Ihre Meinung zu: Cameron wirbt für Freihandelsabkommen zwischen EU und China

2. Dezember 2013 - 11:09 Uhr

Der Besuch des britischen Premiers in Peking dürfte in Brüssel für Debatten sorgen. Denn Cameron warb offensiv für ein Freihandelabkommen zwischen der EU und China. Ein solches Abkommen wird in Brüssel aber kritisch gesehen - zumindest derzeit.

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Kommentare

Die Nachrichten aus GB sprechen alle dieselbe Sprache

Es ist an der Zeit, dass GB die EU verlässt und sein Glück in der Welt alleine findet.

Da man in der EU kein Land vor die Tür setzen kann, sollten wir die Briten ermutigen, auf ihrem Weg in die Isolation voranzuschreiten.

Und bitte keine Zwitterlösung, die GB erlaubt, sich die Rosinen aus einer losen Anbindung an die EU herauszupicken.

Cameron in China

Mr. Cameron steht mit dem Rücken an der Wand. Die britische Wirtschaft lahmt, der Finanzsektor steht seit langem in der Kritik (-> Libor). Anstatt sich mit der EU über ein gemeinsames Einvernehmen zu verständigen schafft er Mißtrauen, in dem er "offiziell" EU-Gespräche zu einer Freihandelszone mit China bespricht. Er geht damit den "Thatcher-Weg". Sie legte auch nicht großen Wert, sich an EU-Regel zu halten. She always wanted her money back!Unter Thatcher wurde das Land in ein neoliberales Eldorado geprügelt, die Gewerkschaften zerschlagen und das Land dem "Freien Markt" überlassen. Das Ergebnis fühlen Millionen von Briten, die im Modus des Hire und Fire leben. Davon versucht er abzulenken und macht den "wichtigen" europäischen Staatsmann. Aber China ist nicht dumm und kennt die EU-Administrative. Cameron kann am Ende nur verlieren. Besonders im Hinblick auf die Unterhauswahl im nächsten Jahr.

Es ist nicht zum Aushalten

Dieses mit zweierlei Maß messen ärgert mich persönlich am meisten. Bei China Angst vor Billigprodukten haben - aber bei den Amis kann es nicht schnell genug gehen, so ein Freihandelskommen zu unterzeichnen, damit wir uns die genmanipulierten Lebensmittel und einen noch niedrigeren Datenschutz einhandeln. Diese EU ist nicht zum Aushalten.

hat Cameron einen Knall ?

Mit so einem Freihandelsabkommen, haben wir hier ganz schnell Arbeitsverhältnisse wie in China, und nicht andersherum ... Herr Cameron denkt offenbar nur an die Londoner City.

Die Zollschranke muss weg, die Mauer nicht - Freihandel für alle

Cameron verfreihandelt am liebsten die ganze Welt für die EU, die ihm selbst den Austritt nahelegt und die EU schützt sich mit weiteren Zöllen gegen chinesische Solarzellenkonkurrenz, nachdem Merkels Bremse zum Präsidentenbesuch nur unwirksame Scheinzölle hervorbrachten.

Nachdem die EU immer mehr Handelsdefizite mit China aufbaut = Staatsschulden und hiesige Unternehmen (u.a. griechische) der deindustrialisierende Preisgaraus gemacht wurde ohne Schutzzölle für Jobs und Einkommen kommen nun Bedenken wegen einer Billigschwemme an gedumpten Gütern auf als ob in der EU allgemeine Lohnerhöhungen bevorstünden, die trotz China bisher vermieden werden konnten?

USA-Lateinamerika-Europa West/Ost und nun noch Ukraine und China. Es würde eng für Russland, obwohl doch alle in der großen Freihandels-WTO sind.

Natürlich sind die ukranischen Bedenken mit EU-Normen für Exporte und Zollfreiheit für subventionierte/produktivere Importe genauso irrelevant wie damals in Ostdeutschland. Oder?

Kein Grund dagegen

Wenn wir schon über ein Freihandelsabkommen mit den USA verhandeln, den derzeit größten Menschenrechts - und Wirtschaftsverbrechern weltweit, sehe ich keinen Grund gegen ein Freihandelsabkommen mit den Chinesen.

Ich verstehe nicht, warum

Ich verstehe nicht, warum Großbritannien noch in der EU ist, die machen doch sowieso ihr eigenes Ding - ohne Rücksicht auf alle anderen EU-Mitglieder.

Und Brüssel sieht einfach nur zu!

Robson Paul- Stimmt völlig !

Und unser erhard Schröder hat es dann mittels "liquider Mittel" Frau Thatcher und dem European Round Table nachgemacht und das Sozialsystem in Deutschland so gut wie weitestgehend abgeschafft.

Mit den USA sind wir ziemlich auf Augenhöhe und das bedeutet einen eklatanten Verfassungsbruch.

Als Vaterlandsverräter sollte man so manchen Politiker in den Kerker stecken.

Eine Freihandelszone nutzt auch wieder nur dem Geldadel zur weiteren Marktöffnung oder auch dem Gegenteil, der Öffnung zu mehr Wettbewerb und einhergehenden Beschneidungen durch die Wirtschaft.

Deutschland kann mit seinem immer noch höherpreisigen System nicht mithalten, trotz Billiglöhnen.

Hier ist dieses ehemalige blühende Land zu seiner 2. Weimarer Republik verkommen mit Armenspeisungen, Inflation, Masseneinwanderungen aus Osteuropa und Verelendung.

Ihr glaubt, da hätte ich dramatisiert ?

Schaut Euch um in Deutschland.

Schaut, wieviele Flaschensammler unterwegs sind, wieviele Kinder keine Klassenfahrt zahlen können

Was „brauchen“ wir schon aus China?

Wir brauchen keinen Schrott aus China. Klar, wir kaufen ihn, weil er nun schonmal da und auch noch billig ist (und es oft genug auch keine Alternativen mehr gibt), aber brauchen tun wir ihn nicht. Und es ginge uns nicht erwähnenswert schlechter, wenn es chinesischen Billigschrott nicht gäbe.

Ich kann diese hohlen Politikerphrasen vom „Wohlstand“ und „Wachstum“ nicht mehr hören. Und die Masse der Menschen fällt immernoch darauf rein. Mehr Billigschrott durch die ganze Welt zu karren, macht unsere Welt nicht besser. Wir brauchen insgesamt weniger, aber dafür mehr Qualität.

Ach, was rede ich hier eigentlich? Die Masse will auch weiterhin hauptsächlich viel und billig. Schon schlimm, wenn man sich nur noch mit Zynismus bei Laune halten kann.

Braucht die EU den Rest der Welt ?

Die EU ist vom Binnenmarkt her ziemlich am Ende, weil wir auf Teufel komm raus für den Export produzieren für inzwischen Hungerlöhne.

Irgendetwas stimmt da nicht.

Die Unternehmer verdienen durch Ihren Export. Die Arbeitnehmer arbeiten für lau.
Es bleibt nichts hängen, im Gegenteil, der Staat ermöglicht mit unseren Steuergeldern den Unternehmern Billiglohnarbeiter, die wir alle subventionieren zur Gewinnmaximierung der Unternehmen.

Die Menschen geben nichts mehr aus, der Binnenmarkt total im Keller.

Es kann nicht sein, dass es uns schlecht geht, und den Konzernen, Banken, Versicherungen, Hauptaktionären, Beamten und Pensionären bestens.

Wir werden sowas von verar...t in diesem Land, dass ich mich schon auf die GroKo freue, die alles noch weiter verschlimmern wird. Zur weiteren Gewinnmaximierung des Geldadels.

Wenn man noch vorher noch kein Kommunist war, irgendwann wird man dazu getrieben in dieser Bananenrepublik.

Das ist nicht mehr die soziale Marktwirtschaft. Schaut in die CH.

Chinas Lobby in der EU! GB!

Ein Land was sich ohnehin außerhalb der EU sieht, macht mal wieder Probleme.
Es wird Zeit das sich GB wirklich auf seine splendit isolation zurückzieht und Europa in Ruhe läßt.

@ 12:58 von Kommerz

Ich finde es ziemlich arrogant bei Waren aus China nur von Billigschrott zu sprechen.
Natürlich gibt es diesen Billigschrott auch aber man sollte auch bedenken das viele Unternehmen gerade aus der Elektronikbanche schon fast ausschließlich in China fertigen lassen (z.B. die Marke mit dem angebissenen Apfel - und damit meine ich nicht das Plattenlable der Beatles ;-). Das hängt vermutlich nicht zuletzt damit zusammen das China über die wohl weltweit größten Vorkommen an "seltenen Erden" verfügt. Auch ist China durchaus bemüht die Produktion dieses "Billigschrotts" einzuschränken.
Trotzdem ist ein Freihandelsabkommen derzeit wohl eher kontraproduktiv, was aber wohl weniger mit der Qualität der dort hergestellten Waren zu tun hat.

@muds0r: ja das war auch mein erster gedanke

vor den amerikanischen produkten und verhältnissen muss man sich mindestens genauso fürchten wie vor den chinesischen.

Camerons politisches Gewicht...

...fällt zum Glück weit weniger ins Gewicht als sein propperer Inhaber es gerne hätte. Der Mann hat es wohl satt weder zu Hause noch von der EU wirklich ernst genommen zu werden, und sucht daher mit unkoordinierten Alleingängen in China nach Aufmerksamkeit.

@Vivala Revolution

"Und unser erhard Schröder hat es dann ... Frau Thatcher und dem European Round Table nachgemacht und das Sozialsystem in Deutschland so gut wie weitestgehend abgeschafft."

Wir hatten und haben eines der besten Sozialsysteme weltweit.

Sie dramatisieren tatsächlich gewaltig. Weimarer Verhältnisse haben wir bei Weitem nicht und die Inflation ist so gering, wie noch nie. Auch sehe ich keine "Masseneinwanderungen".

Billigschrott aus China?

Billigware Made in China wird mittlerweile fast zu teuer, dort produzieren zu lassen. Selbst die Chinesen sind mehr und mehr am Outsourcen von "Billigschrott". Bangladesh, Vietnam, Indonesien sind hier die großen Gewinner.

Aber vielleicht sinken die Löhne in .eu bald weit genug, dass man mal wieder Haarkämme oder Plastikschüsseln Made in Germany kaufen kann. Schafft immerhin Arbeitsplätze.

@Vivala Revolution

"Das ist nicht mehr die soziale Marktwirtschaft. Schaut in die CH."

In der Schweiz erhalten Sie auch nur max 400 Tage Arbeitslosengeld. Die Krankenversicherung beträgt umgerechnet ca. 270 EURO/Monat.

Im Übrigen ist es fast schon witzig, dass Sie bei all' Ihrer Kapitalismuskritik außgerechnet ein Land als Musterland anführen, dass von seinen Banken und dem Anhäufen von oftmals dubiosem Kapital lebt.

Herr Cameron

Die Tatsache, daß Herr Cameron glaubt, eigenmächtig, d.h., für die EU sprechen zu können, zeigt das ganze Dilemma Britanniens: eine seltsame Mischung aus (postkolonialer) Hybris und Realitätsferne macht aus der geographischen Insellage auch eine politische. Nur: Europa ist KEINE Insel ...

Folgendes sollte bei diesem Integrationsprozess zu Denken geben:

Der weltwirtschaftliche politische Kurs arbeitet - trotz kulturell, sprachlich und ökonomisch völlig verschiedenartiger Ländermerkmale - konsequent auf die globale Verschmelzung folgender drei Staatengemeinschaften hin:

1.) EMEA (Europäische West- & Oststaaten, Middle East & Africa).
+
2.) "Americas" (Die durch Kanada, USA und Mexiko in die NAFTA vereinigten Staaten zuzüglich der Zentral-, Süd-, Lateinamerikanischen Staaten)
+
3.) APAC (Asian PACific inkl. Japan)

Dass hierbei u. a. Defizite in der demokratischen Mitbestimmung bzw. Berücksichtigung der Belange von Einzelstaaten und Minderheiten (wie schon heute deutlich) in suprakontinentaler Ebene unausweichlich sind, scheint schon bei der Durchsetzung niemand zu kritisieren:

Denn wie sich der Bundestag medial völlig unberücksichtigt bereits mit Fragen der Dollarisierung oder Euroisierung als Währung für die Multilaterale Union beschäftigen musste (Bundestag Drucksache 14/6910) zeigt doch deutlich den Weg an der Bevölkerung vorbei !

Cameron lebt hinter dem Mond

Wir haben doch in Deutschland bald eine ähnliche Regierung, wie in China, nur dass sie sich nicht selbst so darstellt. Und unsere Staatschefin hat eben drum auch besonders gute Beziehungen zu China.
.
Wie wäre es denn, wenn Herr Cameron in China mal eine geistige Modernisierung erfährt im Sinne von "Kapitalismus und Partei sind zwei Seiten der selben Medaille"? Er scheint geistig noch mit Stehkragen und Zylinder daherzukommen.

@12:31 von Phonomatic

Zitat: Herr Cameron denkt offenbar nur an die Londoner City. Zitat Ende
Natürlich, oder haben Sie von Herrn Cameron schon einmal etwas pro europäischem gehört oder gelesen?

Freihandelsabkommen sind Unsinn, weil ...

... diese nur "dem Stärkeren" nutzen, der dann lokale Wirtschaft - welche aufgrund geringerer Energieaufwendungen für den Transport zu bevorzugen sein sollten - einfach mit billiger Ware in den Ruin treibt.
.
Simpel, aber unsere "Wachstumsfanatiker" unter den Politikern haben es noch nicht verstanden.

@hups-1960

OK, mag sein, dass China nicht mehr nur Billigschrott produziert. Aber trotzdem brauchen wir nicht mehr, sondern weniger Schrott. Auch diese Marke mit dem Apfel produziert mittlerweile mehr überflüssigen Schrott als nötig. Es wird einfach zu viel produziert und zu viel sinnlos durch die Welt transportiert. Anstatt sowas mit Freihandelsabkommen noch zu steigern, sollte eher mal ein Gang runtergeschaltet werden. Wie ich schon sagte: wir brauchen nicht mehr, sondern weniger, aber dafür besser. Und das geht auch und erst recht ohne Freihandelsabkommen, ob nun mit China oder den USA.

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