gibt natürlich auch für mehr Geld aus, weil es mehr gibt. Letztendlich hat er zwar nicht mehr Geld, aber mehr Waren (PC, Auto, Handy etc.)

@21:40 von Lederstiefel

„Natürlich gibt es Wachstum. Dabei wird der Kreislauf vergrößert.“

Wirtschaftswissenschaftlertheorien ... des präglobalen Zeitalters. Es kommt immer darauf an, wie viele Faktoren man beim Kreislauf berücksichtigt.

Nicht nur in der Physik wird nicht gezaubert, auch in der Gesellschafts- und Wirtschaftspolitik gilt dies. Wachstum gibt es nur, wenn Sie nicht alle Faktoren einschließen. In einem geschlossenen (kompletten) ökonomisch-ölologischen System gibt es kein Wachstum. Ein System, bei dem alle Flüsse berücksichtigt sind, wächst nicht, denn sonst wären eben nicht alle Flüsse berücksichtigt.

Es gibt kein Wachstum ohne gleichzeitige Abnahme an anderer Stelle.

Klar wächst die deutsche Wirtschaft z. B. durch den Exportüberschuss – aber eben nur, weil das Geld in „unseren“ Kreislauf hineinfließt, während es aus einem anderen abgezapft wird.
Nimmt man alle beteiligten Kreisläufe zusammen – und in der globalisierten Welt ist das notwendig – ergibt sich in der Summe null.

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