Kommentare

Gute Reportage

Das ist eine gute und umsichtige Reportage. Mit Kenntnis und Verstand gemachter Journalismus. Es ist wichtig , dass sich die ARD um dieses Thema kümmert.

Anfeindungen, dass die westliche Presse Propaganda betriebe, sollte man nicht so eng sehen. Und man sollte immer im Hinterkopf haben, dass die autoritären Systeme, die von manchen Diskussionsteilnehmern gerechtfertigt und schön geredet werden sollen, die gleichen kritischen Äußerungen in ihrem Einflussbereich nicht erlauben.

Gut so, tagesschau.de

Zeitzeugen müssen zu Wort kommen.
Das Vergessen ist das Gegenteil von Lernen.
Vielleicht dürfen Chinesen eines Tages mehr als nur hart arbeiten.

DDR ... Herbst 1989 ... wir waren auch sehr "dicht dran."

... denn auch das SED-Politbüro hat, was in Peking vor sich ging aufmerksam studiert und in Bezug auf die Montags-Demos in Leipzig diskutiert...

Es ist wichtig, Zeitzeugen zu Wort kommen zu lassen. Es ist ein Beitrag gegen das Vergessen.

Investigativer Journalismus

Das ist wirklich guter Journalismus. Ein tiefer Einblick in das Jahr 1989 und auch wie die Kommunisten in China ticken. So etwas bekommt man nur selten zu lesen. Weiter so!

Eine wirklich guter Beitrag

Eine wirklich guter Beitrag und sehr aktuell für die politische Lage in der Welt. Einiges war mir auch nicht bekannt da man auch in Europa gerne vergisst.

Komisch auch, dass der gleiche Mann, der angeblich voller Angst lebt und lückenlos überwacht wird, hier dicke Interviews geben kann.

Wie ernst es den Kapitalisten mit der Wahrung ihrer Version von Demokratie ist, wird man sehen können, wenn hier 100000 Leute vorm Reichstag stehen und die Bundeswehr aufgefahren wird.

hervorragender und vor allem authentischer...

beitrag, von einem, der weiss, wovon er spricht (eben 8901!).

und abschliessend wage ich anzumerken, dass der gute alte helmut schmidt, der von vielen in deutschland nahezu hysterisch weiterhin als moralische ueber-instanz gefeiert wird, weiterhin oeffentlich sagt, deng xiao-ping sei einer der groessten und besten machthaber fuer china gewesen.

dies ist genauso abwegig wie die behauptung, pol pot sei die ideale fuehrung fuer kambodscha gewesen, oder stalin fuer die sowietunion. man erspare mir weitere vergleiche.

all diese figuren zeichnen sich lediglich durch ihren machtinstinkt aus und ihre gleichzeitig bodenlos brutale bereitschaft, widerstand im keim zu ersticken.

ich wuensche helmut schmidt, dass er trotz oder gerade wegen seiner apodiktischen art, solche haltlosen sentenzen in die welt zu setzen, endlich einmal jemanden findet, der widerspricht, und ihm erklaert, was leute wie der in diesem beitrag interviewte bao tong zu sagen haben!

@pokerface1: ganz recht...

sie treffen den nagel auf den kopf.

einen zweiten fall china hat es in der DDR allein deswegen nicht gegeben, weil gorbatschow im rechten moment alle unterstuetzung verweigert hat.

es haette sonst, da die DDR nach innen bis an die zaehne bewaffnet war, ein furchtbares blutbad gegeben.

Ich empfinde großen Respekt vor Meister Tong,

für sein Lebenswert und dieses mutige Interview. Was mir Mut macht: Es gab zu jeder Zeit Frauen und Männer wie ihn in der politischen Führung Chinas. Auch heute. Hoffen wir, dass sie sich nicht von der Macht blenden lassen und zum Wohle ihres Volkes handeln.

Glückwunsch, ... aber ...

Glückwunsch an die Macher für diese packenden authentische Reportage, aber solange die westliche Industrie - allen voran die deutschen Autokonzerne - dieses Regime wirtschaftlich stützen, wird es keine wirkliche Änderungen in China geben: Das ist "unser" Anteil!

Ich bin Chinese und studiere

Ich bin Chinese und studiere in Deutschland. über dieses Thema möchte ich einfach sagen, dass heutzutage China immer besser als früher ist. Trotzdem wird die Pressefreiheit noch schwer, aber mit der Zeit wird die Freiheiten in den vielen Seiten vorkommen. Weil China, in dem 1.4 Milliarden Menschen leben, ist zu groß, sind die erste Aufgaben die Vereinigung und Konzentration zur Entwicklung. Jetzt wird die Welt immer enger, die Information ist auch schnell zu verbreiten. Das Netz in China gab es auch einige Information über 4.6. Natürlich muss Regierung Chinas nicht nur in der Wirtschaft , sondern auch in der Politik verbessern. Ich bin der Ansicht, dass China doch die Zeit braucht, dann kann der schrittweise richtige Richtung gehen, und die Voraussetzungen dieser Situation sind die Stabilität und Verbundenheit.

Zhao Ziyangs geheime Memoiren

"Zhao Ziyangs geheime Memoiren" ist der Beleg dafür, dass ein Massaker oder zumindest ein Blutbad in Tiananmen tatsächlich stattgefunden hat. Der englische Titel des Buches heißt: "Prisoner of the State: The Secret Journal of Premier Zhao Ziyang".

@Und was hat Bao Tong nach 9:49

Nichts, was er nicht "aushalten" würde.
Da er nicht mehr im "aktiven" Geschäft ist,
sehen das auch die chinesischen Organe
etwas lockerer.
- Ich denke zu Stalins Methoden wird kaum
- noch jemand greifen mögen
- da es ja heuzutage doch 'rauskommt' ;-)

Aber wehe er/sie/es ist zu nah an der aktuellen "Einwirkungsmöglicheit".
Dann wird halt gnadenlos "mundtot" gemacht,
wie jetzt Google in China wieder.

Konfuse würde sagen:
Wenn erst der letzte CO2-Atemzug geatmet,
und die letzte "seltene Erde" verschleudert wurde,
werdet ihr merken,
dass Wegsehen nicht kopiert werden kann...

@ 09:32 von Friedrich Spee

Zitat:
"ich wuensche helmut schmidt, dass er [...] endlich einmal jemanden findet, der widerspricht,"

Dafür müssen Sie den Kommentar von Johannes Hano auf heute.de lesen ...

Wandlungen

Da fehlt mir etwas in dem Interview: Bis 1989 war Bao Tong ein hochrangiges, liberales Mitglied der KP-Chinas. Wie steht denn ein solches KP-Mitglied zur Revolution Maos, zu den vielfältigen, verunglückten Versuchen eben dieser maoistischen KP großer Sprünge? Wie steht er als Kommunist zum Primat der Partei überhaupt? Oder zum Kapitalismus?
Für mich tun sich da seltsame Brüche auf, die nicht in dem Interview erklärt werden. Vor allem auch die Frage, was China heute ist - ein kommunistisch oder kapitalistisch organisiertes Land? Ich denke, man hätte durchaus auch Fragen nach der politischen Grundeinstellung des Mannes klären müssen. So bleiben die Aussagen in einem Umfeld von vagen demokratischen Vorstellungen und wohl auch Verbitterung über seine Absetzung und Verhaftung. Letzteres ist mehr als verständlich - aber wie sieht Bao die Zukunft Chinas konkret anders gestaltet, als die knappen Worte über Demokratie aussagen?Ich weiß, es wäre zu lang - dennoch fehlt mir da etwas...

"Wie ernst es den

"Wie ernst es den Kapitalisten mit der Wahrung ihrer Version von Demokratie ist, wird man sehen können, wenn hier 100000 Leute vorm Reichstag stehen und die Bundeswehr aufgefahren wird."

Ein Traum, dessen Umsetzung schon die Mao- u. Pol Pot-Anhänger vom KBW vergebens herbeigesehnt haben....der allerdings - unserer Demokratie sei Dank - bei den allermeisten Wählern auf sehr wenig Gegenliebe stieß.

Auch Diktaturen müssen nicht andauernd Terror ausüben

Aber zu behaupten, China und Iran wären Diktaturen, wo Menschen jederzeit und ohne Grund umgebracht werden, stimmt natürlich genauso wenig und ich halte die Äußerung sogar für völlig absurd.

Es herrschen dort vielleicht nicht solche Verhältnisse wie in der "Blütezeit" vdes Stalinismus (späte 1930er und späte 1940er Jahre) oder unter Mao während der Kulturrevolution 1966-69, aber von freiheitlichen Systemen kann keine Rede sein. Zumindest mit der DDR ist das vergleichbar.

Man braucht ja nicht immer voll Power Terror zu fahren, wenn man an der Macht bleiben will. Hat nicht Mao selbst den Spruch "töte einen, erziehe 100" oder so ähnlich geprägt?
Wenn der "Erziehungseffekt" erst mal greift, kann man sich als Regime auch mal entspannt zurücklehnen und die Friedhofsruhe genießen.

@dito, 09:18 Uhr:

"Ja, is schon traurig, dass China damals keine US-Kolonie wurde"

Wie zynisch kann man sein?!

Schönes Interview an sich...

...aber das immer nur die Opfer der Ereignisse zu Wort kommen ist einseitig. Ich fände es auch mal interessant, wie z.B. ein konservativer Parteikader über diese Ereignisse denkt und diese rechtfertigt. Zugegeben: Eine heikle Mission, daher wohl nur ein frommer Wunsch.

12:33 von Klaas

"...'Ja, is schon traurig, dass China damals keine US-Kolonie wurde'
Wie zynisch kann man sein?!"

Wenn man sich die Geschichte Chinas - vor allem die letzten 200 Jahre - ansieht, könnte der Zynismus-Vorwurf auch zum Bumerang werden. Niemand weiß, was geschehen wäre, hätte sich China mit der Auflösung des europäischen Warschauer Paktes und dem Zusammenbruch des Sowjetimperiums in einen ähnlichen Strudel begeben. Eines war den führenden Chinesen allerdings gewiss: Ein neuerlicher Versuch, das Land wenigstens teilweise wieder zu kolonialisieren musste verhindert werden. Ob die Mittel dazu immer richtig waren und ob der Weg, den China heute geht, der richtige ist, kann man nur schwer beurteilen. Ein gewisser Erfolg ist den Chinesen allerdings nicht abzusprechen. Das mag zynisch sehen, wer will, am Ende urteilt doch die Geschichte...

Ich denke es...

geht um mehr als nur um denn Machterhalt Gewisser Eliten. Dieses Land wird auch Angefeindet vor allem von den Geld-u. Wirtschaftsstrukturen der US Lobby. Die jegliche Chance nutzen um möglichst die Kontrolle über alle Staaten zu bekommen. Der Dollar der größte Schuldschein der Welt ist in Privaten Händen der Fed. Rotschild und Konsorten. Damit werden meinungen Fosiert,Kriege Finanziert und Politische Systeme auf Linie gebracht. China ist da einer der wenigen Ländern die sich noch Erfolgreich wehren können. Das Funktioniert aber nur wenn das Land eine Starke Einheit bleibt. Und das Demonstriert man nach innen und aussen mit Unglaublichen Härte. Bei der größe und Masse der Menschen und Angesichts der Geschichte China's Nachvollziehbar. Das heißt nicht das ich es gut finde,aber ich verstehe ihr Handeln. Und ich hoffe das China Stark bleibt,weil es kaum Gegengewicht zur US Machtbestreben in der Welt gibt. China ist einer der wenigen Ländern die ihn die Stirn bieten kann.

"Ja, is schon traurig, dass China damals keine US-Kolonie wurde"

"Wie zynisch kann man sein?!"

Vom Traum des Kommunismus bleibt eben nur ein ganz spezieller linkskonservativer Zynismus.....

Lustig wird es aber dann, wenn man - gerade im Zusammenhang mit China - den Kapitalismus (des Westens) erwähnt.

@Izmi, 12:59 Uhr:

"Ein neuerlicher Versuch, das Land wenigstens teilweise wieder zu kolonialisieren musste verhindert werden."

...und deshalb geht man mit Panzern und scharfer Munition gegen unbewaffnete friedliche Demonstranten vor, die lediglich mehr Pressefreiheit und weniger Korruption fordern? Aha.

Gut, dass sich wenigstens das DDR-Regime im Herbst 1989 etwas schwerer mit so einer Entscheidung getan hat.

13:36 von Klaas

"...und deshalb geht man mit Panzern und scharfer Munition gegen unbewaffnete friedliche Demonstranten vor, die lediglich mehr Pressefreiheit und weniger Korruption fordern? Aha."

China steht da nicht allein am Pranger. Ich verwies bereits auf die ältere Geschichte, wo unsere so vielgepriesenen "westlichen Wertedemokratien" kaum anders vorgingen, vor allem in Drittstaaten und Kolonien. Aber auch die neuere Geschichte hat ihre schwarzen Flecken auf der weißen Weste. Selbst die USA hatten Anfang der 70er-Jahre ihren Auftritt mit Soldaten und Gewehren gegen Studenten. Youtube: "Four dead in ohio"... mal reinhören...
Ich weigere mich eigentlich nur, China und die Chinesen einseitig zu verurteilen, ohne die eigene schmutzige Wäsche zu waschen. Aktuell jetzt in der Ukraine...

11:15 von Izmi

Das Thema ist: "1989 starb die Volksrepublik China",also der Studentenaufstand und nicht: "Was ist China heute fuer ein Staat" oder "Wie wird sich China entwickeln" oder "Kommunismus in China" oder ....

@Izmi, 13:53 Uhr:

"...wo unsere so vielgepriesenen "westlichen Wertedemokratien" kaum anders vorgingen, vor allem in Drittstaaten und Kolonien."

Bestreite ich gar nicht. Aber ich find's sinnlos, Massaker gegenseitig "aufzurechnen". Vielleicht noch, um sich gegenseitig zu beweisen, welche Ideologie weniger schlimm ist. Egal, ob das Massaker von My Lai (Amis), von Katyn (Stalin), Amritsar (British India), Massenmorde durch Pol Pot, Tito, Lenin, Pinochet usw.

Jedes Massaker ist eine unfassbare Tragödie und auf's schärfste zu verurteilen.

"Ich weigere mich eigentlich nur, China und die Chinesen einseitig zu verurteilen, ohne die eigene schmutzige Wäsche zu waschen. Aktuell jetzt in der Ukraine..."

Nichts gegen eigene schmutzige Wäsche waschen, aber die Ukraine ist ein komplett anderes Thema (und leider auch schon ideologisch vergiftet). Da könnte ich jetzt genauso mit Syrien anfangen.

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