Kommentare

Kasperle und das böse GroKo-diel

Es ist doch logisch, das die CDU keinem Mindestlohn zustimmen würde, den man nicht umgehen kann. SPD-Basis, bereite diesem Kasperletheater ein wirksames Ende!

So, der Herr würde mit (für) 7 €/h anfangen?

Na, dann mal los! … oder ist er selbst etwa nicht bereit, für 7 €/h zu arbeiten, weil man davon nicht menschenwürdig leben und schon gar keine Familie ernähren kann? Erst recht nicht, wenn man nicht 40h/Woche arbeiten "darf"? – Nur um das mal klar zu stellen: 7 € x 8 h/d x 21.7 d/Monat = 1215.20 € brutto im Monat bei Vollanstellung. Also deutlich UNTER 1000 € netto, ziehen wir mal 400 € für eine Einzimmerwohnung in Randlage einer Großstadt ab, bleiben max. 600, eher nur 500 € zum Leben: Essen, Kleidung, Verkehrskosten, Wohnungseinrichtung … davon hätte ich als Student in den 1990er noch leben können, heute halte ich das für ausgeschlossen. Aber der Herr vom DIW kann das sicherlich. Nur zu! Solange in DE einige wenige immer reicher werden, während alle anderen ärmer werden, ist noch mehr als genug Raum für einen höheren Mindestlohn!!

Hoffnung

sehe ich da schon. Und ich glaube auch kaum, dass eine Umgehung der 60-Minuten Stunde möglich ist. Auch würde ich an Werkverträge nur in Ausnahmefälen glauben. Es gibt viele Tätigkeiten, die nicht über Werkverträge erledigt werden können.
Man sollte den Riesenaufwand nicht vergessen, der damit verbunden wäre.
Zusätzlich bin ich auch der Überzeugung, dass jede Arbeit, die über Aufstocker erledigt wird ein Indikator für ein krankes Wirtschaftssystem ist und sich weder mit "christlich" noch mit "sozial" erklären lässt.

Und wie machen die anderen das?

Sorry, aber ein Artikel voller "Es könnte passieren" oder "Was wäre,wenn". Wir haben doch ausnahmsweise mal den Vorteil, daß wir so ziemlich das letzte Land sind, daß den Mindestlohn einführt. Also wie machen die anderen das denn?

Widerspruch Mindestlohn

Das muss der Mindestlohn also erfüllen: So hoch, dass die Geringverdiener nicht mehr mit der ganzen Aufstockerei Löcher in die Sozialkassen reißen (was ja der Grund für den ganzen Spaß ist). Und gleichzeitig so niedrig, dass das prinzipiell schrankenlose Bedürfnis der Arbeitgeber immer weniger zu bezahlen und so sich Gewinne (und dem Staat Steuern) einzufahren nicht behindert wird. Bei diesen Interessen gibt es keine "wissenschaftlich fundierte" goldene Mitte!

Es wäre die allererste Regelung

die nicht umgangen werden wird. Da holen wir uns Millionen Wanderarbeiter ins Land und die sind ja angeblich unheimlich scharf darauf arbeiten zu dürfen. Da wäre es ja gelacht wenn nicht ein "Stundenpreis" ausgehandelt werden könnte, der allen paßt.
Ob das dann wirklich 8,50 sind wird sich zeigen. Es darf bezweifelt werden (wobei die 8,50 schon ewig lange im Gespräch sind, inzwischen sollte man längst bei 9,00 sein).

Ich würde bei der ganzen

Ich würde bei der ganzen Sache nicht nur auf die "klassischen Geringverdiener" achten. Was ist zB mit den ganzen halben Stellen in der Wissenschaft und an Universitäten, wo offiziell 20 Stunden angesetzt sind, aber 40-50 Stunden gearbeitet wird? Sicher kann man von 1200€ im Monat besser leben als mit 600€ im Niedrigstlohnsektor, aber wenn die Arbeit 2400€ "Wert"ist bleibt es immernoch zu wenig.

Die generelle Behauptung Herrn Brenkes, dass eine ausführliche Dokumentationspflicht "gigantischen" Aufwand verlangt halte ich für fragwürdig. Im Endeffekt werden in vielen Unternehmen, grade im Niedriglohnbereich (Bäckereien, Einzelhandel, Reinigungsgewerbe usw), ausführlichst (elektronische) Stechuhren eingesetzt. Wenn es kein Aufwand ist potentielle "Minderarbeit" der ("hinterhältigen") Arbeitnehmer zu verhindern, kann es nicht so schwer sein zB auf der Gehaltsabrechnung detallierte Angaben zu machen. Diese sind dann bei Bedarf relativ einfach bei Zoll/Finanzamtskontrollen zu überprüfen.

>> Ich würde vielleicht mit sieben Euro anfangen.

Gute Idee, Herr Brenke. Sie können morgen bei mir anfangen. Mehr als drei Stunden brauchen Sie sicher nicht, um ein komplettes Einfamilienhaus zu putzen. Zahlen kann oder eher will ich Ihnen nicht mehr - und wenn Ihnen das nicht reicht, dann gehen Sie zum Amt und holen sich den Rest. Ansonsten - ich muß Ihnen ja nicht erklären, wie das läuft, wenn Sie einen zumutbaren Job ablehnen...

Nicht "mehr Aufwand fuer den Arbeitgeber"!

Was soll das Gefasel von mehr Aufwand fuer den Arbeitgeber, das alles festhalten und dokumentieren zu muessen?
Stemplelkarten und Uhren dieser Art gibt es doch schon ewig! Viel mehr als das braucht es seitens des Arbeitgebers nnicht, um Stunden zu erfassen...
Funktioniert auch in den USA mit Stichuhren.

@ Matt411

Danke, dass Sie mir zuvorgekommen sind. Wer tatsächlich behauptet, die Erfassung von Arbeitszeiten erfordere einen erheblichen organisatorischen Aufwand, der isst die Suppe wahrscheinlich auch mit einer Gabel ..... DAS ist Aufwand !

Marktgesetze

Wenn Arbeitgeber den Mindestlohn nicht zahlen können/wollen (also indirekte Subventionen vom Staat erwarten), sollen die ihren Laden schließen wg. Unrentabilität. Dann richtet es eben "Der Markt".

Aber dafür braucht man doch

Aber dafür braucht man doch kein Experte...
Man muss sich halt nur näher anschauen, wie das alles in den Branchen mit Mindestlohn schon lange gehandhabt wird.

Oder "können" Arbeitgeber dort den Mindestlohn nicht umgehen?

Und sind in all den Branchen Arbeitsplätze verloren gegangen?

Mindestlohn falscher Weg!

Ich sehe den einheitl. M-L auch eher als etwas schlechtes an.
Beispiel (kenne ich)
Kleine Nähstube in Ostdeutschland, Chefin und eine Vollzeitangestellte.
Das Lädchen bringt nicht viel ein, aber beide haben was zu tun.
Die Angestellte bekommt 800,- für 40 Std-Woche, Mann ist arbeitslos.
Sie ist dankbar nicht zuhause sitzen zu müssen und sagt, sie brauchen jeden Cent, sie ist zufrieden, denn in der Region ist nichts anderes zu kriegen..

Die Chefin lebt auf ganz schmalem Mini-Niveau... alles klein klein..

so.. was ist mit denen... da sieht man schon das es zu einem AUS führt.. ist das gut?

Ich denke nicht, alleine vom menschlichen "sich wertlos fühlen" und zuhause vor der Glotze ohne Perspektive sitzen...

SOO einfach wie einige "xxx-Menschen " sich das schön reden, ist es einfach nicht!

Soziales Blendwerk

Der staatliche Mindestlohn ist ein linkes Prestigeprojekt. Man will den Menschen Honig um den Mund zu schmieren und sich als Gerechtigkeitserfinder aufspielen.

Aber wer meint, der Mindestlohn sei gerechter oder sozialer, der wird sich noch umschauen. Gerade in sehr kleinen, unstrukturierten Unternehmen wird eine regelrechte Jobvernichtung stattfinden. Auch in anderen Ländern hatte ein Mindestlohn übrigens keine positiven Auswirkungen.

Es geht nicht darum, dass man es Menschen nicht gönnt, mindestens 8,50€ zu verdienen, sondern darum, die positive Arbeitsmarktentwicklung nicht durch populistische Wahlversprechen zunichte zu machen. Natürlich gibt es krassen Missbrauch, was zB Zeitarbeit angeht, doch das ließe sich einfacher regeln. Der Niedriglohnsektor war 2005 noch Konsens, um Langzeitarbeitslosen wieder ins Berufsleben zu helfen. Und das Beste: es hat gut funktioniert! Das Paradoxe: man will es abschaffen! Das Problem: es trifft die Allerschwächsten! Es ist nicht sozialer!

Steinmeier ließ erst gestern auf dem Arbeitgebertag verkunden...

