Kommentare

Irland als erstes Land...

verlässt also den Rettungsschirm.
Freut mich sehr ! Hoffentlich müssen sie nicht so bald wieder darunter huschen !
Viel Erfolg mit eurer Wirtschaft !

Abgeschirmte Armut

Ja, viele Iren leiden immer noch unter der Armut, die ganz andere verursacht haben. Und sie werden weiter leiden, im Gegensatz zu den Verursachern.

Zahlen tun immer die anderen...

Wie schön, dass man langsam den alten Dreck weggeräumt hat.

Weggeräumt haben ihn diejenigen, die am wenisten vom Dreckaufhäufen profitiert haben. Die sich ins Fäustchen lachenden Banker leben allerdings weiter ungeniert in ihrem alten angehäuften Reichtum.

So sieht Gerechtigkeit aus.

Wann sehen wir den ersten Banker eigentlich mal hinter Gittern ?

Wohl nie.

Wieviele Irländer haben das Land verlassen?

Wie viele Irländer haben das Land aus der Not verlassen? Gruss

Glückwunsch und bittere Wahrheit

Zunächstmal einen Glückwunsch rüber nach Dublin. Denn es ist natürlich immer besser, wenn Licht am Ende des Tunnels zu sehen ist. Aber wer hat profitiert? Die irischen Bürger haben Schulden übernommen, die sie selbst nur teilweise verursacht haben. Denn sie (bzw. die von ihnen gewählten Politiker) haben zwar zur Schuldenparty eingeladen. Gekommen waren aber vor allem reiche Europäer aus D, F oder NL - auf freundliche Empfehlung ihrer sorglosen Bankster. Man nahm gerne die 2-3% bessere Verzinsung mit, aber es als es zur Krise kam und man hätte erwarten können (Chance=Risiko), dass Abschläge von den Investitionen gezahlt werden müssten, wurden diese Anleger zu 100% (!!!!) freigekauft. Von der EZB und Leuten wie Schäuble. Aus Angst vor Ansteckung der eigenen Geldhäuser. Insofern wurden die Reichen und die Fondsmanager von Versicherungen oder privaten Rentenkassen gerettet. Jetzt wäre es an der Zeit, die Profiteure zur Kasse zu bitten...einfach mal nach "Anglo-Irish Bondholder" googeln.

"Der Bauunternehmer stellt wieder Leute ein..."

Ist eigentlich ein entscheidender Hinweis, wenn man bedenkt was der Auslöser (nicht direkt Ursache) der Krise in Irland war.
.
Das heißt man hat nichts gelernt und profitiert lediglich von der EZB Politik. Natürlich darf der Hinweis auf die "Sparpolitik" nicht fehlen die nie eine war.
.
Wie siehts eigentlich mit der Verschuldung des Privatsektors aus? Ist die immer noch so astronomisch, oder gerät das aus dem Fokus damit die "Sparpolitik" trotz ihrer katastrophalen Wirkung noch einen Strohhalm hat?
.
Aber wie hieß es schon treffend "Stagnation als Erfolg". Entsprechend werden solche Meldungen bewusst überinterpretiert. Wohl wissend das seit 2008 nichts passiert ist bzgl Regulierung.

Bei aller berechtigter Kritik an der Lastenverteilung...

Bei aller berechtigter Kritik an der Lastenverteilung zu Ungunsten der irischen Bürger, die massive Einschnitte sowohl bei den Sozialleistungen als auch Steuererhöhungen schultern mussten (während man die Großkonzerne mit Steuerdumping gelockt hat), sollte man nicht vergessen, was ohne den "Rettungsschirm" passiert wäre:

Nämlich ein kompletter Zusammenbruch des Staates. Dann wären gar keine Renten mehr gezahlt worden, keine Sozialleistungen, keine Gehälter. Dann hätte auch der Kleinsparer sein Geld bei den Pleitebanken verloren, weil die Einlagensicherung nichts als ein frommer Wunsch ist, wenn das ganze System eines Landes zusammenbricht. Dann wäre nichts mehr da gewesen und ein Neuaufbau mühsam. Man schaue nur auf Argentinien, wo man zwar den Hedgefonds trotzt, dafür heute aber mit einer jährlichen Inflationierung des Peso von 25 Prozent (und dadurch mit Kapitalverkehrskontrollen) leben muss und Frau Kirchner mit dem Nachdrucken von höherwertigen Scheinen nicht mehr hinterherkommt.

Was Irland wirklich den Hals rettet, ist das Versprechen des ...

irischen Regierungschefs auf der Weihnachtsfeier 2012 vor Vertretern aus Wirtschaft und Bankwesen, daß die Unternehmensbesteuerung weiterhin auf niedrigstem EU-Niveau verbleibt.

Man hat sich daran gehalten und den Kapitalflüchtlingen die wärmende Decke auch für die Zukunft bis über die Ohren gezogen.

@ adagiobarber

Das hat doch mit Kapitalflucht wenig zu tun, vielmehr haben die Iren schon vor langer Zeit erkannt, dass dank gut ausgebildetem und englischsprachigem Nachwuchs das Foreign Direct Investment mitunter das wichtigste Standbein der Irischen Wirtschaft darstellt.

Dies verlief dank wirklich günstiger Besteuerung auch bisher sehr gut für die Iren, denn man konnte sehr viele US Firmen überzeugen dort ihre europäischen Zentralen zu errichten.

Man kann es den Iren allerdings auch nicht verübeln. Letztendlich hat man sonst kein Mittel diese Art der Investitionen in Irland anzulocken. Womit denn auch? Man ist komplett abseits des Kontinents und es gibt dort ausser grüner Wiesen nichts weiter, weder anderweitig strategische Gründe, noch nennenswerte Infrastruktur.

Letztendlich ist dies auch der Grund dafür, weshalb der Traum von europäisch einheitlicher Besteuerung niemals in Erfüllung gehen kann und wird. Dafür sind die Mitgliedsstaaten viel zu unterschiedlich aufgestellt.

Ob Irland aber auch dauerhaft gerettet ist?

Wie es scheint befindet sich Irland nicht mehr länger unter der Knute der Spielgeldeurorettung, was insofern beachtlich wäre als Irland dies ohne einen sauberen Bankrott geschafft haben soll. Zum Vergleich: Island ließ seine bankrotten Banken in den Konkurs gehen und lehnte es ab für deren Schulden aufzukommen. Die Schulden von Irlands Banken aber wurden von der Staatskasse übernommen, namentlich von der deutschen. Wobei es unwahrscheinlich erscheint, daß ein Volk von vier Millionen wie die Iren in wenigen Jahren mehrere hundert Milliarden Mark an Schulden abgetragen haben soll.
Auch besteht hier Wiederholungsgefahr, weil Irland erneut versucht sein könnte seinen Bankensektor aufzublähen und dessen verlustreiches Glückspiel erneut dem Land auf die Füße fallen könnte. Denn die Banken wirtschaften ja genauso liederliche und waghalsig wie zuvor, weshalb in spätestens 10 oder 20 Jahren die nächste große Krise vor der Tür stehen dürfte, selbst wenn die gegenwärtige ausgestanden sein sollte.

Auswandern als Folge von Armut

Glaube ich nicht wirklich. Irland ist nun mal eine Insel mit wenig eigenen Ressourcen oder Industrien. Viehzucht und Tourismus schaffen nun mal nur begrenztArbeitsplätze und Einkommen.

Da bleiben gut bezahlte Stellen für die gut bis sehr gut ausgebildeten jungen Menschen auf der Strecke.

Entweder lockt man Firmen ins Land, die froh über einen günstigen, englischsprachigen Standort in Europa sind, oder die jungen wandern dahin aus wo gut gebildete Fachkräfte benötigt werden. Da die großen Firmen wiez.B. Microsoft und Dell sich umorientieren und Stellen wieder Abbauen, bleibt ja nur noch der Weg in andere Länder.

Von daher freut es mich für die Iren, dass es Ihrer grünen Insel wirtschaftlich etwas besser geht. Und im Ausland Geld verdienen kann sehr spannend und lohnend sein.

Ich glaub der Grund warum es

Ich glaub der Grund warum es in Irland funktioniert und in Griechenland nicht, ist ein Grundsätzliches Problem welche alle südlicheren Länder haben, nähmlich die Korruption. Auch wenn ich mich was das Thema angeht mit Irland nicht so gut auskenne, so vermute ich, dass die Korruption niedriger ist als in den südlichen europäischen Ländern. Und Korruption und jahrelange heimliche Misswirtschaft zu beheben, das schafft man nicht in ein paar Jahren. Ein solcher Prozess dauert Jahrzehnte, wenn er überhaupt funktioniert, doch dafür muss die Moral der Menschen sich ändern, aber da sie immer noch in Ländern wie Portugal weiterhin fröhlich Merkelköpfe verbrennen anstatt die Schuld ihren Politikern zu geben, weiß ich nicht wie lange es noch dauern könnte, bis sich die Situation wirklich verbessert.

18:03 von Macchiavelli2

Sie haben völlig Recht. Deswegen schreibe ich immer von der "so genannten Krise." Die Verursacher haben nicht eingebüßt, sondern raffen unvermindert weiter.

Darstellung: