Kommentare

Hier zeigt China...

das es zu umfangreichen humanistischen Reformen bereit ist. Im Gegensatz zum Westen der den umgekehrten Weg geht. Ich hoffe, das ist erst der Anfang. Weiter so.

Hier zeigt China garnichts...

solange die aus Japan angeschafften Hinrichtungsbusse noch verwendet werden kann von humanistischen Reformen nicht gesprochen werden. Der Artikel spart sich aus, wie mit den Leuten verfahren wird, die bisher in Umerziehungslagern interniert waren, noch wie mit den Menschen in Zukunft verfahren wird, die sich nicht Systemkonform verhalten.

@Agent lemon

Nun ja, das halte ich für schichten Pragmatismus.
Ein Land mit derart großer Bevölkerung kommt bei zunehmender Bildung und Information der Bürger gar nicht umhin, gravierende Zugeständnisse zu machen.
Oder rigoros Gewalt anzuwenden.
Aber die Zeiten in denen Dinge wie das Tian’anmen-Massaker möglich waren sind mMn vorbei - sowohl außenpolitisch kaum machbar und weniger noch innenpolitisch.
Das Land würde bei solcher Regierungshaltung an allen möglichen Ecken zu brennen anfangen.
Hinzu kommt ein (zumindest in breiteren Teilen der Gesellschaft, als früher) zunehmender mittlerer Wohlstand.
Und der geht auch immer mit einer Erwartungshaltung nach einem Mehr an persönlicher Freiheit einher.
Wenn der Magen voll ist, fängt man an sich Gedanken zu machen und das kann Peking nicht auf Dauer unterdrücken - nur durch Maßnahmen wie diese abfedern bzw in Bahnen lenken.

@Agent lemon

Sie meinen,China ist auf einem weg Westlicher zu werden,gehen Sie mal hin,damit Sie wissen von was Sie reden!!
Ansonsten waers wichtiger,sich um die Humanistische Reformen vor der haustuere zu kuemmern,oder ist da auch wieder der Westen schuld??!

Ich dachte, das gäbe es nur

Ich dachte, das gäbe es nur noch in Nordkorea.

Mehr Esser, viel Bedarf - Handelskrieg im Anmarsch?

Schnelle Alterung der Gesellschaft durch dir 1-Kind-Politik (ca. -400 Mio) und Arbeitskräftemangel beim Umstellen auf Binnenkonjunktur machens möglich. Für die, die sich überhaupt ein Kind leisten können. Der Bedarf an Energie, Rohstoff Lebensmitteln wird dann weiter steigen, also der Kampf um Ressourcen.
Schon heute versorgt sich China u.a. billig in Afrika, migriert und zieht die Ressourcen und fragt nicht, wie es den Afrikaner geht und was für die bleibt. Auch die Ukraine soll agrarisches Anhängsel werden. Armut und Defizite machen die Tür auf für erdumptes Geld.

Die kleinen Egoisten und Auswendiglerner mit Stütze auf Wissensimporten sind zudem ein pädagogisches Problem für die Zukunft, wo sie ihre "Erfahrungen" an mehrere eigene Kinder weitergeben müssen.

300-400.000 Studienabgänger und 1.000 Professoren jährlich sind schon jetzt weit über Deutschlands zwergenhaften Zahlen einer "Exzellenzinitiative".

Demokratie bleibt dennoch Mangelware in Chinas bissiger Parteioligarchie.

@von Hagen

Na ja, wenn wir ehrlich waehren(was wir ja leider nicht sind) gibt es solche Umerziehungslager auch in den USA. Dort nennt man sie "Boot camps". Anderer Name , selbes Spiel. Aber was in Russland und China boese Oligarchen sind heissen ja bei uns auch Milliardare. Eigentlich sind die Unterschiede ziemlich gering. Aber wir sind halt irgendwie nach innen blind. Unsere sogennate Freiheit ist ja mittlerweile auch nicht mehr das Papier wert auf der sie steht. Schon seltsam, das hier bei klar positiven Veraenderungen trotzdem wieder der Anti China Hammer hervorgeholt wird. Die jungen, gebildeten und weltoffenen Chinesen, die gerade Thailand als Touristen ueberfluten sprechen fuer mich eine andere Sprache. Das Land ist im Umbruch und es veraendert sich positiv. Das sollte man anerkennen. Unsere "Fuehrungsnation" USA ist auch nicht gerade ein Wunder an Humanitaet und eher in entgegengesetzter Richtung unterwegs.