...dass es mit der SPD keine Abkehr von der schröderschen Agenda-Politik geben werde.
Dementsprechend "hart" verhandelt die SPD und der in seiner Wichtigkeit maßlos überhöhte Mindestlohn wird für die Arbeiterschaft das sein, was ein Pflaster für jemanden ist, dem gerade ein langes Messer in den Bauch gerammt wurde.
Die SPD möchte also nicht den fröhlichen Sinkflug des allgemeinen Lohnniveaus beenden, sondern mit einem halbherzigen Gesetz dafür sorgen, dass die allergröbsten Schweineren - die nicht zuletzt aus eigener (SPD) Unfähigkeit und anschließender Unterlassung sich überhaupt derart entwickeln konnten - reduziert werden.
Halt ein Pflästerchen gegen innere Blutungen.

Ob die SPD-Basis so dämlich ist, und dieses Spielchen, diesen erneuten Verrat der Arbeiterschaft - diesmal mit Ansage - mitträgt?

Willkürlich festgelegt???

Nein, der wurde nicht willkürlich festgelegt. Bei 40 Wochenstunden erzielt man netto ein Gehalt knapp über der definierten Armutsgrenze.
Insofern sind sieben Euro nicht tragbar.

Istzustand für Reinigungskräfte jetzt:

Grundreinigung Büro 16 bis 18 € pro Stunde, geht an eine eventuell vorhandene Reinigungsfirma, die dann allerdings z:Zt. nicht MIndestlohn zahlt.(www.markt.de/contentId,StundenlohnReinigung/inhalt.htm)

Privathaushaltsrein. bezahlt man direkt an die Raumpfleger(in), zwischen 7 bis 10 € Kleinstadt, 10 bis 15€ in Ballungszentren.

Also wird ein Kluger nicht für eine Reinigungsfirma arbeiten, sondern sich selbstständig mit 2,3 Partnern machen und bei Büros richtig verdienen. Große Unternehmen sollten vielleicht wieder ihre eigenen Putzkolonnen haben, da kommen sie günstiger weg als bei Reinigungsfirmen, die Mindestlohn zahlen müssen u. trotzdem ihren Reibach haben wollen.Die Putzstellen im Privaten Bereich können für Selbstständige ohne Partner interessanter sein, wobei hier eigentlich schon jetzt die Entlohnung über dem Mindestlohn liegt.

Generell kann man alles mies machen. Aber Sittenwidrigkeit wie bei unbezahlten Überstunden im NIedriglohnsektor ist schon jetzt strafbar!

Schaut mal bei Bosch und anderen nach !

Diese ehemalige deutsche Speerspitze unternehmerischer Gerechtigkeit sucht ja laufend Facharbeitskräfte.
Obwohl ja der angebliche totale Facharbeitermangel herrscht, sollte ein wechselwilliger oder neuausgebildeter Facharbeiter dann ja einem attraktiven Angebot entgegenbehen können !

Denkste.

Es gibt auf der "bosch.carreer.de" Seite so ca. 1.200 ofene Stellen, von denen sind ca. 800 Stellen als Praktikantenplätze ausgelobt.
Nun möchte man meinen, dass sei ja sozial, so vielen Schülern eine Lehrstunde in Unternehmensfunktionalität zu vermitteln, was sich bei näherem Hinsehen allerdings als Stellensuche nach hochqualifiziertem Personal darstellt.

Wenn es denn den vielgepriesenen Facharbeitermangel gäbe, würde es solche Auswüchse nicht geben. Hier ist man schon auf die Umgehung des Mindestlohns und aller anderen Arbeitsschutzgesetze eingerichtet.

Eine SPD-Spitze heuchelt 8,50 € vor, und weiß schon genau, wie die Hintertüre aussieht !

Dieser Gabriel ist ein gekaufter Pharisäer !

Es ist eine Schande,

,dass über sowas noch diskutiert werden muss. Anscheinend haben einige immer noch nicht verstanden (oder wollen einfach nicht verstehen), dass der Arbeitnehmer auch der Konsument ist. Man, man, man...

Es wird schon so umgangen

Kann Mal einer dem Theoretiker sagen das es diese Modelle schon in der Realität, ohne Mindestlohn, gibt. Er soll doch mal forschen wie viele Arbeitgeber nicht mehr Tarif gebunden sind weil sie in keinem Arbeitgeberverband sind. Noch höher wird die Zahl bei den Betrieben die ihre Löhne durch sogenannte Betriebsvereinbarungen gesenkt haben. Zeitkonten sind ja schon lange Gang und Gebe. Bei Zeitkonten fällt mir dann gleich wieder der Spruch des Herrn Westerwelle und der FDP ein "Leistung muss sich wieder lohnen".Zu guter letzt habe ich noch eines zu bieten. In fast allen Tarifverträgen ist die 35 Stunden Woche festgeschrieben. Er soll doch Mal fragen in wie vielen Betrieben das noch gültig ist. Er wird erstaunt feststellen das es mehr Wochenstunden sind, ohne Endgeld versteht sich.

Theoretiker und ihre Erkenntnisse wurden meistens schon lange vorher von der Realität überholt. Das Problem mit den Experten allgemein. Die Politik hört darauf oder nimmt es als Ausrede. Was für eine Welt?

es gibt eine sehr einfache und billige Lösung zum Mindestlohn

die Zumutbarkeit von Arbeit wird durch den Arbeitslosen bestimmt ... und schon gibt es überall akzeptable Löhne über! dem Harz-4 Satz.

Stechuhren - auch

Stechuhren - auch biometrische - gibt es in China ab € 150,– inkl. LAN, Kamera, Fingerabdruckscanner, etc.
Ein deutsches Qualitätsprodukt sollte selbst bei Kostenfaktor 10x nicht im Budget auffallen.

Was in der Tat wichtig sein wird: All die € 3,– Freiberufler – die jetzt fest angestellt sind – müssen verhindert werden.

Unbezahlte Überstunden für Festangestellte – die auch nicht abgefeiert werden können – müssen illegal werden.

Und wer 80-Minuten-Stunden einführt, darf mal eine 20-Tage-Woche in der Zelle verbringen.

Die Subventionierung von Sklavenarbeit durch die Sozialkassen muss endlich aufhören.

Es bedarf keiner Testballone

Es gibt genügend andere europäische Staaten, die einen Mindestlohn bereits eingeführt haben und sich dort zu informieren, wie man es richtig macht, dürfte ja kein Problem darstellen.

Werkverträge dürfen nicht für jede Art von Tätigkeit geschlossen werden und Putztätigkeiten dürften m.E. nach nicht darunter fallen.

alle 3 'Probleme' sind nicht neu

Als Volkswirtschaftler hätte ich von dem Herrn eine bessere Analyse erwartet. Keines der drei genannten Probleme ist neu, diese gibt es schon und haben mit dem Mindestlohn also gar nichts zu tun und werden dadurch auch nicht verstärkt!

Dieser Artikel ist einfach lächerlich

Natürlich gibt es immer Bestrebungen unsozialer Arbeitgeber, ihre Villa in Spanien zu päppeln und die Arbeitnehmer auszuplündern. Die sind aber eher im Osten zu finden.
Ein ganz einfaches Gesetz ließe jede Ausuferung der Bürokratie unterlaufen. Wer beweisen kann, dass sein Arbeitgeber gegen Gesetze verstößt bekommt als whistleblower eine Prämie in Höhe von 3 Jahreslöhnen von seinem Arbeitgeber erstattet.
Und glauben Sie mir, alles würde in vernünftigen Bahnen laufen...

Die CDU wird schon alle Tore offenhalten

Wer glaubt, daß mit der Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns alles gut wird, der kennt Mutti Merkel aber schlecht.
Der Artikel ist im Endeffekt die Anleitung für die CDU/CSU, welche Gesetzvorhaben in den nächsten 4 Jahren defintiv nicht kommen dürfen, da man eben sonst genau das machen könnte, was die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns sinnig macht: ihn nicht umgehen zu können.
Und da die Schwarzen genau wissen das pro nach gesetzlichem Mindestlohn bezahlten Arbeitnehmer gleichzeitig weniger Parteispenden fliessen, werden sie sich tunlichst hüten, die Tore zur Umgehung zu schließen.

Übrigends: Weder die Agentur für Arbeit noch die Jobcenter/ArGen sind in der Lage, die notwendigen Kontrollen zur Einhaltung des Mindestlohnes zu gewährleisten. Nicht, weil man nicht genug Personal hätte. Aber dieses müsste dann mal arbeiten...

7 Euro

Soso, der Herr Brenke würde also experimentell mit einem Mindestlohn von 7 Euro anfangen. Das freut mich ja für ihn. Ich plädiere dafür, sein Gehalt experimentell auf dieses Niveau abzusenken um dann zu schauen, ob er dann immer noch sein Leben (ganz zu schweigen von einer Familie) finanzieren kann.
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Ich jobbe und jobbte neben dem Studium als 'ungelernte Hilfskraft' in mehreren Positionen. Und in keiner davon habe ich je weniger als 8€ die Stunde verdient. Einen Job mit einem niedrigeren Gehalt hätte ich auch nie angenommen. Um genauzusein mache ich die Jobs, die unter 8,50€ liegen auch nur im Institut wegen den Kontakten zu Profs und Assistenten.
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Jeder, der gegen einen Mindestlohn argumentiert, hat sich zu fragen, ob er selbst zu solchen Niedriglöhnen auch nur einen Finger krumm machen würde.
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Ich bin kein Anhänger der Linkspartei, aber deren Aussage, dass selbst 8,50€ noch zu niedrig sind, würde ich jederzeit unterschreiben.

Wieso Experiment?

Fast alle Industrienationen haben einen Mindestlohn. Also sollte es in Deutschland auch möglich sein.
Drakonische Strafen würden die Umgehungsmöglichkeiten stark begrenzen.

7 € anfangen

Dieser Herr lebt genauso wie unsere Politiker in einer anderen Welt und nicht in der Realität.
Solche Leute sollte man mal auf H IV setzen und dann mindestens ein Jahr so leben lassen,aber unter den gleichen Bedingungen,mit einem schlechten Ausbildungsstand oder ohne ob die Herrschaften dann aufwachen?
Was in einem der reichsten Länder der Welt passiert,ist eine Schande,das Menschen zur Tafel gehen müssen,Kinder hungern und frieren,Menschen auf der Strasse leben müssen,danke Deutschland.

Mindeslohn? Für was?

Mehr als die hälfte der Bürger hier in Dtl. sind verschuldet, und mehr oder weniger in der Privatinsolvenz. Die müssten dann ihr Gehalt an die Gläubiger abgeben, und es würde sich ja eh nix ändern.

Rechenfehler!

"40% unter 8,50 EUR":
8,5 -40% = 8,5*0,6 = 5,1
und von 5,10 auf 8,50 sind es nicht +40% sondern +66,66%:
5,1 +66,667% = 5,1*1,6667 = 8,5

Da sagt schon mal jemand was Richtiges

und dann wird wieder rumgekrittelt. Der Herr Brenke(einige kennen ihn noch von der Fachkräftemangel-Fata Morgana) ist bisher der erste medienrelevante Volkswirt der zu Recht darauf verweist, dass ein Mindestlohngesetz allein in der Praxis gar nichts bringt. Wer das nicht glaubt, darf sich gerne mal anschauen wie das mit dem Arbeitnehmerentsendegesetz in der Realztät abläuft.

Ansonsten zitiere ich mal einen anderen Autor:
...
ich warte immer noch auf den ersten Unternehmer, der die
"Bundesagentur ohne Arbeit" wegen Wettbewerbsverzerrung verklagt.
...

http://www.duckhome.de/tb/archives/11426-Aufgelesen-und-kommentiert-2013-11-18.html

@Knusper zu freie Wahl des Arbeitsplatzes

Sagen Sie das mal einem Empfänger von Leistungen nach SGB II.

Was soll denn diese ...

... Formulierung in einem seriösen Interview?

"Können Sie in etwa einschätzen, wie viele 'Niedriglöhner' derzeit davon betroffen sind?"

Dieser Begriff klingt in meinen Ohren ähnlich geringschätzig wie der alte Begriff 'Tagelöhner'.

Schlimm!

Noch schlimmer die Zahl von ca. 8 Millionen Geringverdienern.

Das ist jede/r Fünfte ...

Hallo Jobwunder!

@ sonderbar, kunilux, miss_verstaendnis

In diesen Branchen haben die Tarifpartner auch die Höhe des Mindestlohns festgelegt. Überwiegend liegen die deutlich über 8,50€ aber es gibt auch Mindestlöhne die etwas niedriger sind. Auch wurde zum Teil regionale Unterschiede berücksichtigt: Im Friseurhandwerk hat man sich für 2013 bis 2015 auf eine schrittweise Heranführung an 8,50€ geeinigt:
West 7,5€ -> 8€ ->8,5€
Ost 6,5€ -> 7,5€ -> 8,5€

Der flächendeckende Mindestlohn, wie die SPD ihn im Wahlkampf propagiert hat, lässt bei der Einführung die Tarifparteien außen vor und trägt auch nicht dem Unterschied zwischen Ost und West Rechung.

Ich habe auch schon Beiträge anderer Fachleute dazu gelesen, die aussagten, dass 8,50€ im Osten zu großen Beschäftigungsverlusten führen könnten. Ich habe nichts gegen den Mindestlohn. Wenn die Höhe passt haben die Beschäftigten etwas mehr Geld in der Tasche, der Staat höhere Steuereinnahmen und weniger Sozialausgaben (Aufstocker). Wenn er aber zu hoch ist werden Aufstocker zu Arbeitslosen.

@Neuromantiker um 18:05: Richtig!

Alles dummes Gerede, was da seit Jahren verbreitet wird, um im reichen D. einen Mindestlohn zu vermeiden.

Dabei scheint das andernorts ganz prima zu funktionieren.

Aber hier ist ja egal, wenn die Wirtschaft sich auf Kosten der Arbeitskräfte dumm und dämlich verdient ...

Wir sind ja Sozialstaat, da muss keiner ein schlechtes Gewissen haben.

Jeder landet weich in der sozialen Hängematte ...

Ungeheuerlich sich

über Euro und Cent zu streiten! Wollen unsere Gewählten nicht kapieren, daß der Arbeitnehmer in diesem Lande würdig mit Familie und Kindern leben muß? Oder streben unsere Politiker eine Slum-Gesellschaft an, die alleine den Konzernen, Managern oder Selbständigen nützt?

@H. Brenke

Man könnte auch mit null Euro Mindestlohn anfangen. Und wenn es dann keine Beschäftigungsverluste gibt, kann man den um 10% erhöhen. Jedes Jahr.

freie Marktwirtschaft

es liegt doch an jedem selbst zu sagen, nee, für das Geld mache ich den Job nicht!

Aber die betroffenen Leute haben einfach nicht den Mum in der Hose um das mal salopp zu sagen, das mach ich nicht mit.

Wenn die Ausbeuterfirmen (Hotelgewerbe/Zimmerservice) niemanden finden, muss man einfach mehr bezahlen. Oder soll der nächste Gast sein Bett selbst beziehen?

Dem schließe ich nicht nur deutsche ein, sondern auch alle die von irgendwoher kommen.

Vor über 150 Jahren haben Marx, Engels und ihre Genossen die ArbeiterInnen der Welt fürs Befreien und Befreit Werden zum “Vereinigen” aufgerufen.

Lasst sie nicht umsonst aufgerufen haben.

Recht haben Sie!

Aber da wollen die üblichen Schreier dann plötzlich keinen "freien Markt".

Überhaupt habe ich den Eindruck, dass mit dem Begriff "freier Markt" in den letzten Jahren höchstens die Freiheit einzelner Marktteilnehmer gemeint ist, ihre Mitbürger auszubeuten, den Staat zu plündern und sich überhaupt ein risikoloses Einkommen über Bankenrettung etc. zu sichern!

@ gegen Mindestlöhne

Wie wäre es wenn alle Niedriglöhner mal für eine Woche die Arbeit einstellen.

@ Betroffene
Wie wäre es wenn ihr alle mal für eine Woche die Arbeit einstellt.

Frage: Muss ich das jetzt noch erklären?

DIW - Deutsches Institut für Wirtschaftsordnung

Bisher kannte ich diese Institution nicht. Es handelt sich laut eigener Website (www.diw.de) um einen Verein, der ein Forschungsinstitut betreibt, das zu je einem Drittel von Bund und Land Berlin finanziert wird. Der Rest sind Spenden, Mitgliedsbeiträge und, wenn ich es recht verstanden habe, Gewinne des gewerblichen Tochterunternehmens. Mitarbeiter eines solchen Instituts sollten sich zu wissenschaftlichen Fragen äußern, und nicht mit politischen Aussagen in die öffentliche Diskussion eingreifen. Der Satz "Ich würde vielleicht mit sieben Euro anfangen" ist eine reine politische Meinungsäußerung und hat mit Wissenschaft nicht das geringste zu tun. Dieses Interview ist ein klarer Grund für die öffentliche Hand, diesem Institut die Finanzierung zu entziehen. Der Herr kann sich gerne privat so äußern, aber nicht als staatsfinanzierter Wissenschaftler.

@ Rainer-Bergen 19:25

ja

Unfug!

In keinem Land mit Mindestlohn haben sich negative Erfahrungen gezeigt.

Wie Sie zu Ihren fantasiereichen Behauptungen kommen (Beispiel: Langzeitarbeitslose kommen wieder ins Berufsleben) erschleißt sich mir ebenfalls nicht.

BAsteln Sie sich Ihre Realität aus dem Armutsbericht der Regierung zusammen?

Zahlreiche Studien belegen, dass es den von Ihnen geschilderten Klebeeffekt nicht gibt.

Die Hartz IV-Reformen haben nichts erreicht, ausser den deutschen Arbeitsmarkt zu Gunsten einiger weniger in Trümmer zu legen.

