Kommentare

Einer der große, sehr große

Einer der große, sehr große Schuld am Leid der Palästinenser hat.
Ich kann die palästinensischen Kritiker sehr gut verstehen und auch bestätigen. Ich sehe Sharon auch als schweren Kriegsverbrecher an.
Das er in Israel überwiegend verehrt wird, ist logisch, er hat doch den illegalen Siedlungsbau immer gefördert, sogar unterstützt.
Nun kann er keinen Schaden mehr anrichten. Das schlechteste ist dass nicht.

Ariel Sharon

Ein Verbrecher? Sicher nicht. Er war kein Softie kein politisch korrekter Retortenmensch.
Er war ein klar denkender Pragnmatiker, ein konsequenter Politiker, der auf dem Schlachtfeld gelernt hatte, wie man als Volk überlebt. Manchmal beinhart. Umgekehrt, was hätte man wohl mit Israel gemacht, wenn es Leute, wie er nicht geschafft hätten,
die Position Israels zu verteidigen. Mit allen Mitteln, wie sonst auch. Das mag den Weicheiern unseres Zeitgeistes nicht gefallen.
Sharon ist zu messen an den Überlebenschancen Israels. Und da hat er geschafft, was beispielsweise die Deutschen nie mehr schaffen. Er hat den Grundstock für die lngfristige Sicherung seines Landes gelegt.
Ich salutiere,

Der einen Freund, der anderen Feind

Ruhe in Frieden Scharon, den du den Palästinensern nicht gegönnt hast.

In den Augen der israelischen Bevölkerung ist er natürlich ein Held, ein Mann der wie viele von ihnen aus dem antisemitischen Europa nach Israel einwanderte, treu der Haganah und seinem Volk diente und dessen Macht festigte und als Politiker schliesslich ausbaute. Jedoch ist es nicht die israelische Bevölkerung welche das Leid der Palästinenser, gefördert unter anderem durch Scharon, am eigenen Leibe erfahren hat. Für die Palästinenser wird er ein Verbrecher bleiben der eine Politk der Siedlung und Besetzung gegen sie führte.
("Jeder soll rennen und laufen und weitere Hügel besetzen und das Gebiet ausdehnen. Alles, was wir uns jetzt schnappen wird in unserer Hand sein. Alles, was wir uns nicht schnappen, wird in der Hand der Palästinenser sein.") Das Schicksal dieses Volkes scheint besiegelt, eine Eigenstaatlichkeit durch Siedlungspolitik Tag für Tag unwahrscheinlicher, begünstigt durch die eigene Führung. Leider

re austriaco

"da hat er geschafft, was beispielsweise die Deutschen nie mehr schaffen. Er hat den Grundstock für die lngfristige Sicherung seines Landes gelegt."

Dunkel ist der Rede Sinn ...

Oder kommt noch eine Erklärung nach, warum die Deutschen 'die langfristige Sicherung ihres Landes' nie mehr schaffen?

Ich habe da schon eine Ahnung, aus welcher Ecke solche Ideen kommen, aber ich will auch nichts übereilen.

um 18:40 von Austriaco

Danke für den Kommentar.

zu kurz

Schade, schade. Ich hätte ihm es gegönnt noch ein paar Jahre länger zu leben.

Ariel Sharon

Er gehörte zu jenen, die nicht begriffen haben, dass Gewalt noch nie zu lange anhaltendem friedlichen Zusammenleben geführt hat und zählt mit zu jenen, die das Erbe der Friedensbewegung von Rabin, Peres u. Arafat zu Nichte machten. Der Mord an Rabin war sicherlich in seinem Sinne und über eine Verstrickung in diesen wäre ich nicht überrascht.
Zum Kommentar von "Austriaco": Auf einem "Schlachtfeld" lernt man bestimmt nicht wie man Völker miteinander versöhnt, dort entsteht ggf. blind machender Hass. Eine positive Entwicklung seit den Hoffnungen von 1995 sehe ich nicht, denn bis heute - fast 20 Jahre danach - ist Frieden dort nicht so greifbar nah wie damals - leider!

Klar..

..gehen da die Meinungen weit auseinander.Aber sind wir doch mal ehrlich..ein Held oder Verbrecher steckt doch in jedem von uns.

Wie hätten wir angesichts der Realitäten in dieser Gegend an seiner Stelle gehandelt?

Und diese Mauer hat auch was Gutes:Sie trennt die Hitzköpfe beider Seiten und kann in einigen Generationen zu einem Neubeginn abgebaut werden wie die Berliner Mauer.

@ smoking-green

Einen guten und fairen Nachruf haben Sie da geschrieben!

Scheinwerfer

Sicher hat Scharon keinen Heiligenschein, aber wer (Politiker) ohne Schuld ist, der werfe den ersten Stein...

Der Bulldozer mit den späten Einsichten

Ein Friedensheld war er bestimmt nicht. Nur sollten wir nicht vergessen, wie sehr oft die Umstände einen Menschen formen und Ariel Sharons militärische Karriere fiel in eine Zeit, in der Gamal Abdel Nasser schwor, "Die Juden ins Meer" zu werfen.

Seine "...weitere Hügel besetzen ..." Rede von 1998 war aggressiv, gar keine Frage. Ein gutes Beispiel dafür, warum seine Landsleute ihm den Spitznamen "Der Bulldozer" verpassten. Ich möchte dem aber einen Ausspruch aus seinem letzten politischen Jahr (2005 ) gegenüberstellen, die zeigt, dass er, wenn auch spät, zu einigen Einsichten kam:

"Auf lange Sicht können wir keinen jüdischen und demokratischen Staat erhalten, während wir gleichzeitig Millionen Palästinenser im Westjordanland und Gaza beherrschen."

Ruhe in Frieden - נוח על משכבך בשלום

@ karwandler

Betreffs Ihres "Dunkel ist der Rede Sinn ..." Beitrages:

Schön zu sehen, dass wir beide uns in manchen Punkten auch einig sein können. :-)

Austriaco ...

aus welchem Zeitalter stammst Du?
Hattest Du Geschichtsunterricht?

@Scheinwerfer - Wer ohne Schuld ist?

Muss man doch so übersetzen: Wer noch nie ein Kriegsverbrechen begangen hat, der werfe den ersten Stein. Ich sehe da schon einige, die das Recht hätten, Steine zu werfen.

Schade und ein Verlust

Er hat über Jahrzehnte dazu beigetragen, Israel die Stärke zu geben, um in der Welt und gegen seine Feinde bestehen zu können, dem Holocaust und der Begierde feindseliger Staaten, Israel auszulöschen, wirksam entgegen treten zu können und dem Schwur, kein Jude auf der Welt muss wegen seiner Herkunft und seines Glaubens um sein Leben zu fürchten, Realität zu verleihen. Die Gemeinschaft der Juden, der Freunde Israels weltweit wird seiner voll Dankbarkeit für sein Lebenswerk gedenken, meine ich.

Ein Politiker ...

... mit einer ähnlich verheerenden Lebensbilanz wie Konrad Adenauer! Prädikat: “Nicht-historisch”...

die Menschenrechte mit Füßen getreten

Schwer zu verstehen, dass Angela Merkel den Verantworlichen des Schatila-Massakers und Verursacher der 2. Intifada würdigt, was zeigt, wie viel ihr ein gerechter Frieden im Nahen Osten wirklich bedeutet. Und wie schlecht informiert sie ist, denn der Abzug aus dem Gazastreifen war in keinster Weise ein Verdienst, sonder erfolgte, wie Scharon selbst erklärte, nur, weil ein Siedlungsbau in dem dicht besiedelten Gebiet technisch gar nicht mehr möglich war und er sich stattdessen lieber auf die strategisch wichtigeren und viel größeren Gebiete um Jerusalem und das Westjordanland konzentriert hat.

