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Zitat:"Rund vier Jahre später

Zitat:"Rund vier Jahre später kündigte Scharon den Rückzug Israels aus dem Gazastreifen an. Viele seiner Landsleute sehen das heute als Fehler - auch diese Frau aus Tel Aviv: "Auf der anderen Seite war er auch ein Held. Das dürfen wir nicht vergessen. Aber aus politischer Sicht war der Abzug ein Fehler.""
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Ariel Sharon hat es offenkundig versäumt, seinen Landsleuten zu vermitteln, welchen Stellenwert in erster Linie logistische Gründe beim Gaza-Abzug hatten. Immer wieder wird diese Maßnahme, welche Geldmittel und Truppen freisetzte sowie internationales Renommee verschaffte, als positive Geste gegenüber den Palästinensern mißverstanden.

http://xxx.hrw.org/news/2004/10/28/isra
el-abzug-bringt-kein-ende-der-besatzung-
von-gaza

Israel kontrolliert nach wie vor Grenzen, Küste, Luftraum, Telekommunikation, Wasser, Elektrizität und Abwasserkanäle, den Strom von Menschen und Gütern in beide Richtungen. Es ist unerheblich, ob Truppen in Gaza stehen oder an den Grenzen.

Bitte was anders

Es wird viel zu viel über Sharon berichtet. So interressant oder relevant ist er nicht.

Scharon war ein großer Staatsmann ,

einer der weniger an sich , als an das Volk Israels dachte , er war einer der bedeutendsten Persönlichkeiten Israels , einer , der eine Lücke hinterlässt, die so schnell keiner schließen kann !

Mein Beileid !!!

@ AfDwaehlender E...

Naja, im Text ist zu lesen , er war einer der Architekten Israels , einer der Staatsgründer .
Er ist natürlich eine herausragende Persönlichkeit des Staates Israel !
Der Rückzug aus Gaza war tatsächlich ein großer Fehler , hätte Israel dieses Gebiet annektiert , würden wir heute nicht von Raketenangriffen aus dieser Region lesen müssen .

Gaza-Rückzug

Ich weiß nicht, warum der Gaza-Rückzug ständig als so bedeutsam erwähnt wird.
Da sind die Golan-Höhen wesentlich wichtiger.

Scharon ist ein paar Meter zurückgewichen, hat die Tür zugeknallt und den Schlüssel in den Gully geworfen. Mehr nicht. Wenn sich z.B. die Briten irgendwann aus Gibraltar zurückziehen wird ein paar Tage darüber geredet und dann nicht mehr...

Gaza kann lediglich als Abschreckung dafür gelten, wie ein Landstrich wirtschaftlich u. politisch verkommt, wenn er von Terroristen "regiert" wird.

@ tomtomtoy 08:09

Scharon war ein großer Staatsmann , einer der weniger an sich , als an das Volk Israels dachte , er war einer der bedeutendsten Persönlichkeiten Israels , einer , der eine Lücke hinterlässt, die so schnell keiner schließen kann !

Eine ziemlich eingefärbte und idealisierte Sicht, wie ich finde.
In meinen Augen war Scharon alles andere, als ein Heilsbringer - er war jemand, der unendliches Leid über die Menschen brachte und vor den internationalen Gerichtshof nach den Haag gehört hätte.
Insofern bewegt sich mein Mitgefühl wegen seines Todes gegen null.

Der Gazastreifen ist..

auf einer Seite Armut und ungebildete Menschen, die alles glauben und nicht nur an Gott und auf der anderen Soldaten die mit Kriegsverbrechen das Leid verschlimmern.
Dieses Stück Land wurde so viel mit Blut und Ungerechtigkeit getränkt, daß es Generationen dauern wird, bis dort Frieden einkehrt. Wer möchte an so einen Ort schon Leben, der wohl deprimierendste Ort auf der Erde, welcher alles schlechte was der Mensch hervorbringt wiederspiegelt.
R.I.P. Sharon und hoffen wir alle, daß von beiden Seiten in Zukunft mehr Rückzug kommt! Wenn man sich nicht mag, sollte man sich aus dem Weg gehen.
(Eine Lebensweisheit, die man mit Reife erlernt haben sollte.)

@ Camaro

.............er war jemand, der unendliches Leid über die Menschen brachte und vor den internationalen Gerichtshof nach den Haag gehört hätte............

Also jemanden vor dem IGH anzuklagen nur weil er ein paar Siedlern Leid gebracht hat, nachdem er sie gewaltsam aus Gaza herauszerrte - das ist doch maßlos übertrieben.

@ VangKhong

Wenn Gaza kein teil Israels ist , warum sollte sich Israel dann um Gaza kümmern ?
Bisher kommt Energie und beinahe alle Grundnahrungsmittel aus Israel , warum versorgt Ägypten Gaza nicht mit allem nötigen ?

#VangKhong

1. Der link: http://xxx.hrw.org/news/2004/10/28/isra
el-abzug-bringt-kein-ende-der-besatzung-
von-gaza ist von 2004, also von der Zeit vor dem Abzug = Null Relevanz.
2. Die sogenannte "Blockade Gazas" trat erst in Kraft, nachdem sich die Hamas 2007 gegen die Fatah an die Macht geputscht hat und den Raketenbeschuss auf Israel intensiviert hat. Das wird von den Friedensbewegten gerne vergessen.
3. "...sowie internationales Renommee verschaffte" - Nur sehr wenige Menschen außerhalb Israels denken heute noch über den Abzug aus Gaza nach odrer sprechen davon. Gaza wird immer noch als okkupiert angesehen (ist es de facto ja auch von der Hamas). Also Israels Renommee hat sich nicht wesentlich gebessert.
4. Deshalb und weil die Bedrohung durch die Islamisten intensiviert wurde, sehen viele Israelis diesen Abzug als Fehler an. Ich bin einer von ihnen.

Wir werden uns noch Männer wie Scharon wünschen.

Die israelische Gesellschaft entwickelt sich gar nicht gut. Der Bevölkerungsanteil der extrem Orthodoxen wächst ständig und damit ihr politischer Einfluss.
Während die bisherigen Verteidiger Israels pragmatische Menschen waren, wird dass zukünftige Israel immer irrationaler, religiös doktrinär.
Die Palästinenser sehen nicht dass sie zukünftig noch weniger Verhandlungsspielraum haben werden. Die Zahl der Siedler nimmt nicht ab und alles was sich einmal etabliert hat, wo Infrastrukturen gewachsen sind, wo sich Menschen zu Hause fühlen wird wohl nur noch schwer wieder aufgegeben werden.
Die Palästinenser hätten vor ein paar Jahren noch einen anderen Staat heraushandeln können als heute, wenn sie von Maximalforderungen abgewichen wären.
In ein paar weiteren Jahren werden Fakten entstanden sein die auf lange Zeit viele palästinensische Forderungen unmöglich machen.

abstoßend

Dass diese Leute Bilder eines gerade verstorbenen Menschen vebrennen, zeigt wes Geistes Kind sie sind und wie "gross" der Wille zum Frieden bei den Gaza-Bewohnern ist.
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r.i.p. Ariel Sharon

@ DerGolem 09:42

Also jemanden vor dem IGH anzuklagen nur weil er ein paar Siedlern Leid gebracht hat, nachdem er sie gewaltsam aus Gaza herauszerrte - das ist doch maßlos übertrieben.

Wieder eine dieser Verharmlosungen.
Scharon ist nachgewiesenenermaßen für das brutale Massaker an 2000 Palästinensern in den Beiruter Flüchtlingslagern Sabra und Schatilla im September 1982 verantwortlich.
Ich kann mir nicht vorstellen, welches Rechtsverständnis in der Lage ist,
so etwas zu tolerieren.

@ peter04 10:14

Dass diese Leute Bilder eines gerade verstorbenen Menschen vebrennen, zeigt wes Geistes Kind sie sind und wie "gross" der Wille zum Frieden bei den Gaza-Bewohnern ist.

Wenn Sie diesem Volk angehören würden, hätten Sie wohl Verständnis für solche Reaktionen.
Dann wäre ihnen nämlich besonders deutlich bewusst, dass Scharon Leute aus ihren Reihen auf dem Gewissen hat.

verwunderlich

Ich kann es echt nicht nachvollziehen, dass ein verurteilter Mörder und Kriegsverbrecher hier gleich mit mehreren Artikeln honoriert wird. Seine moralische Unzulänglichkeit wird auch daran deutlich, dass Scharon mit der jüngeren Schwester seiner Frau zwei Kinder gezeugt hat.

Selbst die von der israelischen Regierung eingesetzte Kahan-Kommission attestierte Scharon persönliche Verantwortung für das Massaker, das von den Vereinten Nationen als Völkermord! bewertet wurde und bei dem mehrere tausend! unschuldige palästinensische Zivilisten starben.

Ist im Angesicht dieser Fakten das vertretbar?

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