Oder finden Sie es etwa normal, dass mittlerweile im angeblich reichen Deutschland 50% der Bürger kein Vermögen mehr haben?

Dass Super-Reiche ihr Vermögen in den Krisenjahren mehr als verdoppeln konnten, während der normale Bürger mit einen mittleren NLohn auf dem Niveau vom Jahr 2000 über die Runden kommen soll?

Nein!

So nicht!

@Cebulon

Natürlich besteht ein Mehraufwand bei Dokumentationspflicht. Es gibt tausende von kleinen Betrieben, wo die Arbeitszeit nicht genau festgehalten wird. Und: Auch eine Stechuhr kostet Geld und ist für viele Arbeitnehmer eher unangenehm. Dann muss dass ja auch archiviert werden, Manipulationsmöglichkeitslos abgespeichert und im Einzelfall abrufbar sein.

Wer da behauptet, das wäre kein Aufwand, der hat von Betriebswirtschaft keine Ahnung.

wo liegt das Problem

"Bei jedem Arbeitnehmer der aufstocken muss, wird automatisch das Arbeitsverhältnis überprüft. Sollte der Arbeitgeber sich nicht an das Gesetz halten, droht eine Strafe."
Ach jetzt verstehe ich :
Der Arbeitgeber ist ja praktisch das Gesetz, und das Gesetz kann nicht bestraft werden.
Arme Arbeitnehmer ! Wählt weiterhin die Blockparteien und Ihr dürft für 7Euro weiterschuften. Bei 80 Stunden im Monat (sorry in der Woche) sind das doch schon 2400.- € Brutto. Aber nicht mehr, sonst kommt Ihr noch in die Steuerprogression.

@Valdepena

"Dann richtet es eben "Der Markt"."

Genau DAS ist die Befürchtung vieler Kritiker von zu hohen Mindestlöhnen. Für die meisten ist es weitaus angenehmer, einen gering bezahlten Job zu haben und ggf. aufstocken zu müssen, als arbeitslos zu sein.

@mink

Schauen Sie sich mal die anderen so genannten Wirtschaftsinstitute an. Da werden Sie keines finden, was nicht in mittel- oder unmittelbarer Abhängigkeit von der öffentlichen Hand lebt. Die eingeworbenen Drittmittel bekommen diese Institute dann für Studien, deren Ergebnisse von den Auftraggebern bereits vorgegeben sind. Da ist vollkommen egal ob sie DIW, IWH, IfO, KMI, IZA, IFW oder RWI nehmen. Mit Wissenschaft haben all diese Wolkenkuckucksheime nichts am Hut.

Wie sagte Volker Pispers mal so schön:

Früher saß das Gesindel mit der Glaskugel auf dem Jahrmarkt.

@eli

"Also wird ein Kluger nicht für eine Reinigungsfirma arbeiten, sondern sich selbstständig mit 2,3 Partnern machen und bei Büros richtig verdienen"

Sie können scheints nicht rechnen. Von 16-18€ die Stunde können sie als Betrieb nicht "richtig verdienen". Die haben nämlich Reinigungsmaschinen, Reinigungsmittel, Fuhrpark,... müssen Berufsgenossenschaft und Handwerkskammer bezahlen. Der Steuerberater will Geld und ne Bürokraft brauchts auch noch. Da fällt dann auch noch Miete an.

Wenn das alles so einfach wäre, wie Sie sich das vorstellen, wäre ich schon Millionär.

@Hugomauser zu

Für die meisten ist es weitaus angenehmer, einen gering bezahlten Job zu haben und ggf. aufstocken zu müssen, als arbeitslos zu sein.
+++++++++++++++++++++++++

Und Max Weber würde dazu sagen: Ich habe nie behauptet, dass man deswegen ein Protestant sein muss.

hihihi

Alle für einen ist kein Konzept

Welchen Sinn machen die von den 5,4 Mio. Arbeitsplätze unter 8,50€/h, bei denen mit Vollzeit nur ein Arbeitgeber aber keiner seiner Mitarbeiter am unteren Rand einigermaßen geldlich abgesichert ist und diese dafür noch unbezahlte Mehrarbeit leisten o. gar aufstocken müssen?

Solche prekäre Arbeit v.a. bei Kleinbetrieben als Spiel auf ein Tor massenhaft zu kultivieren und als notwendig (sogar für den int. Wettbewerb lt. neuem BDA-Chef) zu rechtfertigen für unsere Volkswirtschaft, ist dekadent und dient der Großindustrie als Rechtfertigung.

Wenn man nachrechnet sind die 8,50 € bei einem Single o. Kirchenbeitrag bei Vollzeit 40h (macht kein Industriebetrieb mehr) ca. 980 € netto, also etwa mittleres H4 inkl. SV, was man als Existenzminumum ansieht und bis zu dem man (1,3 Mio) aufstocken kann.

Für die mit echten Zuverdienst-Absichten bzw. zwängen wie bei Rentner oder mittellosen Studenten gibt es Minijobs, was übrig blieb von den Ich-"AG" u. Midijobs. Selbst 1€-ABM wurden gekappt.

re hugomauser

"Auch eine Stechuhr kostet Geld und ist für viele Arbeitnehmer eher unangenehm."

Was ist eine Stechuhr? Mein Opa hat mal sowas erwähnt ... Eine Firma, die Uhrzeiten auf Papp(!)karten stempeln lässt, aus denen dann jemand per Hand (!) die Arbeitszeiten übeträgt, mit dem Rechenschieber die Arbeitszeit berechnet und die Daten dann in Sütterlinschrift ins Lohnbüro trägt, wo der Lohnbuchhalter die Gulden und Groschen in eine Lohntüte abfüllt - Jetzt weiß ich, wir sind im Freilichtmuseum "19. Jahrhundert".

"Dann muss dass ja auch archiviert werden, Manipulationsmöglichkeitslos abgespeichert und im Einzelfall abrufbar sein."

Ich gratuliere, Sie haben soeben die ganz normalen Funktionen einer elektronischen Zeiterfassung erkannt.

@webü

Arbeitgeber und Arbeitnehmer

Meiner Meinung nach der erfolgreichtse Neusprech in der deutschen Geschichte, der in die Hirne der Menschen implantiert wurde.

Der Brenke liest sich wie ein Lobbyist...

der Arbeitgeber sozusagen der Wolf im Schafspelz,tut einen auf neutral.
Wenn es nach Herrn Brenke geht dann dürfte man überhaupt keine Gesetze mehr machen weil man nicht nachprüfen kann ob sie auch eingehalten werden.
Warum nur bei dem Mindestlohn ausgerechnet ein Bürokratiemonster entstehen soll erschliesst sich mir nicht.
Sind denn die Aufstockanträge beim Jobcenter kein Bürokratiemonster?Aber das ist nicht so schlimm ist ja nur gegen die Arbeitnehmer.
Selten so einen Schwach... gelesen..
Etwas später lässt er die Katze mit den 7€ aus dem Sack,da sieht man wessen Brot ich ess dessen Lied ich sing.
Es gibt genug Arbeitnehmer die wenn der Chef trickst diesen Anzeigen werden,auch anonym,die Strafen müssen logischerweise Dragonisch sein um wiederholungen zu vermeiden und ein Signal zu senden.
Wenn 80% den Mindestlohn wollen dann sollten endlich mal Nägel mit Köpfen gemacht werden.
Es ist mühselig zu wiederholen warum er gut ist für dieses Land und Europa,die Bremser hören eh nicht zu.

1 Stunde zu 80 min vestößt sicherlich auch gegen ein Gesetz

Diese Wirtschaftslobbyisten sehen immer nur Kosten und Ausgaben. Warum wird die Umsatz- und Einnahmenseite ausgeblendet? Die sollten sich mal vom Finanzminister ausrechnen lassen, ob der Mindestlohn die MwSt.-Einnahmen explodieren lässt, dann könnten mit dem Geld die notleidenden Unternehmen subventioniert oder gleich verstaatlicht werden. Man kann froh sein, dass der Einzelhandel und die Vermieter nur harte Euros akzeptieren, sonst würden die Lohnzahlungen womöglich noch in eine praktisch wertlose Binnenwährung umgestellt werden. Das hat in der DDR erstaunlich lange funktioniert.

@Hugomauser,

ist aufstocken erstrebenswert? Bevor ich 2010 in Rente ging erhielt ich 15,nochwas/Std...und damit kann man gerade leben mit Familie...ohne Reichtümer anzuhäufen! Doch wer Profitiert, wenn Arbeiter verarmen?

Die beste Stechuhr bin ich selber

Wenn mein Arbeitgeber versucht, mir systematisch und quasi als Grundlage eines offenbar auf Lohnsklaverei beruhenden "Geschäftsmodells" unbezahlte Überstunden aufzudrücken, um mich unter die ohnehin schon lächerlichen 8,50 zu drücken, sehe ich da nicht lange zu.

Erfordert natürlich auch ein Stück Mündigkeit vom Arbeitnehmer, aber es gibt durchaus rechtliche Möglichkeiten sich zu wehren.

@Hugo
"Für die meisten ist es weitaus angenehmer, einen gering bezahlten Job zu haben und ggf. aufstocken zu müssen, als arbeitslos zu sein."
Die Opfer der neoliberalen Verelendungsstrategie sollen es also bevorzugen, durch die präferierte Teilnahme am Drehen der Preisunterbietungsschraube dann auch noch mitschuldig zu werden? Und das noch in Berufen, die eigentlich per se schon keiner angenehm findet? Stichwort Hotellerie, Gebäudereinigung, Catering, etc. ... Nennen sie mal eine Quelle für diese wilde Behauptung.

Viele hier tuen so, als läg es am Gesetz

Viele der Forenmitglieder scheinen zu glauben, dass man einfach von Politikerseite einen Lohn festsetzt und alles würde gerechter. Die Reichen müssten mehr abgeben, die schlecht bezahlten bekommen mehr. Ich halte das für eine recht naive Vorstellung.

Wenn das so einfach wäre, sollte man den Mindestlohn flugs bei 20 € ansetzen.

Der Markt sucht sich den Standort, wo er am kostengünstigsten produzieren und/oder den Markt bedienen kann. Nur durch diese Effizienzmechanismen haben wir letztlich den im Weltmaßstab gesehen, hohen Lebensstandart. Das ist auch in einer sozialen Marktwirtschaft so.

Genau wie bei höheren Steuern bei Reichen wird es auch hier einen Abwanderungsmechanismus geben (Und sei es dadurch, dass man mit den anderen Preisen am Weltmarkt nicht mehr standhalten kann).

Daher muß man sich an einen Mindestlohn "herantasten", der so gering ist, dass er möglichst wenig Arbeitsplätze vernichtet, aber dennoch so hoch wie möglich ist.

Ebenso ist mit Steuern für Reiche zu verfahre

Zuersteinmal würde ich...

Zuerst einmal würde ich das Problem der „gemeinten schlechten Entlohnung“ mit mir selbst lösen. Schlecht bezahlte Arbeitsplätze sind ja kein Naturgesetz. Wenn ich selbst meine, dass meiner Arbeit mehr Entlohnung zustünde, gehe ich dorthin, wo meine Arbeit mehr entlohnt wird. Eigentlich ganz einfach! Im Übrigen kann man wohl davon ausgehen, dass Tätigkeiten mit einer Stundenentlohnung von unter 10 € dem Preis angemessen sind! Ein Physiker wird wohl nicht für 10€/h arbeiten gehen, da erstens Physiker rar gesät sind und zweitens die verrichtete Arbeit eine höhere Anfangsinvestition von Nöten macht um überhaupt Physiker zu werden. Da nicht jeder Physiker werden kann/will, werden Physiker daher entsprechend hoch entlohnt. Das ist auch die Erklärung, warum Tätigkeiten,die wenig Anfangsinvestition erfordern, niedrig entlohnt werden, da diesen Tätigkeiten ja ein hohes Angebot gegenüber steht.
Ein gesetzlicher Mindestlohn verzerrt den Markt und wälzt die Versäumnisse des Staats auf die AG ab!

nur mal zum Überlegen

Das reichste Zehntel der Deutschen verfügt über ein Privatvermögen von 6,5 Billionen Euro. Das ist ebensoviel, als hätte jeder einzelne Deutsche vom Säugling bis zum Greis 80000 Euro zu Verfügung. Dieses Vermögen wächst um 6115 Euro pro Sekunde.
Und die Aufstocker? Werden aus den Sozialkassen bezahlt!
Schon klar: ein Mindestlohn wäre eine Katastrophe für unsere Wirtschaft!

Langfristiger Wettbewerbsvorteil

1. Umsetzbarkeit:
Der Staat muss so hohe Strafen verhaengen, dass es sich fuer Unternehmen nicht lohnt, den Mindestlohn zu umgehen. Das kann stichprobenartig geprueft werden.

2. Langfristiger Wettbewerbsvorteil:
Eine Verteuerung des Faktors Arbeit fuehrt zur relativen Verbilligung des Faktors Kapital. Das foerdert Innovationskraft und macht den Standort Deutschland langfristig leistungsstaerker.

3. Erhoehung Wohlstand auch fuer den Unternnehmer:
Wenn die vielen Niedrigverdiener alle mehr verdienen, dann haben sie auch mehr Geld zum konsumieren. Das bedeutet der Umsatz bei den Unternehmen steigt. Dies wuerde den Kosteneffekt durch die Loehne bei manchen zum teil, bei manchen ganz und bei manchen sogar ueberkompensieren. Ich bin sogar der Meinung den Mindestlohn auf 10 EUR zu erhoehen.

Völlig uneinleuchtend als Gegenargument

Sind die Ausführungen, wie der Arbeitgeber sich nun doch wieder um den Mindestlohn herumdrücken kann.

Erstens liegt es am Gesetzgeber, Schlupflöcher im Arbeitsrecht ebenso zu schließen wie man es von ihm im Steuerrecht verlangt.

Zweitens ist z.B. der Besitz von Schußwaffen verboten, auch wenn es Mittel und Wege gibt, sich trotzdem welche zu beschaffen. Grundsätzlich gilt ja, die Möglichkeit der Gesetzesübertretung ist immer gegeben, das macht Gesetze doch nicht per se überflüssig.

@ 20:09 von Hugomauser Märchenstunde....

Sie glauben doch selbst nicht dass die Hotels,Reinigungsdienste Friseure und andere Deutschland verlassen werden und ihre Geschäfte schliessen werden oder doch?
Die Wäsche der Hotels wird doch schon seit jahren in Polen gewaschen.

Die Dienstleistungen die hier ausgeübt werden werden sich evtl. etwas verteuern ,na und dafür verdienen die leute mehr.
Das Geld muss nicht nur Verdient und gehortet werden bzw in nutzlose kanäle fliessen sondern muss zum wohle aller etwas mehr zirkulieren,sich mehr verzweigen damit auch andere in den genuss kommen,dem multimillionär wirds nicht wehtun und wer diesen lohn nicht zahlen kann soll für diesen dann halt arbeiten gehn.

ich fasse mir an den Kopf...

ich arbeite ca. 70 Stunden pro Woche und bekomme dafür ca. 1.500€ netto...
wenn ich jetzt eine 40-Stunden-Woche zugrunde lege (=168 Stunden/Monat), wäre ich bei ca. 8,93 € netto pro Stunde...
was soll ich da mit 8,50 BRUTTO?
meine Miete (und ich wohne in keinem Ballungszentrum) liegt warm (ohne Betriebskosten/Energienachzahlung) bei ca. 800,-- €, bleiben 700 € für das Leben - mit einem Kind, inkl. Fahrtkosten, Lebensmitteln, Kleidung usw. ...
lol, im Urlaub war ich seit 20 Jahren nicht mehr, besondere Ausgaben wie z.B. die DVD-Recorder oder TV-Geräte, die den tollen statistischen Warenkorb verbilligen, kann ich mir nicht leisten, und ich bin FROH, dass ich Arbeitskleidung gestellt bekomme...
wann endlich wachen die Leute inkl. Politiker mal auf, die keinen Bezug zur Realität haben und glauben, man könnte von 8,50 € pro Stunde leben in diesem Land?
Da fällt mir doch wieder Westerwelle (FDP!) ein, der eine Currywurst für 8,50 € total normal und toll fand...

@ ferromel um 19:32

es liegt doch an jedem selbst zu sagen, nee, für das Geld mache ich den Job nicht!
.
Aber die betroffenen Leute haben einfach nicht den Mum in der Hose um das mal salopp zu sagen, das mach ich nicht mit.
.
Wo leben Sie bitte? Einem Empfänger von ALG2 wird die Leistung drei Monate lang um jeweils 30% gekürzt - pro abgelehntem zumutbarem Job wohlgemerkt. Der hat schlicht keine Wahl!
.
Wo bleibt da die Tarifautonomie? Mal ganz zu schweigen davon, daß bei weitem nicht alle Arbeitgeber nach Tarif bezahlen...

Ist deren Ziel etwa Deflation?

Es ist rätselhaft, warum sich diese Institute neuerdings so brennend für Arbeitsplätze im Niedriglohnsektor interessieren. Meine Vermutung: Hedgefonds, die das Ende der Krise nicht wahrhaben wollen und sich mit Aktien-Short-Positionen gewaltig verspekuliert haben, versuchen mit perfiden Propaganda-Methoden die Deflationsspirale zu beschleunigen und so eine lange Rezession zu manifestieren. Deflation bedeutet, dass Preise und auch Kurse fallen! Nun wird schon gemunkelt, dass die EZB den Einlagenzins auf einen negativen Wert absenken könnte ...

@ kulinux

Sie haben offenbar "selektiv gelesen".

Die einen sagen: Man sollte die Leute gescheit bezahlen.

Die anderen sagen: Wenn wir zu hohe Mindestlöhne festsetzen gehen zu viele Jobs verloren.

Ich frage Sie: Was hat denn ein Arbeitsloser davon, dass er 8,50 die Stunde verdienen würde wenn er nicht seine Arbeit verloren hätte?
Zu harzen ist also ein würdigeres Leben als erstmal schlecht zu verdienen?

Denn was er vorschlägt ist in meinen Augen weitaus sinnvoller, als: CDU = kein Mindestlohn, und SPD = ein willkürlich festgelegter Mindestlohn, der sich im Wahlkampf gut anhört, von dem aber Gott allein weiß, wie unser Arbeitsmarkt drauf reagiert.

Solche Maßnahmen machen die in Frankreich seit ein paar Jahren, haben den Karren in Rekrodzeit an die Wand gefahren damit.

Tatsachen und Verstand müssen die Basis für politische Entscheidungen sein, nicht Ideologie und Wunschdenken.

Ja, ich find den Gedanken Mindestlohn auch klasse, ich will auch, dass jeder gut von seiner Arbeit leben kann...

Kein Mindestlohn ohne Mindestzinsen.

Der Mindestlohn ist genau das falsche Signal. Ziel muß es sein aus Hilfsarbeitern Facharbeiter oder Spezialisten zu machen. Dann stellt sich die Frage nach Mindestlöhnen gar nicht mehr. Wo bleibt der Ansporn sich noch Beruflich weiter zu qualifizieren, wenn man doch auch von Handlanger Tätigkeiten leben kann. Außerdem treibt das die Inflation in die Höhe. Bei 0,4% Zinsen nach Steuern würde das zur Enteignung von Ersparnissen und Altersvorsorgen führen. Kein Mindestlohn ohne Mindestzinsen.

Klar gehen Jobs verloren, denn

Manager putzen ihre Büros dann selbst, die Leute gehen nicht mehr zum Friseur sondern nutzen die Heckenschere und Pizza wird auch nicht mehr bestellt sondern selbst gemacht um 50 Cent zu sparen.

So ist der Deutsche. Ehe er 1€ mehr ausgibt macht er lieber alles selbst.

@kornblume

Hoffe dich verstehen zu können. Auch der konsumorientierte Ansatz spricht für einen Mindestlohn.
Konsum hätte ich Grosssrcheiben müssen

Rosa L.

Es gibt kein deutsches Lohndumping, im Gegenteil. Deutschland hat nach wie vor die fünfthöchsten Löhne in Europa und die zweithöchsten Arbeitskosten. Außerdem haben Sie offensichtlich übersehen, dass die CDU-geführten Regierungen bisher bei 14 Branchen Mindestlöhne vereinbart haben (nämlich dort, wo es keine Tarifpartner gibt), darunter die Leiharbeit. Rot-grün hat noch nie irgendeinen Mindestlohn vereinbart.
Abgesehen davon ist es tatsächlich Sache der Tarifpartner, Mindestlöhne zu vereinbaren und zwar branchenabhängig und den regionalen Gegebenheiten angepasst. Diejenigen europäischen Länder, die einen flächendeckenden Mindestlohn haben, haben eine hohe Arbeitslosigkeit – schauen Sie sich doch einfach einmal um.

@ nachgehakt48

netter Kommentar...

meinem Geschmack nach etwas zu sehr pro-CDU...

mal neutral gefragt: haben Sie vielleicht übersehen, dass (und diese Ihre Aussage habe ich jetzt nicht überprüft, gehe jetzt ins Bett, habe wieder einen 13-Stunden-Tag vor mir) wir hier nicht nur die 5.-höchsten Löhne Europas, sondern auch extremst hohe Lebenshaltungskosten haben?

An den geringen Stundenlöhnen,

vor allem im Dienstleistungsgewerbe sind wir doch alle auch mitschuldig.
Jeder rennt dahin, wo es am billigsten ist, wer ist schon bereit, z.B. beim Friseur mehr zu zahlen, nur weil der teuere Friseur seine Angestellten ordentlich entlohnt.
Auf einer Eigentümerversammlung mit 10 Miteigentümern hat man sich letztens maßlos darüber aufgeregt, dass die Putzfirma für einen Hausputz pro Woche (innen und außen) im Monat 100,00 € bekommt, das ginge doch auch billiger.
Mein Bekannter arbeitet in örtlichen Elektromarkt, da gucken sich die Leute die Geräte an, lassen sich alles vorführen und kaufen dann im Internet.
Man sollte beim Mindestlohn nicht immer nur die großen Firmen im Blick haben, sondern auch die vielen kleinen Arbeitgeber, die kaum mehr haben, als ihre Mitarbeiter.

@nachgehakt48

"[...] Außerdem haben Sie offensichtlich übersehen, dass die CDU-geführten Regierungen bisher bei 14 Branchen Mindestlöhne vereinbart haben [...]"

Ja, zuletzt bei den Steinmetzen. :D

Was sollen die dummen Hinweise

mit der Qualifizierung zum Facharbeiter oder höher von einigen.
Im Niedrig-Lohnsektor arbeiten jede Menge Facharbeiter,und das seit vielen Jahren.
Und das Gezerre um die 8,50 ,was alles passieren könnte und wie die umgangen werden können ist einfach nur peinlich.

Menschen müssen von was leben können und nicht nur sich den Rest vom Amt holen müssen.

JonasundderWal

Sie haben eine blühende Fantasie. Sie kennen offenbar auch nicht den Unterschied zwischen Tarifautonomie und Sozialhilfe. Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretungen sind die Tarifpartner, die nicht nur den Lohn, sondern auch andere Dinge für die Arbeitnehmer vereinbaren wie z.B. Arbeitszeit, Urlaubszeit, etc. Hier spricht man von Tarifautonomie.

Wenn Sie arbeitslos sind und HartzIV beziehen, beziehen Sie eine freiwillige Leistung des Staates wie Sozialhilfe. Sie sind verpflichtet, eine Gegenleistung zu erbringen, d.h., Sie müssen sich um eine Arbeitsstelle bemühen. Wenn Sie dies nicht tun, kann es zu einer Kürzung von HartzIV kommen, das hat aber überhaupt nichts mit Tarifautonomie zu tun.

Auch Ihre Behauptung, in denjenigen Ländern, in denen ein flächendeckender Mindestlohn bezahlt wird, gäbe es keine negativen Erfahrungen, ist falsch. Das Gegenteil ist der Fall. Sehen Sie sich doch die Arbeitslosenzahlen in Europa an!

Überall sonst funktioniert das doch auch...

Schaut man nach links und rechts findet man unglaublich viele positive Beispiele für den Mindestlohn. Es scheint als hätten sie ihn alle schon: Die Briten, die Irländer, die Niederländer, die Belgier und die Luxemburger, um jetzt nur ein paar zu nennen. In all diesen Ländern gab es keine negativen Beschäftigungseffekte, im Gegenteil: In Großbritannien hat die Beschäftigung sogar zugenommen, vor allem in den Bereichen, in denen Mindestlöhne gezahlt werden.
Wieso sollte das in Deutschland nicht genauso gut funktionieren? Wenn die Schlupflöcher bekannt sind, kann der Gesetzgeber sie stopfen. Etwas Gutes für den Ost-West-Angleich hätte der flächendeckende Mindestlohn zudem auch noch.

Was ich nicht verstehe

Wenn es so einfach ist, einen gesetzlichen Mindestlohn zu umgehen, warum wehrt sich die Wirtschaft dann seit Jahren mit Händen und Füßen dagegen?

Unbezahlte Überstunden

Ich habe in einen Betrieb gearbeitet, für den ein gesetzlich festgelegter Mindestlohn gilt. Diesen wollte der Arbeitgeber auch durch unbezahlte Überstunden umgehen. Dann hat eines schönen Tages der Zoll mal vorbei geschaut... und... schwupps... von diesem Tage an wurde jede Minute peinlich genau abgerechnet.

Zum Thema Werkverträge: Wer wirklich outgesourct wird und als Scheinselbständiger arbeitet, sollte sich mal mit seiner Gewerkschaft in Verbindung setzen. Die freuen sich nämlich, weil es ein leichtes Spiel sein wird, wenn sie in so einem Fall eins ihrer Schäfchen in ein geordnetes Lohn-und-Brot-Verhältnis reinpauken können. Und der Arbeitgeber sieht dabei richtig alt aus.

Man kann das Thema

Man kann das Thema makroökonomisch aus Sicht der Keynesianischen Theorie oder der Neoklassik betrachten. Beide liefern gegensätzliche Ergebnisse.
In der Keynesianischen Theorie wird damit argumentiert, dass eine Erhöhung des Lohns die Nachfrage erhöht und somit mehr Arbeitsplätze geschaffen werden.
Die Neoklassik dagegen sagt, dass ein fest gesetzter Preis den Arbeitsmarkt aus dem Gleichgewicht bringt und ein Angebotsüberschuss vorhanden ist. Also die Arbeitslosigkeit steigt.

@Hugomauser zu "Der Markt sucht"

Welcher Markt denn? Meinen Sie etwa den mit Milliardensummen vom Steuerzahler subventionierten Niedriglohnsektor? Und was reden Sie für Zeug von "Preisen am Weltmarkt". Offensichtlich wissen Sie ja nicht einmal, dass Niedriglöhne in D ein Problem des Binnensektors sind.

mmausmoelln

Nein, wir haben in Deutschland NICHT die extremst höchsten Lebenshaltungskosten, im Gegenteil. Schauen Sie hier: http://www.handelsblatt.com/politik/konjunktur/nachrichten/lebenshaltung...

Viel gewonnen wäre schon,

Viel gewonnen wäre schon, wenn der Arbeitszwang in der Hartz-Gesetzgebung abgeschafft würde, da er ohnehin verfassungsmäßig bedenklich ist.
Hebt man dann noch die Sozialhilfe insgesamt an, hätte man damit de facto einen Mindestlohn, der ein gutes Stück über dem Existenzminimum liegt, da natürlich niemand für weniger als den Sozialhilfesatz arbeiten gehen würde.

miss_verstaendnis Was ich nicht verstehe

Was erwarten Sie denn? Dass die Unternehmensverbände bei der Inaussichtstellung eines Mindestlohnes durch die Politik applaudieren?

tja, die drohende Auslagerung von Arbeitsplätzen

erinnert mich manchmal an meine Kindheit. 10 Jungs spielten Fußball. Auf einmal wollte der, dem der Ball gehörte, die Regeln bestimmen. "Sonst gehe ich nach Hause und nehme meinen Ball mit. Dann guckt ihr schön blöd!"
Zwei oder drei mal hat das geklappt. Dann haben wir anderen zusammengelegt und uns einen eigenen Ball gekauft.
Ratet mal, wer dann schön blöd geguckt hat...

Hobby als Gewerbe

Das Finanzamt akzeptiert ohnehin auf Dauer nicht, wenn mutmaßlich keine Gewinnerzielungsabsicht besteht. Es ist sehr verlockend das Hobby als Gewerbe anzumelden um die MwSt. für die Ausgaben erstattet zu bekommen.

Nachgehackt@Hohe Lohnkosten etc...

Sie mögen von den Fakten her recht haben aber diese Angelegenheit ist eigentlich viel komplizierter und lässt sich durch eine Tarifautonomie sowie dem Gesetzgeber nicht alleine lösen! Habe selbst 30 Jahre im Management eines Mittelstandsunternehmens gearbeitet!Es gibt seit einiger Zeit Kurzarbeitsregelungen die 2008 sehr stark in Anspruch genommen wurden, auf der anderen Seite haben solche Betriebe 2008/2009 Millionen für Unternehmensberater ausgegeben. Fazit:
Standortverlagerung...weil z.B. Gewerbesteuer günstiger(könnte auch p.Gesetz ger. werden) Ergebnis: Hohe Fluktuation des Personals und Fachkräftemangel weil viele nicht mobil sind in Deutschland! Warum??? Ich denke daß eine vernünftige Regelung nur durch Tarifautonomie mit gesetzlichen Eckdaten
erfolgen kann. Schlechtes Management kann man nicht per Gesetz regeln oder sind Sie da anderer Meinung?
Bin trotz Rentnerdasein wieder häufiger in meiner alten Firma, warum wohl?

Interiew heute auf WDR5...

Eine Friseutmeisterin aus Ostdeutschland sprach sich gegen den Mindestlohn aus.

Begründung: Es gäbe in Ostdeutschland viele Friseurbetriebe, die nicht produktiv genug wären, um einen Lohn von mehr als 4-5€/h zu zahlen.

Die Mitarbeiter in diesen Betrieben wären zu langsam und würden pro Stunde zu wenige Kunden bedienen, um einen höheren Lohn zu erwirtschaften also auch zu "verdienen".

Sie geht davon aus, dass bei einem Mindenstlohn von 8,50€/h bis zu 20% der Friseurbetriebe in Ostdeutschland schließen müßten.

Einen Herrenhaarschnitt kostet in Ostdeutschland ca. 6€. Davon sollte ein Friseur min. 4 pro Stunde schaffen.

8,50€/h zzgl. Arbeitgerberanteile = ca. 11,50€/h. Vielleicht muss man bei 8,50€/h die Preise ein bischen erhöhen, aber das müssen dann alle machen.

Es wäre alles kein Problem, wenn der Staat die Menschen nicht zwingen würde für Löhne unter ALGII Niveau zu arbeiten.
Wenn jemand freiwillig solche Jobs annimmt, OK, aber ohne staatliche Zuschüsse.

@kabelbinder um 21:38

"....Der Herr vom DIW sollte sich mal überlegen, was sein Geraunze bedeutet, das ist keine Kommentierung oder Geradestellung sondern eine Anleitung dafür, wie man den Mindestlohn schmal reden und damit mies machen kann...."

Genau - und interessant fand ich auch seine letzlich "wissenschaftlich fundierte" Herleitung für die von ihm genannten 7 € !

Experimentieren wir doch einfach mal so mit den Menschen rum ! Die sind`s doch die letzten Jahre gewohnt !

@Am 20. November 2013 um 19:32 von ferromel

"freie Marktwirtschaft

es liegt doch an jedem selbst zu sagen, nee, für das Geld mache ich den Job nicht!"

Sie mussten noch nie zum Jobcenter, denn dann wüssten Sie, dass man so einen Job nicht ablehnen darf, weil sonst nicht nur Mumm, sondern auch Geld in der Hose fehlt (Sanktionen)... ;-)

@21:57 von Timothy Truckle

Genau. Die 7 € sind genau so wissenschaftlich fundiert, wie die 8,50 Euro der SPD oder die 10,50 euro der Linken. Letztere haben wohl einfach die besseren Taschenrechner und Glaskugeln. Und was bei der ganzen Diskussion gerne vergessen wird: Die Mehrheit der Bevölkerung in Deutschland arbeitet nun mal für Stundensätze, die höher sind, als die geplanten 8,50 Euro. Die beginnen sich erst für Mindestlöhne zu interessieren, wenn die Zahl auf dem Papier höher ist, als deren aktueller Stundenlohn.

@ gismo-97

"Ein gesetzlicher Mindestlohn verzerrt den Markt und wälzt die Versäumnisse des Staats auf die AG ab!"

Ein Einkommen unter Hartz4-Niveau, bei dem die Leute bei Vollzeit aufstocken gehen müssen, verzerrt den Markt! Unternehmen, die Dumpinglöhne zahlen werden gegenüber denjenigen, die anständig bezahlen vom Staat subventioniert. Klarer Fall von Wettbewerbsverzerrung. Und die funktioniert nur, da die Leute dank H4 alles annehmen müssen. Und schon dreht sich das "Unterbietungs-Karussell".

@ MKir13

"Die 7 € sind genau so wissenschaftlich fundiert, wie die 8,50 Euro der SPD..."

Das ist die Grenze bei der sich die Vollzeitentlohnung knapp über der eines Hartz4-Beziehers befindet. Das ist keine Wissenschaft, sondern schlicht auszurechnen.

"Die beginnen sich erst für Mindestlöhne zu interessieren, wenn die Zahl auf dem Papier höher ist, als deren aktueller Stundenlohn."

Was lässt Sie zu dieser Weisheit gelangen? Mein Lohn liegt darüber, trotzdem interessiere ich mich, diskutiere mit und gönne den Betroffenen einen Lohn über H4-Niveau.

Mindestlohn und die Wirtschaft geht pleite

Bei solch einer Argumentation, vor allem der Friseur Betrieb in Ostdeutschland, graut es mir. Wer soll dann in die Sozialkassen einzahlen? Wie sollen diese Menschen ihren Lebensunterhalt bezahlen? Was bekommen diese Menschen später an Rente, wenn nichts eingezahlt wird?
Ich bin vom Prinzip her zwar gegen einen Mindestlohn, Tariflohn wäre besser, doch bedeutet dies ein erster Schritt. Das die armen Unternehmen abwandern würden, ist ein billiges und ebenso unwahres Gerücht. An Nokia kann beobachtet werden was geschieht, wenn es nur noch um billige Arbeitskräfte geht. Sie gehen pleite, weil sie keine Gedanken mehr in Innovation und Weiterentwicklung der Produkte stecken. Ich bin der Verfechter von Tarifverträgen, mit starken Gewerkschaften, denn nur durch starke Gewerkschaften ist es möglich, das Unternehmen zum Denken angeregt werden, wie eine Produktion besser, effektiver ablaufen kann. Alle Unternehmen die billig produzieren, kommen zurück, weil billig eben billig ist. Gute Nacht!

Die 8 Fuffzich kommen eh nicht

Wer sagt, dass ...

