Kommentare

Zitat:"Petriaschwili äußert

Zitat:"Petriaschwili äußert Hoffnung auf Unterstützung bei der Selbstverteidigung des Landes: "Wir haben bereits 2008 verstanden, dass wir in Fällen wie auf der Krim keine militärische Unterstützung erhalten. Wir wünschen uns .. Unterstützung bei der Verbesserung unserer militärischen Verteidigungsmöglichkeiten. Denn zumindest müssen wir unsere Bürger, unser Land und unsere souveräne Entscheidung für Europa schützen können.""
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Von der Unterdrückung der armenischen Minderheit mal abgesehen, welche im TS-Bericht geschildert wurde. 2008 sah der Schutz der georgischen Bürger, die souveräne Entscheidung so aus, daß die Hauptstadt Südossetiens, Zivilisten!,Opfer eines nicht differenzierenden nächtlichen Artillerieüberfalls wurden. In der Ukraine kann man hinsichtlich der Bedrohung von Minderheiten sicher noch streiten. In Georgien nicht!
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http://xxx.tagesspiegel.de/politik
/international/eu-bericht-georgien-begann-
krieg-russland-verletzte-voelkerrecht
/1835630.html

Mehr als ein Anteil

"Auch wenn das Misstrauen gegenüber Russland groß ist, so sagen auch viele Georgier, dass Michail Saakaschwili als Präsident einen Anteil am Ausbruch des Krieges 2008 hatte."

Wie ZDF in der Doku "Machtpoker im Kaukasus" darlegte, war das nicht nur ein "Anteil", er hat angegriffen und Russland war überrascht.

Saakaschwili als Beteiligter?

"Auch wenn das Misstrauen gegenüber Russland groß ist, so sagen auch viele Georgier, dass Michail Saakaschwili als Präsident einen Anteil am Ausbruch des Krieges 2008 hatte."

Na das wundert doch sehr...
Sind die Georgier weiterhin der Propaganda ausgesetzt? Saakaschwili ist für den Krieg verantwortlich. Leicht überheblich meinte er, daß er genug aufgerüstet hätte und die USA ihm im Zweifelsfall zu Hilfe eilen.

Blanker Hohn

"Wir wünschen uns von unseren westlichen Verbündeten Unterstützung bei der Verbesserung unserer militärischen Verteidigungsmöglichkeiten."
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Nette Halbwahrheit angesichts der Fakten. Jahre bevor irgendwelche Experten was vom russischen Reich erzählten. 2002 lag das Militärbudget des bitterarmen (!) Landes bei 18 Millionen Dollar. 2008 lag es bei 900 Millionen. Das entspricht einer Verfünfzigfachung(!) in sechs Jahren! Bis zu ihrem vorläufigen Höhepunkt 2012 brachte man es auf 2,7 Mrd Dollar, was laut Wiki 23,17% des BIP entspricht und damit knapp hinter Nordkorea liegt. Natürlich auch mit Tatkräftiger und finanzieller Unterstützung Washingtons, lange bevor Saakaschwili Russland provozierte.
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Georgien ist trotz seiner Größe ein hochgerüstetes Land. Die Rüstungsindustrie ist wesentlicher Bestandteil der Volkswirtschaft, aber konnte das Budget 2013 nicht mehr stemmen. Und zu welchen Zweck? Wenn das "russische Reich" wirklich das Ziel wäre 2008 ganz anders verlaufen.

Motivation?

Es fällt mir irgendwie schwer, die Motivation zu verstehen, warum dieser Artikel in dieser Form zu diesem Zeitpunkt veröffentlicht wurde.

Soweit ich das herauslesen konnte ging es nicht um irgendeinen Jahrestag als Anlass und auch nicht um die Meinung von Georgiern zur Lage in der Ukraine.

Vielleicht kann mir ja jemand erklären, was der Artikel mir eigentlich sagen soll, denn ich sitze davor und finde den Inhalt einfach nicht.

Russland wird künftig seine Interessen wahren!

Eines muss allen Exsowjetrepubliken klar gemacht werden:

Der Fehler, der in der Ukraine gemacht wurde darf sich nicht wiederholen. Russland ist bei Assoziierungsabkommen "vor" der Unterschrift einzubeziehen. Wenn Georgien trilateralen Verhandlungen nicht zustimmt, muss es eben auf Assoziierungsabkommen mit der EU verzichten. So einfach ist das!

Weiterhin dürfen in Krisengebiete keine Waffenlieferungen aus dem Westen stattfinden. Blutige Auseinandersetzungen in Europa wären die Folge. 2008 dachte Georgien schon einmal, dass es für einen Krieg um Ossetien gerüstet ist.

Die Exrepubliken müssen verstehen, dass sie ihre Unabhängigkeit nur mit Moskau und nicht gegen Moskau erhalten können. Moskau wird niemals zulassen, dass dort Armeen enstehen, die es als Bedrohung der eigenen Sicherheit empfindet.

Den Amerikanern wird Russland verdeutlichen müssen, dass sie die ganze Welt sowieso schon zu ihrem Spielball erklärt haben, aber die Exsowjetrepubliken gehen sie nichts an!

Entspannungspolitik bringt im Osten Freiheit!

Europa darf sich für die geostrategischen Spiele der USA nicht länger instrumentalisieren lassen. Die USA haben mit Russland keine nennenswerten ökonomischen Beziehungen. Beide treffen in der Welt sseit langem als Rivalen aufeinander und kennen sich in dieser Rolle.