Bitte nicht den gleichen Fehler wie mit Russland machen!!!!

Veränderungen müssen langsam vorgenommen werden. Nur so haben sie bestand. China entwickelt sich. Nicht so hoppla hopp wie das so mancher gerne hätte. Aber langsam und stetig.
Ja, es gibt noch viel zu tun. Aber wir sprechen hier nicht von einem kleinen Volk wie Deutschland. Es braucht einfach Zeit.

Statt zu klagen, was noch passieren muss, sollte man den Weg anerkennen, den China in den letzten 20 Jahren ging, und dass es offensichtlich daran arbeitet auch weiter geht.

Die Russen hatten sich geöffnet. Sie haben sich abgestrampelt. Sie haben sich in 15 Jahren so massiv angestrengt. Und nie war es genug. Nie hat es gereicht. Immer mehr wurde gefordert.
Und nun? Scheinen die Russen die Schnauze voll zu haben und ziehen sich wieder in eine selbstgewählte Isolation zurück.

Bitte nicht mit China den gleichen Fehler machen.
Einfach mal anerkennen, dass Veränderungen einer Gesellschaft Zeit brauchen. Schäden richtet man leicht an, Verbesserungen brauchen Generationen.

@van Paten

Na ja, China liefert zumindest Infrastruktur, Schulen und sehr gut gefuehrte Krankenversorgung wenn es Laender ausbeutet. Der Westen dagegen Waffen, Aufruhr und Leid. Wen wunderts, das China in Afrika weitaus beliebter ist als z.B. Frankreich siehe gerade ZA und Libyen und Mali. China bringt sichtbare Gegenleistungen. Was bringen wir ausser Elend?

Das Thema ist ABSCHAFFUNG

von Umerziehungslagern und das ist positiv. Frag mich was es da zu meckern gibt. US Bootcamps sind nix anderes und die nehmen zu und sind gesellschaftlich akzeptiert. Hier wird mit zweierlei Mass gemessen.

@agent lemon: Unsinniger Vergleich

Die "Bootcamps" in den USA sind "Erziehungseinrichtungen" (von zweifelhaftem Wert), an die hilflose Eltern ihre minderjährigen Kinder FREIWILLIG als Alternative zum Strafvollzug übergeben. Mit den Arbeitslagern in China, in denen (jetzt erfreulicherweise nicht mehr) Personen ohne rechtsstaatliche Grundlage festgehalten wurden (sogar Guantanamo hat da noch eine bessere Rechtsgrundlage) haben die Bootcamps rein gar nichts zu tun. Also lassen Sie diese Relativierungsversuche. Freuen wir uns, dass China sich bewegt.

Solche Lager hat auch Deutschland

Einfach mal nach Boot Camp googeln! Aber es sind nicht grundsätzlich die Lager schlecht, sondern es kommt auf die Feinheiten an. Wer landet nach welchen Kriterien da? Reicht Kritik am lokalen Parteichef oder Direktor? Oder holt man heranwachsende Banditen wieder auf den Teppich runter? Welche Erziehungskompetenz hat die Lagerleitung? Sind das Sadisten und selbst schwer Gestörte oder ehrenwerte und fachlich fähige Erziehungsspezialisten, die tatsächlich den Eiskern in den Herzen schmelzen statt nur Unterwerfung ohne innere Einsicht durchzusetzen. Vielleicht hat China nicht gefallen, was die eigenen Umerziehungslager so leisten? In den USA scheinen viele Boot Camps auch zweifelhafte Erziehung zu leisten, aber für den Drill späterer Marines mag es da reichen. Das erklärt vielleicht auch, warum Obama seine Soldaten nicht vors internationale Kriegsgericht stellen lassen will. Die sollen Terror verbreiten, nicht Frieden. Und dazu braucht man andere Jungs.

Umzug

China geht, im Gegensatz zur westlichen Welt, in die richtige Richtung. Sie schließen Straflager, die USA perfektionieren sie. (Guanatamo)

Xinhua glaubwürdig?

Einfach der amtlichen (staatlichen) chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua glauben? Was die Freunde melden ist von der Partei abgesegnet und stellt China meistens in einem besseren Licht da. Die Wahrheit ist, dass einige Arbeitslager einfach ihre Namen ändern und weiter machen wie bisher. Anstelle von Arbeitslager steht dann „Rehabilitierungsanstalt für Drogenabhängige“ auf dem Schild. Schade, dass viele hier auf die Propaganda hereinfallen und die USA in den gleichen Topf werfen wie China. China ist ein Staat mit massiver Zensur und staatlicher Willkür - ohne jeden Vergleich in Westeuropa und Nordamerika.

China ist noch lange nicht

China ist noch lange nicht bei uns. Aber wenn wir so weitermachen, sind wir bald bei China!

Es sollte mit der Schliessung des Lagers verhindert werden, dass Opfer vom Staat Entschädigungen einklagen. Ja, sollen und können sie doch trotzdem noch über die Zeit, in der sie einsaßen.

China, Russland, N.Amerika, Europa gleichen sich an

Die einstigen Oststaaten versuchen sich in einem wohldosierten Mehr an Freiheit, Demokratie und Wohlstand. Wie im "demokratischen" freien Westen zeigen den gegenteiligen Weg auf. Immer mehr Armut, immer weniger Demokratie, ein immer ungerechteres Rechtssystem, Bespitzelung und immer weniger Bildung.
Eine Angleichung der Systeme. Eine Masse an armen Habenichtse die mit Konsumzwang abhängig gemacht werden, einige wenige Reiche die sich mit einer abhängigen und hörigen Politik die Welt schaffen, wie sie sie wollen. Putins und Erdokan "demokratische" Regierungspartei, die Chinesische Einheitspartei oder unsere künftige GrKo stehen immer mehr über dem Volk. Es ist eine Frage der Zeit bis aus einzelnen Terroristen, Randalierern, Unruhestiftern eine Mehrheit des Volkes wird. Der Ausgang und die Folgen werden, wie auch im arabischen Frühling, offen bleiben.

freiheit die ich meine

Ich stelle fest: hier im Forum, einem Forum der "westlichen" Welt, sind wieder einmal zahlreiche Bürger derselben versammelt, die an ihr kein gutes Haar lassen und sie für die Inkarnation alles Bösen halten. Und das völlig gefahrlos.

Ich stelle mir gerade ein Forum in China vor, in dem Chinesen ähnlich vernichtende Kritik an IHREM Land üben, ohne Nachteile an Leib und Leben befürchten zu müssen.

Man kann ja mal träumen.....

Warum nicht nur loben

ohne gleichzeitig andere zu tadeln?

Das genügt:

China geht m.E. in die richtige Richtung. Endlich schließen sie Straflager, die einen guten Anlaß boten, an der Rechtsstaatlichkeit Chinas zu zweifeln.

Was auch immer China macht...

es ist immer das falsche oder nicht genug. Ich lese von Abschaffung von Arbeitslagern - Respekt. Ich lese von Lockerung der Ein-Kind-Politik - Respekt. Wie weit sind wir in den letzten Jahren gekommen, unsere eigene Welt zu verbessern? Und noch interessanter: Wie weit werden wir wohl in den nächsten 4 Jahren kommen??? China muss seinen eigenen Weg gehen und ehrlich gesagt verbinde ich mehr Hoffnungen damit als mit den angeblich bewährten Rezepten, die uns in unserer Pseudodemokratie verschrieben werden, ganz zu Schweigen von dem Sud, der vom amerkanischen Quaksalber angeboten wird.

Für den geweiteten Blick empfehle ich als Einstieg einmal Pankaj Mishra zu lesen, aber jedes normale Buch zur Geschichte Asiens in der Neuzeit dürfte auch reichen.

@vanPaten

Ein kleiner Blick in die Historie täte Ihnen gut, um einschätzen zu können, was es mit 'Einfallstoren zu Afrikas Vorräten' auf sich hat. Ich wüsste auch nicht, das China das System der industriellen Massenproduktion erfunden hätte. Der Unterschied zwischen dem Westen und China in der Ausbeutung von Rohstoffen anderer Länder ist lediglich, dass der Westen dabei noch von Menschenrechten schwadroniert. Würden wir Moral tatsächlich zur Prämisse unseres Handelns erheben... - ja, das wäre dann tatsächlich eine andere Geschichte (buchstäblich).

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