Ihre Meinung zu: EU-Kommission stellt Pläne zur Bankenregulierung vor

29. Januar 2014 - 5:48 Uhr

Die Banken an die Kandare nehmen - das hat sich EU-Kommissar Barnier bei der Bankenregulierung vorgenommen. Seine Reform stellt er heute in Brüssel vor. Doch bereits jetzt gibt es im Parlament harsche Kritik.

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Kommentare

Neue Geschichten von Herrn Keuner?

Herr Keuner besuchte eine Versammlung von Oppositionspolitikern und hörte zu, wie mehrere Redner den EU-Kommissar Barnier für sein "Einknicken vor der Lobby" kritisierten. Später trat eine Besucherin zu Herrn Keuner und fragte: "Finden Sie es nun richtig, den Banken den Eigenhandel zu verbieten?" Herr Keuner wunderte sich aber über die Frage und entgegnete: "Warum sollte man das versuchen?" "Ganz einfach", erwiederte die Dame, "eine Bank sollte nur Dienstleister sein und nicht selbst spekulieren." Herr Keuner war fassungslos. "Haben Sie bedacht, dass ein Gesetz nur wirksam ist, wenn seine Einhaltung auch streng kontrolliert wird? Die Liborskandale, Finanzkrise und so weiter, um die sich Barnier öffentlich mokiert, erwuchsen nicht aus schlechten Gesetzen, sondern aus dem politischen Unwillen, sich wirklich durch strenge Kontrollen zu den bestehenden Gesetzen mit denjenigen Banken anzulegen, deren Wahlkampfspenden man regelmäßig entgegen nimmt."

schöne vorstellung

Die Banken gehorchen der Politk und werden ehrlich und moralisch.
Träumt weiter.
Am Ende zahlt eh die Allgemeinheit.
Denn wer das Geld und die Macht hat nimmt sich das Recht, auch wenn er nicht im Recht ist.

Ein weiteres Indiz dafür

daß wir nicht von einer demokratisch legitimierten Instanz regiert werden, sondern von Banken und Konzernen.

erfolgreich gegen die klare TRENNUNG klassisch/investment

die reform wurde von den lobbyisten entworfen und per cheflobbyisten schäuble und moscovici durchgeboxt. in brüssel selbstverständlich.
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ein alarmsignal für den zustand unserer demokratie!
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einzig die klare trennung konventionelles bankgeschäft und investmentsegment kann die riskante spekulation auf kosten der steuerzahler bzw. auf kosten der sparer verhindern!
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die lobbykratur brüssel setzt, fernab der gesellschaftlichen kontrolle, lobbyinteressen für ganz europa durch.

Systematiken

"...Denn Barniers Gesetzentwurf muss jetzt durch den Rat der Mitgliedsstaaten und das Parlament - am Ende könnte das Gesetz dann doch noch ganz anders aussehen."...

Ganz anders... aber im Sinne der eigentlichen Aufgabenstellung? Zweifelt irgendwer daran, dass die Bankenlobby auch diese Möglichkeit nicht ungenutzt lassen wird und noch mehr Verwässerung in die "Auflagen" bringt?
Aber was solls! Das System fährt auch von ganz alleine vor die Wand... wir müssen nur abwarten können...

Q. E. D.

Banken und die gesamte Finanzwirtschaft müssen in ihrer Art zu wirtschaften umgestaltet werden. Sie haben dem Rest der Wirtschaft zu DIENEN, damit diese Dinge Produzieren die die Menschen brauchen. Stattdessen sehen sie ihren Existenzzweck in der Vermehrung des eigenen Geldes.

Früher hatte der Papst Zinsen als Teufelswerk verboten, aber was heute die Finanzwirtschaft anstellt ist noch viel böser.
[Für mich ist GIER eine der bösesten Eigenschaften eines Menschen, gleich neben Egoismus.]

08:57 von CE

"...Banken und die gesamte Finanzwirtschaft müssen in ihrer Art zu wirtschaften umgestaltet werden. Sie haben dem Rest der Wirtschaft zu DIENEN, damit diese Dinge Produzieren die die Menschen brauchen."...

Die Herren "dienen" doch nicht! Herren herrschen! Und was das "Produzieren" angeht - das sollen doch die "Menschen" besser alleine machen. Die Herren Herrscher haben alle Hände voll zutun mit dem Beherrschen der Menschen.

Nein, nicht schon wieder einknicken vor der

Bankenlobby. Herr Ferber muss hier hart bleiben und das Trennbankensystem einführen. Schon klar, dass die Zocker hier rebellieren, denn dann sind die fetten Jahre vorbei. Woher sollen denn die Millionenboni kommen, wenn nicht vom Steuerzahler.

Schon die EURO-Katastrophe hat gezeigt dass Regeln GAR NICHTS...

...HELFEN. Erst haben sich Deutschland und Frankreich über die Regeln hinweggesetzt, dann kam heraus dass Griechenland die Regeln von Anfang an nicht eingehalten hatte und zuguterletzt warf man die NO-BAILOUT-Klausel kurzerhand über Bord.

Das gleiche wird bei den Bankenregeln passieren. Die Banken werden ALLE Schlupflöcher finden und kräftig ausnutzen. Dann wenn das System wieder kurz vor dem Zusammenbruch steht wird man doch wieder den Bürger blechen lassen statt die Banken pleite gehen zu lassen.

Erst wenn Europa seine Einzelstaaten alle ruiniert hat wird man wieder zu verantwortlicheren Strukturen zurückfinden - den eigenverantwortlichen Einzelstaaten.

Die europäischen Banken arbeiten noch ihre alten

Zockereien ab, die ihnen auf die Füße gefallen sind. Aber Uk ist schon der "Wachstumsmotor" der EU vor Deutschland, durch den wiedererstarkenden Banksektor !! In den USA haben die Banken alle Verluste aufgearbeitet und stehen heute besser da als vor der Krise (Obama gestern). Dass die Bilanzsummen der US-Banken heute höher sind als vor der Krise, war schon bekannt.
Die Musik spielt inzwischen aber woanders, wenn man der Dokumentation über den Blackrock-Komplex folgt, und der entzieht sich jeder Regulierung.

Unsachlicher Bericht

"Nun will er sein Werk krönen, und die Zocker in den europäischen Geldhäusern vollends an die Kandare nehmen."

Der Begriff "Zocker" hat in einem seriösen Bericht überhaupt nichts zu suchen. Was will uns Martin Bohne denn damit suggerieren? Dass die Arbeit einer Bank wie ein Glücksspiel betrieben wird? Da fragt man sich doch, was das soll.

Gier und Egoismus sind, wie Sie schreiben, menschliche Eigenschaften. Es macht keinen Sinn zu versuchen, diese zu leugnen oder auszublenden. Der Erfolg des Kapitalismus beruht darauf mit diesen Eigenschaften die Kreativität der Menschen zu forcieren. Ich finde, im Kleinen funktioniert das ganz gut. Besser als jemals zuvor in unserer Geschichte.
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Aber wenn Unternehmen/Banken/Strukturen zu groß werden, scheint diese Kreativität vernichtende Ausmaße anzunehmen. Die einzige Lösung, die ich mir vorstellen kann, ist es solch große gewinnorientierte Unternehmen nicht mehr zuzulassen. Too big to fail - man könnte es auch "wirtschaftliche Atombomben" nennen. Wir sollten mit der Abrüstung beginnen.

09:56 von Juri Gerasimenko

"...Der Begriff 'Zocker' hat in einem seriösen Bericht überhaupt nichts zu suchen. Was will uns Martin Bohne denn damit suggerieren? Dass die Arbeit einer Bank wie ein Glücksspiel betrieben wird? Da fragt man sich doch, was das soll."...

Ich weiß nicht, ob Sie die vielen Vorfälle der letzten Jahre so mitgekriegt haben - aber wenn einzelne bankangestellte Spekulanten Milliarden und Abermilliarden einsetzen, um riskanteste Unternehmungen zu finanzieren - und verlieren - wie nennt man das dann? Dabei gesehen und gehört haben wir nur die Spitze des Eisberges. Ebenso das Verpacken wertloser Vermögentitel in schönes Papier mit der Aufschrift "Top-Anlage" kann man nur noch "Wundertüten-Glücksspiel" nennen...

@Manfred Korte

... wenn man der Dokumentation über den Blackrock-Komplex folgt, und der entzieht sich jeder Regulierung.

Ein gesetzlicher Rahmen ist zweifelsohne nötig, er sollte jedoch auf das absolut Nötigste begrenzt sein. Ich denke doch, dass niemand von uns wirklich möchte, dass ein gut geführter Finanzkonzern von Verwaltungsbürokraten bevormundet wird.

10:09 von Juri Gerasimenko

"...Ich denke doch, dass niemand von uns wirklich möchte, dass ein gut geführter Finanzkonzern von Verwaltungsbürokraten bevormundet wird."...

Wie wärs mit einer "Bevormundung" demokratischer Art durch das Volk? Denn seltsam: Auch ein "gut geführter Finanzkonzern" besteht wenigstens zu 95% aus Verwaltungsbürokraten. Die restlichen ca. 4,7% sind Spekulanten und Pusher sowie vor allem die Spitze von 0,3% Aufsichtsräte und Bosse. Da wäre es doch sinnvoll, wenigstens gut aufzupassen, was die 5% tun. Schon im Sinne der 95% Angestellten. Von der Volkswirtschaft ganz zu schweigen!

@Izmi

Dass Mitarbeiter in einzelnen Fällen große Geldsummen ihrer Geldhäuser verspielt haben, stelle ich keineswegs in Abrede. Das gesamte Bankgewerbe aber mit "Zocker" zu titulieren ist trotzdem grandios daneben. Ich nenne doch auch nicht alle Radfahrer Umfaller, nur weil ich gestern einen besonders ungeschickten Verkehrsteilnehmer beobachten durfte. Also bitte etwas mehr Sachlichkeit.

An die Kandare nehmen...

...ist etwas anderes. Kann ich Ihnen, lieber Herr Barnier, als Hobbyreiter versichern. Es ist inzwischen unglaublich, das Politiker öffentlich etwas behaupten und ``zeitgleich`` das genaue Gegenteil machen - und das auch noch ohne rot zu werden. Selbst Walter Ulbricht hatte zwischen seiner Aussage ``niemand hat vor eine Mauer zu bauen`` und der ``Tat`` noch etwas Zeit vergehen lassen. Aber zum Unterschied sind ja heute unsere ``Volkver(tr)äter demokratisch legitimiert - oder doch nicht? Was ist ein EU-Kommissar doch gleich mal?

10:23 von Juri Gerasimenko

"...Das gesamte Bankgewerbe aber mit 'Zocker' zu titulieren ist trotzdem grandios daneben. Ich nenne doch auch nicht alle Radfahrer Umfaller, nur weil ich gestern einen besonders ungeschickten Verkehrsteilnehmer beobachten durfte. Also bitte etwas mehr Sachlichkeit."...

Wenn wir annehmen, dass die wenigen "Umfaller" unter den Radfahrern dabei Massenkarambolagen mit Millionen anderen Verkehrsteilnehmer verursachen, darf ich diese Radfahrer doch "Umfaller" nennen?
So ist es mit den Zockern bei den Banken auch: Es handelt sich um eine kleine, geldgierorientierte Minderheit, die ganze Millionengesellschaften zum Einsturz bringen können. Durch Zockerei! Nennen wir das Kind ruhig beim Namen!

die Nieten in Nadelstreifen

@- Juri Gerasimenko :

Natürlich sind Alle Banker Zocker , zumindest die, d. tagtäglichen Umgang m.
d. Materie haben u. die auch d. $-Zeichen
i.ihren augen haben .

Ich traue keinem Banker,,,, die stehen ganz UNTEN !
Ich spekuliere lieber a. Eigene Rechnung
u. mache d. Reibach !

Banken sind per se unanständig ,
allein d. Kreditspanne (0,25 - 16%) ist eine reine Abzocke , m.d. Kohle wird dann rund um d. Uhr gezockt . Deren GIER ist uner-
sättlich , Risiko : NULL (-0-) ! ! !
Wenn schief läuft, zahlt d. Kunde ...!
Fast ein vorsätzliches verbrecherisches
System ....

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