Als Scharon geboren wurde

Als Scharon geboren wurde bahnte sich die schlimmste Katastrophe aller Zeiten für die Juden an.

Als Scharon militärisch aktiv war, bemühte er sich erfolgreich, eine zweite Katastrophe abzuwenden. Frieden mit den Nachbarn Israels? - kein Thema (für sämtliche Nachbarn).

Als Scharon politisch aktiv war, bemühte er sich, die Sicherheit Israels erfolgreich auszubauen. Kontraproduktiv für einen Frieden mein(t)en viele.

Heute ist die gesamte Region um Israel herum von Chaos, Mord u. Totschlag und Konfrontation aller gegen aller geprägt.
Zustände wie im 30-jährigen Krieg.

Ich frage mich, was Scharon (u. andere israelische Politiker) in dieser Epoche überhaupt falsch machen konnten. Nicht viel - lediglich weniger Stärke zeigen....

@DerGolem

"Ich frage mich, was Scharon (u. andere israelische Politiker) in dieser Epoche überhaupt falsch machen konnten. Nicht viel - lediglich weniger Stärke zeigen...."

.

Nun sie hätten die Rechte die sie zu Recht für sich selber fordern auch anderen zugestehen sollen. Den Palästinensern. Er hat des Gaza Streifen von den Siedlungen geräumt. Wo ist also das Problem die Westbank ebenfalls von den Siedlungen zu räumen damit ein funktionierender palästinensischer Staat entstehen kann der dann mit dem israelischen Staat, in dem dann alle Bürger die gleichen Rechte haben, in Frieden lebt?

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@ Charlottenburger - Sie sollten sich besser informieren

Scharon war nicht verantwortlich für das Massaker in Schatila. Er war nicht einmal Zuschauer.
Verantwortlich war die libanesische Regierung, das libanesische Militär und vor allem die CHRISTLICHEN Milizen. Alle 3 erwähnen Sie mit keinem Wort. Wieso nicht?
Reicht Ihnen ein Sündenbock?

@DerGolem

"Verantwortlich war die libanesische Regierung, das libanesische Militär und vor allem die CHRISTLICHEN Milizen. Alle 3 erwähnen Sie mit keinem Wort. Wieso nicht?
Reicht Ihnen ein Sündenbock?"

.

Allerdings haben die Christlichen Milizen es unter seiner Aufsicht gemacht, weshalb er dann auch als Verteidigungsminister den Hut nehmen musste. Das heißt also selbst Israel hat ihn dafür verantwortlich gemacht.

re dergolem

"Scharon war nicht verantwortlich für das Massaker in Schatila. Er war nicht einmal Zuschauer."

Die israelische Armee war Zuschauer, und Sharon ihr politischer Oberbefehlshaber (Verteidigungsminister).

Und zurückgetreten ist er damals warum? Amtsmüde?

Der richtige Mann fuer sein Land

Ariel Scharon wusste worueber er redete und hatte die notwendige Expertise und Faehigkeit, Entscheidungen zu treffen.
Wir dagegen haben Arbeitsminister die noch nie gearbeitet haben, Verteidigungsminister, die nie gedient haben, usw. .

@ Laurisch K. - was soll das?

Die christlichen Milizen "unter Scharons Aufsicht"....? Machen Sie Witze?
Sind Terroristen auch "unter Aufsicht" von irgendjemandem?

@ karwandler

Wenn sich die israelische Armee eingemischt hätte, dann hätte es Tote bei den Israelis gegeben.
Welche Juden mischen sich gerne ein, wenn sich Palästinenser und Christen totprügeln?
Die sind doch auch nicht verantwortlich, wenn sich Hamas u. Fatah gegenseitig abschlachten, oder?

@DerGolem

"Neu
Am 11. Januar 2014 um 22:09 von DerGolem
@ Laurisch K. - was soll das?
Die christlichen Milizen "unter Scharons Aufsicht"....? Machen Sie Witze?
Sind Terroristen auch "unter Aufsicht" von irgendjemandem?"

.

Ich mache keine Witze. Wollen Sie damit sagen dass die christlichen Milizen die das verübt haben Terroristen waren? Danke für Ihre Aufrichtigkeit.

re dergolem

"Welche Juden mischen sich gerne ein, wenn sich Palästinenser und Christen totprügeln?"

Vermutlich war es nicht Ihre Absicht, aber Sie haben soeben zugegeben, dass die Juden einem Massaker tatenlos zugesehen haben.

Sehr ungeschickt.

@DerGolem

"Am 11. Januar 2014 um 22:13 von DerGolem
@ karwandler
Wenn sich die israelische Armee eingemischt hätte, dann hätte es Tote bei den Israelis gegeben.
Welche Juden mischen sich gerne ein, wenn sich Palästinenser und Christen totprügeln?
Die sind doch auch nicht verantwortlich, wenn sich Hamas u. Fatah gegenseitig abschlachten, oder?"

.

Nun die israelische Armee war nun mal leider damals die "Besatzungsmacht". Als Besatzungsmacht habe ich laut Haager Landkriegsordnung und der Genfer Konvention auch Pflichten die ich einhalten muss. Selbst wenn es manchmal das Leben der eigenen Soldaten kostet. Denn Warum bin , habe ich mich denn in die Bredouille gebracht und bin, Besatzungsmacht geworden? Es hat mich doch niemand dazu gezwungen.

21:14 von DerGolem

"Frieden mit den Nachbarn Israels? - kein Thema".

Hier haben Sie vollkommen recht. Das war für Scharon kein Thema.

Das ist genau das, was man ihm vorwerfen kann. Insofern hat er dem Staat Israel einen Bärendienst erwiesen. 

Dank an Scharon

Scharon wollte immer Frieden. Aber Israel wurde schliesslich von seinen Nachbarn angegriffen und Scharon verteidigte es.

Scharon schenkte auch Gaza die Unabhängigkeit, dass hat noch nicht einmal Ägypten getan.

Des Deutschen liebstes Thema

Israel - Folge 87: Sharon oder Shalom?

"Die Deutschen werden den Juden Auschwitz nie verzeihen." Zvi Rex

Man muss leider betonen: Der erste Aufmacher der ARD war doch mehr als unsäglich. Eine Steilvorlage für das Israel-Bashing in den nächsten Tagen. Weil es auch für alle außerhalb des Wirkungskreises von Sharon ja die wichtigste Nachricht des Tages war, dass ein jahrelang komatöser Ex-Premier verstorben ist. Gerade für uns Deutsche. Ich erwarte mit Spannung die Titelseiten deutscher Presseerzeugnisse, mind. eine Talkshow (Wunschgäste: Steinbach, Blüm, Grass, Friedmann), ein ZDF-History-Spezial oder eine Arte-Schwerpunktwoche a la Pallywood. Dann können wir alle nochmal Israels Sharonaden moralisch bewerten: "Libanon-Massaker", "Tempelberg-Provokation", "Apartheitsmauer" und "Siedler-Kolonialismus". Mit erhobenem Zeigefinger sagen wir: "Tja, selbst schuld am Hass!" (meinte so schon der Günter Grass). Als Aufarbeitungsweltmeister, steht uns das doch zu, oder?

christliche Milizen

Wenn ich mich nicht irre hatte die israelische Armee die Milizen in sofern unterstützt dass die besetzten Gebiete nachts mit Leuchtraketen erhellt wurden damit diese besser sehen konnten das ihnen auch ja kein Zivilist entwischt.

@karwandler 22:18, Halleluja!

"Vermutlich war es nicht Ihre Absicht, aber Sie haben soeben zugegeben, dass die Juden einem Massaker tatenlos zugesehen haben.

