Kommentare

Freihandelsabkommen

Wenn das Freihandelsabkommen mit den USA steht, dann werden die Pflanzen eben über diesen Weg zugelassen.
Damit möchte ich aber keine Wertung über dererlei Pflanzen abgeben, denn da bin ich geteilter Meinung und sehe Pros und Kontras.

Vorübergehend

Eine gute, späte Entscheidung.
Allerdings braucht es kein Zulassungsverfahren mehr, wenn das neue Handelsabkommen mit den USA unter Dach und Fach ist. Dann darf hier sämtlicher Gen-Müll ungefragt angebaut werden.
Ich rechne nicht damit, dass die Unterhändler aus Brüssel den Lockungen der Gen-Industrie widerstehen werden.

Genprodukte

bitte in den USA anbieten liebe BASF...

So langsam wird es richtig nervig,

wenn regelmäßig in den Medien Nachrichten kommen, wo Gerichte Entscheidungen von politischen Institutionen einkassieren.
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Wie handwerklich ungeschickt stellen sich unsere Politiker wirklich an, oder ist das alles nur Kalkül?
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Das tragische dabei ist, dass vermutlich über drei Jahre eine Pflanze angebaut wurde, die so nicht auf unsere Umwelt losgelassen werden durfte.
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... aber jetzt dürfen sich Bürokraten in Brüssel freuen. Ist doch jetzt ein neues Zulassungsverfahren möglich, dass wieder über ein ganzes Jahrzehnt verschleppt werden kann.
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Die Realität ist besser als es jeder komödiantische Bühnenauftritt vermitteln kann. :-)
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Soll man jetzt lachen, den Kopf schütteln oder ebendiesen gegen die Tischkante hauen? :-)

Wer weiß, vielleicht ist es

Wer weiß, vielleicht ist es in 100 Jahren ein gewaltiger standortvorteil noch über "natürliche" Pflanzengene zu verfügen *g* realistisch ist es aber eher nicht... Niemand kann verhindern, dass gensaatgut eingeführt bzw. Mitgebracht wird.

Es ist schade...

das die grüne Gentechnik in der EU es so schwer hat. Alle Verbindungen Gentechnik mit Monsanto, dabei hat das recht wenig miteinander zu tun. Nur weil China die Menschenrechte verletzt und die Produkte oft schädlich für die Gesundheit sind, heißt das ja nicht das Spielzeug generell schlecht ist. Leider hat man aber versäumt den Verbraucher die Vorteile der Technik bei zu bringen und die liegen ganz sicher nicht in der Monopolstellung einzelner. Das hat nichts mit Gentechnik zu tun! Sondern zum Beispiel Reis der mehr Vitamine hat die in vielen Bereiche der Welt zu wenig vorhanden sind. Soja das Omega 3-Fettsäuren, Vitamin D etc. produziert. Das sind alles sinnvolle Erfindungen, die es schon gibt, aber leider alle unter der (berechtigten) Kritik an Monsanto untergehen. Es gibt auch keine Schäden für den Menschen/Natur wie oft behauptet. Nicht mehr als mit jeder neune Züchtung oder neu eingeführten Pflanze. Man muss eben vorsichtig sein...

Handelsabkommen mit den USA

Es stimmt nicht das es für Lebensmittel aus den USA keine Zulassungen mehr nötig sind!

Es wird lediglich ausgehandelt, welche Lebensmittel eingeführt werden und bei welchen eine Zulassung durch die USA ausreichen. Zu sagen dass Genpflanzen einfach so eingeführt werden kann ist Schwachsinn! Das Abkommen steht ja noch nichtmal fest aber scheinbar wissen hier alles was darin steht...

Zudem sehe ich kein Problem bei der Einführ wenn es eine Kenzeichungspflicht gibt.

Weg mit dem Dreck!

Wir ernähren uns schon von viel zu viel künstlichem Zeugs!

@People
In der Agrarwirtschaft ist es aber schon lange so, dass das Saatgut jedes Jahr von spezialisierten Händlern eingekauft und nicht selber herangezogen wird. Deshalb wäre es nicht so schlimm, wenn Gen-Mist auf "Schmuggelwegen" bei uns ankommt ... solange das Zeug offiziell weder angebaut noch verkauft werden darf ist alles in Ordnung. Leider aber kann man unseren Politikern nicht zutrauen diese zwei Dinge durchzusetzen.

EU-Reform

Wieder ein Beispiel dafür, dass wir eine strukturelle Reform in der EU-Politik benötigen. Es gibt zahlreiche Beispiele, in denen EU-Kommissionen hinter verschlossenen Türen derart auf spezielle Interessen zugeschnittene Gesetzesvorlagen erstellen, dass man diese nur noch mit Lobbyismus und Korrumption erklären kann.

Das EU-Parlement kann dann nur noch versuchen, diese abzuschmettern, oder wie in diesem Fall der EUGH. Leider darf nur die EU-Kommission Gesetzesvorschläge ausarbeiten.

Gibt es nun eigentlich Konsequenzen? Wird aufgrund der groben Verfahrensfehler die EU-Kommission aufgelöst und mit neuen Köpfen besetzt? Oder bleiben dieselben Heinis drin sitzen und müssen nun ein wenig mehr den Anschein eines demokratisch erstellen Gesetzesvorschlags suggerieren?

Die einzelnen EU-Kommissionen halten zuviel unkontrollierte Macht in zuwenig Händen.

hm.

Die EU-Kommission habe im Zulassungsprozess die Verfahrenspflichten "erheblich verletzt".

Ein Schelm, der böses dabei denkt...

Das Ergebnis ist schon in Ordnung ....

ABER:
Wie so oft in den letzten Jahren vermisse ich eine Auseinandersetzung mit sachlichen Fragen: Können gesundheitliche Risiken bestehen? Kann die Umwelt Schaden nehmen? usw.

Stattdessen geht es allein wieder Verfahrensfragen und es werden Formfehler bemängelt.

"GEN"-Pflanzen

Hallo liebe Tagesschau, liebe Kommentatoren!
Wieso ist denn dieser be********* Begriff "Genmais" und solche Ausdrücke im allgemeinen immernoch in Gebrauch, vor allem von seriösen Medien wie der Tagesschau?
Das einzig Gen-freie, was mir spontan einfällt ist sterilisierter Quarzsand. "Genmais" ist BILD-Sprache, sowas habt Ihr doch nicht nötig?!

@ Diego90

Danke für diese Stimme der Vernunft.
Wenn ich CEs Beitrag über die künstlichen Gene lese, dann gibt es einfach nur *facepalm*.

Warum kommt

eigendlich niemand mal auf die Idee zu fordern,das man die Natur,Natur sein lässt.Aber so lang es nur um Profit geht,geht die Natur den Bach weiter runter.

Per Aspira! ad agri

In Bezug auf meine persönliche Meinung stellt das Urteil in seiner faktischen Bedeutung eine gewonnene Schlacht dar (, was nicht viel ist).
Die 'grüne' Gentechnik sollte sich meines Erachtens erst einmal auf extremere Testfelder begeben (Prof. Gunstroem läßt grüßen ;-)), anstatt absolut taugliche Saaten zur schnöden Gewinnmaximierung weltweit ersetzen zu wollen.
Wäre ein absolut abgeschirmter Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen möglich, und würden zudem diesbezüglich allerstrengste Kennzeichnungspflichten gelten, hätte ich nichts gegen eine Marktbeteiligung einzuwenden. So, wie's jetzt aussieht, bin ich allerdings strikt dagegen.
Die womöglich nicht erkannten Risiken sind dabei für mich der Hauptgrund dieser Einstellung. Und nein: Eine vollkommene Unbedenklichkeit dieser Kunstprodukte konnte bisher GANZ SICHER nicht nachgewiesen werden. Wer etwas anderes behauptet, folgt nur der industriellen Propaganda.

@ Diego90

Das Handelsabkommen wird dafür sorgen, daß ein Unternehmen, welches in einem Land einen Ableger unterhält, auf Entschädigung für entgangene Gewinne durch Handelsbeschränkungen klagen. Die beiden Vertragspartner verpflichten sich, nicht durch Gesetze etc den freien Warenverkehr einzuschränken.
Monsanto kann hingehen und sagen, durch Handeln mit Produkt xy hätten wir Summe z verdient und können diese Summe dann als Schadensersatz geltend machen.

Auf das "Freihandelsabkommen"

Auf das "Freihandelsabkommen" mit den USA brauchen wir bezüglich Monsanto nicht zu warten, da diese ihren Sitz in Kanada haben.
Mit Kanada wurde bereits ein "Handels- und Investitionsabkommen" getroffen. Monsanto steht also schon vor unserer Tür.
Sperren wir uns gegen den Handelsteil des Abkommens (freier Zugang zu unseren Märkten) kann der Investitionsteil greifen (Schadensersatzklage wg. entgangener Gewinne).
Es ist in keinem Fall ein reines Handelsabkommen, sondern immer in Verbindung mit einem Investitionsabkommen!
Ich kann als Verbraucher nur hoffen, daß der genmanipulierte Dreck entsprechend gekennzeichnet werden MUSS, da ich höchstselbst entscheiden will, was ich meinem Körper zuführe - und was nicht.

Korrektur zum eigenen Beitrag

Ups. Natürlich muß es 'agros' heißen.
Wie peinlich!

@ Internetnutzer - 11:50

Ich bin Ihrer Meinung, widerspreche Ihnen aber in der Aussage "Gelegenheit macht Diebe". Gelegenheit ZEIGT den Dieb, der er vorher schon war. Soll heißen:
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"Wieder ein Beispiel dafür, dass wir eine strukturelle Reform in der EU-Politik benötigen. Es gibt zahlreiche Beispiele, in denen EU-Kommissionen hinter verschlossenen Türen derart auf spezielle Interessen zugeschnittene Gesetzesvorlagen erstellen, dass man diese nur noch mit Lobbyismus und Korrumption erklären kann."
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Es muss heißen:
"...dass man diese nur noch mit Lobbyismus und KORRUPTION erklären kann."
Korruption funktioniert schon lange nicht mehr mit Geldkoffer auf´n Tisch und Gesetze im Gegenzug bekommen. Siehe Nordstream und Gerhard Schröder. Hochgradig korrupt, der Sozialdemokrat...

es darf nicht zugelassen werden,

dass in der Tier und Pflanzenwelt gentechnisch gefuscht wird! Das muss der gesunde Menschenverstand einem schön sagen! Es muss verboten werden dass Gentechnik Firmen auf diesem Gebiet forschen! Denn denen dürfen unsere Lebensmittel, die aus der Natur stammen nicht gehören! Die Natur und die Schöpfung gehört niemanden!

Gen-Kartoffel . . .

Die Lebensmittel werden eh immer ungesünder, also warum jetzt das Verbot ?

Eigentlich war die Kartoffel ja nicht einmal geeignet um als Lebensmittel zu dienen; "weil sie einen abstoßenden Geschmack habe", zitiert Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer scherzhaft (17.07.2007 [http://www.tagesschau.de/inland/genkartoffel102.html]).

Doch was solls? Jetzt wurde Sie ein Lebensmittel mit Antibiotika-Gen. Also alles Bestens ! Die Pharmaindustrie züchtet sich Ihre eigenen Produktabnehmer und das unter staatlicher Aufsicht.
Die EU Kommission ist ja nicht wegen des Produktes sauer, sondern nur weil ein paar Zulassungsverfahren nicht eingehalten wurden . . .

Demnächst bekommt dann das Gemüse Käfer-Gene, damit Sie selber aus dem Boden kabbeln sobald Sie erntereif sind.

positiv

Diesen Beschluss des EU-Gerichts will ich an diesem Freitag, den 13. als positive Meldung werten.

Man wird sehen, wie es weitergeht.

@Diego90

Das ist schon klar, dass es nicht einfach so eingeführt werden kann. Aber die Schranken dafür können schwächer ausfallen. Zudem besteht die Möglichkeit sich einzuklagen. Klar, das kostet alles Zeit und Geld, aber das ist ja keine Änderung zu jetzt.

Das ist richtig, @Diego90

Es stimmt nicht das es für Lebensmittel aus den USA keine Zulassungen mehr nötig sind!

Wird die entsprechende Zulassung nicht erteilt, können die US-Konzerne ein, nach aktueller politischer Lesart "unabhängiges" Schiedsgericht anrufen.
Entscheidet dieses Gericht (politisch korrekt) zugunsten des Konzerns, so kann der Konzern die bisher entgangenen Gewinne von dem ablehnenden Staat als Schadensersatz fordern.

Ein gutes Beispiel ist der Fracking-Gate, der Kanada Milliarden gekostet hat, nur weil sich Kanada für den Schutz des eigenen Landes entschieden hatte.

Durch die Hintertür ist es faktisch in der Tat so, daß die US-Konzerne machen können was sie wollen. Wir Europäer vefüghen einfach nicht über das nötige Kleingeld um dies abzuwehren.

@ Internetznutzer

Sie haben Recht! Die Lobbyisten schreiben sich ihre Gesetze selber und die Politiker brauche nur noch ihre Unterschrift draufsetzen.
Vor ein paar Jahren war meine Haltung gegenüber Gen-Food auch noch nicht so negativ. Aber nachdem sich bei mir immer mehr Nahrungsmittelunverträglichkeiten einstellten, habe ich mich intensiv mit diesem Thema befasst. Dieses Giftzeug ist langfristig höchst gesundheitsgefährdend. Wir haben sowieso schon genügend gesundheitliche Schäden durch die ganzen Umweltgifte. Wenn hier kein Umdenken stattfindet, werden wir noch am gedeckten Tisch verhungern.

re Diego90

"Es gibt auch keine Schäden für den Menschen/Natur wie oft behauptet. Nicht mehr als mit jeder neune Züchtung oder neu eingeführten Pflanze."
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Haben Sie Belege für ihre abenteuerliche Behauptung?
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Genveränderte Pflanzen kann man nicht mit Züchtungen vergleichen. Denn bei Züchtungen ist es den natürlichen Mechanismen der Pflanze überlassen, welche genetischen Merkmale übertragen werden. Eine Züchtung dauert daher viele Jahre und Pflanze wie Umwelt haben dabei Zeit sich anzupassen.
Bei den "Gen-"Pflanzen wird dagegen "mit der Brechstange" gearbeitet. Eine Anpassung ist nicht vorgesehen. Und die Langzeitfolgen sind nicht abschätzbar.
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Letztlich liegt das Geschäftsmodell mit den Genpflanzen nicht darin, "bessere" Pflanzen zu produzieren (das geht auch mit Züchtung), sondern darum Patente zu generieren und eine Monopolstellung zu erzeugen. Und damit dient das letztlich der Ausbeutung von Menschen.

@Diego90

Irre ich mich oder ist es tatsächlich so - ein "Mehr" an Nahrungsmitteln und trotzdem hungern Millionen von Kindern in Afrika und Asien ?
Wie geht denn das ?
Geht wohl nur, wenn riesige Konzerne die Oberhoheit über diese Nahrungsmittel haben und nicht genug Gewinne einstreichen können, wenn sie dieses "Mehr" in diese armen Gebiete bringen !
Aber wahrscheinlich haben sie selbst Angst vor den Folgen der Genmanipulation in Nahrungsmitteln !

Dieses angestrebte

Dieses angestrebte Freihandelsabkommen, über das die unlegitimiert arbeitenden Eurokraten hinter verschlossener Tür auf unserem Rücken abstimmen, muss dringend gestoppt werden! Und das nicht nur wegen der ausufernden Wirtschaftsspionage seitens der US-Konzerne...

@ Bikky-kun - 12:55

Richtig!
Bestes Beispiel ist das Termonator-Saatgut der Verbrecher Monsanto. Pures Geschäft, wo man sogar manchmal erfolgreich versucht, die Natur zu patentieren durch abhängig in der Saatgutbeschaffung machende Genveränderungen.
Oder jeder soll sich mal den Baumwollanbau in Indien anschauen.
Es geht um ein reines Geschäft, aber nicht, dass Audi eine sichere Karosserie entwickelt, die Vorteile bringt UND ein gutes Geschäft für Audi, sondern um teils Verschlechterung von der Natur, aber daraus durch Patente zu verdienen.
P.S. Die Natur. NICHT die Schöpfung. Solche Bilder sind Privatsache und pure Behauptungen, die meistens sogar völlig widerlegt sind. Bitte privat glauben, aber nicht öffentlich!

Totale Unlogik

Wir bau(t)en stärkehaltigere Genkartoffeln und Mais an. Über Pollen verseuchen deren Blüten trotzdem "nartürlich" selektierte Pflanzen. Begründung die Industrie und Futtermittelhersteller benötigen die Früchte ausserdem verhungern weltweit milionen von Menschen.
Andererseits wird rund die Hälfte aller Früchte bereits vor dem Inhandelbringen entsorgt, da sie nicht den Qualitätsmassstäben entsprechen. Rund ein Drittel des Vertriebenen wird im Handel entsorgt, da es nicht verkauft wurde. Zuhause werfen wir dann nochmals ca. 1/4 weg, da verdorben oder nicht mehr schön.
Ursprünglich war also für "alle" Verwendungszwecke genügend da.
In den hungernden Regionen müssen die lokalen Versorger teures patentiertes Saat kaufen, können es nicht selbst anbauen. Ausserdem werden die Erzeugerpreise vorort durch "Spenden" von unseren Überproduktionen unterboten. Wer sich dann die Produkte nicht mehr leisten kann, verhungert.
Irgendwie habe ich da etwas in der Weltwirtschaft nicht verstanden.

Diese Genwahnsinnigen sollen

Diese Genwahnsinnigen sollen überhaupt nichts mehr machen. Die Gene , die in die Natur gesetzt werden, können mit noch so grossen Absperrflächen nicht daran gehindert werden, in die übrige Natur entlassen zu werden.-

Wer auf die Idee kommt, Insektizide direkt in die Pflanzen einzubauen und ähnliches, der hat doch irgendwie was nicht verstanden, dass die Lebensmittel zum Verzehr da sein sollen. Aber das haben viele andere nicht verstanden. Und wer Spaß an Technik hat, soll doch bitte ein Spielzeug bauen.

Genkennzeichnung genügt jedenfalls nicht, die Gentechnik muss komplett aus der Natur rausgehalten werden.

Profit vor fit und gesund

Der Schutz des Verbrauchers hat noch nie eine Rolle gespielt. Das gilt erst recht für Gen-technisch veränderte Lebensmittel. Wie sang ( frei übersetzt) Hazy Osterwald in den sechzigern: "Gen' se mit der Konjunktur..."

Wenn ich das richtig verstanden habe . . .

ist diese spezielle Kartoffel nie als Nahrungsmittel sondern als Industrieprodukt zur leichteren, ertragreicheren und ökologischeren Stärkeproduktion (weil weniger Wasser- und Energieintensiv) konzipiert worden:

http://www.tagesschau.de/inland/genkartoffel102.html [im letzten Drittel]

und

http://www.seedquest.com/News/releases/2008/july/23230.htm

Eine Argumentation auf Basis von Lebensmittelqualität greift hier leider nicht.

Landwirtschaft ist nunmal ein Thema das über den Esstisch hinausreicht.

@Residue

"Danke für diese Stimme der Vernunft."

Keine Stimme der Vernunft sondern einfach nur zu kurz gedacht.

Derlei Saatgut als Lösung für Mangelernährung wäre lediglich eine zusätzliche Abhängigkeit in die sich Entwicklungsländer begeben würden.

Derlei Saatgut könnt von Entwicklungsländern selbst kaum Entwickelt und verfielfältigt werden.

Könnte ein Entwicklungsland dergleichen stemmen - Sie wünschen Sich wirklich das die Zulassungsverfahren und damit die Risikoprüfung in einem Entwicklungsland stattfinden sollte?

Völlig egal obe es irgendwelche Vorteile gibt, zu Lösung des Nahrungsmittelproblems ist Gentechnik gänzlich ungeeignet.

@Ein Berliner

"Können gesundheitliche Risiken bestehen? Kann die Umwelt Schaden nehmen? usw."

Dafür gibt es Studien, bzw. muss der Hersteller Nachweise dafür führen. Es gibt bis jetzt auch noch keine Beweiße, das "Genfood" giftig ist, was, wenn man sich mit dem Thema ausführlich beschäftigt auch einsichtig ist.

@Etwas verwundert:

"icht durch Gesetze etc den freien Warenverkehr einzuschränken."

Nein. Sonst könnte die Waffenindustrie auch klagen weil sie in Deutschland keine Waffen verkaufen kann, dass ist Blödsinn! Ein Unternehmen kann nur dann "klagen", wenn das Produkt auch von Europäischen Firmen produziert und verkauft wird und nicht gegen Gesetzte verstößt.

@ShaniaOjibwa:

"Monsanto steht also schon vor unserer Tür."

Aber rein darf es trotzdem nicht.

"genmanipulierte Dreck"

Wie wissenschaftlich...da kennt sich jemand aus!....

"entsprechend gekennzeichnet werden MUSS"

Das wird auch sicher kommen, wenn man sich auf EU Eben umhört. Alles andere ist nicht machbar.

@ Alb Agricola

Bei der Amflora ist das das Problem:
"Es gab öffentliche Diskussionen, weil Amflora als Marker ein in der Natur verbreitetes Antibiotika-Resistenzgen enthält. Dies verleiht der Pflanze im Entwicklungsstadium bei Anwesenheit der Antibiotika Kanamycin oder Neomycin einen Wachstumsvorteil gegenüber Pflanzen, die diesen Marker nicht tragen.[3] Nach der EU-Freisetzungsrichtlinie dürfen kommerzielle gentechnisch veränderte Pflanzen keine medizinisch wichtigen Resistenzgene gegen Antibiotika enthalten. Die EU-Kommission beschloss deshalb im März 2007, ein Gutachten über die Risiken der Antibiotika-Resistenz bei der Europäischen Arzneimittelagentur anzufordern."
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Grundsätzlich geht es mir und bei den meisten Kommentaren hier um Genveränderungen und deren Nutzen, Risiko und Intentionen der Unternehmen. Sie haben faktisch Recht, widerlegt aber kein Gegenargument der Mahner bei Gentechnik und deren Entlassung, Freilassung in die Natur.

@Pivo:

Das stimmt nicht. Es wäre kein Problem in dem Handelsabkommen bestimmte Dinge auszunehmen. Wie gesagt es geht hier einzig darum dass eigene Firmen nicht bevorzugt werden dürfen. Ansonsten könnte sich die Waffenindustrie auch einklagen, glauben sie wirklich so weit kommt es????

@Bikky-kun:

"Haben Sie Belege für ihre abenteuerliche Behauptung?"

Lesen sie den Artikel unter wikipedia zum Beispiel, in den Quellen finden sie einige Studien dazu. Zudem frage ich mich woher diese panische Angst vor Genmanipulation her kommt. Zu viele Horrofilme geschaut? Bei jeder Züchtung werden die Gene verändert und da wird nicht jedesmal getestet ob es Gesundheitsschädlich ist. Andere auswirkung wie die von Neuzüchtungen haben die Genmanipulierten Pflanzen auch nicht.

Haben sie Beweise die das Gegenteil zeigen??????

@Bikky-kun

"Denn bei Züchtungen ist es den natürlichen Mechanismen der Pflanze überlassen, welche genetischen Merkmale übertragen werden"

Nein. Sinn der Züchtung ist doch eben bestimmte Gene zu übertragen oder zu mischen.

"Eine Züchtung dauert daher viele Jahre und Pflanze wie Umwelt haben dabei Zeit sich anzupassen."

Auch das stimmt nicht. Wenn die Pflanzen in einem Garten gezüchtet werden, wie wollen sich dann Pflanzen und Tierwelt ein paar hundert/tausend Kilometer weiter weg daran "anpassen"???

"Eine Anpassung ist nicht vorgesehen."

Blödsinn. Sonst sind die Pflanzen ja gar nicht überlebensfähig.

"Pflanzen zu produzieren (das geht auch mit Züchtung),"

Aber wie sie oben gesagt haben dauert es viele Jahre. Zudem sind größere "Sprünge" sprich ganze neue Eigenschaften mit Züchtung meist garnicht möglich.

" sondern darum Patente zu generieren und eine Monopolstellung zu erzeugen."

Nochmal: Das hat rein gar nichts mit Genpflanzen zu tun sondern ist Konzernsache.

@Liane8151

"Wie geht denn das ?"

Der Mensch ist nunmal Egoist. Aber darum geht es hier ja gar nicht.

"Aber wahrscheinlich haben sie selbst Angst vor den Folgen der Genmanipulation in Nahrungsmitteln !"

Nein, solange es gekennzeichnet wird und es vernünftige Zulassungen gibt. Genau so wie es bei jeder anderen "neuen" Pflanze ist wie z.B. Stevia.

Gentechnikfreie Welt

wird es mit oder ohne Amflora nicht mehr geben. Deutschland macht ja da auch nicht mehr mit und hat somit auch keine Chance mehr, hier irgendetwas zu bewegen. Wie dumm ist das denn?.......halt genfrei !

Den ganzen "Gen"-Mist ab in die USA

Der große Teich möchte uns Europäer schützen.
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Und was hat ein Chemie-Konzern mit Nahrungsmittel zu tun?! Etliche vermüllte Produkte sollten nicht mehr als Lebens- und Futtermittel deklariert werden dürfen.
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Apropos Ernährung: Schaut man sich die Menschen in den USA an; da läuft mit der Ernährung was völlig schief.

@ Zammy

"Völlig egal obe es irgendwelche Vorteile gibt, zu Lösung des Nahrungsmittelproblems ist Gentechnik gänzlich ungeeignet."

Falsch! Gentechnik hat schon Millionen von Menschen vor dem Hungertod bewahrt. Koennen Sie sich an die letzte Hungerkatastrophe in Indien erinnern?

@ Peter G.

Das sind schon ganz andere Argumente die ich viel besser nachvollziehen kann.

Mit ging es um Pauschalverurteilung die am Gegenstand vorbeigehen und der Diskussion nicht dienlich sind.

Tatsächlich kam es aber zum ein oder anderen Beitrag der konstruktiv war und mir Erkenntnisgewinn einbrachte. Ihren eingeschlossen.

Vielen Dank!

@ Diego90

Dass gesundheitliche Schäden entstehen, wurde er vor kurzer Zeit im TV ( Monitor )
sehr anschaulich berichtet. In einem Labor wurden Mäuse 2 Jahre lang mit Genfutter gefüttert. Diese hatten etliche Tumore entwickelt.
Es ist schon sehr naiv zu glauben, dass diese Gifte keine Auswirkungen auf unsere Gesundheit haben. Nur weil man nicht gleich beim ersten Verzehr tot umfällt, heißt das noch lange nicht, dass eine Nahrung unbedenklich ist.

Kartoffeln

Es ist sehr zu begrüßen, dass die Genkartoffel in Europa verboten wird.

Viel zu traege.

EU - "Wir machen den Weg frei!" Es dauert nur ein wenig. 13 Jahre. Und verfahren haben die sich auch noch. Da laeuft ganz tief drinnen was voellig falsch.... Welchen Wert haben Entscheidungen noch, wenn sie zu lange brauchen? Da ist es schon egal, ob sie falsch sind oder richtig. Sie sind von der Zeit laengst ueberholt und ueberfluessig geworden.

@ Alb Agricola

Danke. Pauschale Ansichten funktionieren nirgendwo, wo es etwas komplexer wird, richtig. Und man muss immer lernfähig bleiben. Auch ich mit 43 lerne manchmal etwas, was ich Jahrzehnte lang anders gesehen habe. Das sollte niemand vergessen.

Gen

Kaum ein anderes Wort ruft soviel irrationale Ängste und hysterische Panik hervor wie Gen-irgendwas.
Echt traurig, da dieses Feld der Wissenschaft soviel Potential und Nutzen in sich hat.

Büchse der Pandora

Ich fürchte, spätere Generationen werden diejenigen verfluchen, die sich heute dermaßen unbedarft mit gentechnisch veränderten Produkten beschäftigen.

Wer weiß, was daraus wird?

Dinge auf die Menschheit lozulassen, deren Folgen noch weitgehend unbekannt sind, ist absolut verantwortungslos. Leider ist die Gier der Konzerne fernab von jeglichem gesunden Menschenverstand und Verantwortungsbewusstsein. Hauptsache, der Rubel rollt, nach uns die Sintflut!

Eine Entscheidung dagegen ist absolut notwendig.

@Residue

Aha, einfach mal eine Behauptung ohne jeglichen Beleg als Antwort... Selbstverständlich ohne auch nur eines der Argumente aufzugreifen!

Nochmal: Patentierte Nahrungsmittel sind institutionalisierter Teil des Problems und erhöhen lediglich die ohnehin vorhandene Abhängigkeit von wirtschaftsstärkeren Nationen.

Ausgerechnet Indien, das geographisch bedingt zu den leistungsfähigsten Regionen gehören könnte was den Agrarsektor angeht, soll mit gentechnisch veränderten Nahrungsmitteln "behandelt" werden?

Die Problematik ist eine Systematische und hat nichts mit Innefektivitäten von Saatgut zu tun.

Versuchen Sie doch einfach mal ein wirkliches Argument anzubringen - ich lasse mich gegebenenfalls überzeugen ;-)

@ladycat

" In einem Labor wurden Mäuse 2 Jahre lang mit Genfutter gefüttert. Diese hatten etliche Tumore entwickelt."

Zum einen wurde einige Studien wiederholt und die kamen zu anderen Ergebnissen, zum anderen sollte man sich vielleicht anschauen in wie fern die Pflanze verändert wurde! Wenn sie zum Beispiel mehr Fette produzieren soll, ist klar das bei gleichen Mengen, es zum Problemen kommt.

"Es ist schon sehr naiv zu glauben, dass diese Gifte keine Auswirkungen auf unsere Gesundheit haben"

Genauso naiv UND FORALLEM FALSCH ist es zu glauben, dass darin Gifte sind. Die Substanzen die man für die Gentransplantation oder Mutation benutzt sind nicht mehr in der fertigen Pflanze drin! Den es werden meist nur die Nachkömmlinge auf die Felder gepflanzt. Es werden die Gene vererbt aber nicht irgendwelche Giftstoffe! So viel sollte man aus dem Biologie unterricht mit genommen haben...

@Muselmann

Sie lesen sich, wie Viele in den 50ern über die Kernkraft gesprochen haben, oder heute auch über die Nanotechnologie.
Je potenter eine Technologie ist, desto mehr muss man erst mal Grundlagenforschung betreiben. Um nichts anderes geht´s mir. Nicht um Fortschrittsphobie.
Sagen Sie das auch über Asbest (war extrem fortschrittlich, als es entwickelt wurde) oder Contagan?

@ residue

sie schreiben:
"Gentechnik hat schon Millionen von Menschen vor dem Hungertod bewahrt. Koennen Sie sich an die letzte Hungerkatastrophe in Indien erinnern?"

Das ist der weitverbreiteste Irrtum der Gentechnik-befürworter. Die Bekämpfung des Hungers der Welt wird nicht durch Gentechnik gelöst, weil der Hunger ganz andere Ursachen hat, als die Lebensmittelknappheit. Ich halte dieses Argument der Hungerbekämpfung durch Gentechnik für gefährlich.

@LiNe

"Dinge auf die Menschheit lozulassen, deren Folgen noch weitgehend unbekannt sind,"

Nur weil sie der Bevölkerung unbekannt sind, heißt es nicht das sie wissenschaftlich nicht erforscht sind. Man weiß, wie bei jeder neuen Pflanze die man in ein neues Ökosystem bringt das es negative folgen haben kann, aber auch nicht! Die deutsche Kartoffel ist schließlich auch nicht deutsch....aber was würden wir ohne sie tun?

Das Problem ist eher das hier viele Dinge vermischt werden, wie schon oft geschrieben hat Genfood nichts mit Monokulturen, Patente und sonst was zu tun! Es gibt auch sehr verschiedene Arten den Genmanipulation und insbesondere die Weiterverbreitung ist nicht über all gleich. Aber diese generell Abneigung ist einfach moderne Hexenverbrennung. Wieso haben nur die Westeuropäer damit Probleme? Sicher nicht weil wir klüger sind oder gesünder leben.

@zammy

"Ausgerechnet Indien, das geographisch bedingt zu den leistungsfähigsten Regionen gehören könnte "

Naja dann reisen sie mal nach Indien dann sehen sie dass das sicher nicht für alle Regionen.

Mit der Gentechnik können Pflanzen entwickelt werden, die viel besser mit Trockenheit oder großer nässe umgehen können. Was anderes hat man mit der Züchtung von Pflanzen auch nicht erreichen wollen. Oder man versucht gezielt Mangelerscheinungen zu bekämpfen, siehe goldener Reis. Es ist kein Allheilmittel aber sich nicht falsch, schädlich, oder sonst was...

@ FritzeBollmann, 12:07

Genau wie "Atom..." ist die Vorsilbe "Gen..." sachlich Unsinn, aber sprachlich erfüllt sie ihren Zweck: Sie drückt in einer einzigen Silbe das aus, was in wissenschaftlich korrektem Slang "gentechnisch verändert" bedeuten würde.
Und genau deswegen wird sich dies gegen die "BILD-Sprache" - ich kann diese Bezeichnung nachvollziehen - auch nicht durchsetzen. Aber vielleicht fällt Jemandem ein hipper "Anglizismus" dafür ein (ich persönlich würde trotzdem die "BILD-Sprache" bevorzugen).

naiv

Interessant, dass Genfood-gegner immer Naivität vorgeworfen wird, weil sie angeblich keine Ahnung von der Materie und dem Potenzial der Genforschung haben.
Dabei ist es noch naiver, sich einer Wissenschaft anzuvertrauen, die
- von Unternehmen bezahlt wird, um in erster Linie Profit zu machen
- bisher in erster Linie Produkte auf den Markt gebracht hat, die den Einsatz von Giftstoffen in der Landwirtschaft erheblich erhöht haben.
- nicht ernsthaft zu Studien über negative Wirkungen äussert, und einfach weitermacht, ohne die Zusammenhänge zu erkennen, mit z.b. immer grösseren Intoleranzen, Allergien und Stoffwechselerkrankungen in der Bevölkerung.
- im Namen von grossen Konzernen sich öffentlich bereits dazu bekannt hat, die Bevölkerung (in den USA) als "Versuchsfeld" zu sehen, um etwaige Fehlentwicklung NACHTRÄGLICH zu korrigieren. Und das kommt von Firmen, die schon so einige "Fehlversuche" in der Geschichte produziert haben.
- die vorhandene Vielfalt der Natur ingnoriert.

Ausdruck

Ich wuerde es begruessen wenn seitens der Redaktion bzw. des Autors des Artikels darauf verzichtet werden wuerde den unsaeglichen Begriff Genkartoffel oder auch Genmais zu verwenden.
Fuer die Bildzeitung mag das eine geeignete Wortwahl sein, von einem Medium das den Anspruch hat zu informieren ohne eine Wertung vorzunehmen erwarte ich eine praezisere Ausdruckweise.
Die verwendete Ausdrucksweise fuehrt im Zweifel nur dazu das der Eindruck entsteht Gene in der Nahrung waeren in irgendeiner Weise schaedlich oder normalerweise nicht vorhanden.

@ Diego90 um 16:24

"Es werden die Gene vererbt aber nicht irgendwelche Giftstoffe!"
der war gut
fehlt nur das gene in allem lebendigen drinn sind
und sowieso alles aus atomen besteht, weshalb wir mehr akws brauchen

wenn ich mir allein anschaue wann die dinger "erfunden" wurden;
da war der gesammte komplex des gentransvers zwischen unterschiedlichsten organismen gerademal untersuchungsgegenstand und die neueste entdeckung auf der suche nach dem bse/scappy erreger...
...viel weiter ist man damit immer noch nicht - verglichen mit der strahlung sind wir nichtmal bei madame curie angekommen sondern haben es mit einem versuch zu tun radium, pechblende etc als große zukunft der menschheit zu verkaufen.

-> man kann ungefähr abstecken wieviel wissen uns fehlt um eine gefahrenabschätzung überhaupt erstmal konzipieren zu können; und da soll ich irgendjemandem glauben das das zeug da eine solche bestehen würde?
ernsthaft?
haleluja

@Wega

Die momentan angebauten Pflanzensorten haben in etwa soviel mit "Natur" zu tun wie ein Pekinese mit einem Wolf.
Sie koennen gerne versuchen sich vom Wildtyp diverser Pflanzen zu ernaehren die darin enthaltenen Bitterstoffe und der winzige Ertrag wird sie schnell zur Einsicht bringen das moderne Landwirtschaft nichts mit "natuerlich" im Sinne von unbelassen zu tun hat.

@ Diego90 um 16:37

um pflanzen an trockenheit,hitze,kälte,feuchtigkeit oder was auch immer anzupassen,den nährstoff oder sonstiges-gehalt zu erhöhen oder zu senken benötigt man keine erbgutmanipulation.
der mensch hatt sowas vorher schon gezüchtet und wohn und ernährungsraum vom polarkreis über amazonien, die mangrovenwälder asiens bis in die wüsten dieser welt erschlossen.
mehr wird schwierig zu finden

@ Diego90

Da können Sie noch so viel verharmlosen, in erster Linie zählen für mich meine eigenen Erfahrungen. Und, ist schon klar, dass Studien ,welche von der Pharma- oder Genindustrie gesponsert werden, anders (passender) ausfallen.
Ihrer Meinung nach sollte man also einfach experimentieren. Aufhören kann man ja immer noch, wenn man Krebs oder sonstiges hat.
Bei Gen-Food geht es ausschließlich um Profit und Monopolstellung und keineswegs darum, Hungersnöten vorzubeugen.

@Diego90

Sie schreiben, einen grundsätzlichen Unterschied zwischen Züchtung/Kreuzung und gentechnischem Transfer gäbe es nicht.

Dazu möchte ich auf ein zunächst vielversprechendes Experiment hinweisen, das abgebrochen werden musste: durch den Transfer eines Gens von Bohnen auf Erbsen sollte deren Widerstandsfähigkeit erhöht werden. Dieses Gen, das in genau den Bohnen wirkt, die wir alle normal essen können, hatte jedoch die Erbse dazu veranlasst, hochgiftige Substanzen zu produzieren.

Dies ist durch Laborversuche belegt, und zwar durch diejenigen, die sich davon eigentlich einen Erfolg versprachen. Googlen Sie nach »Erbsen Bohnen Thomas Higgins«.

Mit Kreuzung/Züchtung kriegen Sie keine Gene aus der Bohne in die Erbse. Damit ist Ihre Aussage widerlegt. Sie wissen, in der Wissenschaft reichen tausend Beispiele nicht, um eine Aussage zu belegen, aber ein Gegenbeispiel ist genug, um eine Aussage zu widerlegen.

@Tagesscheu

Wenn sie sich die Kommentare oben durchlesen, dann ist dieser Vorwurf nicht haltlos.

"- von Unternehmen bezahlt wird, um in erster Linie Profit zu machen"

Nicht schon wieder diese Schiene...welches Unternehmen macht den kein Profit? Wer entwickelt/forscht nicht um später damit Geld zu verdienen???

Die Kritik an Monsanto teile ich aber es ist falsch deswegen die Gentechnik zu verteufel und all die negativen Effekte die sie schreiben sind ALLE in Deutschland bekannt durch 100% NICHT Genfood anbau...das eine hat mit dem anderen nicht viel zu tun!

"- die vorhandene Vielfalt der Natur ingnoriert."

Genau das stimmt ja eben nicht! Man nutzt die Vielfalt, man erfindet eine Pflanze ja nicht neu oder dessen Eigenschaften sonder kopiert und vermischst sie.

@ Der Lenz

"fehlt nur das gene in allem lebendigen drinn sind"

Ja ist auch so.

"und sowieso alles aus atomen besteht, weshalb wir mehr akws brauchen"

Na das ist Blödsinn, ich weiß nicht was das eine mit dem anderen zu tun haben soll! Gene sich nicht giftig, auch wenn sie mal manipuliert wurden, mehr habe ich nicht gesagt.

"...viel weiter ist man damit immer noch nicht "

Naja, kommt drauf an was sie unter viel verstehen, aber wesentlich weiter.

" verglichen mit der strahlung sind wir nichtmal bei madame curie angekommen "

Oh doch die haben wir schon längst erreicht.

"man kann ungefähr abstecken wieviel wissen uns fehlt um eine gefahrenabschätzung überhaupt erstmal konzipieren zu können"

Sagt wer?

Wenn man in der Pflanze keine schädlichen Substanzen finden kann, kann man davon ausgehen das sie nicht schädlich ist und probiert es an tieren z.B. aus. Ist auch das kein Problem geht es weiter! GENAU SO ist es BEI JEDER neuen Pflanze/Medikament etc. aber da wird keine Panik geschoben. Warum???

Nocheinmal zu dem

Nocheinmal zu dem Bohnen/Erbsen-Experiment: in diesem Fall war es ein großes Glück, dass die Gefahr so eklatant zu erkennen war, dass der Versuch sofort abgebrochen werden konnte.

Was aber ist mit subtilen Gefahren? Eine Steigerung des Krebsrisikos um 2% zum Beispiel? Oder ein Krankheitsbild, wo sich erst nach 10 Jahren die ersten Symptome einstellen? Solche Probleme könnten nur mit langjährigen Studien erkannt werden, wenn überhaupt. Solche Studien gibt es in der grünen Gentechnik jedoch kaum.

@ Zammy

Sie haben noch nie den Begriff "Gruene Revolution" gehoert? Norman Borlaug wurde fuer seine Arbeit an genveraenderten Lebensmitteln mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet, weil er Schaetzungen zufolge eine Milliarde Menschen vor dem Hungertod bewahrt hat.

Ja, Genfood alleine kann natuerlich keine systemischen Fehler beseitigen, aber Ernteausfaelle koennen vermindert werden und Ertrag auch in unwirtlichen Regionen gesteigert werden. Dazu braucht weniger geduengt werden und man muss weniger Herbizide einsetzen. Die Frage, ob es gut fuer die Umwelt ist oder nicht, ist nicht einfach beantwortet. Aber es gibt viele gute Argumente, dass die Natur durch Genfood profitiert, weil mehr Nahrung auf weniger Flaeche angebaut wird.
Ich wuerde sagen, 95% aller Gengegner haben sich nie die Muehe gemacht, sich ernsthaft mit dem Thema auseinander zusetzen, sonder suchen lieber nach irgendwelchen semiverschwoerungstheoretischen Blogs von "Ueberzeugten".

@ladycat

Ja man kann auch im Mittelalter leben...

"Und, ist schon klar, dass Studien ,welche von der Pharma- oder Genindustrie gesponsert werden, anders (passender) ausfallen."

Aber es gibt auch Studien die nicht von Monsanto und CO. finanziert wurden. Außerdem würden sie die Studien von greenpeace vorziehen die zu 100% gegen Genfood sind???Die sind mit Sicherheit" unabhängiger"

"Bei Gen-Food geht es ausschließlich um Profit und Monopolstellung und keineswegs darum, Hungersnöten vorzubeugen."

Auch sie vermischen wieder einen Konzern (Monsanto) mit einer Technik (grüne Gentechnik) ist es soooo schwer die beiden Sachen zu trennen?

@Der Lenz:

" benötigt man keine erbgutmanipulation."

Achja züchten ist keine Erbgutmanipulation???....
Ja man kann auch mit der Hand sein Feld umpflügen...dafür braucht man keinen Traktor!

Glaubenskriege in Ernährungsfragen

Ich weiss nicht, ob sich einige der Kommentatoren hier bewußt sind, in welcher "Gen"-Insel Namens Europa sie leben.

In Nordamerika gibt es so gut wie keine nicht-"optimierten" Nutzpflanzen mehr. In Südamerika bis auf wenige Ausnahmen auch nicht mehr. Dazu gehört auch Reis. Wie es in China aussieht, kann man nur vermuten. Aber die Arabischen Staaten forschen derzeit auch schon an Hitzebständigen Getreidesorten.

Abgesehen davon, sind die "Gen-Freien" Gewächse in Europa auch so weit weg vom Ursprung gezüchtet, dass Sie mit ihren genetischen Urahnen sowiel zu tun haben wie Wolf und Pudel.

Ich weiss noch nicht so genau, ob ich Gen-Technik bei Pflanzen rundherum ablehnen soll. Im Hinblick auf Klimaveränderung kann diese Technik sogar segensbringend sein.

Aber ich kann mir vorstellen, was mit dem Nahrungsmittelpreisen passiert, wenn die Gentechnik weltweit wegfallen würde. Immerhin sind 7 Mrd. statt 2-3 MRD in den 60 Jahren zu versorgen ...

@Gruselhut eben nicht!

Gut wollen sie auch ein Gegenbeispiel?

Googlen sie doch mal Killerbienen...ganze ohne Gentechnik!

Da ging auch etwas schief nicht war?

Nein es gibt eben kein Unterschied! Aber sie vermischen hier auch Äpfel und Birnen (oder Bohnen und Erbsen) Das bei einer so weitreichenden Genveränderung es auch zu negativen Effekten kommt ist klar! Habe ich nie bestritten, das passiert auch bei jeder Züchtung. Klar ist auch wenn ich einen großen Effekt haben will, kann ich einen genauso großen negativen Effekt haben. Genau das passiert wenn sie falsche Arten kreuzen. Es ist aber immer noch nichts anderes, beidemal werden Gene verändert. Nur wie mans macht ist eben anders. Ich habe auch nie gesagt das Gentechnik harmlos ist, aber wenn man sie genügend kontrolliert kann sie einen großen Nutzen bringen.

@ bla234 um 16:47

da es um die kentlichmachung gegenüber traditionellen züchtungen geht, und platzsparend sein soll, wirds wohl auf eine silbe hinauslaufen, aber sie dürfen natürlich eine vorschlagen.
ich tippe mal auf "grün"
das wird im ansatz ja schon probiert
so wie man bei atom das atom mit dem man am anfang wg knackig geworben hatt später als es in verruf geriet durch "kern" zu ersetzen suchte, was ausser jobs in pr agenturen("nuklear wär eigentlich besser") nichts gebracht hatt - mehr ist auch bei der hierabsehbaren debatte für die nächsten jahre nicht zu erwarten.

Nochmal @Diego90

Sie erwecken den Eindruck, als begingen Sie genau den gleichen Fehler, den Sie den Gegnern der grünen Gentechnik hier generell in die Schuhe schieben wollen: vorbehaltlos die eigene Meinung verteidigen, ohne jede Rücksicht auf Tatsachen (von denen Sie hier schon einige übergangen haben).

Haben Sie auch etwas zu der (nachgewiesenen) Problematik zu sagen, dass neue Gene Organismen dazu veranlassen können, neue Giftstoffe zu produzieren? Dass die Gene selbst NICHT giftig sind, haben Sie hier ja schon mehrfach betont, aber das wusste ich auch schon vorher.

@Der Lenz

Auch wenn es ihnen nicht passt, in der Wissenschaft wird offiziel zwischen roter und grüner Gentechnik unterschieden.

Atomenergie ist schlichtweg falscher Begriff, Kernenergie ist wissenschaftlicher. Beides wird verwendet.

Aber mit der Wissenschaft scheinen sie es ja nicht so zu haben...

@17:28 von Jadawin1974

Zu Ihrer Geninsel Europa: ich hoffe, wir können diesen Inselstatus noch lange erfolgreich verteidigen, zumindest so lange, bis sicher ist, was gefahrlos getan werden kann und was nicht.

Zur Erinnerung: man dachte ja auch, man könnte Kühen, Schafen und anderen Pflanzenfressern gefahrlos Tiermehl verfüttern, und dann kamen die Prionen...

Zitat: "Wie es in China aussieht, kann man nur vermuten."

Nein, das kann man auch googeln. China hat eine der strengsten Gentechnik-Kennzeichnungspflichten weltweit. Und was dagegen verstösst, wird zurückgeschickt, wie kürzlich 120000 Tonnen Mais aus den USA.

@Gruselhut

"Haben Sie auch etwas zu der (nachgewiesenen) Problematik zu sagen, dass neue Gene Organismen dazu veranlassen können, neue Giftstoffe zu produzieren? "

Ja wie bei jeder Züchtung kann so etwas vorkommen. Ich sage auch nicht das man einfach munter Gentechnik betreiben soll und nichts kontrollieren. Aber eine generelle Abneigung wie sie hier viele haben kann ich nicht nachvollziehen!

Ich bin kein Fan von Monsanto, mir wäre lieber BASF würde daran arbeiten, weil sie vertrauenwürdiger sind und die Sache anders angehen. Sie haben ja auch mit einer Kartoffel begnonnen die NICHT für den Verzehr gedacht ist.

Wenn sie Kontrolliert wird, ähnlich wie bei neuen Medikamenten bin ich mir sicher, dass die Vorteile deutlich überwiegen. Es ist wie bei jeder Technologie man muss sie SINNVOLL einsetzten, was Monsato leider nicht tut, aber die unwissenschaftliche Hexenjagd die hier betrieben wird führt sicher nicht weiter!

@ Diego90 um 17:21

ich hatte eigentlich mit genug textverständnis gerechnet das sich eine antwort, v.a. eine solche erübrigt.

"ich weiß nicht was das eine mit dem anderen zu tun haben soll! "
es handelt sich bei den beiden von mir ergänzend angeführten aussagen ausschlieslich um rethorische figuren, worthülsenfrüchte wie die zitierte.

das schema:
"nein" - "doch"
ohne weitere argumente zum thema meiner einwände mit ein bischen im oben schon beschriebenen stile lächerlichmachen durch rethorische figürchen legt nahe das sie entweder nicht wissen wovon ich schrieb, oder einfach den nebelwerfer in wissen um den
mangel an gegenargumenten anwerfen.

in anderm stile bin ich gerne bereit mich ernsthaft mit argumenten auseinanderzusetzen - wenn denn welche kommen.

Europa sollte natürlich bleiben

Ich bin ein Freund der Gentechnik, aber diese Anwendungen alà Monsanto halte ich für so überflüssig wie ein Kropf. Das ist eine Perversion die nur dazu dient eine Pflanze in einem rundherum tödlichen Glyphosatnebel großzuziehen, und dieses Grundkonzept steht für mich im totalen Widerspruch zum Gesundheitsbewußtsein eines Europäers.

Was wir hier brauchen, das ist bestimmt nicht noch eine Produktionssteigerung, sondern eine Steigerung der Nachhaltigkeit und des Geschmacks ... und in dieser Richtung kann die Gentechnik einfach wenig bieten.

Die Gentechnik ist eine Chance für Bio-Fabriken und zugeschneiderte Mikroben, aber m.E. ehr nicht für eine Landwirtschaft die man in Europa noch mit dem Bewußtsein der Menschen für die eigene Gesundheit und die Umwelt vereinbaren kann.

Wenn die Ihre Gentechnik jetzt in den USA erforschen, dann ist das wie Biowaffenforschung zu betrachten ... schön, dass wir damit nichts zu tun haben.

@gruselhut

ALLE Kritiken die hier die Gegner aufbringen kann man auch gegen Medikamente bringen. Durch sie sind leider auch Menschen gestörben/Verkrüppelt/krank (die ganze Patentproblematik etc). und die Babypille zerstört so manches Gewässer. Aber trotzdem hat es viele Menschenleben gerettet und erleichtert das Leben deutlich. Mit der nötigen Vorsicht sind beide Technologien sinnvoll.

@Diego90

Ihre Killerbienen widerlegen nichts von dem, was ich gesagt habe. Ein kapitaler Fehler, hat aber mit dem Thema hier nix zu tun.

Dagegen ist Ihre Aussage: "ist aber immer noch nichts anderes, beidemal werden Gene verändert." (bzgl. Unterschied Züchtung/Gentechnik) so eklatant falsch, dass man fast schon versucht ist, Ihnen Bösgläubigkeit unterstellen zu wollen.

Denn bei dem einen werden nur die Gene einer Art immer wieder neu vermischt und kombiniert, um z.B. etwas größere Früchte herauszuholen. Unterschiedliche Arten hingegen können gar nicht gekreuzt werden, weil sie gegenseitig unfruchtbar sind. (Dass es auch in der Natur einen sog. horizontalen Transfer geben kann, ist erst vor Kurzem entdeckt worden und war nie Ziel irgendwelcher Züchtungsversuche.)

Beim anderen geschieht genau das: Gene einer Art werden in das Erbgut einer anderen Art verpflanzt. Das ist nicht "nichts anders", sondern sehr anders.

@Diego90 um 17:44

man spricht in der physik von starker und schwacher atomkraft
um deren ausnutzung geht es
soviel zur wissenschaftlichkeit im spanungsfeld zur notwendigkeit das gegenüber lächerlich zu machen

@Diego90

Zitat: "aber die unwissenschaftliche Hexenjagd die hier betrieben wird führt sicher nicht weiter"

Was erwarten Sie denn, wenn sich Unternehmen wie Monsanto als böse Hexen etablieren und uns neue Chemie ungeprüft auf den Teller legen will? Denn Monsanto betreibt seine Forschung auch nicht wissenschaftlich, sondern profitorientiert.

Die von Ihnen geforderte strenge Kontrolle gibt es gar nicht. Das Motto lautet: erstmal auf den Markt, dann weitersehen. Sie reden von Medikamenten: ist Ihnen Contergan ein Begriff?

Wussten Sie, dass die Genlobby in den USA beim Kampf gegen Kennzeichnungspflicht längst einen Schritt weiter ist: Erzeugern soll es verboten werden (oder ist schon, das weis ich gerade nicht genau), ihre Produkte freiwillig als »genfrei« zu kennzeichnen! Ist das seriös?

Um Ihrem Standpunkt entgegenzukommen, müsste man sagen: erstmal alles Kommerzielle wieder zurück auf NULL und DANN wissenschaftlich rangehen.

@ Diego90

" Wenn Gentechnik genügend kontrolliert wird." Wer kümmert sich denn noch unsere Gesundheit, wenn mit der Sache genug Profit gemacht werden kann.
Ja, lieber lebe ich im Mittelalter gesund, als in nächster Zeit krank. Außerdem leben wir jetzt nicht im Mittelalter.
Genpflanzen werden so gezüchtet, dass sie von Schädlingen geschmäht werden. Den Insekten bekommen also diese Gifte nicht, aber für uns Menschen sollen sie also ungefährlich sein? Das glauben Sie doch selbst nicht. Ach ja, ich weiß natürlich, dass Insekten und Menschen nicht das Gleiche sind.

Naturromantik

@Diego90:
Hoffen wir mal das die Kritiker der Gentechnik kein Diabetes haben. Oder wenn dann zumindest die weiße Gentechnik befürworten. (Dagegen wurde vor 20 Jahren auch gewettert ohne ende)

Jemand sagt mal: Gut dass das Internet keine Deutsche Erfindung ist, bei all den Horrorszenarien die man sich ausmalen könnte.
(Wobei das zum Teil ja sogar in Deutschland mitentwickelt wurde)
Aber Viele schlucken ja lieber Zuckerkügelchen weil diese die "Richtigen Informationen" enthalten. Da muss man sich auch nicht mehr wundern.

Ansonsten danke ich Ihnen für Ihren Einsatz aber das ist ein Kampf gegen Windmühlen. Die Natur besitzt bei vielen anscheinend wohl eine Moral da ist es völlig egal das retroviraler Gentransfer auch in der Natur vorkommt. Es ist halt trotzdem unnatürlich.

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