Eine Gaspipeline aus Russland in der Nähe von Kiev.

Ihre Meinung zu Hintergrund: Die Wirtschaft der Ukraine

Politisch steckt die Ukraine im Umbruch, die wirtschaftliche Situation ist prekär. Wie ist es um die Wirtschaftskraft des Landes bestellt, welche Industriezweige sind wichtig und welche Länder sind die wichtigsten Handelspartner? Ein Überblick.

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11 Kommentare

Kommentare

Thomas Wohlzufrieden
Geschlossene Gesellschaft

Die EU kann es sich nicht nicht leisten, das auch noch die Ukraine an ihrem Tropf hängt. Die eigenen Probleme sind wahrlich genug.

Phonomatic
interessanter Hintergrund

danke.

Charlotte Batu

Danke für die Übersicht. Gerne mehr davon.

Oller Zausel
Ja was denn nun?

"58 Prozent des in der Ukraine verbrauchten Erdgases importiert das Land aus Russland".
Oder:
"Die Ukraine importiert fast ihr gesamtes Gas aus Russland."
Das ist ja wohl ein Widerspruch.

Gast
@Thomas Wohlzufrieden

Das ist doch eine sehr alte Taktik in der Politik. Wenn man innenpolitisch Probleme hat, dann sucht man sich einen "außenpolitischen Feind" (früher üblicherweise eben Krieg) und besiegt den ... das lenkt das Volk dann von den Problemen ab und hält sie ruhig. Genauso machen das die Brüsseler Politiker nun mit der Ukraine.

Die Ukraine sollte ALLEINE den Weg suchen und finden. Das steht einem so jungen Staat zu und alle sollten das respektieren und sich heraushalten.

Juri Gerasimenko
Korruption

Im internationalen Ranking von Transparency International liegt die Ukraine auf einem bescheidenen 144. Platz (von 175) und ist damit korrupter, als alle EU-Länder wie z.B. Polen (38.) und liegt sogar noch deutlich hinter Russland (127.) Hier ist ein Wandel unter einer neuen Regierung ein Muss.

Gast
Na dann viel Spaß.....

"Wichtigster Pfeiler der ukrainischen Wirtschaft ist die Schwerindustrie..... Die Schwerindustrie ist im mehrheitlich russischsprachigen Osten angesiedelt. "

Das bedeutet also: falls es zu einer Spaltung der Ukraine kommen sollte, würde also der "starke" Teil der Ukraine zu Rußland, der "schwache" zu Europa tendieren.

Wunderbar....

Das hat ja auch die Opposition auch toll hinbekommen. Man ignoriert praktisch genau den Landesteil mit der stärksten Industrie in seinem ganzen Tun und wundert sich dann, dass die endgültige Katastrophe droht.

Wenn die "demokratische" Opposition sich wenigstens an die Absprachen mit dem Diktator und der EU-Vermittler gehalten hätte wäre vielleicht noch etwas zu retten gewesen....
(war da nicht was von wg.: man kann einem Janukowitsch nicht trauen?)

Nein, man gibt dem Druck von mir aus 50000 Menschen auf dem Maidan nach und vergisst wohl dabei, dass die Ukraine 50 Millionen Einwohner hat! So wurde die Chance auf einen demokratischen Wandel verwirkt.....

dito
Soll uns jetzt die Ukraine schmackhaft gemacht werden?

Dass es sich sogar noch "lohnt" da 70 Milliarden reinzubuttern, anstatt nur Russlands Flanke anzugreifen?
Dass es bei den 35 Milliarden bleibt, kann mir keiner erzählen und dass die tollen Bodenschätze soviel wert sind auch nicht. Schließlich haben sie es in den letzten 25 Jahren auch nicht hingekriegt, auch wenn das offenbar gerne verdrängt wird.

Rude582
@Gerasimenko

Russland (127.)??? War das nicht Aserbaidschan auf Platz 127?

heimatplanetmars
@ Marc72 um 20:27

genauso sehe ich das auch. Egal was Januko... für die Maidan-Protestler war, er wurde vorher von der Mehrheit gewählt. Er hat mehr Zugeständnisse gemacht als ich mir von irgendeinem EU Staat vorstellen mag und wie die "neue" Regierung selbst sagt "während er von den EU Gesandten abgelenkt war" haben die Ihre Chance gewittert, zum Schein auf Vereinbarungen eingegangen, um diese kurz darauf zu brechen. Es wäre mehr als beschämend, wenn EU Gelder, wohl gemekt Geld welches im Vertrauen für den Aufbau der aktuellen EU gesammelt wurde, für ein Land bereitgestellt wird, in dem ein Abkommen oder Versprechen nicht mal der Tinte wert ist, die für das Niederschreiben des Textes verbraucht wurde. Ein Land in dem Korruption zum alltag gehört und dem wie Dimitri Medwedjew nicht zu unrecht ausdrückt "... Leute, die in schwarzen Masken und mit Kalaschnikow ...." die Straßen kontrollieren. Echt wahnsinn, dass irgendein unserer Abgeordneter auf die Idee kommt EU Gelder locker zu machen ....

ernesto567
deutsche Firmen

Bin heute aus Bila Tserka zurückgekommen, war ein ereignisreiches Wochenende.

Nun zum Thema. Es gibt ca. 300 Deutsche Unternehmen, die dort vor Ort produzieren lassen. Diese Firmen sind durchwegs alle in der Ukraine sehr angesehen. Lohn kommt pünktlich, das komplette Gehalt wird versteuert, auch was spätere Renten anbelangt. Das sind meine vor Ort erhaltenen Informationen, ich hoffe, diese noch prüfen zu können.
Leoni (Automobilzulieferer) hat in der Ukraine vor ca. 10 Jahren mit einer kleinen Produktion (50 MA) begonnen, mittlerweile sollen 5000 MA in Lohn und Brot stehen. Man baut dort angeblich einen 2. Standort auf.
Für die Zukunft muss dort viel gemacht werden. z.B. Soziale Absicherung (Krankenversicherung) = Null!!!! Ich wünsche keinem in diesem Land, krank zu sein. Ohne Kohle wird man dort ganz einfach sterben. Informiert euch!
Der Unternehmer muss lernen Steuern zu zahlen, der Staat muss lernen, daß dies in die Infrastruktur fließen muss, nicht in eigene Taschen.