Sehr ungeschickt."

Vermutlich war es nicht Ihre Absicht, aber Sie haben soeben zugegeben, dass man einem Massaker nicht tatenlos zusehen sollte.
Dass ich DEN Tag noch erleben durfte, dass SIE auf einmal in politischer Hinsicht moralische Handlungsimperative zum besten geben....Halleluja!...

22:41 von Jordanien

"Scharon schenkte auch Gaza die Unabhängigkeit, dass hat noch nicht einmal Ägypten getan."

Der Gaza Streifen ist das größte Freilicht-Gefängnis der Welt. 

Da war er in der Tat äußerst großzügig. 

@Sarah Kreisler

"Man muss leider betonen: Der erste Aufmacher der ARD war doch mehr als unsäglich. Eine Steilvorlage für das Israel-Bashing in den nächsten Tagen."

.

Sie halten das hier für Israel "Bashing"? In meinen Augen ist das berechtigte Kritik an einen noch Freund. Das kann sich natürlich auch ändern. Sie beschweren sich über die "Einseitige" Berichterstattung der deutschen Medien. In meinen Augen zu unrecht. Wissen Sie auch warum? Weil unsere Medien das alles in den letzten Tagen unter den Tisch haben fallen lassen.

xhttp://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/251998-zahlreiche-palästinenser-bei-israelischen-angriffen-auf-westjordanland-verletzt-bzw-festgenommen

xhttp://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/251995-britischer-aktivist-aus-israel-ausgewiesen

xhttp://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/251955-trotz-warnungen-schreibt-israel-1400-neue-wohneinheiten-in-palästinensergebieten-aus

xhttp://german.ruvr.ru/news/2014_01_09/Israelische-Luftwaffe-greift-Gazastreifen-an-3492

@Jordanien

Am 11. Januar 2014 um 22:41 von Jordanien
Dank an Scharon
Scharon wollte immer Frieden. Aber Israel wurde schliesslich von seinen Nachbarn angegriffen und Scharon verteidigte es.
Scharon schenkte auch Gaza die Unabhängigkeit, dass hat noch nicht einmal Ägypten getan."

.

Warum schenkt dann Israel der Westbank nicht ebenfalls die Unabhängigkeit? Das wäre für den Friedensprozess bestimmt nicht schädlich.

 22:43 von Sarah Kreisler

"Tja, selbst schuld am Hass!" (meinte so schon der Günter Grass)"

Interessant. Haben Sie auch einen Beleg für uns wo der Günther das gesagt haben soll?

@Sarah Kreisler 22:43, Was sollen Deutsche machen?

Vorab, Talkshows gibt es in Deutschland zu jedem Thema, das "irgendwie aktuell" und halbwegs gesellschaftspolitisch relevant ist. Über Qualität und Quantität solcher Talkshows kann man sich also generell auslassen oder auch nicht.

Dass das demokratische Deutschland im Jahre 2014 vielschichtig über Israel berichtet und diskutiert, auch in Bezug auf das politische Vermächtnis des verstorbenen Ariel Sharon, halte ich, ohne deshalb ignorant gegenüber der deutschen Vergangenheit zu sein, für Normalität.
Es wäre aber sicher dennoch interessant, von betroffener Seite mehr darüber zu erfahren, wie denn z.B. Frankreich, England, Spanien, Italien oder die USA schwerpunktmässig darüber berichten.

re tagtest

"Vermutlich war es nicht Ihre Absicht, aber Sie haben soeben zugegeben, dass man einem Massaker nicht tatenlos zusehen sollte."

Selbstverständlich vorausgesetzt, dass man als die völkerrechtlich verantwortliche und die Polizeigewalt vor Ort innehabende Besatzungsmacht dazu nicht nur verpflichtet sondern auch in der Lage ist.

Ihr Halleluja, fürchte ich, war nix.