Westeuropa hat dagegen in vier Jahrzehnten mühsam gute politische und ökonomische Beziehungen zu Russland aufgebaut. Das heißt, wir haben im Gegensatz zu den USA viel zu verlieren.

Den "neuen" Ländern, vor allem Polen ist klar zu machen, dass es kein freudiges Ereignis ist, dass die Nato wieder eine Aufgabe hat.

Wir wollen nicht militärisch mit Russland konkurrieren, sondern politisch und ökonomisch kooperieren. Je besser die wirtschaftlichen Beziehungen in Europa sind umso besser wird die politische Kooperation. Zur Zeit erleben wir das freieste Russland, dass es jemals gab, wenn man die Geschichte Russlands sieht. Nur wenn sich der russische Bär nicht bedroht fühlt, wird sich im Osten Freiheit weiter entwickeln

Guter Westen, böser Russe

Zitat: "Allerdings wird immer stärker Enttäuschung und Ernüchterung über den Westen spürbar, je mehr die Sorgen vor der Aggressivität Russlands wachsen."
 
Was will uns dieser Satz sagen? Vielleicht, dass der Westen endlich mal gegen den "bösen" Russen ins Feld ziehen sollte? Oder, wenn schon das nicht, dann sollte er Georgien wenigstens massiv gegen Russland aufrüsten.
 
Mit Ziel Russland wird hier propagandistisch an der Eskalationsschraube gedreht. Es ist interessant zu beobachten was ein System im Endstadium aus dessen Betreibern macht.
 
Zur Erinnerung von wegen Georgien vs. Russland:
"Der Internationale Gerichtshof in Den Haag hat in einem Urteil vom 15. Oktober 2008 in dem Konflikt alle Seiten zur Mäßigung ermahnt. Die von Georgien beantragte einseitige Verurteilung Russlands kam damit nicht zustande, die georgische Darstellung des Konflikts wurde weitgehend widerlegt."
de.wikipedia.org/wiki/S%C3%BCdossetien#Erneute_Eskalation_2008
 
Æ

Nein liebe Tagesschau

Bei solch prekären Themen kann es nicht sein, dass Fakten mehrdeutige Aussagen zulassen!
Der Wortlaut im Artikel suggeriert, dass Russland am Krieg schuld sei und Saakaschwili etwas dazu beigetragen hatte.
Das stimmt nicht! Saakaschwili war eindeutig der Aggressor, und angebliche russische Erstangriffe konnten nicht einmal durch die OSZE bestätigt werden. Er meinte, mit einbisschen Aufrüstung und Hilfe der USA Russland bezwingen zu können.
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Wie gesagt, angesichts der heiklen Lage in der Ukraine ist es wichtig, Fakten detailgetreu wiederzugeben, Missverständnisse auszuschließen und so keine verfälschte Ausgangshaltung der Leserinnen und Leser im Konflikt zu erzeugen. Danke schön!

@Paddi: Wie bitte?

"Russland ist bei Assoziierungsabkommen vor der Unterschrift einzubeziehen. Wenn Georgien trilateralen Verhandlungen nicht zustimmt, muss es eben auf Assoziierungsabkommen mit der EU verzichten. So einfach ist das!"

Seit wann ist Russland der "Aufpasser" und letztendlich Entscheidungsberechtigte eines Nachbarlandes? Das nennt man "Imperialmismus"!!!

"Weiterhin dürfen in Krisengebiete keine Waffenlieferungen aus dem Westen stattfinden."

Aber, der "Osten" darf munter weiterliefern?

"Die Exrepubliken müssen verstehen, dass sie ihre Unabhängigkeit nur mit Moskau und nicht gegen Moskau erhalten können."

Diese Exrepubliken *haben* bereits ihre Unabhängigkeit, ob das nun Moskau oder Putin passt, ist vollkommen zweirangig!

@Energiewende Real

"Würde irgend jemand von einem Krieg profitieren? Ich gebe einen TTIP ......."

Profitieren würde Putin: Er hätte in typish imperialister Weise sein Land vergrößert und steht vor seiner Bevölkerung als "Starker Mann" da, der die Russischen Interessen vor dem "bösen" Westen verteidigt. Denn er weiß, der Westen greift nicht ein. Die EU hat Angst und die USA hat nicht das geringste Interesse sich mit der zweit- (oder dritt-) stärksten Militärmacht echt anzulegen.

Entspannungspolitik bringt Freiheit?

Entspannungspolitik bedeutet aber nicht, dass sich einer erst einmal nehmen darf was er will.

Ausserdem, ich habe absolut nichts gegen enge wirtschaftliche Beziehungen mit Russland. Wenn diese Beziehungen aber Assoziierungsabkommen mit anderen Ländern ausschliessen (siehe Ukraine), dann hat das nichts mit Entspannungspolitik zu tun.

Entweder man entspannt sich oder fährt seine Panzer vor, um der Entspannung einen gewissen Geschmack zu verleihen (siehe Georgien und Krim/Ukraine).

@Joachim

"Seit wann ist Russland der "Aufpasser" und letztendlich Entscheidungsberechtigte eines Nachbarlandes? Das nennt man "Imperialmismus"!!!"

normalerweise fragt man die Nachbarn, ob sie was gegen grössere Umbau haben.

01:48 von meinungsquirl

Ist es wirklich so schwer, den Anlass zu erkennen? Versuche es mit Lesen statt Schreiben:
"Die Ereignisse in der Ukraine bereiten der Ex-Sowjetrepublik Georgien Sorgen. Dort ist der Krieg 2008 noch in Erinnerung. Außenminister Steinmeier versuchte damals zu vermitteln. Wenn er nun wieder vor Ort ist, dürfte er sich auch an das damalige Misstrauen erinnern."
Könnte es vielleicht sein, dass Außenminister Steinmeier derzeit in Georgien ist?
Erinnert man deshalb an den Georgien Krieg 2008, weil es derzeit wieder Provokationen Russlands in der Ukraine gibt?

Man bekommt immer mehr......

den Eindruck als sollte ein Mehrfrontenkrieg gegen RU eroeffnet werden. Mit Geld und Anstachelung werden die Randlaender aufgehetzt und ermutigt und mit Waffen vollgestopft. Brandstifter Steinmeier immer vorne weg. Es werden offen Tatsachen zumindest 'geschoehnt' und verdreht. Es stinkt nach Krieg und das stinkt mir.

Wieso jetzt Georgien?

Irgendwie hab ich gerade den Eindruck, dass die Länder rund um Russland auf Kurs gebracht werden sollen.

Der georgische Präsident hatte im Gegensatz zu seinem Vorgänger einen guten Plan: friedliche Zusammenarbeit mit beiden Seiten.

Als fabuliert wurde, Russland würde sich die halbe Welt unter den Nagel reissen, da haben die Polen, Rumänen und sonst wer was von Angst vor Angriffen geredet. Georgien war ruhig. Die hatten offenbar nicht so viel Sorge.

Aber heiter ist: Saakaschwili hatte einen Anteil. Er hatte sich Adscharien unter den Nagel gerissen, Russland warnte ihn, nicht weiter zu gehen, er verliess sich auf die USA und wollte sich Südossetien einverleiben.
Gut, das ging dann schief und er kaute auf der Krawatte rum.

Und jetzt meine Frage: ist der noch in den USA? Sozusagen als Reservepräsident... ach ne.. das nennt sich dann ja "Exilopposition". Nur für den Fall, dass Georgien nicht spurt, ich meine, es könnte ja ne "Volksbewegung" in Georgien gema... pardon, ausbrechen.

Entspannungspolitik bringt Freiheit?

Welche wirtschaftlichen Beziehungen? Ist da nicht nur ein Absatzmarkt für Westprodukte. In einem Bericht(ARD) kam es zur Sprache das viele kleine Bauern sagen,Sie sind gegenüber dem Westen nicht Wettbewerbsfähig. Aber Russland Ihre Produkte abnehme.
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Und die Angelegenheiten mit Georgien und der Krim sind dierekt bzw.indirekt vom IGH erklärt worden.

Karte

Wenn man auf die Karte schaut, muss man schon sehr global denken um zu glauben, dass hier Europa und womöglich auch noch die NATO "berechtigte" Interessen zu verteidigen haben.
Hier wie in dem Ukraine Desaster geht es um die militärische Einkreisung Russslands, gepaart mit dem Versuch, entweder direkten Zugriff auf Öl und Gas zu erhalten oder eben der Be(Ver-?)hinderung Verhinderung des entsprechenden russischen Einflusses.
Es sind globale US-Interessen, denen viele EU-Politiker hinterher dackeln. Und selbst ein wenig Schwächung der RF wäre schon ein "Erfolg" im Kampf um die Stärkung der Weltherrschaft. Allzuviel Zeit dazu hat "man" nicht mehr. China wird kommen, auch wenn der Herr Friedensnobelpreisträger gerade Asien Mut machen will.

Untertreibung

Michail Saakaschwili als Präsident einen Anteil am Ausbruch des Krieges 2008 hatte

Immerhin bestand sein Anteil darin, mit Panzern in Südossetien, einem von der Regierung der RF anerkannten und mit ihr alliierten Staat, einzumarschieren und dort so viel wie möglich zu zerstören. wobei es auch zu zahlreichen zivilen Opfern kam. Also im Grunde genommen war sein Anteil am Ausbruch des Krieges 100%.

03:51 von Joachim

"Diese Exrepubliken *haben* bereits ihre Unabhängigkeit, ob das nun Moskau oder Putin passt, ist vollkommen zweitrangig!"

Ich denke in "bösen" Russland leben mehr Georgier als selbst in Georgien. Warum nur!!!!! Und nicht nur Georgier. Was ist dass "Unabhängigkeit"?! Ein Wort ohne Bedeutung. Wir sind alle nun "abhängig".
Ich will Frieden! Heute bin ich Russin. Ich war schon auch Griechin. Ich hoffe Sie verstehen mich.

Imperialistische Politik kann ich nur bei den USA entdecken !

Nachdem Janukowitsch gestürzt war, bestand die Gefahr, daß der Pachtvertrag über die militärische Präsens Russlands auf der Krim annulliert wird von der USA hörigen Übergangsregierung.
Dieses Problem hat Russland doch elegant ohne Blurvergiessen in seinem Sinne gelöst.
Endgültig.

Am 24. April 2014 um 01:35 von Nana : Blanker Hohn

Danke für die Zahlen und Fakten, die den TS Beitrag unnötig differenziert hätte.

> Herr akademischer Realist

So realistisch sind sie nicht, oder?
Ich nehme jetzt wahr, dass die ukrainische Diktatur in Kiew stark mit den Waffen klappert, genau wie einst Georgien mit seinem verbrecherischen Präsidenten.
Wieso wurde dieser Typ nicht dahin gesperrt, wo er hin gehört? Schuld ist er an dem Tod etlicher Menschen.
Aber so ist das in Kriegen, es werden zwei Gegner ausgemacht, die nahezu ebenbürtig sind. Sich vielleicht auch zerfleischen und der "ungeliebte" auf der Strecke bleibt.
Erinnert stark an die Ukraine. Und auch hier muss endlich die Zivilbevölkerung von 40 Mill. Menschen vor einer Minderheit und ihrer Diktatur geschützt werden.
Die Massenproteste (anders als auf dem Maidan mit nur knapp 5,000 Demonstranten) haben in der Ukraine stark zugenommen. Wie andere Medien berichten sollen Demonstrationen gegen die Diktatur jetzt auch in Kiew stattfinden mit mindestens 200,000 Demonstranten.
Ich denke, dass die Diktatur dort nicht mehr lange erhalten bleibt. Selbst die Injektionen aus den USA können deren überleben nicht mehr sichern.

Blick auf die Karte

Wenn man auf die Karte schaut, muss man schon sehr global denken um zu glauben, dass hier Europa und womöglich auch noch die NATO "berechtigte" Interessen zu verteidigen haben.
Hier wie in dem Ukraine Desaster geht es um die militärische Einkreisung Russslands, gepaart mit dem Versuch, entweder direkten Zugriff auf Öl und Gas zu erhalten oder eben der Be(Ver-?)hinderung Verhinderung des entsprechenden russischen Einflusses.

einseitiger gehts nicht?

fr. stober schreibt saakaschwilli hätte eine mitschuld... ist das ein witz? auf eine schlafende stadt 2 stunden nach angekündigter waffenruhe aus raketenartelerie zu feuern ist eine kleine mitschuld?

ferner versucht fr stöber mistrauen gegenueber russland zu erwecken indem sie aufzählt wo überall russland ihr militär hat... sie soll einmal aufzählen wo usa und nato ihr militär stationiert haben samt allen ausenstellen der cia...

danke

Die USA als lachender Dritter

Wunderbar, wie hier Obama West- und Osteuropa gegeneinander ausspielt. Politik ist doch das größte Schmierentheater von allen! ^^
*
Da werden alte, tief verwurzelte Feindbilder vom "bösen Russen" wieder aufgekocht, und Putin streckt in dieser Version des Konflikts quasi als Bärenfell tragender Rasputin seine knochigen Krallenfinger bis nach Kiew, Warschau, und vielleicht, ja vielleicht auch bis nach Berlin.
*
Zumindest am Gashahn hat er seine Hände angeblich auch schon; auch wenn die Explosion der Energiekosten der letzten Jahre eher ein Musterstück unkontrollierten Kapitalismus und politischer Inkompetenz sein dürfte.
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Und die USA spielen in dem Theaterstück - wie so oft - den selbstlosen, gutherzig-besorgten Ritter. Der zufällig in seinem Tross auch gleich ein paar passende Wirtschafts- und Rohstoffabkommen mit sich führt. Zufällig.
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Na, vieleicht hilft ja die Angst vor Onkel Iwan dabei, die Vorbehalte der Europäer dagegen zu zerstreuen. Sonst muss wieder ein Krieg her! ^^

Das Volk, der Souverän

Der Westen unterstützt seinen Unteressen gelegene Gruppen und nennt sie "Volk".
- Mit Politikertourismus
- Mit Geld
- Mit logistischer Hilfe von Geheimdiensten
- mittels Medien

Russland unterstützt seinen Unteressen gelegene Mehrheiten in Gebieten (die dort das Volk, zumindest das demokratische -> mehrheitliche) repräsentieren und nennt sie Schutzbedürftige.
- Mit Zusagen zur Hilfe
- Bei zu arger Einmischung des Westen auch militärisch.
-> Ich bin dafür, dass Mehrheiten des Volkes unterstützt werden.

"Mit Geld und Anstachelung

"Mit Geld und Anstachelung werden die Randlaender aufgehetzt und ermutigt und mit Waffen vollgestopft. Brandstifter Steinmeier immer vorne weg."

Seltsam....

Wie sich offensichtliche Linkskonservative heute immer noch die absolute Deutungshoheit zwischen "Revolution" und "Putsch", zwischen "Revolutionären" und "aufgehetzter Putschisten" anmaßen???

Ich denke hierbei immer an die Geschichte bestimmter Mekong-Anrainerstaaten.....

Georgien fürchtet das Szenario der Ukraine

Wenn Georgien das Szenario der Ukraine verhindern will, sollten die Armenier integriert und nicht ausgegrenzt werden. Das ist aber nicht das Hauptproblem. Georgien ist sehr auf seine Souveränität bedacht. Das war schon zu Zeiten der Sowjetunion der Fall. Man wollte so unabhängig wie möglich sein und seine eigene Lebensweise pflegen. Die (privaten) Beziehungen zum Westen waren auch seinerzeit schon ausgeprägt.

Die neue Führung in Tiflis will die Souveränität des Landes schützen und die Beziehungen zu Russland verbessern. Die Furcht vor den großrussischen Interessen ist groß. Es wundert nicht, dass Georgien unter den gegebenen Bedingungen die Mitgliedschaft in der EU und NATO im Rahmen einer euro-atlantischen Zusammenarbeit sucht. Angesichts der unmittelbaren Grenze zu Russland werden die georgischen Pläne den russischen Sicherheitsinteressen zuwider laufen. Diese Ausgangsposition dürfte auch der Grund für Steinmeiers Mission sein. Es geht um eine politische Lösung.

Reise rund um Russland

Wie weit geht Europa (EU) oder reicht der Atlantik (NATO)? Geografisch habe ich etwas anderes in der Schule gelernt. Hier geht es doch nur um militärpolitischen Einfluss rund um Russland. Oder was wollen wir dort? Langsam merken immer mehr Deutsche, was hier läuft und das gefällt den Bürgern gar nicht. Nur wird in Washington, Brüssel und Berlin entschieden, ohne den Willen der Bürger zu berücksichtigen.

@Agent lemon: Mehrfrontenkrieg gegen Russland???

Wie bitte? Wer hat denn hier angedeutet einen Krieg anzuzetteln? Die USA oder EU? Kann mich nicht erinnern, dass jemals solche Dinge in Erwägung gezogen wurden. Wer hat mit seinen Truppen die Krim überzogen (diese waren zwar schon in Sewastopol, sollten aber lt. Vertrag eigentlich dort bleiben)? Wer hat 50.000+ Truppen an der Grenze und droht, einzugreifen, wenn's ihm auf der anderen Seite nicht passt?

Der Westen hat gar keinen Grund, diese ex-Sowjet Staaten "aufzuwiegeln". Die meisten dieser Staaten können (und konnten) es kaum abwarten, sich endlich von ihrem ehemaligen "Herrn" loszusagen und sich anderen Bündnissen anzuschliessen, wo man zumindest eine Chance hat sich wirtschaftlich *frei* zu entwickeln, ohne Putins Schoßhund zu sein.

Steinmeyer ganz unprovokativ auf Reisen ...

Ganz unbeteiligt war Georgien, wenn man es vorsichtig formuliert, nicht an den Konflikten, die 2008 in darin mündeten, dass Russland militärisch eingriff. Gerade solche Kommentatoren, die unter dem Slogan "Verantwortung übernehmen" die Bundeswehr in die Welt hinaus senden wollen, sollten sich mit dem Konflikt mal etwas näher beschäftigen. Sie werden sehen, dass auch dieser Bericht nur die Tendez "kleines Opferlamm Georgien neben gewaltigem Russland" dargestellt wird und eine Menge Informationen fehlen.
Russland ist nicht das Paradies und doch wollen Menschen in einer Gemeinschaft nichtanerkannten Staaten zu Russland. Das hat Gründe und auch Frau Stöber, die diesen Bericht formulierte, könnte die kennen, wenn sie über Internetzugang verfügt.

@paddi: "Russland wird künftig seine Interessen wahren!"

Wo bleibt das Selbstbestimmungsrecht der ehem. Sowjetrepubliken, wenn Russland seine Sicherheitsinteressen mit aggressiver Annexionspolitik bzw. Einmischung in die inneren Angelegenheiten souveräner Staaten in den Vordergrund stellt? Das dürfte nach einer Konfrontation zu gewaltsamen Auseinandersetzungen führen. Friedliebende Politik sieht anders aus.

So kommt es darauf an, die Souveränität der russischen Anrainerstaaten zu wahren und gleichzeitig eine gutnachbarschaftliche Zusammenarbeit zu pflegen. Es muss für die Ex-UdSSR-Adlaten sowohl die Hinwendung zum Westen als auch die Zusammenarbeit mit Russland möglich sein. Das war ja auch der Grund für Steinmeiers Mission in Georgien. Die Politik des Sowohl als Auch anstatt eines Entweder- Oder muss auch von Russland akzeptiert werden. Die Durchsetzung großrussischer Politik ist nicht friedensstiftend und mündet im Kalten Krieg.

@hbacc: militärische Einkreisung Russslands?

Wenn ich meine Nachbarn über 70 Jahre lang als Schoßhund behandle und die dortigen Bevölkerungen durch von mir eingesetzte Diktaturen um jegliche Freiheit beraube, dann muss ich mich nicht wundern, wenn meine Nachbarn mich später nicht mögen und vielleicht alles tun, um sich vor weiteren Agressionen meinerseits zu schützen. Da braucht der Westen gar nicht viel "aufwiegeln". Das kommt von ganz alleine.

Ja, und sicher, es geht natürlich, wie immer, nur ums Öl. Es wird leidig um die alte Leier...

@paddi: "Entspannungspolitik bringt im Osten Freiheit"

Auch bei gehörigem Verständnis der russischen Sicherheitsinteressen führt die aggressive großrussische Politik nicht zur Entspannung und Freiheit der ehem. Sowjetrepubliken. Europa und die ehem. Sowjetrepubliken wollen und dürfen sich nicht von den "geopolitischen Spielen" Moskaus instrumentalisieren lassen. Ihre Thesen müssen von zwei Seiten beleuchtet werden; Sie sehen aber nur die USA als Unruhestifter.

In Wirklichkeit führt die großrussische Annexionspolitik nicht zur politischen und ökonomischen Kooperation. Russland wird das bitter zu spüren bekommen. Natürlich hat auch Europa viel zu verlieren. Der Westen kann und wird aber keine Dominanz Russlands akzeptieren. So kann nur das Streben nach einem Interessenausgleich zwischen den geostrategischen Spielern zum Erfolg führen.

von Joachim

"@Energiewende Real
"Würde irgend jemand von einem Krieg profitieren? Ich gebe einen TTIP ......."
Profitieren würde Putin: Er hätte in typish imperialister Weise sein Land vergrößert und steht vor seiner Bevölkerung als "Starker Mann" da,..."

Ihr Argument ist an den Haaren herangezogen.
Das hat das größte Land der Erde, 1/6 der Erdoberfläche, nicht nötig und spielt in seinen Entscheidungen keine Rolle.

Steinmeyer in Moldawien, in Georgien...

Unsere jetzige Regierung scheint geradezu darauf versessen zu sein, Konkursmasse der Sowjetunion für die USA einzusammeln. Es fällt auf, das Steinmeyer schon 2008 in Georgien gewesen ist... Wird hier ein Kriegsschauplatz wiedereröffnet?
Wie weit hängt Deutschland eigentlich drin in diesem ganze "Go East"-Spielchen der USA mit der Einkreisung Russlands und was fällt von dem Kuchen für die Bundesrepublik Deutschland ab? Was spielen eigentlich die Deutschen da für einen dubiose Rolle? Steinmeyer, die Konrad-Adenauer-Stiftung... wer zündelt da überall und warum?
Warum erfahren wir nichts darüber, warum Deutschland elementare Wirtschaftsinteressen in Kooperation mit Russland verrät für die "Stabilisierung und das Homecomming" von Staaten, die die EU nicht bereicherm, sondern das potenzielle Risiko des Scheiterns der EU vergrößern?
Dieser Beitrag scheint mir Propaganda zu sein, für die Einverleibung weiterer politischer Nonvaleurs und Bankrotteure in die EU..

Immer dieses schwarz weiss Denken

@Mayaguez_75 07:41

Warum sind alle die hier kritisch schreiben in ihren Augen gleich alle "offensichtliche Linkskonservative"?
Selbstverständlich gibt es viel an Russland zu kritisieren! Keine freie Presse, Schwulenfeindlichkeit, Korruption und vieles mehr.
Aber es gibt eben auch viel an der USA und der EU zu kritisieren. Selbstverständlich haben wir nach unserem Selbstverstädnis eine freie Presse, nur berichtet sie nach meinem Eindruck immer mehr einseitig. Es wundert mich, dass manche immer gleich denken, wenn man die USA kritisiert, dann ist man automatisch ein Freund von Russland und dort seie das Paradies.
Nein, die meisten kritischen Kommentatoren versuchen hier nur, darauf hinzuweisen, das nicht alles in Schwarz/Weiß zu sehen ist. Und auf eine andere Sichtweise, als die der ARD hinzuweisen, sollte doch in diesem Land, mit einer freien Meinungsfreiheit möglich sein.

@Nedjan

Das ist der Grund für die US Demokratisierungen !!!

@friedensterrorist: "Normalerweise fragt man den Nachbarn..."

"Normalerweise fragt man den Nachbarn, ob sie was gegen größeren Umbau haben". Das tat Janukowitsch auch und durfte den Assoziationsvertrag mit der EU nicht unterzeichnen. Natürlich wäre es besser und richtiger von der EU gewesen, man hätte mit Russland vorher über das Vorhaben gesprochen. Warum sollte man aber den souveränen Nachbarstaaten der RF die Selbstbestimmung verweigern?

Sollen nur noch die großrussischen Interessen gelten? Das geopolitische Machtstreben mit Einsatz von Gewalt macht den Ex-Sowjetrepubliken gehörig Angst. Es wundert also nicht, wenn diese osteuropäischen Staaten den Schutz und die Zusammenarbeit westwärts suchen. Ein fairer Interessenausgleich kann auch nicht durch Konfrontation gesucht und gefunden werden. Anstatt die Waffen sprechen zu lassen oder dies anzudrohen, sollten die Konfliktparteien miteinander reden und handeln.

Am 24. April 2014 um 08:21 von Helmut Baltrusch

Zitat: "In Wirklichkeit führt die großrussische Annexionspolitik nicht zur politischen und ökonomischen Kooperation. Russland wird das bitter zu spüren bekommen. Natürlich hat auch Europa viel zu verlieren. Der Westen kann und wird aber keine Dominanz Russland akzeptieren. So kann nur das Streben nach einem Interessenausgleich zwischen den geostrategischen Spielern zum Erfolg führen."
Zu einem Dialog gehören mindestens zwei und die USA und die NATO-Staaten haben für Russland kein akzeptables Angebot... seit 2002. Seitdem läuft doch alles auf Einkreisung von Russland und innere Destabilisierung Russlands selbst und seiner Nachbarstaaten durch permanente Einmischung in die inneren Angelegenheiten souverner Staaten hinaus. Die Wühltätigkeit von "NGO´s und die Rekrutierung westlicher Geheimdinste", Provokationen wie Militärmanöver an den russischen Grenzen u.s.w. lassen sich nicht leugnen. Man ist nicht interessiert, mit Russland einen fairen Dialog zu führen... Weder USA, NATO noch EU...

@Großer_Elch: "Zu einem Dialog gehören mindestens zwei..."

"Zu einem Dialog gehören mindestens zwei und die USA und die NATO-Staaten haben für Russland kein akzeptables Angebot... seit 2002. Seitdem läuft doch alles auf Einkreisung von Russland selbst und seiner Nachbarstaaten durch ... hinaus."

Das kann man allseits so sehen. Die Entwicklung nach dem Zerfall der Sowjetunion dürfte grundsätzlich dem mangelnden Grundvertrauen zwischen den mächtigen Staaten dieser multipolaren Welt geschuldet sein. Nach dem Wettbewerb der Systeme gilt es allseits, die geopolitischen Machtinteressen auf Kosten anderer durchzusetzen. Dabei dürfte man sich im Einsatz subversiver Mittel nichts nachstehen.

Russlands Angst vor Einkreisung korrespondiert mit der Angst der Nachbarstaaten vor der gewaltbereiten Dominanz von Moskau in souveränen Staaten. Infolge der Krim-Annexion ging zudem der Konsens über die Unveränderbarkeit der Grenzen in Europa verloren. Angst ist auch in der Politik ein schlechter Ratgeber. Es fehlen allseits vertrauensbildende Maßnahmen.

ARD-Interview zum Einmarsch in Südossetien

Um sich über Verursacher und Hintergründe des damaligen Krieges zu informieren, braucht man sich doch nur das Interview der ARD, das Thomas Roth am 29.8. 2008 mit Wladimir Putin führte, durchzulesen! Es ist mittlerweile ein echter Klassiker im Web und auf den verschiedensten Portalen verfügbar. Zum Aufruf einfach nach den Begriffen "Putin Interview Thomas Roth" suchen und die Fakten purzeln einem nur so entgegen!

@03:51 Joachim - Wie bitte?

"Seit wann ist Russland der "Aufpasser" und letztendlich Entscheidungsberechtigte eines Nachbarlandes?"
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Immer wenn es um Menschenrechte, für die russischen Minderheiten, in den jeweiligen Ländern geht!
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"Diese Exrepubliken *haben* bereits ihre Unabhängigkeit, ob das nun Moskau oder Putin passt, ist vollkommen zweirangig!"
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Sicher, wenn sie dann auch betreffs der Wahrung der Menschenrechte, für russische Bürger, keine Untaten begehen, wird Russland dieses auch akzeptieren!
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Auch eine Bedrohung, in Form von Aufrüstungshilfen durch USA und Nato, in den betroffenen Ländern, wird Russland nicht akzeptieren und das ist gut so!
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Leider kosttete die Aggression Georgiens, vielen Menschen das Leben!
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Wehret den Anfängen, war die Reaktion Moskaus und endete mit blutiger Nase, Georgiens!

Spricht Georgien Englisch?

Oder warum sonst wird zuerst in dieser Sprache vor dem Passieren der Grenze gewarnt? Stellen die Russen englischsprachige Schilder auf? Oder gibt es in Georgien inzwischen mehr „Gäste“ als Einheimische? Ein Schelm, wer böses dabei denkt.

@ Am 24. April 2014 um 08:45 von Helmut Baltrusch

„Natürlich wäre es besser und richtiger von der EU gewesen, man hätte mit Russland vorher über das Vorhaben gesprochen. Warum sollte man aber den souveränen Nachbarstaaten der RF die Selbstbestimmung verweigern?“

Bei dieser Argumentation wird leider oft vernachlässigt, dass auch die EU souverän ist. Sie kann sehr wohl entscheiden, mit wem sie worüber verhandelt und wer gegebenenfalls mit am Tisch sitzt. Das hat mit der Souveränität potentieller Neumitglieder nichts zu tun. Und wenn die EU – aus welchen Gründen auch immer – in der Vergangenheit völkerrechtlich bindende Vereinbarungen mit Russland über mögliche Erweiterungen geschlossen hat, dann hätte Russland hier durchaus ein Mitspracherecht. Es wäre Russland von der EU freiwillig und wahrscheinlich im Austausch gegen andere Zugeständnisse seitens Russlands eingeräumt worden. Solche Vereinbarungen könnte man jetzt nicht einfach vom Tisch wischen. Gleiches gilt im gleichen Wortlaut auch für die NATO.

ThePhlogistinator 2:38

Wie gesagt, angesichts der heiklen Lage in der Ukraine ist es wichtig, Fakten detailgetreu wiederzugeben, Missverständnisse auszuschließen und so keine verfälschte Ausgangshaltung der Leserinnen und Leser im Konflikt zu erzeugen.

Bereits die Überschrift "Im Schatten des mächtigen Nachbarn." ist die Rede von einem Krieg, der in Erinnerung geblieben sei.
Dann im Artikel: "Im August 2008 trugen Georgien und Russland einen kurzen Krieg um Südossetien aus."

Kein Wort von dem Überfall auf das schlafende Zchinwali, von der georgischen Aggression!
Nein, Tagesschau! Wer solche wichtigen Details weglässt, braucht sich über den Vorwurf von Propaganda nicht zu wundern.

10:53 Selbstaufklärer

Wehret den Anfängen, war die Reaktion Moskaus und endete mit blutiger Nase, Georgiens!

Ja der Aggressor Georgien hat die korrekte, Menschenleben rettende Antwort erhalten.
Die Ukrainer im Osten sind freilich kein Zwinchali.
Und die Erinnerung Lawrows an Georgien ist nur mit genügend Eskalations-Willen als eine militärische Drohung zu interpretieren.
Die Rechnung der westlichen Zündler in der Ukraine, auch diesmal ohne Russland gemacht, wird wieder fehlgehen.

um 08:08 von Joachim

etwas anderrs ist es ja schon
die "nachbarn" waren mal mitbewohner, bevor mauern durch die wohnung gezogen wurden, wobei man bei der zimmerverteilung offensichtlich nicht ganz einig ist.
das wir hier die su immer mit russland identifizieren heist nicht das z.b. die georgischen nationalisten ihren joseph so einfach ab und aufgeben würden
es giebt dort museen für ihn, und beim statuensturz haben gerade seine dort "zufällig " überlebt
es ist als würden sich die deutschen bundesländer gegeneinander wenden und gleichzeitig versuchen mit historischen begründungen dem nachbarn etwas abzunehmen, während alle nachbarn mitspielen
wie es jahrhundertelang war
das heist nicht das brandenburg aus meiner sicht das recht hätte in franken einzumarschieren, sowenig wie bayern deswegen einen weltkrieg anzuzetteln
wenn sie den vergleich nachvollziehen können.

@potkol1

"Wie ZDF in der Doku "Machtpoker im Kaukasus" darlegte, war das nicht nur ein "Anteil", er hat angegriffen und Russland war überrascht."

Ich kann mich Ihrer Interpretation leider nicht anschließen. Schon alleine der Fakt, dass die russischen Truppen einsatzbereit an der Grenze standen um nicht mal 5 Stunden nach Einsatzbeginn der georgischen Kräfte in Georgien einzumarschieren, sollte jedem denkenden Menschen ausreichen zu sehen, dass Russland sehr gut vorbereitet und bestens informiert war. Genauso hatten die georgischen Streitkräfte ja eine Invasion Russlands erwartet und versuchten möglichst schnell die Engpässe zu erreichen.

Vielleicht ist dies dem Fakt geschuldet, dass der Konflikt teils schon gewaltsame Ausbrüche zu verzeichnen hatte, lange bevor eine Offensive begann? Aber den Geschichtsrevisionisten ist anscheinend ja keine Simplifizierung zu schade um bestimmte Verhalten zu rechtfertigen....

@Nico Walter: "...dann hätte Russland ein Mitpracherecht..."

Theoretisch kann die EU neue Mitglieder unabhängig von Russlands Interessen aufnehmen. Und die Nachbarländer Russlands können selbst bestimmen, ob sie in die EU und/oder NATO wollen. Das ist ja bei den baltischen Staaten und Polen so geschehen. Im Falle von Georgien, Moldavien und der Ukraine wäre es jedoch -auch ohne vertragliche Verpflichtungen- besser, einen Interessenausgleich mit Russland zu suchen und zu finden. Eine Zusammenarbeit kann für alle Beteiligten nur vorteilhaft sein.

Russland pocht aber vielleicht auch deshalb so heftig auf Interessenwahrung, weil ihm der Zugang zur EU ("FR ist zu groß") und zur NATO ("andere Wertegemeinschaft") verwehrt wurde. Dafür gibt es triftige Gründe. Das schließt aber zwecks Konsens eine Zusammenarbeit mit Konsultationen in wichtigen nachbarschaftlichen Fragen nicht aus. So können Ängste abgebaut und Vertrauen aufgebaut werden.

Joachim 8:08

"Die alte Leier". Ich sehe ja ein, dass es die Freunde der Weltpolizei nervt, immer wieder dasselbe hören oder gar lesen zu müssen. Ändern tut es aber nichts: Zum Ende der SU wurde eben ein Herr Gorbatschow belogen und betrogen. Er hatte natürlich den Wunsch (den gab es schon zu frühen Zarenzeiten) bei seinen unendlichen Grenzen nicht von Feinden umgeben zu sein. Wie es weiterlief, ist wohl nicht so leicht zu übersehen.
Und im Moment glaubt man, wieder mal einen Schritt (noch einen Trippelschritt Georgien dazu) zur Schwächung machen zu müssen, vielleicht braucht man aber auch nur Anlässe zur Aufstockung der Militärausgaben.

Diese Exrepubliken *haben*

Diese Exrepubliken *haben* bereits ihre Unabhängigkeit, ob das nun Moskau oder Putin passt, ist vollkommen zweirangig!

So hätten Sie das gerne, aber das geht an der politischen Realität vorbei. Russland hat dort berechteigte Sicherheitsinteressen, solange sich die USA dort einmischen!

Und die Einmischung der USA in der Ukraine, das ist kein Imperialismus? Die USA haben dort nichts zu suchen. Punkt!

Wir sind in Europa und das Problem wird zwischen der EU und Russland zu lösen sein. Die USA haben dort keinerlei berechtigte Interessen!

Russland stellt die Autonomie dieser Staaten nicht in Frage! Allerdings nur wenn sie einen neutralen Block bilden! Es ist unser deutsches Interesse, mit Russland zu koexistieren. In diesem Sinne hat Steinmeier Recht, wenn er sagt, dass eine Mitgliedschaft dieser Länder in der EU und in der Nato nicht zur Debatte steht! Manche scheinen zu meinen, diese Länder ein Anrecht auf Mitgliedschaft in EU und Nato. Anträge dürfen aber abgelehnt werden, oder?

04:07 von Joachim

"Wenn diese Beziehungen aber Assoziierungsabkommen mit anderen Ländern ausschliessen (siehe Ukraine), dann hat das nichts mit Entspannungspolitik zu tun."

Es war die EU, die das Assoziierungsabkommen mit der EU damit verknüpft hat, dass die Ukraine dann nicht einer Zollunion mit Russland beitreten darf. Erst dann trat Moskau auf den Plan und versuchte die Ukraine von der Unterschrift abzubringen. Janukowitsch hat schließlich über das Abkommen verhandelt ohne von Moskau daran gehindert zu werden.

Sie sollten sich mal besser informieren, damit sie die Situation sachgerecht beurteilen und nicht Aktion und Reaktion verwechseln.

Gegen die Prinzipien der Entspannung und einer guten Nachbarschaft hat also zuerst die EU verstoßen. Das wird mittlerweile auch in der deutschen Regierung als Fehler gesehen und verbirgt sich hinter den Formulierungen, wenn darüber gesprochen wird, dass von seiten der EU Fehler gemacht worden sind. Steinmeier dies längst öffentlich anerkannt.

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