Kommentare

Jegliches Engagement Chinas – ...

... dieser einzigen weisen Weltmacht dieser Erde – in Afrika ist von ganzem Herzen zu begrüßen, da es diesen Kontinent aus dem unverschuldeten wirtschaftlichen Abgrund herauszuholen hilft! Dass dabei am Anfang andere Maßstäbe gelten, ist üblich – aber zugleich Vorbedingung dafür, dass von den Menschen vor Ort zu einem späteren Zeitpunkt weitergehende Forderungen gestellt werden können...

Die Geschichte ist hier noch

Die Geschichte ist hier noch nicht zu Ende. Es fehlen noch Markenzeichen die von glücklichen Deutschen angebracht werden. Und am Ende steht das "made in germany" auf den Regalen.

Wer hat wen ausgebeutet?

Z.B. die europäische Handelsunternehmen zahlen für eine Jeans an chinesischer Fabrik 1 euro,mehr wollen sie nicht zahlen,verkaufen eine Jeans auf europäische Markt für 10 euro.Die chiniesische Unternehmer müssen aber viel bezahlen:Lohn,Maschine,Strom,an Wäscherei......CNY ist immer aufgewertet,dazu kommt Wirtschaftskrise,zahlreiche Unternehmer sind pleite.Wer hat wen ausgebeutet?
Die Leute,die Schuhe machen,können den Preis nicht bestimmen,entweder nehmen sie den Preis an,oder sie sind arbeitlos. Wenn die Chinese keine Schuhe produzieren,gibt es genug Menschen in der Erde,die bereit sind,für noch niedrigeren Lohn zu produzieren.
Wenn die Entwicklungshilfe so toll ist,wieso nehmen die Einheimische noch die schmutzige Arbeit für Hungerslohn an?Oder zahlen mehr als die chinesische Unternehmer,damit die böse Chinese keinen Arbeitsnehmer finden und niemanden ausbeuten können.

Die tibetanische Gebetsmühle

Weltweit gibt es so viel Armut und Elend, weil die "Unternhemen" den Gewinn woanders hin transferieren, so dass er denen, die ihn ermöglichen NICHT zugute kommt. Das sind "Die Gesetze des Marktes".
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Nun gibt es einen indischen Nobelpreiträger, der hat den zinsgünstigen Kleinkredit erfunden. Aber die Banken machen das System kaputt. Und wir haben in Brasilien Farvelas mit eigener Lokalwährung, was gute Wirkung erzielt hat, da die Gewinne vor Ort blieben.
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Aber all das nutzt nix, wenn es Wirtschaften wie die amerikanische und europäische gibt, die nur existieren können, wenn sie Kapitalzufluss von außen haben. Und der ist erforderlich, um die Verschuldung zu finanzieren. Und die Verschuldung braucht man, um die Vermögen und deren Verzinsung zu finanzieren. So einfach ist das!
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Wir bräuchten nur ein wenig zu sparen und ein wenig mehr für Produkte zu zahlen, und schon würde es für viele aufwärts gehen. Aber dann würde es sich ja für unsere Raffkes nicht mehr "lohnen"!

ja und?!

alle europäischen firmen machen das gleiche. schlimm genug, aber nun den chinesen extra einen vorwurf machen?! besser wäre die europäischen kleiderfirmen zu gesetzlichen mindestlöhnen , einhaltung der menschenrechte.... zu zwingen!

wo ist da ein problem?

usa laesst in europa produzieren,
europa laesst in portugal, tuerkei und rumaenien produzieren, deutschland laesst in china produzieren, china laesst in india und afrika produzieren.
afrika laesst nicht produzieren sondern kauft bei dem ein der ihn foerdert und das ist china.
die zukunft ist doch jetzt schon klar: das CHAF Chinese-African verhaeltnis wird weiter ausgebaut und immer wertvoller.

europa dagegen ......nun darueber brauchen wir nicht viel reden, sondern uns nur die lage in europa anzusehen.

Klarstellung

@Sabn_spn:
Darf ich fragen, in welchem Teil Shanghais Sie leben? Mit 80 EUR (=690 RMB) können Sie gerade mal ein Zimmerchen in einer Tiefgarage oder einer alten Minzhai-Wohnung in Qingpu mieten. Nix 4-Raum-Komfort-Neubau.

Meine letzte Stromrechnung hatte den KWh-Preis 4.95 RMB, was ungefähr ein Fünftel bis ein Sechstel des KWh-Preis in D ist (je nach Anbieter) - und nicht wie Sie behaupten ein Zwölftel.

Was Sie für Lebensmittel kaufen, mag ich nicht wissen. Jedoch weise ich darauf hin, dass es Gründe für billige Lebensmittel in China gibt (bspw. Digouyou - Öl gefiltert aus Abwasser).
Wenn Sie in China (relativ) bedenkenlos Lebensmittel einkaufen wollen, müssen Sie auf importierte Produkte zurückgreifen. Punkt.
Bei aller China-Liebe, wer hier die Möglichkeit hat, unkompliziert Geld zu verdienen, der wird es tun und dabei auf gesundheitliche oder ethische Bedenken pfeifen.
Fazit: billig geht, ist aber extrem bedenklich.

Zum Thema: Alles, was Verbesserung ist, ist gut.

@DeHahn: Mohammed Yunus ist

@DeHahn: Mohammed Yunus ist Bengale und kein Inder.

Heuchelei

Eine deutsche Firma lässt ebenfalls in Äthiopien Schuhe produzieren, Lohnkosten ca. 20 ct/Tag. Deren "Engagement" in dem Entwicklungsland wurde im deutschen ÖR-Fernsehen vor einiger Zeit sehr gelobt. Nur ganz am Rande fiel der Satz: Für diese Fabrik wurde eine in Portugal geschlossen.
Von den Kleiderfabriken in Bangladesh etc. brauchen wir gar nicht anzufangen.

"Autoritäres Regime": Erstens nützt den Menschen unter dem "autoritären Regime" ein Wirtschaftsboykott wohl kaum, zweitens hält sich meines Wissens die Brutaliät des
Äthiopischen "Regimes" doch im letzten Jahrzehnt zumindest sehr in Grenzen, man hat vielmehr den Eindruck, dass die sich bemühen, das Land voranzubringen und im großen und ganzen nicht bösartig sind. Machen auch Werbung für Familienplanung und die Zwei-Kind-Familie, davon könnte sich ganz Nordafrika und der Nahe Osten eine Scheibe abschneiden.

Die Nachfrage bestimmt das Angebot

Immer wieder dasselbe: Jeder regt sich darüber auf, dass in Fernost zu menschenunwürdigen Bedingungen und zu Hungerlöhnen produziert wird, dabei kann man doch als Verbraucher einiges in die Waagschale legen, denn wenn man nichts mehr aus Sweatshops kauft - und wenn das JEDER so machen würde, gäbe es keine davon.
Doch leider kauft man gerne das Zeug, über das man sich selbst aufregt - ist das nicht etwas scheinheilig?
Mich wundert die Meldung, denn man weiß doch, dass auch Adidas, Puma, C&A, H&M, Hilfiger, Abercrombie und dergleichen ebenso keinen Pfifferling auf Menschenrechte geben... Oder wer weiß das nicht?!?!

Die Verhältnisse

in chinesischen Fabriken in Afrika sind menschenverachtend. Das ist schlimmster Neokolonialismus, und sollte absolut geächtet werden.
Dass Afrika derart am Abgrund steht liegt in erster Linie an Vetternwirtschaft, Korruption und Leuten denen ihr Volk vollkommen egal ist.
Siehe Mugabe. der hat ein funktionierendes Farmsystem in die Steinzeit katapultiert.
Oder der erste freie Präsident Namibias. Der meinte man sollte doch "Yoghurtbäume" pflanzen um sich zu ernähren.
Die verscherbeln gerade ihr Uran an China- für einen viel zu niedrigen Preis.
Die Chinesen werden dort allerdings immer unbeliebter auf Grund ihrer rassistischen Arroganz. Zumindest in der Bevölkerung.
Mugabe hat für den Fall von den Chinesen ja eine Villa in Peking geschenkt bekommen.

marktwirtschaft pur

der beitrag zeigt schlicht, dass kapitalismus nicht ein europäisches oder amerikanisches phänomen ist (so sehr es dort entstanden sein mag), sondern von anderen perfektioniert wird, die sich nicht mit westlichen kontrollmechanismen wie medienfreiheit, menschenrechtsdebatten, umweltschutz zähmen lassen oder erst dann, wenn es wirtschaftlich direkt spürbar ist; was meist bedeutet, dass schon sehr viel größere 'opfer' gefordert wurden. das ist die 'reine marktwirtschaft' - ob sie afrika mehr nützt als schadet, ist sehr fraglich. bisher scheint das chinesische engagement in afrika sehr kurzfristig und ohne nachhaltigen nutzen zu sein.

Afrika braucht wirkliche Hilfe

Ich glaube wenn die junge Dame im Film ihre Schuhe selbst herstellen und ueber das Internet vertreiben wuerde. Sie koennte einen Monatslohn an einem Tag verdienen. Die Afrikaner sind ein Volk voller Handwerker. Grosskonzerne und Massenwaren ist leider traurige Wirklichkeit.
Ihr alle kennt den Spruch"Masse statt Klasse"

Einseitigkeit, die zum Himmel schreit.

Ich habe noch nie gehört, dass sich die Tagesschau für die Menschenrechtsfrage interessiert hat, als Hollywood Teile des Zeichentrickfilms "König der Löwe" in den SEK Studios in Pjöngjang produzieren ließ. Warum denn jetzt auf einmal? Na, jetzt ist es halt China und nicht die USA, die aus Geschäftsgründen auf die Menschenrechtsfrage sich eins pfeifen. Oder ist Nordkorea auf einmal kein autoritäres Regime? Die Einseitigkeit schreit zum Himmel.

Naja...

"China's Handelspolitik mit Afrika nutzt Afrika langfristig wesentlich mehr als Europas. "
Das mag kurzfristig so scheinen. Aber langfristig ist es reiner Neokolonialismus welcher einigen Wenigen Geld bringt- aber auf keinen Fall nachhaltig ist.
China wird verbrannte Erde hinterlassen und sich wieder einmal KEINE Freunde machen.

@Netwanderer

"Der Auftraggeber zeichnet verantwortlich.
Fuer alles."

NEIN. Die Konsumenten zeichnen verantwortlich. Würde niemand Zeugs aus fragwürdigen Quellen kaufen hätte man viele Probleme eben NICHT.

Nicht die Politik und auch nicht die Konzerne haben die Macht, der Verbraucher hat sie, aber der ist eben strunzdumm und egoistisch. Auf der Strasse sind 80%+ gegen Atomkraft, im heimischen Häuschen wo sie den Stromanbieter wechseln können nehmen sie den billigsten,... im Supermarkt nimmt man auch das billigste,... und wenn es neue Sportschuhe sein sollen, eben auch.

Sicher, irgendwann hat man keine Auswahl mehr da eben ALLES nur noch aus fragwürdigen Quellen kommt, aber noch ist es nicht soweit.

Aber die meisten interessiert es doch eh nicht und die machen dann auf betroffen oder zucken mit den Schultern: "ein Problem anderer Leute,... mir gehts gut."

Der Mensch ist eben Weltmeister im Verdrängen,...

Ach ne...

Als würden unsere Arbeitgeber bei einem Auslandsengagement nach den Produktionsbedingungen fragen. *prust* Will die Tagesschau eigentlich noch irgendwie ernst genommen werden, bei solch journalistischen Meisterleistungen?

Mit zweierlei Maß gemessen

In den iPhone Fabriken gab es Selbstmorde der Arbeiter wegen schlechter Arbeitsbedingungen. In Textilfabriken in Bangladesh gibt es keine Brandschutzmaßnahmen, was zu hunderten Toten führte. So viel Wert legen wir hier auf Menschenrechte.

@akami:

"Immer wieder dasselbe: Jeder regt sich darüber auf, dass in Fernost zu menschenunwürdigen Bed. und zu Hungerlöhnen produziert wird, dabei kann man doch als Verbr. einiges in die Waagschale legen, [...]."

Meine Zustimmung!

Im Januar wurde ein Beitrag hier so kommentiert:
"Der immer größer werdende Teil der Bev. hat andere Sorgen als Nachhaltigkeit. Er ist gezwungen bei KiK u. Co einzukaufen."

Ich schrieb daraufhin:
"[...] ich lebe als Stud. unter HartzIV-Niveau u. habe dennoch einige Fair-Trade- u. Bio-Kleidungsstücke u. kein einziges v. KiK, Primark etc. Wenn ich allerd. lese, dass jede/r Deutsche im Durchschn. 70(!) Kleidungsstücke/Jahr kauft, wundert mich nicht, dass es billig sein muss. Für mich ist das eine Frage der Prioritäten u. niemand in D. ist so arm, dass seine Sit. es rechtfertigt, wirkl. arme Menschen in Billiglohnländern auszubeuten."

(Die Reaktion? "welche dekadenz spricht nur aus ihren elitären ansichten..." u. "nicht alle menschen haben so viel glück o. geld")

die Frage nach Menschenrechten

Die Stellen nicht nur Investoren aus Fernost nicht. Konsumenten im ach so zivilisierten Westen fragen auch nicht danach. Bis auf ein paar "linke Spinner" und "Gutmenschen" denen stets Wirtschaftsfeindlichkeit und das Scheitern der Sowjetunion vorgehalten wird. Der heilige Markt regelt ja alles mit seiner allmächtigen unsichtbaren Hand. So lautet das Dogma der Kapital-Kleriker mit ihren Tempel artigen Bankgebäuden und Firmensitzen. Und investieren dann kleinlaut im "kommunistischen" China.
Das bedeutendste "westlich-demokratisch-freiheitliche" Militärbündnis, die Nato ist traditionsgemäß auch recht selektiv was die Bewertung von Menschenrechten angeht. Wie auch immer... so ist das bauen von Schuh-Fabriken doch immer noch besser als alles zu bombardieren was einem nicht in den Kram passt. Um sich für bessere Arbeitsbedingungen einzusetzen braucht es überhaupt erst mal Arbeit(er). Bei Krieg sollte man allerdings nicht erst abwarten bis er da ist, bevor man gegen ihn ist.

@akami:

"Mich wundert die Meldung, denn man weiß doch, dass auch Adidas, Puma, C&A, H&M, Hilfiger, Abercrombie und dergleichen ebenso keinen Pfifferling auf Menschenrechte geben... Oder wer weiß das nicht?!?!"

Auch diejenigen, die es wissen, verändern oft nich ihr Kaufverhalten. Zum einen, weil sie dann finanziell schlechter gestellt wären (wobei die ohnehin sehr viel schlechtere finanzielle Sit. der ausgebeuteten Arbeiter/innen ausgeblendet wird), u. zum anderen, weil es in vielen Geschäften keine fair u. nachhaltig produzierte Kleidung gibt, was bewusstes Konsumieren in dem Bereich schwierig macht.

Zu dem finanziellen Aspekt schrieb ich zu einem Beitrag im Januar schon:
"Im Übrigen wäre auch schon einiges erreicht, wenn die Menschen, die ohnehin relativ viel Geld f. Kleidung ausgeben, statt zu ebenfalls oft billig u. ausbeuterisch produzierter Markenkleidung zu Fair-Trade- u. Bio-Produkten griffen."
Leider ist auch das unrealistisch, siehe die in meinem letzten Beitrag beschr. Reaktion!

@haller100:

"In den iPhone Fabriken gab es Selbstmorde der Arbeiter wegen schlechter Arbeitsbedingungen. In Textilfabriken in Bangladesh gibt es keine Brandschutzmaßnahmen, was zu hunderten Toten führte. So viel Wert legen wir hier auf Menschenrechte."

Die von Ihnen angeführten Ereignisse zeigen einmal mehr, dass die Missachtung der Menschenrechte aus wirtschaftlichen Gründen kein Problem Chinas, sondern (wirtschafts)systeminhärent ist.
Dieser TS-Beitrag ist nur ein Beispiel von vielen; er wirkt natürlich zunächst einseitig, allerdings wurde hier ja auch über die "Missstände" (das Wort ist fast noch zu harmlos) in Bangladesh etc. berichtet - wo europäische Unternehmen produzieren.

@akami:

"Die Nachfrage bestimmt das Angebot [...] Immer wieder dasselbe: Jeder regt sich darüber auf, dass in Fernost zu menschenunwürdigen Bedingungen u. zu Hungerlöhnen produziert wird, dabei kann man doch als Verbraucher einiges in die Waagschale legen, [...]"

Ich habe Ihnen ja bereits zugestimmt; allerdings sollte m. E. bei aller Macht der Verbr. nicht vergessen werden, dass die Aussage v. Produzenten, dass eben die Nachfr. nach billigen Produkten in diesem o. jenem Bereich bestehe, diese nicht v. ihrer eigenen Verantwortung befreit. Dass diese Verantwortung aber kaum ein Produzent im Blick hat, ist m. E. schon ein Grund, sich aufzuregen - darüber, dass sich viele Produzenten nur um soziale u. ökologische Aspekte scheren, wenn sie durch die Nichtbeachtung Kunden ergo Gewinn verlieren.

(Davon abges., dass Produkte in Europa auch oft teurer verkauft werden könnten u. nicht der Nachfr., sondern der Gewinnmaximierung wg. immer noch billiger produziert werden, vielfach z. B. Markenkleidung.)

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