@22:56 von tagtest

Sein sie nicht albern. Wenn das Massaker von den eigenen Hilfstruppen durchgeführt wird und man selbst noch dazu Hilfestellung leistet ist ein Einschreiten hier kaum mit einer Intervention im Ausland aufgrund angeblicher Völkerrechtsverletzungen vergleichbar.

@K. Laurisch

Das anführen von iranischen Quellen in Bezug auf Israel ist hoffentlich nur als Scherz gemeint.
Objektiv sind diese aus tatsächlichen Gründen natürlich nicht!

Was würde der Grass nur zu Sharon sagen? Geschenkt!

1971 schrieb Grass gemäß dem antisemitischen Prinzip, dass die Juden an ihrem Unglück selber schuld seien: "So hat Israel durch die schleichende Annexion der besetzten Gebiete den arabischen Staaten einen Vorwand für deren Angriff geliefert." Ohne Werbung zu machen: Wenn Sie es im Internet suchen, stoßen Sie schnell darauf.

@german-canadian

"Am 11. Januar 2014 um 23:34 von german-canadian
@K. Laurisch
Das anführen von iranischen Quellen in Bezug auf Israel ist hoffentlich nur als Scherz gemeint.
Objektiv sind diese aus tatsächlichen Gründen natürlich nicht!"

.

Diese Quellen sind nicht weniger "Objektiv" als die Quellen die uns das alles verschweigen.

@Tagtest

„Am 11. Januar 2014 um 23:12 von Laurisch.K
@Tagtest
"Vermutlich war es nicht Ihre Absicht, aber Sie haben soeben zugegeben, dass man einem Massaker nicht tatenlos zusehen sollte.
Dass ich DEN Tag noch erleben durfte, dass SIE auf einmal in politischer Hinsicht moralische Handlungsimperative zum besten geben....Halleluja!..."
.
Das Problem ist nur das Massaker wurde vom "Westen" veranstaltet. Wer sollte in diesem Fall in Ihren Augen einschreiten? Etwa Russland und mit welchen Mitteln bitte. Militärisch? Damit ein 3. Weltkrieg beginnt.“

Ich trauere nicht

In Israel gibt es Rassismus. Und Sharon hat mit seiner Radikalität dazu beigetragen. Er war kein positives politisches und menschliches Vorbild.

re sarah kreisler

"1971 schrieb Grass gemäß dem antisemitischen Prinzip, dass die Juden an ihrem Unglück selber schuld seien: "So hat Israel durch die schleichende Annexion der besetzten Gebiete den arabischen Staaten einen Vorwand für deren Angriff geliefert." "

Das passt leider hinten und vorne nicht zusammen.

Besetzte Gebiete durch Israel gab es erst seit 1967, und der Yom Kippur Krieg war 1973.

Auf welchen Angriff konnte Grass sich 1971 beziehen? 1967? Nein, da passt besetzte Gebiete nicht rein. 1973? Dann hätte er prophetische Gaben haben müssen.

Ich fürchte, Ihre Quelle ist keine. Jedenfalls keine seriöse.

Es gibt viele Wege sein Leben zu leben.

Mitgefühl und Demut waren bestimmt nicht seine Stärken.
Den trauernden gilt mein Mitgefühl.

Kein Prophet!

Ich behaupte, er formulierte diesen Satz in Vorausschau. Nach der Khartum-Resolution 1967 (die "3 Neins" der arabischen Staaten zu Frieden, Anerkennung und Verhandlungen) brauchte man ja nun wirklich kein Prophet sein, um weitere Aggressionen dieser Staaten vorherzusehen. Es war übrigens die Zeit als sich deutsche "Linke" für dieses Thema brennend interessierten und z.B. zum 9.11.1969 eine Bombe im Jüdischen Gemeindehaus in Berlin legten oder bei einer Flugzeugentführung "Juden" selektierten. Linke Stadtguerillas trainierten in palästinensischen Ausbildungslagern und unterstützten "Volksbefreiungsbewegungen" Und Günter Grass betrieb halt "kritische Israelsolidarität".

Beide Seiten haben sich schuldig gemacht!

Beide Seiten, Israelis und Palästinenser
haben sich in einer Spirale aus Gewalt und
Tod verfangen. Es nützt nichts,wenn nur eine Seite für eine friedliche Lösung eintritt.
Des einen Recht bringt dem anderen Unrecht, die Gewalt nimmt kein Ende.
Ob ich es noch erleben darf, daß auf beiden Seiten, die Friedfertigen zur gleichen Zeit an den Regierungen sind um endlich einen dauerhaften Frieden zu schließen? Ich hoffe es!
So lange aber die Falken an der Macht sind, wird das Töten unvermindert weitergehen.

18:28 @ex-lax

Das er (Sharon) in Israel überwiegend verehrt wird, ist logisch, er hat doch den illegalen Siedlungsbau immer gefördert, sogar unterstützt.
*
Nicht die Vorgeschichte aus den Augen verlieren: Die arabischen Angriffskriege gegen Israel.
Man sollte immer zwei Seiten berücksichtigen.

@karwandler: Meine Güte,

dann guckt man halt mal flink nach und stellt fest, dass sich Sarah Kreisler (danke übrigens für Ihre Stimme der Vernunft!) und mit ihr die ein oder andere Sekundärquelle (weshalb das schon mal passieren kann) um 2 Jahre geirrt hat. Besagtes Zitat entstammt Grass' "Israel und ich" veröffentlicht laut FAZ am 31. Dezember 1973 in der SZ.

Man muss Scharon gar nicht moralisch überhöhen, um festzustellen, dass die immer gleichen Reflexe auch zu dieser Todesmeldung funktionieren wie eh und je.

@karwandler 23:25, Doppeltes Halleluja!

"Selbstverständlich vorausgesetzt, dass man als die völkerrechtlich verantwortliche und die Polizeigewalt vor Ort innehabende Besatzungsmacht dazu nicht nur verpflichtet sondern auch in der Lage ist...."

Ich staune immer mehr! Ich hätte nämlich jetzt normalerweise von Ihnen den Satz erwartet:

"Selbstverständlich vorausgesetzt, dass man als die völkerrechtlich verantwortliche und die Polizeigewalt vor Ort innehabende Besatzungsmacht dazu nicht nur in der Lage sondern auch verpflichtet ist..."

Genau letzteren Eindruck liefert die internationale Gemeinschaft in etlichen Konflikten nämlich überhaupt nicht. Sie wäre faktisch in der Lage, Massaker zu verhindern, fühlt sich aber absolut nicht verpflichtet.
Dass Sie nun allein die faktische Möglichkeit (also das "in der Lage sein") für die Bedingung der Beendigung eines Massakers so betonen, löst bei mir geradezu ein doppeltes Halleluja aus. Sie verbinden damit Moral UND "technische Fähigkeit" - grossartig!

@Laurisch.K 23:12, Antiwestliche Hermeneutik

"Das Problem ist nur das Massaker wurde vom 'Westen' veranstaltet..."

Das ist natürlich nicht richtig.
Ihre Urteile basieren in diesem Zusammenhang auf einer antiwestlichen Hermeneutik, deren Ursprung ich gestern (in Bezug auf die Vita bestimmter Anhänger der Partei "Die Linke") ausführlich erläutert habe.

@ mary33

Zitat:"zu kurz
Schade, schade. Ich hätte ihm es gegönnt noch ein paar Jahre länger zu leben."
*
*
Dies war sicher als Lob gemeint und sicher sind verschiedene Meinungen zu seinem Wirken möglich ... Aber reflektiert o.g. Aussage die Verhältnisse in Nahost, wenn man weiß, daß er die letzten Jahre im Koma lag ?

Darstellung: