Kommentare

Sklavendienste

Es stellt sich hier auch die Frage, was man unter Prostitution versteht: Handelt es sich hier nur um Dienstleistungen aus dem horizontalen Gewerbe, oder werden nicht auch Ein-Euro-Jobber und Niedriglohnempfänger (acht) Stundenweise verkauft? Im ersten Fall würde ich von Dienstleistung reden, soweit die Damen ihrem Gewerbe völlig freiwillig nachkommen, im zweiten Fall würde ich von Sklaverei sprechen, da der betreffende Personenkreis der Niedriglöhner sogar von Amts wegen (Arbeitsamt/Arge) zu seiner niedrig entlohnten Tätigkeit gezwungen wird.

oh wie schön ist Panama

Es geht doch nichts über eine simple Weltanschauung.

Menschenhandel gehört verboten. Genauso gehört es verboten, dass Frauen zur Prostitution gezwungen werden, aber das Horizontalegewerbe an sich hat damit nichts zu tun.
In der Tat sind es Gesetze, die Kriminellen Tür und Tor öffnen Frauen zu versklaven. Jemand, der der Sprache nicht mächtig ist, seinen Pass verloren hat und Angst um sein Leben haben muss, wird nicht zur Polizei gehen.
Wäre Prostitution ein normaler Beruf mit Zunft und Regeln, dann hätten in Bordellen vermutlich Frauen das Sagen. Auf jeden Fall wären sie nicht auf Männer angewiesen und Freier hätten die Wahl zwischen ordentlichem Betrieb und illegalem Schuppen.
Kurz gesagt, es ist ein weiteres Beispiel dafür, dass Verbote das Gegenteil von dem bewirken, was sie sollen.
Angesichts der Tatsache, dass das organisierte Verbrechen eine eigene Lobby hat, haben muss bei seinem Umsatz, überrascht es allerdings wenig, dass diesen Leuten in die Hände gespielt wird.
Peace

Zum Thema Sklaverei

Vor kurzem war bei Stern-TV eine Befürworterin des Verbots.
Sie war der Meinung das die Armut und das Leid der Frauen ausgenutzt wird und sie dazu gezwungen werden.
Das mag es geben und sollte natürlich unterbunden werden aber, nur mal ein Vergleich:

Jobcenter und Arbeitsagenturen nutzen auch das Leid und die Armut der Arbeitslosen aus um sie in zwielichtige Beschäftigung zu pressen, mit Androhungen.
Bedeutet dann wohl auch das die beiden die Zuhälter sind und die Arbeitslosen sozusagen prostituiert werden, mit Hilfe des Staates.
Respekt!

@ Wohlzufrieden

Niemand zwingt irgendjemanden Hartz 4 anzunehmen. Dann braucht man auch nicht arbeiten gehen. So einfach ist das.

Alice du hast doch kein Ahnung!

Sicher ist das kein "Job" wie jeder andere, aber es ist auch nicht verkehrt. Ich bin sicher 3-4 Mal im Monat in FKK-Clubs Kunde und sehe, spreche und kenne die eine oder andere Dame nun schon, auch länger. Vielleicht gibt es das eine oder andere blöde Huhn, die von ihrem "Freund" nach der Arbeit abgeholt wird und Ihm das Geld abgeben muss. Aber kann das nicht auch in jedem anderen Job (Kellnerin oder Taxifahrerin) passieren? Ich habe schon die eine oder andere "Neue" gehabt, die ich dann auch das nächste Mal nicht wieder gesehen habe weil sie es dann doch nicht "konnte". Immerhin schläft ein hübsches Mädchen über den Tag sicher mit 3-8 Männern ( mal mehr mal weniger), aber dass es über 90% unfreiwillig machen ist zu 100% Quatsch.
Das Problem ist eher das Ausland. Da in Skandinavien und den anderen reicheren Europäischen Ländern die Prostitution erschwert wird, kommen viele Mädchen nach Deutschland und die Preise fallen. Ich zahle heute für Sex weniger als vor 10 Jahren!

Alice Schwarzer bevormundet

Alice Schwarzer als Frauenrechtlerin muss man große Verdienste zurechnen, aber hier bevormundet sie Frauen, die gerne ihre Dienste anbieten und Männer, die sie gerne in Anspruch nehmen.
-
Es gibt Stafgesetze, die Zwangs-Arbeit/Prostitution verbieten.
-
Aus dem freiwilligen Nachgehen des Gewerbes 'Prostitution' haben Alice Schwarzer und der Staat - bis auf die Rechenschaft gegenüber den Finanzämtern - sich rauszuhalten; es geht sie überhaupt nichts an.
-
Aus meiner Sicht ist die Tätigkeit einer 'freien' Prostituierten, die für sich selbst Einnahmen erzielt, genauso ehrenvoll wie Bundeskanzlerin, Richterin, Anwältin, Ärztin, Frauenrechtlerin usw..
-
Meiner Meinung nach haben Alice Schwarzer und wasserpredigende Weintrinker (Konservative, darunter sogenannte Christen) den Drang, andere nicht selbstständig denken, entscheiden und handeln zu lassen - pfui Teufel!

Ich denke keine der beiden

Ich denke keine der beiden Optionen - Sklaverei oder Dienstleistung - trifft den wirklichen Knackpunkt. Meiner Meinung nach ist der Geschlechtsverkehr eine intime Sache zwischen zwei Menschen und sollte nicht durch diese Art der Dienstleistung (und die Darstellung in filmischer Art) auf ein "billigeres Niveau" gezogen werden.
.
Dummerweise denken unsere Politiker aber nur noch in "juristischen Begriffen" anstatt in "gesellschaftlichen Begriffen", denn bei letzterem wären solche Sachen wie Anstand, Moral und gesellschaftliche Werte gefragt ... und für so etwas wird man seit 68 ja als reaktionär oder rückwärts gewandt ausgebuht.
.
Unsere Gesellschaft wird immer mehr sexualisiert und das trivialisiert den Akt zu etwas gewöhnlichem, weswegen das Ganze dann teilweise zu einer "sportlichen Disziplin" verkommt. Die Legalisierung der Prostitution und die gesellschaftliche Akzeptanz für Prostituierte und Zuhälter sind meiner Meinung nach ein Fehler.

Besserwisserei ?

Ich habe solche "Dienstleistungen" ja noch nicht in Anspruch genommen....
.
Wenn ich aber lese, dass die Betroffenen ein solches Gesetz nicht wollen, frage ich mich doch warum Frau Schwarzer & Co hier besserwissern und andere gegen deren Willen reglementieren wollen.
.
Erinnert mich irgendwie an den veggie-day. (nicht inhaltlich, sondern strukturell)
.
Wirklich helfen können sollten hauptberufliche Vertrauenspersonen und professionelle Ausstiegshilfe für Leute, die heraus wollen und es aus eigener Kraft nicht schaffen.
.
Übrigens prostituieren sich nicht nur Frauen, auch wenn diese (oft gegen deren Willen) das erklärte Politikfeld von Frau Schwarzer sind.

prostitution und femminismus

Überall, wo ich diese Debatte mitbekomme, bemerke ich immer wieder, dass die FemministInnen in ihrem Kampf gegen die Prostitution nie die Prostitutierten selbst nach deren eigenen Einstellung zur Sache fragen.

@ Thomas Wohlzufrieden

Ja, so muß man das wohl sehen! Zumal diese Menschen dadurch mindestens 10 Jahre früher sterben, man traut sich garnicht in den Mund zu nehmen was die Verursacher dementsprechend sind .....

Wär´ ja nicht dumm

wenn der sicherlich zu schützende Personenkreis da auch seine Vorstellungen einbringen könnte und nicht nur selbsternannte sogenannte "Frauenrechtlerinnen"….

Es war ein langer Prozess,

Es war ein langer Prozess, die Prostitution aus dem Schattendasein zu befördern, um sie besser kontrollieren zu können. Um zu deanonymisieren, und um auch die Emanzipation der Frau zu stärken, dem Beruf nachgehen zu können, den sie will - nicht dem, der in das Frauen- und Moralbild anderer passt, in dass sie von selbsternannten "Frauenrechtlern" gezwungen werden. Das ist Diskriminierung.

Gegen Menschenhandel, gegen Ausbeutung und gegen Gewalt aller Art muss vorgegangen werden. Aber dies wird nicht damit erreicht, dass man diese Dinge weiter in den Untergrund treibt, wo die Opfer noch weniger gesehen und gehört werden.

Aber hauptsache Alice Schwartzer kann sich weiter profilieren..., nur ob's der Auflage der Emma wirklich hilft, nachdem schon die Preissenkung nichts geholfen hat?

Absolut Diskriminierend

Ich finde es absolut diskriminierend, wie gegen die Sexarbeiter/innen vorgegangen wird. Gleiches (wenn nicht sogar weit aus mehr) Potenzial an "Zwangsarbeit" gibt es in anderen Branchen genauso. Landwirtschaft, Bau, Zeitungsverlage, usw. Warum soll in der Sexbranche mit schärferen Mittel meist gegen unbescholtene Freiwillige vorgegangen werden und in den anderen nicht?
Seit dem ProstG hat sich doch vieles verbessert. Durch die Möglichkeit unternehmerisch zu handeln, Rechte einzuklagen, usw. werden sich die Arbeitsbedingungen weiter verbessern, wird sich das Selbstbewusstsein der Sexarbeiter/innen verstärken, was letztlich auch dazu führt, Missbrauch und Straftaten besser aufklären zu können.
Und dann kursiert noch das Wort "Armutsprostitution". Was ist das überhaupt? Bin ich ein Armutsarbeiter, weil ich arbeiten muss um zu leben? Würde ich nicht arbeiten, wäre ich auch von Armut bedroht. Und wenn ich mir freiwillig Sexarbeit aussuche um gegen Armut vorzugehen, dann ist das eben so.

der liberale standpunkt kann nur sein..

dass man die prostitution auf jeden fall erlaubt und wenigen regelungen unterwirft. selbstverstaendlich denke ich, dass die sozialversicherungspflicht und aehnliche erscheinungen eine gute idee sind, wenngleich sie den wenigsten prostituierten ernsthafte vorteile gebracht haben.

leute wie schwarzer, aber auch schwesig, sind fleischgewordene ideologie, die sich noch nicht einmal dafuer interessiert, ob die prostituierten das aehnlich sehen. s+s sollten daher kaum als sprachrohr fungieren duerfen.

im uebrigen stimme ich meinem vorredner, dem herrn wohlzufrieden zu, der sklavenarbeit in ganz anderen bereichen unserer gesellschaft sieht.

ein beispiel noch: kuerzlich regte sich eine dame in einer talkshow auf, eine prostituierte muesse im schnitt 3 freier "umsonst" behandeln, um nur im geringsten ihre zimmermiete zu decken.

meine frage sei nun: wissen sie, wieviel patienten pro tag ein arzt "umsonst" behandelt, bevor sich die miete oder hypothek seiner praxiseinrichtung ammortisiert?

Toll Frau Schwarzer,

wenn wir Prostitution verbieten wird der Menschenhandel beendet. Jetzt müssen wir nur noch Raub, Totschlag und Mord verbieten, weil dann passiert das auch nie mehr und alle sind glücklich.

Meiner Meinung nach

müssen wir mindestens 3 Gruppen von Prostituierten unterscheidenden: 1. Die, die es freiwillig und gerne tun. Ich bin sicher, die gibt es, auch wenn ich nicht weiß, wie groß diese Gruppe ist. 2. Die, die es formal freiwillig tun, letztlich aber durch ihre wirtschaftliche Lage dazu genötigt werden. 3. Die, die unter falschen Versprechungen gelockt und dann unter Androhung von Gewalt gezwungen werden.

Die erste Gruppe sind ganz normale Dienstleister und jede Einmischung ist Bevormundung und Beschränkung der Gewerbefreiheit. Die letzte Gruppe ist klar Opfer krimineller Machenschaften, diese Opfer sind zu schützen und die Täter zu verfolgen, und zwar mit allen Mitteln.

Spannend wird es beim großen Feld der mittleren Gruppe, die wahrscheinlich die größte ist. Natürlich ist das irgendwie entwürdigend, aber was hat das mit Prostitution zu tun? Gilt das nicht für alle im Niedriglohnsektor, die Schweißer auf der Meyer-Werft oder die Amazon-Packer etwa, gleichermaßen?

re

Was Thomas Wohlzufrieden schreibt, ist nicht mal zynisch. Und ich fürchte, es ist genauso unzynisch daran zu erinnern, dass besagte Niedriglöhner aus Sicht des Staates zwar nicht als Steuerzahler unerlässlich sind, aber dafür schon eher durch ihre kraft "Status" gesicherte Abwesenheit in bestimmten Statistiken. Naja und dadurch, dass sie nicht mehr so viel Zeit haben, ihren "Unsinn" zu treiben. Der Bereich der Prostitution hingegen, um den es hier geht, ist selbstverständlich ein arbeitstechnisch schwarzer. Da fällt nix ab, für den Staat, er bietet einer gewissen Klientel einzig die Möglichkeit, ihren "Unsinn" zu treiben. Wo kämen wir da hin? Ob es dabei wirklich (nur) um die betroffenen Frauen geht, kann man sich durchaus fragen, ja, selbst wenn, wovon ich sogar ausgehe, die Politiker das selbst glauben! Sklaverei hat in der Tat viele Gesichter. Auch Tabak ist eines! Millionen Menschen vorsätzlich verlockt, getäuscht, abhängig gemacht, versklavt. Warum wird das nicht verboten?

Frau Schwarzer will:

Die Prostitution abschaffen, um die Frauen zu schützen.

Mit einem Verbot wird Prostitution nicht abgeschafft. In sehr vielen Ländern ist Prostitution illigal, sie findet aber überall statt.

Ein Verbot lässt diese Vorgänge noch mehr im Geheimen stattfinden, entzieht sich noch mehr jeder staatlichen und medizinischen Kontrolle.

Die betroffenen Frauen sind noch schutzloser. Und Prostitution wird noch viel mehr von organisierter Kriminalität betrieben.

Deswegen hat man die vorhandenen Gesetze doch eingeführt.

Ich bin sicher, man kann und muss dem Menschenhandel mit geeigneten Maßnahmen begegnen, da ist noch viel Potential.

Die Prostitution verbieten wäre dabei ein Rückschritt.

Gut gedacht schlecht gemacht ....

so muss man wohl zum Prostituionsgesetz sagen. Die damit verbundenen Hoffnungen haben sich nicht erfüllt und Deutschland ist zu einem Land für Discountsex geworden. Ähnlich wie beim Discounter interessieren sich die Konsumenten nur peripher dafür wie die Dienstleistung zu diesem Preis erbracht werden kann.

Die Legalisierung lässt hauptsächlich die Organisatoren dieses Geschäfts profitieren. Diese bieten die Infrastruktur und die "Arbeitskräfte" müssen sich den dort geltenden Spielregeln beugen. Zwangsprostitution ist noch schwieriger zu bekämpfen da der Sachverhalt der Prostitution zunächst noch keinerlei Anfangsverdacht begründet.

Das Armutsgefälle in Europa trägt dazu bei, dass der Nachschub nicht versiegt. Gelingt es irgendwann Zwangsstrukturen aufzudecken dann ist man auf die Aussagen der Opfer angewiesen, denen man regelmäßig den Aufenthalt und Schutz verweigert.

Eine Anpassung der Gesetzgebung ist in meinen Augen dringend notwendig den werden Zwangsstrukturen eher gefördert.

Frau Schwarzer hat mal wieder

die große Keule gegen die bösen Männer rausgeholt, die Dientsleistungen in der Prostitution nutzen. Wie soll der Freier feststellen, ob eine Dame diese Job freiwillig macht oder dazu gezwungen wird. Das ist weltfremd.

Nur damit kein falscher Eindruck entsteht. Ich bin in jedem Fall dagegen, dass Frauen zur Zwangsprostitution gezwungen werden und wie Vieh gehandelt werden.

Aber warum ätzt denn Frau Schwarzer nicht gegen Ordnungsämter, Polizei und Justiz, die es zulassen, dass Rocker der Hells Angels oder kriminelle Gruppen aus Südosteuropa die Herrschaft über die Rotlichtviertel übernehmen.
Warum engagiert sie sich nicht dafür, dass vernüftige Gesetze Kontrollen zulassen, mehr Handlungsmöglichkeiten gegen solche Gruppen bieten oder Frauen unter Zeugenschutz kommen.

Ich glaube aber, dass es eher in ihr Weltbild passt, dass mal wieder die bösen Männer schuld an allem Elend der Welt sind. Alles andere muss dahinter anstehen.

Ein vielsagendes Beispiel

Aus einer meiner Nachbarstädte wurde vor Jahren mal der Besitzer eines Bordelles interviewt. Zum Thema Zwangsprostitution meinte er: "Ich wäre ja bescheuert, mit soetwas in meinem Haus anzufangen - wo es doch mehr als genügend gibt, die freiwillig hier anfangen"

Prostitutionsgesetz

Soweit ich über das neue Prastitutionsgesetz informiert bin haben, Menschenhändler und Zuhälter, gute Lobbyarbeit geleistet.

Alice und das Prostitutionsgesetz

Was war die Erneuerung des Prostitutionsgesetzes für eine moderne (Nachbarländer kennen diese Rechte heute noch nicht!) und auch frauenfreundliche Maßnahme! Dies Gesetz holte die Huren aus der Illegalität und aus ihrem Schmuddelimage heraus, sie durften sich versichern, Steuern zahlen und konnten sich zum ersten Mal auch arbeitsrechtlich neu aufstellen! Dass es mafiöse Vereinigungen gibt, die Frauenhandel und Zwang zur Prostitution ausüben, spricht nicht grundsätzlich gegen unsere Gesetzgebung! Wird diesem Gesetz vorgeworfen, dass es die Zwangsprostitution erleichtere? Dass Zwangsprostituierte leichter "zu verstecken" sind? Ist es das? Nur weil Prostitution grundsätzlich legal ist, heißt das doch nicht, dass ich auf Kontrollen verzichte! Aber das kostet wieder Geld, ja? Darum geht es eigentlich, oder? Frauenrechte gerne! - Nur Geld dürfen sie nicht kosten! Tut bitte etwas gegen Kriminelle! Lasst euch etwas einfallen gegen Mafias! Nur lasst dieses Gesetz in Ruhe, das vielen Huren hilft!

in dem Artikel steht,

dass Alice Schwarzer die Prostitution am liebsten ganz abschaffen will.
Das glaube ich kaum. Das wäre ja so, als würde man den Diebstahl abschaffen.

@abaladar: Prostitution und Feminismus

Danke sehr! Genau das würde ich mir auch wünschen! Und ich bin auch Feministin - und keine Prostituierte!

Freier abschaffen?

Am Dienstag gab es zu diesem Thema eine Maischberger-Sendung im Ersten. Frau Schwarzer war auch dabei, dann ein Bordell-Chef ("Pascha" in Köln), eine Domina, eine Ex-Zwangs-Prostituierte sowie ein Kripo-Mann.

Natürlich gab es lt. dem "Pascha"-Chef sowie der Domina Zwangsprostitution nur im Promille-Bereich, während Frau Schwarzer quasi überall im Sexgewerbe Zw.-Prost. sah. Daraus folgerte Letztere auch, dass im Grunde die gesamte Prostitution abgeschafft werden müsse. Und wenn es nach ihr ginge, dann gehörten die Freier auch abgeschafft.

Natürlich: ohne Angebot keine Nachfrage und/oder umgekehrt, aber wie realitätsfremd ist das denn? Nicht ohne Grund spricht man bei der Prostitution vom ältesten Gewerbe der Welt. Nicht, dass ich das gut heiße (als Frau!), allerdings befürchte ich, dass bei allgem. "Verbot" der Prostitution illegale Bordelle in irgendwelchen Hinterzimmern ohne jegliche Kontrolle entstehen, womit das genaue Gegenteil des Erwünschten erreicht würde!

Zuhälterei sollte härter bestraft werden

und die Grenzen enger gesetzt werden.

In der Sendung "Menschen bei Maischberger" war der Geschäftsführer von Deutschlands größtem Bordell (Das Pascha in Köln) zu Gast. Er berichtete, dass er den Prostituierten ein Zimmer für 160€ pro Tag vermietet. Nur für die Miete muss die Frau dann schon 3 bis 5 Freier bedienen. Sex gibt es ab 30 Euro im Pascha.

Will die Frau dann noch ein ordentliches Einkommen erzielen und zwar ordnungsgemäß angemeldet, also inklusive Steuern und Sozialabgaben zu zahlen, dann muss sie zusätzlich am Tag nochmals 8 bis 10 Freier haben.

Bei mehr als 100 Zimmern macht das Unternehmen im Monat nur mit der Miete ca. 500.000 Euro Umsatz.

Irgendwie läuft da meiner Meinung nach etwas falsch.

Es gibt wohl viele

Es gibt wohl viele Prostituierte die freiwillig anschaffen gehen und sich auch dementsprechend äussern. Diese Menschen kann man nicht einfach bevormunden sondern muss diesen Damen einen Platz bieten wo sie sicher arbeiten können und sie nicht wieder in die Schmuddelecke drängen, wo für beide Seiten Gefahren entstehen können.
Sehr problematisch sind leider Prostituierte aus bestimmten Gegenden Europas. Öfters minderjährig und mit Geschlechtskrankheiten infiziert, werden dagegen leider die schon bestehenden gesetzlichen Möglichkeiten nicht genutzt.

"Ebenfalls sollen laut

"Ebenfalls sollen laut Koalitionsvertrag Verurteilungen künftig auch dann möglich sein, wenn die Betroffenen keine Aussage machen" - Und wie soll das aussehen? Verurteilung ohne Beweise?
Was ist außerdem, wenn jemand zu unrecht beschuldigt wird?

Und wozu braucht es ein neues Gesetz für etwas, das bereits geregelt ist? Damit zeit die Politik ja nur, dass sich offensichtlich niemand dran hält. Oder sie es glauben. Und damit präsentieren sie ihre eigene bisherige Unfähigkeit.
Wie wäre es mit noch einem Gesetz gegen Mord? Es ist zwar verboten, aber kommt vor. Ein weiteres Gesetz hilft sicher - oder etwa nicht?

Das Problem ist, dass bestehende Fälle gar nicht erst aufgeklärt werden. Ein Gesetz hilft da wenig, man muss mehr Gelder in Ermittlung investieren.

Außerdem sollte man nicht gerade Schwarzer als Maßstab wählen, die Frau hat leider ein sehr gestörtes Verhältnis zu Sexualität (siehe diverse Aussagen zu Pornographie oder zu Männern und Sex allgemein), das ist nicht hilfreich.

Der Schwarzer geht es nicht

Der Schwarzer geht es nicht um die Frauen, es geht ihr nur um die Befriedigung ihres Hasses auf Männer.
Nur deshalb will sie dass jeder, der zu Nutten geht, bestraft wird.
Was die " betroffenen" Frauen selbst wollen interessiert diese Person nicht im geringsten.
Ich bin mit einer Frau zusammen groß geworden die heute eine anerkannte Nutte ist. Sie ist stolz auf Ihren guten Ruf und findet die Schwarzer nur lächerlich.

@Residue

"Niemand zwingt irgendjemanden Hartz 4 anzunehmen. Dann braucht man auch nicht arbeiten gehen. So einfach ist das."

Genau, die Menschen können schließlich auch einfach verhungern!

Bei Prostitution ist es doch das gleiche: Niemand muss sie machen (Zwangsprostitution natürlich ausgenommen). Notfalls verhungert er halt. Tolle Logik.
Es gibt Menschen, die sind darauf angewiesen, irgendwie Geld zu verdienen. Ob nun als Reinigungskraft in öffentlichen WCs oder Prostituierte. Die Beweggründe sind eben oft die selben. Und oft besteht keine wirkliche Alternative.

Das wie einen normalen Job zu behandeln wäre tatsächlich das produktivste. Inkl. Krankenversicherung, etc.. Und es gibt seriöse Bordelle, die auch von Frauen geleitet werden. Manche - vor allem Frau Schwarzer - werden es nicht glauben, aber manchen macht der Job sogar Spaß oder ist zumindest nicht der schlimmste vorstellbare Job. Deswegen machen ihn ja auch einige, statt Toiletten zu putzen.

Danke!

Warum habe ich für eine ähnliche Aussage so viele Worte verschwendet? Derart ist es treffend genug! Danke!

@19:10 von Friedrich Spee: interessanter Vergleich

"meine frage sei nun: wissen sie, wieviel patienten pro tag ein arzt "umsonst" behandelt, bevor sich die miete oder hypothek seiner praxiseinrichtung ammortisiert?"

Ja so eine Arztpraxis ist natürlich fast so aufwändig eingerichtet wie das Zimmer einer Prostituierten. Wie man bei "Menschen bei Maischberger" sehen konnte, stand in jedem Zimmer ein größeres Bett und ein Nachtisch. Dazu gab es noch Möglichkeiten seine Kleider auszuhängen / abzulegen. Nicht zu vergessen die technisch hochwertige rote Beleuchtung der Zimmer.

Das sind natürlich alles Anschaffungen, die mindestens den Kosten der Einrichtung einer mittleren Zahnarztpraxis gleichkommen.

Und nicht zu vergessen die Heizkosten, denn die Frauen haben ja fast nichts an, da muss ordentlich geheizt werden. Das kostet natürlich auch viel.

Da ist dann eine Miete von 4800€ im Monat mehr als gerechtfertigt.

Von 4800€ kann ein Arzt ohne Eigenkapital einen Praxiskredit von 1 Mio Euro über 30 Jahre finanzieren.

Jetzt kennen wir die Fronten...

..wie wäre es nun mit Informationen zur Sache?

Keine der beiden Gruppierungen, die hier so viel Gehör finden, sind sonderlich zuverlässige Quellen. Ein Prostituiertenverband wird ebensowenig Probleme in seinem Bereich zugeben, die seine Existenz in Frage stellt, wie jeder andere Berufs- oder Interessenverband.

Und Frau Schwarzer? Die übertreibt in die andere Richtung, und gibt offen zu, dass sie langfristig die gesamte Prostitution abschaffen will.

Daher sind die Zahlen beider Seiten kaum ernst zu nehmen. Und an diesem Punkt seit Ihr, liebe Redaktion, gefragt. Es gibt zu dem Thema im eigenen Haus viele Dokus und Zahlen, die man hier ruhig mal hätte zitieren können.

Nur- in einem hat Frau Schwarzer recht: Zwangsprostitution ist schwer bis nicht nachzuweisen. Und auch wenn eine Kriminalisierung der Freier einem Berufsverbot für freiwillige Prostituierte gleichkommt - es ist besser als die Alternative, Zwangsprostitution - tausendfache tagtägliche Vergewaltigung - zuzulassen.

Mir ein Rätsel

warum man den Verband der Prosti. nicht mit an den Tisch holt, mehr Fachkompetenz kann man in dem Gebiet doch gar nicht haben, nicht mal Frau Schwarzer.

Die wissen doch am beste was für ihre Mitglieder das Beste ist.

Prostitution ist ein Geschäft wie jedes andere auch, ihre Arbeiter und Kunden müssen vom Gesetzgeber geschützt werden.

populismus einer sexuell frustrierten Frau

Was soll dieser Populismus Frau Schwarzer?

Es ist das ällteste Gewerbe und in jedem Gewerbe gibt es schwarze Schafe.
Wollen wir deshalb nun auch Autohandel, Finanzdienstleister und Co. verbieten?

Zwangsprostitution gehört verboten und bestraft. Doch nicht die Frau oder/und der Freier (wenn er es nicht wußte) sollte bestraft werden, sondern derjenige, der den Zwang ausübt und dort muß man ansetzen.

Ich bin der Meinung, komplette Freiheit der Prostitution hilft den Frauen, denn dann ist wenig Platz für Illegales.
Sie sind Dienstleister und das sollte anerkannt werden.

Verbot sinnlos

Die Prostitution lässt sich doch nicht durch ein Verbot abschaffen.Es würde dann eben im Verborgenen stattfinden,die Frauen hätten weniger Sicherheit,die skrupellosen Zuhälter und Menschenhändler hätten es leichter.Es würden wieder mehr Menschen mit HIV infiziert und mit Geschlechtskrankheiten angesteckt werden, da dann auf Kondome und die regelmässige ärztliche Untersuchung weniger/nicht mehr geachtet wird.

@ Aokiji

Es dürfte nicht jede Prostituierte in diesem Verband sein. Zwangsprostituierte gleich gar nicht. Deshalb haben die Mitglieder dieses Verbandes auch leicht reden. Sie kennen keine Zwangsprostituierte, und wollen, es steht ja das de fakto Berufsverbot auf dem Spiel, auch keine kennen.

Sinnvoller wäre es, mal Polizei, Frauenhäuser und NGOs in diesem Bereich anzuhören. Dann sieht das Bild nämlich ganz anders aus. Keine 95%, wie Frau Schwarzer so gerne plakatiert, aber so viele, dass "Zehntausende von Vergewaltigungen tagtäglich" weder reißerisch, noch übertrieben ist.

Prostitution am Pranger

Als seit Jahren alleinerziehender Vater zweier Kinder ohne Beziehung und Sex seit der Zeit hätte ich solche Dienstleistungen laut meinem Bekanntenkreis mehr als nötig, aber mit ist zum einen emotional nicht danach und aus moralischen Gründen schon gleich dreimal nicht. Arbeite in unmittelbarer Nähe zur Ingolstädter Rotlichtszene und bekomme öfters Dinge mit, die einem in der Seele einfach nur verdammt weh tun.

Ich zweifle nicht grundsätzlich an der Existenz von seriösen Bordellen und Prostituierten, die diesem Gewerbe aus freien Stücken nachgehen und keine traumatische Kindheit hatten, aber Gewalt, Geld, Verachtung und Gleichgültigkeit regieren dort nachwievor oft so hart, dass der Staat hier eindeutig mehr einschreiten muss. Mehr Kontrolle muss her, kein Verbot. Es wäre ohnehin nicht umzusetzen.

Allgemein Hut ab vor den Frauen, die diesen Job aufrichtig und ehrlich machen (müssen?).

Dienstleistung?

Diese ewige Diskussion ob Prostitution erzwungen oder freiwillig erfolgt, ist mir so was von zuwider!

Daran, dass Prostitution eine "normale" Dienstleistung ist, werde ich glauben, wenn ich ein zehnjähriges Mädchen nicht sagen höre: "Wenn ich groß bin, möchte ich Friseuse oder Krankenschwester (oder ein beliebiger anderer Dienstleistungsberuf) werden", sondern: "Wenn ich groß bin, will ich Prostituierte werden."

Hat das schon Mal jemand gehört? Wohl kaum. Da kann es ja wohl mit der "Freiwilligkeit" nicht sehr weit her sein.

Schwarzer Humor

Frau Schwarzer amüsiert mich immer mehr mit ihren Aussagen. Sie würde sich gut bei nächtlichen Comedys machen! Traurig nur das Sie die Rechte der Frauen damit alles andere als fördert. Aber bald gibt es ja eh keine Geschlechter mehr. *lach*

@ Rosa L.

"Was war das denn jetzt - die Ablehnung der Frauenquote für Prostituierte?"

Treffer und Versenkt! Einfach köstlich, dieser Kommentar!

Verstehe ich den Sachverhalt richtig, daß der Besuch

einer Wohnungs-Prostituierten, eines Bordells, eines Herren-Clubs, einer anspruchsvollen Nachtbar für das 'gehobene Portemonaie' demnächst für den 'Gast' einen Straftatbestand erfüllt ?

Spannend.

Als erstes werden wohl die Erotik-Shops verbannt. Überteuertes Preisverlangen für Schaumwein in 'Sekt-Bars' dem Wucher unterworfen.
Und Frauen, die in einem 'Schaufenster' sitzen, oder in Lack auf der Strasse stehen und sich kaum vom Fleck bewegen, kassiert.

Spannend.

Die saubere Gesellschaft erwartet uns.

Das alles soll nicht darüber hinweggehen, daß Frauenhandel und Zwangsprostitution Verbrechen sind.

@ Sabn_spn

"Dieser Frau muss es verboten werden sch öffentlich zu äußern."

Ich kann die Frau auch nicht leiden. Aber mal im Ernst:

Sie beschweren sich - zu Recht - gegen staatliche Reglementierungen, und die einzige Lösung, die Ihnen einfällt, ist eine weitere Reglementierung?

Verbieten ist Verboten!

@ Rosa L.

Haben sie Daten zu ihrer "hohen" Dunkelziffer (oder gar behaupteten "steigenden")?

Auf Dunkelziffern rumzureiten, die per Definition nie exakt (selbst Schätzungen sind schwierig) angegeben werden können (die Nicht-Existenz eines weiteren Falles ist niemals beweisbar). Daher sollte man sich die Daten anschauen, die man hat. Die Polizeistatistik besagt, dass die Zahl der Fälle rückläufig ist. Und zwar drastisch, -30% (1000 -> 700 Fälle (beide aufgerundet). Solange man unterstellt, dass die Polizei in beiden Jahren gleich gut/schlecht gearbeitet hat, kann man daraus durchaus Rückschlüsse auf eine sinkende Dunkelziffer ziehen. Aber wie gesagt, nicht abschließend beweisbar.

Und -30% halte ich für durchaus erfolgreich.

Paolo Pinkel und der Sachsensumpf

Die Freier zu bestrafen wäre nur unter einem Gesichtspunkt eine gute Idee, wenn damit andere Straftaten verfolgt werden könnten die mit den Zuhältern in Zusammenhang stehen.

Bekanntlicherweise hat sich Michael Friedman damals mit Zwangsprostituierten bzw. deren Zuhältern eingelassen und wurde letztendlich wegen Drogenbesitz zu 17.400 Euro verknackt. Nicht aber wegen dem Kontakt ins illegale Sexgewerbe.

In Sachsen gab es einen Skandal um das Bordell Jasmin in Leipzig in dem Namenhafte größen aus Politik, Geheimdienstkreisen und vorallem Justiz verkehrten. Die Tragweite ist bis heute nicht aufgeklärt gegen Hintermänner wurde nicht ermittelt. Mehr noch wurde die damals als Kind zwangsprostituierte Zeugin mit Verleumdungsklagen überzogen und musste zu allem Überfluss vor einen Richter der ebenfalls einer ihrer Freier gewesen war. Verantwortlich für die Ermittlungen war damals Thomas de Maiziere bevor er in den Bund abberufen wurde.
Für solche Fälle wäre eine Bestrafung der Freier gut.

Weltfremd

"Die Koalition will nun das Prostitutionsgesetz "umfassend überarbeiten" und gegen Freier vorgehen, die "wissentlich und willentlich" die Zwangslage der Prostituierten ausnutzen. "
.
Soll ich nun, wenn ich ins Bordell gehe, mir von der Prostiuierten (vor dem Akt) ein Schreiben unterzeichnen lassen, dass sie ihre Arbeit freiwillig macht? Nicht dass ich mich sonst strafbar mache... Allein dies zeigt, wie weltfremd doch dieses Gesetzesvorhaben - und insbesondere Frau Schwarzer - ist.

da liegt die schwarzer aber voellig falsch

na dann lass die schwarzer mal die prostitution abschaffen.

spaetestens an der naechsten ecke ist dann schluss damit.

ach ja und freier bestrafung? das thema ist so alt wie es zwei geschlechter auf dieser welt gibt.

also wenn sie sich ein wenig nuetzlich machen will dann kann sie was gegen menschen handel tun, aber mehr auch nicht.

und falls sie damit gleich anfangen moechte sollte sie doch nach russland oder afrika gehen.

aber merke das wird nicht viel helfen denn solange menschen sich handeln lassen wollen und dafuer viel bezahlen kann sie schwarz sehen soviel sie will.

mit anderen worten, selbst an der wurzel ist das problem kaum zu packen.

und dann sei dir, liebe alice, doch noch mitgeteilt das sex seit menschen gedenken ein florierender markt ist bei dem sich zwei immer einig waren dass sie es machen.

was allerdings freier bestrafung mit menschen handel zu tun haben soll bleibt unerklaerlich.

Ernsthaftigkeit des Themas!

Man mag zu Alice Schwarzer stehen wie man will, aber in manchen Bereichen legt sie zu Recht den Finger in die Wunde.

Nicht freiwillig stattfindende Prostitution ist nichts anderes als Vergewaltigung. Dies tagtäglich erleben zu müssen zerstört mit Sicherheit die Seele jeder Frau. Alleine schon das Risiko an so eine Frau im Bordell geraten zu können und sich an ihr zu vergehen, sollte die Befürworter einer ungezügelten Prostitution zum nachdenken bringen.

Mit Zwang und der Androhung "schlimmer geht immer" werden diese Frauen von ihren "Besitzern" dazu gebracht die Kunden, die es oft gar nicht genauer wissen wollen, anzulächeln.

Gesetzesänderungen, die solche ekelhaften Erscheinungen zurückdrängen und die Verantwortlichen zur Verantwortung ziehen, kann ich nur begrüssen.

Und natürlich muss auch die Strafbarkeit von Freiern gegeben sein wenn erkennbar ist, dass es mit der Freiwilligkeit nicht weit her ist. Der Beweis ist dann vor Gericht zu führen.

liebe alice schwarzer

also am besten wir schaffen die maenner ab. das hat zwei vorteile und duerfte sicher in ihrem interesse sein.

1. es gibt keine frauen haendler mehr
2. es gibt keine freier mehr

vielleicht waeren sie ja dann endlich zufrieden und haben die ziele ihrer frauen bewegung erreicht.

oder etwa nicht?

Schwarzer argumentiert nicht redlich!

Sie war sich in der Maischbergersendung mit dem Fachmann der Polizei einig, dass nahezu alle Frauen Zwangsprostituierte sind, obwohl sie natürlich beide keine verlässlichen Zahlen haben. Natürlich ist die Polizei eher mit den Damen in Kontakt, die Opfer von Kriminellen sind, das beeinrächtigt die Wahrnehmung. Frau Maischberger sagte, dass Ihre Recherchen zur Sendung eben ergeben haben, dass es keine validen Zahlen gibt. Umgekehrt ergab sich bei dem Bordellbetreibern ode der Domina demgemäß das entgegengesetzte Bild.

Schwarzers Aussage, das unter Rotgrün entstandene Gesetz habe die Menschenhandel und Prostitution gefödert ist absoluter Unsinn. Vergessen wird, dass Bulgarien und Rumänien 2007 der EU beigetreten sind und deswegen die Frauen leichter einen Aufenthalt in der begründen können. Wegen der liberaleren Gesetzgebung kommen sie eher zu uns, als in andere europäische Länder, ansonsten würde es sich verteilen, die Zahlen der Prostituierten aus diesen Ländern ändert sich nicht.

Alice, die Predigerin

Da redet wieder eine satte Alice Schwarzer davon, dass die Hungrigen maßhalten sollten. Also bildlich gesprochen. Vermutlich hat Frau Schwarzer immer einen guten Job gehabt, bequem, warm, gut bezahlt. Und sie besitzt das Privileg einer guten Bildung. So gut geht es nicht allen Frauen. Natürlich ist es - vermute ich mal - nicht das reine Vergnügen, Prostituierte zu sein. Aber welcher schlecht bezahlte Job ist das schon? Die satte Frau Schwarzer kann sich gar nicht vorstellen, dass es noch schlimmere Jobs für Frauen gibt, als als Sexarbeiterin anzuschaffen. Mir sagte mal eine Prostituierte (definitiv keine Zwangsprostituierte): "Immer noch besser, als in der Fischfabrik zu arbeiten." Auch das ist vielleicht Geschmacksache, trifft aber den Punkt.
Eine Alternative für Frauen ohne Ausbildung wäre vielleicht, sie vom Straßenstrich zu holen und bei "Emma" (anständig bezahlt) im Büro arbeiten zu lassen. Schon wäre das Thema Prostitution erledigt. "Emma" allerdings pleite.

Auf und ab!

Nein, nicht das auf und ab!
Was Sie da bejammern, befindet sich seit vermutlich Jahrtausenden in einem auf und ab. Auf am Ende extrem freizügige Zyklen folgten immer besonders prüde Zeiten. Dabei waren immer die Frauen am Ende die "Dummen"! Siehe Eva!

Italien als abschreckendes Beispiel

Wer an italienischen Landstraßen in der Peripherie von Städten fährt, kann den Straßenstrich bewundern. Die Frauen sind selten Italienerinnen, die kommen lieber nach Deutschland, wenn sie diesem Gewerbe nachgehen wollen. In Italien findet man vor allem jede Menge Albanerinnen, Ukainerinnen und Afrikanerinnen. Grund ist, dass der Verfolgungsdruck für illegale Einwanderer weniger hoch ist wie bei uns. Kann jeder an jedem Strand in Italien erleben, die von Sonnenbrillenverkäufern ohne legalen Aufenthalt aus Afrika bevölkert sind, alle 2 Minuten kommt der nächste. In Italien ist die Zahl der Prostituierten im Verhältnis zur Einwohnerzahl ähnlich wie bei uns, nur ist die Dunkelziffer von Prostituierten ohne legalen Aufenthalt höher wie bei uns und die der Prostituierten mit legalem Aufenthalt niedriger. Frau Schwarzer, wollen Sie italienische Verhältnisse mit der streng katholischen Gesetzgebung, die diese Frauen auf die Straße treibt?

@ Theodor

Sicher, auch Polizei, NGOs und Frauenhäuser werden ihre eigene Agenda haben. Aber die ist nicht so massiv faktenverfälschend wie die eines Berufsverbandes Prostitution und von Frau Schwarzer. Sie wären sclichtweg die vernünftige Wahl.

Kriminalisten und Soziologen, die eine Fünfjahresstudie im Elfenbeinturm durchführen, hätten hingegen vorrangig einen Effekt. Jegliche Lösungsansätze mal um fünf Jahre zu verschieben. Also ein bisschen wie die CO²-Leugner, die trotz überwältigender Indizienlage immer noch auf einem "Beweis" beharren, bevor sie ihr SUV mal stehen lassen.

Und auch wenn nur jede zehnte Prostituierte unter Zwang steht - der Preisentwicklung nach dürften sogar rund 40% Zwangs- oder Elendsprostituierte sein - wären das um die 50 000 allein in Deutschland. Da erscheint unsere Empörung zu der indischen Busvergewaltigung doch etwas ..überheblich?

Zahlen

Frau Schwarzers geschätzter (in jeder Hinsicht ... ) Meinung nach gibt es über 700000 Prostituierte in Deutschland.
Grenzen wir die aktive Arbeitszeit einmal großzügig auf vier Lebensjahrzehnte ein (ja, gibt auch Omas. Geschenkt ...), wäre mithin knapp jede 20. Frau in dieser Altersgruppe eine Nutte.
Mit Verlaub: Das glaube ich nicht.

Weiterhin macht Frau Schwarzer unter diesen 700000 über 90% Zwangsprostituierte aus; also gut 630000.
Abzüglich der 600 aktenkundigen Fälle in 2010 bliebe damit eine Dunkelziffer von 629400.
Mit Verlaub: Das glaube ich nicht nur nicht - das ist purer Unsinn.

Peinlich, polemisch und gegen die erklärten Ziele der tatsächlich betroffenen Zielgruppe.

1. Sex ist keine Arbeit,

1. Sex ist keine Arbeit, deshalb ist schon der Begriff der "Sexarbeit" ein irreführender verhamrlosender und euphemistischer selbstgewählter Begriff der Lobbyisten; also Zuhälter, Freier und einiger Huren.
2. Sex gegen Entgelt ist unmoralisch und unethisch und gehört in einer modernen zivilisierten Gesellschaft genauso wie die Sklaverei abgeschafft.
3.Von 400.000. *gemeldeten" Prostituirten sind nur 40(!) sozialversicherungspflichtig gemeldet. Die Dunkelziffer ist relalativ hoch (nicht gemeldete Zwangsprostituirte, Armutsprostituirte überwiegend aus Ost- und Südosteurpoa und viele "Hobbyhuren").
4. Die Mehrzahl kommt inzwischen aus dem Ausland, Schätzungen gehen von 60 bis 80 Prozent(!) Zwangs- und Armutsprostituirten in Deutschland aus, oft unter falschem Vorwand hierher gelockt, z.B. als Haushaltshilfe oder Au-Pair und werden sexuell versklavt und ausgebeutet.
5. Die meisten Freier sind Ehebrecher oder betrügen ihre Freundin oder Verlobte.
6. Kinderprostitution liegt zwischen 3-11%!

Hallo Alice...

Im Artikel heißt es zum Foto von Alice Schwarzer, sie würde Prostitution am liebsten ganz verbieten.

Angesichts allseits bekannter Schmuddeligkeiten bis hin zu Kriminalität mag man Frau Schwarzer gerne beipflichten.

Aber ist das realistisch... kann Frau Schwarzer den Lauf der Welt aufhalten...??

Weltweit stufen namhafte Wissenschaftler den menschlichen Sexualtrieb - und zwar in allen gegenseitig akzeptierten Facetten - als völlig normal ein. Inklusive krimineller Schmuddeligkeiten bis hin zu außerehelichem Sex. Kann man das tatsächlich explizit verbieten - wie Frau Schwarzer das möchte?

Ich meine, Frau Schwarzer stellt sich hier leider außerhalb jeder Realität, macht sich lächerlich und tut so ihrem eigentlichen Anliegen keinen guten Dienst.

Es geht um die Würde der Frauen - auch jene, die käuflichen Sex anbieten.

Freilich sollten Erniedrigungen von Frauen und krimineller Zwang zur Prostitituion soweit möglich eliminiert werden. Aber das geht nur beiderseitig.

Hallo Alice...

Schwarzer und der orthodoxe 70er-Jahre-Feminismus

Gesetze gegen Zwangsprostitution und Menschenhandel gibt es bereits. Wir brauchen zur Bekämpfung dieser Verbrechen also keine neuen Gesetze, sondern bessere Arbeit der Strafverfolgungsbehörden.

Wenn Prostitution nicht mit Zwang einhergeht, sondern auf freiwilliger Basis stattfindet, gibt es kein moralisches Problem.

Frau Schwarzers Kampagne ist ein abermaliger, recht durchsichtiger Versuch, unter dem Deckmantel der Bekämpfung von Zwangsprostitution die Sexarbeit insgesamt in ein schlechtes Licht zu rücken und die dort tätigen Frauen zu bevormunden. Es passt einfach nicht ins Weltbild der orthodoxen Feministinnen, dass es Frauen gibt, die freiwillig und gern im Sexgewerbe arbeiten.

Es gibt heute viele junge Feministinnen, die bei den Themen Prostitution, Pornographie usw. wesentlich differenziertere, aufgeschlossenere Standpunkte vertreten. Warum hören unsre Politiker und Medien nicht mal auf die, sondern immer nur auf die olle, geistig in den 70er Jahren stehengebliebene Schwarzer?

@ Laskaris

"... dass es Frauen gibt, die freiwillig und gern im Sexgewerbe arbeiten."

Ich leiste seit 10 Jahren eine Menge freiwillige Arbeit in der Betreuung von Drogenabhängigen (ich habe das "Expertenwissen" eines selbst Betroffenen, der seit etlichen Jahren clean ist).

Diese Arbeit findet zu einem großen Teil im Rotlichtmilieu statt. Die Frau, die sich freiwillig zu diesem "Gewerbe" herablässt, ist mir bisher noch nicht begegnet. Das ist ein uralter, unrealistischer Macho-Traum, der nur in gewissen Filmen auftaucht, aber nicht im echten Leben.

Darstellung: