Kommentare

Müssen die deutschen "C" Parteien jetzt Angst haben?

Wirklich christlich kann man deren Politik ja auch nicht mehr nennen. Die Verehrung des Geldes als Ersatz für die Verehrung Gottes trifft hier ebenso zu.

Meinen Segen hätte "Papa" dazu...

Stark!

Kann man nicht anders sagen.

Mal sehen, wie lange er das überlebt .... aber

War schon mutig.
Ich denke mir aber jetzt die Sitaution aus, dass der Dorfpfarrer die Kommunion austeilt und ein exkommuniziertes Mafiamitglied will sie empfangen ...

DAS ist gefährlich!!!!!!!!!
Was macht das arme Priesterlein???
ICH an seiner Stelle würde gerne weiter leben ...

Da lachen die Hühner

echte Verbrecher lassen sich auch nicht davon beeindrucken. Nur, wenn der Papst die Mafia exkommunizieren will, dann frage ich mich, ob er auch seinen korrupten Untertanen Gott wegnimmt oder damit auch pädophile Priester bestraft, weil gerade diese sowohl kindern als auch dem ruf der Kirche schädigten? da macht Franziskus auch nix, denn eine Krähe...

Exkommunikation

Die Exkommunikation ist die schwerste Kirchenstrafe. Sie schließt den Exkommunizierten vom Empfang der Sakramente aus.

Da der Papst keine Namen genannt hat, überlässt er es den Kirchenvertretern vor Ort bei einer Person eine mögliche Mitgliedschaft in der Mafia herauszufinden und sie vom Empfang der Sakramente auszuschließen. Wie das geschehen soll ist mehr als unklar wenn nicht sogar unmöglich. Ebenso unklar ist was mit Pfarrern Pastoren Priestern etc. geschieht, die entweder unwissentlich oder wissentlich (aus Angst) trotzdem die Sakramente spenden.

Papst Franziskus -Ndrangheta

Papst Franziskus: "Die Ndrangheta habe die Verehrung Gottes durch die Verehrung des Geldes ersetzt." Und das ist nicht nur bei der Ndrangheta so, wie allerjüngste Beispiele auch aus Kirchen - Kreisen beweisen. Es ist schon erstaunlich und höchst bewundernswert wie dieser Papst gekonnt den Finger in die Brandwunden der Gesellschaft legt!

@mike301243

So wie ich es verstanden habe sind sämtliche kirchlichen Rituale mit der Exkommunikation ungültig geworden. Insofern kann der Mafioso beichten gehen ... und ein Prieser wäre nicht einmal an das Beichtgeheimnis mehr gebunden oder auch eine Absolution wäre unwirksam.

Das große Problem ist aber: Wer ist Mafioso und wer ist das nicht? Da gibt es keine Tätowierung auf der Stirn die dies kund tut.

Kann man sich kaum vorstellen...

aber das ist das Bizarre: was er da tut, ist etwas Grosses.

Denn im erzkatholischen Italien, fürchten Mafiosi oftmals nur das göttliche Gericht. Und das ist eben weit weg, man holt sich die Absolution und gut ist.

Wenn jetzt auch keine Mafia-Gelder mehr bei der Vatikanbank willkommen sind, dass ist das immerhin ein Zeichen.

Organisiertes Verbrechen

Der heilige Vater hätte am besten die Mitglieder des ganzen organisierten Verbrechens exkommuniziert.
Warum nur ein Teil?
Ein Exkommunizierter kann sich den gültigen Empfang der Sakramente nicht erschleichen.
Durch schwere Schuld schließe ich mich im Übrigen selbst vom gültigen Empfang der Sakramente aus.

Das ist das erste Mal, dass

Das ist das erste Mal, dass ich sagen würde, dieser Papst hat etwas Großartiges getan.

"Es war die schwerste

"Es war die schwerste Kirchenstrafe, die der Papst gestern gegen die Mafia in Kalabrien verhängte: Er exkommunizierte ihre Mitglieder."

Och.... die Ärmsten..... und jetzt? Dürfen sie nicht mehr beten oder was?

Exkommunikation !!! Das ist denen doch sowas von egal weil absolut wirkungslos.

Gedanken zu den Ged. um Papst Franziskus' Äußerungen zur Mafia

von mike301243 um 17:45
{
Was macht das arme Priesterlein???
ICH an seiner Stelle würde gerne weiter leben ...
}

Sehen Sie mal, doch nicht so eine lächerliche Tätigkeit. Auch wenn Sie es kaum für möglich halten, selbst Sie werden eines Tages an ihrem Lebensende angekommen sein. Dann könne Sie ihren Satz ja noch mal wiederholen. Wird Ihnen nichts nützen. Da beißt die Maus keinen Faden ab.

von CE um 18:18
{
Wer ist Mafioso und wer ist das nicht?
}

Nehmen Sie diejenigen, die auf der Flucht sind, polizeibekannt, auf Gerichtsprozesse warten, gerichtlich Verurteilte, och, da kommt schon was zusammen. Und wie Papst Franziskus das Ganze in der Praxis handhaben will, ob es schon ausreicht 'ortsbekannt' zu sein, oder Ähnliches, wird man sehen oder wartet es ab.

Olaf Walter (53), Tuttlingen

@ex-lax

Nicht jeder denkt wie Sie und ich.
Ich bin schon ausgetreten, kann Ich da noch exkimmuniziert werden?

Aber in einem streng katholischen Umfeld koennte so etwas durchaus Effekte haben.
Meine Eltern zB haben mit damals zu meinem Austritt gesagt, dass es daemlich sei sich in streng katholischen Ostwestfalen durch einen Kirchenaustritt Karrierechancen zu verbauen.
Lol

@ ex-lax

Für Sie wäre es vielleicht bedeutungslos.
Aber Italien ist immer noch sehr gläubig, und viele "Familien" berufen sich regelmäßig auf Gott und rennen noch brav mit einem Kreuzchen um den Hals durch die Gegend.
Zusätzlich ändert die Aktion eindeutig mehr, als wie jeder vorherige Papst die organisierte Kriminalität in Süditalien zu ignorieren.

Gruß

Italien und seine Regionen

Der Papst hat jetzt sowas wie einen Straftatbestand "Mitglied in einer kriminiellen Vereinigung" geschaffen. Wer Verbrechen begeht, wie Mord oder Missbrauch von Kindern ist ohnehin schon "automatisch", vor Gott, der alles sieht, exkommuniziert, d.h. er kann gültig keine Sakramente empfangen. Das Brot, was der Priester ihm ggf. reicht, ist einfach nur Brot. Das kann natürlich nur verstehen, wer glaubt, das es auch was anderes sein kann. Aber jetzt gilt das eben auch für alle Mafiosi. Die Priester vor Ort brauchen gar nichts anders zu machen, als bisher. Jeder in der Kirche weiß, dass der Mafiosi in der Familienbank eigentlich gar nicht da ist. Das könnte schon was bewirken.

Der Papst greift damit dem notorisch unfähigen italienischen Staat unter die Arme, der nichts tut, um auch die Ursachen der Mafia zu beseitigen. Denn das letzte bisschen Legitimation hält die Mafia am Leben, wie auch früher die IRA und heute die Islamisten. Italien muss sich endlich um seine Regionen kümmern.

die Kommentare hier

zeigen teilweise eine geradezu erschreckende Ignoranz und übersehen das Wichtigste in diesem Artikel.

Wenn jemand aus persönlichen Gründen Atheist, Agnostiker oder Feind des Christentums / der Kirche ist, so ist das sein Recht und seine Entscheidung. Doch diese Tat von Franziskus ist eine der bedeutensten der letzten hundert Jahre Kirchengeschichte und wird Konsequenzen haben, die die meisten sich nicht vorstellen können. Der hübsche Schein der "Ehren"männer wird zerschmettert, jeder Priester, der mit der Mafia Kontakt hat, ist vom sofortigen Kirchenausschluss bedroht, jeder Mafiosi der nicht sofort umkehrt, verdammt.

Und das Wichtigste:
Franziskus steht da außerhalb des Papamobils, in der Menge. Die Mafia hat bewiesen, dass sie Leute opfert. Ein Schuss, ein Messerstich - alles möglich. Doch er steht dort. Er verdammt sie. Offen. Nur im Vertrauen auf Gott. Ein Mut den kaum jemand hat. Und er wird nicht aufhören, selbst wenn dies bedeutet, dass er sich das Rot des Bischofs erwirbt.

Hochachtung

Wenn man an die Hölle glaubt, ist es klar, daß jemand der andere Menschen tötet, mißbraucht , ...
die Hölle auf Ihn wartet.
Der Papst hat nur das ausgesprochen was die Konsequenz eines solch geführten Lebens ist. BRAVO!
Selbst wenn ein Priester die Buße erteilt ist sie wirkungslos, weil ein exkommunizierter sich darauf nicht berufen kann.
Sicher gibt es einige die dies als lächerlich empfinden,
aber jeder von uns schreitet dem Tod entgegen. Und dann?

Klar Weihnachten, Ostern, Pfingsten und ... genießen und die belächeln die alles dafür tun daß diese Gedenktage – Kirche besuchen - nicht abgeschafft werden. Solange 10 (Abraham Lot) Personen dies bewerkstelligen sollte alles im grünen Bereich sein..
Heute wird einem nichts geschenkt. Und der Staat gibt diese Feiertage "freiwillig" für jemanden
der vor 2000 Jahren gelebt hat, nur 3 Jahre gewirkt hat, kein Reich hatte und einen schmachvollen Tod erlitt. Wieso ???

Vielleicht irre ich mich
ABER wenn nicht ...

Todeskultur

Zwar sind die Worte des Papstes im medial-politischen Hintergrund bahnbrechend, in rein theologischer Sicht gibts daran gar nichts "revolutionäres".

Die katholische Kirche ist immer für das Leben und gegen die Todeskultur, ganz egal wo sie die Herrschaft beansprucht - und wenn darauf eine kritische Einstellung einer die Definition der Ehe umschreibenden und das ungeborene Leben nicht genug schützenden Gesetzesgebung in den westliberalen Ländern sich beruht, dann warum sollte diese theologische Haltung angesichts der lebensfeindlichen Realität in den süditalienischen Vorstädten plötzlich nicht mehr gelten?

Exkommunikation bedeutet:

keine katholische Frau kann einen Mafiosi heiraten - denn es gibt keine Ehe
kein Kind eines Mafiosis ist ehelich
kein Mafiosi kann nach seinem Tod etwas anderes als die Hölle erwarten
jeder Katholik sollte den Umgang sofort abbrechen
u.a. mehr

In einem katholischen Land hat die Exkommunikation direkte soziale Folgen.

Und auch wenn jeder Priester gerne weiterleben möchte wie hier so schön angemerkt: in den letzen Jahren sind tausende von Christen für ihren Glauben gestorben. Nicht im römischen Zirkus, sondern in Arbeitslagern, Gefängnissen, Hintergassen. Christen werden verfolgt in erschreckendem Ausmaß - und bitte jetzt keine Kommentare wie "es gab ja die Hexenverbrennung". Keine vergewaltigte und zwangsverheiratete christliche Ägypterin kann etwas für diese oder die Kreuzzüge.
Trotzdem bleiben Christen ihrem Glauben treu. Vielleicht wird in Italien gerade eine neue Zeit eingeläutet. Eine, in der ein Diener Gottes auch nur diesem dient - bis zur letzten Konsequenz.

@Heiliger Bimbam

"Da der Papst keine Namen genannt hat,..."

Was erwarten Sie, etwa dass er das lokale Telefonbuch vorliest?
Die "Macht" des Papstes ist nun mal in der Hauptsache symbolisch, und hier ist es genauso wie bei der Diskussion um die Rolle des damaligen Papstes während der Nazi-Zeit. Es geht nicht um den Einzelfall, sondern darum, öffentlich Stellung zu beziehen. Wie wir heute aus den Dokumenten wissen, waren auch abgebrüht-zynische Massenmörder wie die Nazis sensibilisiert gegenüber öffentlicher Kritik von einflussreichen Instanzen. Das ist bei der Mafia nicht anders. Bei der Exkommunikation geht es nicht darum, dass Mafiosi nicht mehr in den Himmel kommen, sondern um ein Signal an das gesellschaftliche Umfeld, ohne das die Mafia nicht existieren kann.

Respekt!

Auch als bekennender Atheist kann ich dem Papst dafür durchaus Respekt aussprechen, gerade weil er sich auch selbst einer gewissen Gefahr aussetzt - sowohl der Gefahr von politischen Intrigen (ja, die Mafia hat auch guten Einfluss im Vatikan) als eben auch von Attentaten.

Was ich halt schade finde, ist, dass ich als Atheist nach Kirchenrecht kein Stück besser stehe als ein Exkommunizierter, weil der Kirchenaustritt in ständiger Praxis der katholischen Kirche was zur Folge hat? Richtig, die Exkommunikation... und so lange die Kirche Menschen, die aus der Kirche austreten, auf die gleiche "Straf"-Stufe stellt, wie Mörder und sonstige Schwerverbrecher, ist sie noch nicht in der Moderne angekommen, sondern verharrt geistig weiterhin im Mittelalter.

(ja, ich erwarte von der Kirche, dass sie akzeptiert, dass es für Menschen gute Gründe geben kann, aus der Kirche auszutreten, ohne dass die Kirche diese Menschen dafür dann als Rache "verdammt". Aber so tolerant wird sie wohl nie werden...)

Papst / Ndrangheta

Wenn die Exkommunikation von Mafiaangehörigen etwas bewirken soll, reicht es nicht aus, wenn sich der Papst auf Kalabrien und die Ndrangheta beschränkt. Mafia gibt es überall: Polen, Serbien, Albanien, USA, Kolumbien etc.

Wenn der Papst auch die Mafiosi in allen anderen Ländern, in den er katholischen Einfluss nehmen kann, exkommuniziert, dann könnte er vielleicht etwas bewirken. Vielleicht ist dies aber ja auch nur der Anfang einer großen Exkommunikations-Welle. Man wird es bei den nächsten Auslandsreisen sehen. Hält er sich da dann zurück, hat er es nicht ernst gemeint.

Massen-Exkommunikation

Das ist ja merkwüdig, nicht der einzelne Mensch wird als Katholik für ein Fehlverhalten durch "Ausschluss" bestraft, sondern gleich eine ganze Gruppe! Ohne Einzelfallprüfung, die richtige oder auch falsche Feststellung (von wem?) es handele sich um einen Mafiosi, reicht schon aus. Das kann ja wohl nicht wahr sein - Denunziation ist damit Tür und Tor geöffnet!
.
Gottes Wille scheint mir das nicht zu sein.

Exkommunikation ???

Um Gottes Willen !! Was mag als nächste "Strafe" kommen ?
Müssen die Mafiosi eventuell ohne Abendessen zu Bett gehen ? Wird ihnen der Nachtisch gestrichen ? Kein Fernsehen mehr ?
Fragen über Fragen .....

@ B.Pauls

Hundertprozentige Zustimmung zu Ihren Zeilen!

dieser papst zeigt

seine staerke in seinem einsatz fuer die schwachen und armen.

er verurteilt die starken, welche ihre macht ausnutzen um schwache zu unterdruecken, er verurteilt diejenigen die arme ausnutzen.

seit jahrzehnten hat es nicht mehr einen papst wie diesen gegeben, der die menschen zurueck bringt auf den richtigen pfad.

gerade in der heutigen welt ist dieser man genau derjenige, welchen wir brauchen. er fordert die menschen wieder auf den blick zu heben, hoch von ihren handys und hin zu den mit menschen und zur person gegenueber.

dieser papst hat in seiner kurzen schaffens zeit so viel bewirkt und so viel den menschen klar gemacht und zurueck gebracht wie niemand zuvor.

hoffen wir, dass seine botschaften gehoert werden zum wohle und frieden der menschen in allen laendern.

Papst Franziskus

Er hat seinem Amt ohne Frage die Autorität zurückgegeben, die seit Jahren immer mehr abgebröckelt ist. Alle vorheringen Päpste haben nicht soviel für das Ansehen und dem Glauben getan, wie er !
Möge Gott ihn schützen vor Rache und allem Unvorhergesehenen ..... !

Das Paradies, kann man tun.

Oder wenn man Langeweile hat alles Andere.

Der Himmel auf Erden und das religions unabhängig ist das Gute und Richtige.

@Olaf Walter

Diejenigen die auf der Flucht sind, vor Gericht stehen usw. werden nicht in die Kirche gehen wollen. Denen ist das egal.

Die Kinder von Mafiosos aber, die irgendwann heiraten wollen, sind möglicherweise noch nicht "stadtbekannt" und arbeiten möglicherweise auch nur "hinter den Kulissen" (als Finanzorganisator oder einfach nur als "Hausfrau die zu Hause den Laden schmeisst"). Alle diese "Unterstützer" gehören aber mit dazu und erst wenn diese wegfallen wird die Mafia aufzubrechen sein.

um 19:47 von Dennis K.

ich glaube sie haben die theorie des göttlichen segens in der rkk nicht verstanden
die segnende kraft gottes fliest durch den papst in die glieder der kirche bis zu den einfachen gläubigen die sich zu ihr bekennen und den unterhalt bezahlen
wird dieser segensfluss durch einen willensakt unterbrochen, wie einem kirchenaustritt, wird derjenige automatisch nicht mehr mit göttlichem segen versorgt, da nur die kirche ihn erteilen kann und das auch nur an bekennende mitglieder... wenn bekennende mitglieder durch fehlverhalten sich den göttlichen segen verscherzen und dies von kirchenseite aus bekannt gemacht wird nennt sich das exkomunikation - was etwas ganz anderes ist
wollen sie segen ohne mitgliedschafft ist die einzig seelig machende mutterkirche der falsche verein für sie
bei denen giebts keine himmelseitrittskarte ohne mitgliedsausweis.

@denk-mal 19:54

Ob der Papst tatsächlich Gottes Wille repräsentiert, wage ich zu bezweifeln, auch auf die Gefahr hin, als Blaphemist bezeichnet zu werden.
Aber ich halte es für eine große Geste, dass er und mit ihm die Katholische Kirche sich von diese Art der Gesetzlosigkeit und des Terrors distanziert.
Die Mafiosi zeigen sich gern religiös und sichern sich im katholischen Italien auch ein Stück weit ihre Daseinsberechtigung. Diese Qualifikation ist ihnen nun genommen.
Einer Enzelfallsprüfung bedarf es dazu nicht. Hier wird kein Recht gesprochen, sondern eine christliche Legitimation in Frage gestellt.

re Katarina88

"Da der Papst keine Namen genannt hat,..."
Was erwarten Sie, etwa dass er das lokale Telefonbuch vorliest?

Ja warum eigentlich nicht, falls es alles Mafiosi sind? Die höchste katholische Strafe zu
verhängen und dann nicht sagen gegen wen konkret, erinnert eher an ein trotziges Kind,
das auf den Boden stampft und selbst nicht genau weiß warum.

@Dennis K.

"Was ich halt schade finde, ist, dass ich als Atheist nach Kirchenrecht kein Stück besser stehe als ein Exkommunizierter, ....."

Wenn Sie sich darueber Gedanken machen, sind Sie aber als Atheist nicht konsequent, denn die Zeit, wo das Kirchenrecht Konsequenzen fuer die zivilen Buergerrechte hatte, sind ja nun lange vorbei; es geht wirklich nur um Ihr Seelenheil, und das duerfte fuer einen Atheisten ja kein Thema sein. Fuer mich als Agnostiker ist es keins; ich bin nicht mehr in der Kirche, habe aber durchaus Verstaendnis, dass nur Mitglieder in den Genuss der (vermeintlichen) Vorteile kommen.

Folgt nun die FDP

Die Anhänger der Ndrangheta missachten das Gemeinwohl und beten das Geld an. Darum hat der Papst sie nun exkommuniziert.

Folgt nun die FDP und die neoliberalen Strömungen in SPD und CDU. Auch diese Evangilisten des Marktes glauben nur an Profit und Eigennutz. Das Gemeinwohl und soziale Normen lehnen die Marktradikalen ab!

Schutz vor Unvorhergesehenem?

>Möge Gott ihn schützen vor ... allem Unvorhergesehenen ...!<
Na das wäre ja ein langweiliges Leben und gewiß auch dem Mann nicht recht.
Im Englischen gibt es das Wort "serendipity", welches die Erscheinung bzw. die Entwicklung von Ereignissen beschreibt, die auf glücklichen Zufällen beruhen.
Meines Wissens ist dieses Konzept im Deutschen unbekannt. Eigentlich schade.

Der Anfang ist díe Hälfte des Ganzen

Zwei infrage stellende Meinungen zum Thema werden hier angestellt. Zum einen, was soll das auch den heutigen Mafioso beeindrucken, zum anderen, wieso nur die 'Ndrangheta, wieso nicht alle sonstigen, und weshalb nicht die Verfehlungen im eigenen Haus und überhaupt, wovon will Papst Franziskus ablenken!?

Zu 1. selbst in Deutschland steht in so gut wie jedem Ort eine Kirche. Bloß weil man sie selbst nicht aus religiösen Gründen aufsucht, sagt das nichts über diejenigen Menschen aus, denen genau das Religiöse der wichtige Grund, der Wert an sich ist. Zu diesen Menschen oder Vereinigungen muss man auch die Mafia zählen. Die Mafia sieht sich im Einklang mit der katholischen Religion. Den Zahn hat Papst Franziskus der Mafia gezogen, und genau deshalb, wird es den Mafioso, als auch seinem Umfeld, beeindrucken und auch treffen.

Zu 2. Der Anfang ist díe Hälfte des Ganzen, sagt Aristoteles.

Ist auch die Antwort für: 20:32 von CE

Olaf Walter (53), Tuttlingen

Klare Worte . . .

zwischen der Missbilligung der Ndrangheta und
einer Exkommunikation liegen Welten. In Italien
sogar mehr als zwei. Das kann viel bewirken.

Herzlichen Glückwunsch, Papa Francesco!

Das ist mutig und richtig. Ich freue mich immer, wenn Ross und Reiter genannt werden. Papst Franziskus wünsche ich viel Erfolg und ein langes Leben und dass er noch viele andere heikle Themen anpackt. Tanti Saluti, Harald Friedrich

Zeichen.

Es geht eben auch darum Zeichen zu setzen.

Nicht alle Ländern sind so wie Deutschland. In Ländern wie z.B. Italien, hat das Wort der Kirche ein größeres Gewicht. Natürlich hat ein Kirchenrauswurft keine direkte Wirkung, zumindest für uns weiter nördlich Lebenden nicht.

Es hat aber eben Einflüsse auf religiöse Gemeinschaften. Da hängen nämlich Dinge wie Erziehung, Bildung und Ansehen dran.

Das mag aber der deutsche Michel mit seinen Spottkommentaren nicht begreifen. Weil immer schön analog von sich selbst auf andere schließen.

Und ich bin nicht mal gläubig.

Guter Mann ..

..der Papst. Ich bin als bekennender Agnostiker von diesem Papst sehr beeindruckt. Nicht vom dem was er sagt, sondern was er tut! Dies war seit Beginn seiner Amtszeit so, egal ob es den Gebrauchtwagen, seine schlichte Garderobe, oder das Füße waschen in Gefängnissen betrifft. Das er nun allerdings in die Höhle des (Mafia-)Löwen geht und ihnen die vermeintliche religiöse Rechtfertigung unter den Füßen wegzieht, ist wegweisend und sehr sehr mutig.
Ein wahrlich leuchtendes Vorbild an Menschlichkeit. Und bei Gott (man möge mir diese kleine Ironie verzeihen) ich hätte mir niemals träumen lassen, so etwas je über einen Papst zu sagen.

Ich bin beeindruckt!

Wie furchtlos sich dieser Mann hinstellt und das Richtige sagt. Wie schon in Lampedusa - sind es die simplen, unbequemen Wahrheiten. Ich bin nicht katholisch, aber dieser Papst ist ein Segen!

Symbole - mehr nicht

Symbolträchtige Aktion des Papstes.
Ob die Verbrecher tatsächlich so glaubensstark sind, dass sie ab sofort den Teufel fürchten, wage ich zu bezweifeln.

So lange es die Kirche gibt, so lange herrscht in diesem Konstrukt auch die Willkür. Wir wollen nicht vergessen, dass im Namen der Kirche große Verbrechen verübt wurden.

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