... jede Stunde 60 Minuten dauern muss, dass man jeden bürokratischen Unsinn festschreiben muss, dass man nicht einfach mal mehr Vertrauen in den freien Markt setzen sollte?

re carstencasi 18:27

Als xxx-Mensch habe ich mal Ihre Rechnung überprüft.
Ihre Vollzeitangestellte hat nach Ihrer Rechnung einen Stundenlohn von 20 Euro.
Das ist eine ganze Menge mehr als das, was SPD und Grüne Politiker mit 8,50 Euro als absolute Untergrenze fordern.
Dabei ist die Rechnung doch ganz einfach, auch ohne Maschine.
Wenn Sie allerdings 800 € als Monatslohn meinten, dann sollten Sie das auch schreiben.
Dann hätte Ihre Vollzeitangestellte bei 160 Monatsstunden einen Stundenlohn von 5 €.
Davon kann sie aber nicht leben und wird daher aufstocken müssen.
Und wer bezahlt das?
Und wer bezahlt später ihre Rente?
Unter diesen Umständen ist selbst der Mindestlohn von 8,50 € ein Witz, wenn es nicht so traurig wäre.

Ist das die Endlösung der Humankapitalkostenfrage?

Die Machtübernahme durch die Klientel- und Lobbygruppeninteressenvertretungsparlamentaristen der Gruppe Kohl-Genscher, die ja ihr Meisterstück als Koberer und Drücker zusammen mit ihren Mitkadern, dem Otto G. Lambsdorf, dem Alois Waigel, Rupprecht Scholz, Walter Rasch für die Göttinger Gruppe/Securenta AG gegen erkleckliche Aufwandsentschädigungen geliefert hatte, in dem sie dazu beigetragen hat, dass mehr als 150.000 arglose und gutgläubige Altersersparnisanleger um mehr als 200.000.000 € gebracht wurden, hat in Deutschland eine Politik etabliert, die nach den Regeln der Nationalökonomie nur noch als Refeudalisierungspolitik beschrieben werden kann.
Mit der sogen. Reform- und Modernisierungspolitik der Gruppe Schröder-Fischer wurde sogar noch in eine Art von pseudo-parlamentarischem Totalitarismus entwickelt, der die Transformation der SPD in die S(chröder) P(artei) D(eutschlands) deutlich belegt und eine real-existierende Geldwirtschaftsdiktatur verwirklicht hat.

also wer behauptet das die

also wer behauptet das die Erfassung der Arbeitszeiten als MEHRAUFWAND bezeichnet hat nicht alle Nadeln an der Tanne. Schließlich muss die auch erfasst werden um den Arbeitnehmer richtig zu bezahlen.
Das kann nur einer behaupten der entweder den Staat schon immer bescheißt und Fantasiezahlen bei der Steuerabrechnung an gibt oder eben ein politischer Gegner des Mindestlohnes.

Viel zu bürokratisch

Der Mindestlohn ist viel zu bürokratisch und wie jede bürokratische Vorschrift von denen da oben wird auch der Mindestlohn von findigen Unternehmern umgangen werden. Wetten?

re conny0815

"An Nokia kann beobachtet werden was geschieht, wenn es nur noch um billige Arbeitskräfte geht."

Sie sagen es.
Sollen die Unternehmer, denen der Mindestlohn für die Arbeitnehmer noch zu hoch ist, ihre Krachbude einpacken und in der Ukraine wieder aufstellen.
Nach spätestens 18 Monaten kommen sie angekrochen und betteln um ein billiges Gewerbegrundstück in einer deutschen Gemeinde.

21:16 von nachgehakt48

netter Versuch...

aber ich habe nicht "die extrems höchsten", sonder EXTREM HOHE geschrieben, Frau Merkel... ;-)

Putin würde sagen: Guter Experte

Was ist das eigentlich für ein Mensch?
Passt dem AG der Stundenlohn nicht, könnte er die Stunde von 60 auf 80 min verlängern.
-Genau, vermutlich kann er die Zeit anhalten!
Puh, ich bin kein Fachmann aber Betrug ist doch kein Vergehen, sondern ein Straftatbestand. Kaum ein AG mit Hirn setzt sich der Gefahr aus, dementsprechend bestraft zu werden.
Obwohl, wenn ich mir die Selbstanzeigen nach Kauf der Steuerdaten-CDs ansehen, kommen mir Zweifel auf.
Im Übrigen, mit Straftaten zu drohen wenn ein Gesetz kommen soll, das einem nicht passt, ist das ein ziemlich mieses Benehmen.
Über den Quatsch mit den bürokratischen Strukturen, die sogar noch geschaffen werden müssen, lasse ich mich gar nicht erst aus.
@Redaktion:
Wenn ein Lobbyist der Industrie und besonders der Besserverdiener hier solch einen Raum einnimmt, wäre es nett morgen einen Lobbyisten der Arbeiterbewegung (gibt es das noch?) zu hören.
Vielen Dank im Voraus, denn Sie haben mich selten auf meiner Suche nach Information enttäuscht.

@Conny0815

Was bekommen diese Menschen später an Rente, wenn nichts eingezahlt wird?

http://www.finanzen.de/news/14814/geringverdiener-sollen-kuenftig-eine-rente-von-844-euro-bekommen

@ Rosa L.

"Andere Frage: Warum wird hier Stimmung gegen das elementare Recht menschenwürdiger Arbeitsentlohnung gemacht, indem dieses überflüssigerweise in Frage gestellt wird."

Leichte Antwort: Weil die meisten derjenigen sich nicht selbst in dieser Lage wiederfinden und ihnen jegliche Empathie abgeht.

@ frustrierter Hartzer

"Der Mindestlohn ist viel zu bürokratisch und wie jede bürokratische Vorschrift von denen da oben wird auch der Mindestlohn von findigen Unternehmern umgangen werden. Wetten?"

Die Gefahr eines Missbrauchs gibt es bei jeder Vorschrift. Aber eine deutliche Lohnuntergrenze macht es betroffenen Arbeitnehmern einfacher festzustellen, ob das Gesetz eingehalten wird. Die jetzige Lösung der "Sittenwidrigkeit" ist von AN schwer nachzurechnen, gerade weil jede Branche ihr eigenes Süppchen kocht.

@frustrierter Hartzer

Wie würden Sie denn einen unbürokratischen Mindestlohn der nicht umgangen werden kann, gestalten?

Solange die Anschauung

Solange die Anschauung besteht, dass Arbeitsplätze wichtiger sind als Mindestlohn , solange diese Anschauung herrscht, muss man den betreffenden Staat von allen guten Geistern verlassen ansehen. Da hilft auch nicht, wenn alle Staaten das so machen!
>
PS
8 . 50 ist kein Lohn, sondern ein Witz-
Wenn man oben nimmt und unten gibt, gewöhnen sich die Leute ebenso daran, wie an Hartz Vier Sklaverei. Nur dass die da oben niemals so geschunden werden, und streichte man ihnen auch die Hälfte ihres Lohnes. Bleibt immer noch selig Sonnenschein.
>
Hier unten ist nie Sonnenschein, aber hundert Euro mehr im Monat können die Welt hier unten verändern.

@lePecheur

Ich empfehle ihnen mal ein paar Tage in einem Arbeitsgericht zu verbringen. Ihnen würden vermutlich die Haare zu Berge stehen, wenn Sie wüßten was Unternehmen sich in diesem Land alles mit ihren Beschäftigten erlauben können.

@cartencasi - Da beisst sich die Schlange in den Schwanz

'Sie ist dankbar nicht zuhause sitzen zu müssen und sagt, sie brauchen jeden Cent, sie ist zufrieden, denn in der Region ist nichts anderes zu kriegen..'

Wenn in der Region es allgemein üblich ist Hungerlöhne zu zahlen ist die Konsequenz natürlich auch dass an Dingen wie dem Friseur gespart wird. Wenn die Leute konsumieren sollen (was wir angeblich laut EU zuwenig tun) müssen die ja auch erstmal das Geld haben.

Besser für alle wäre doch ein Laden der gut läuft und eine Angestellte die auch entsprechend bezahlt werden kann.

Wer wirklich nur etwas besseres tun will als vor der Glotze zu sitzen kann sich auch ehrenamtlich betätigen, aber für die die davon existieren müssen machen 6 oder 8,50 schon einen wesentlichen Unterschied.

Es wäre nur wichtig dass dies auf jeden ausgedehnt wird der hier arbeitet, egal ob Werkvertrag oder anderes, weicht der Lohn hiervon ab sollte der Arbeitgeber zuzahlen müssen.
Die Frage ist nur will die Regierung diese Lücken überhaupt schliessen ?

"wird auch der Mindestlohn umgangen"

Na, wenn alles so einfach zu umgehen wäre, dann brauchten wir erst gar keine Gesetze mehr zu machen. Klar werden sie es versuchen, so wie sie es mit uns sowieso immer tun (Danke fürs Copyright, Hannes!). Dafür sind dann andere da, die aufpassen, dass Gesetze eingehalten werden.

Soviele angebliche Probleme die mit 7Euro verschwunden sind ??

Soviele angebliche Probleme die mit 7Euro verschwunden sind ??

Sieht für mich nach einem Meinungsmache Interview aus mit einem Seriösitätsanstrich pro CDU.

Schon seltsam das der Mindestlohn in einigen EU Ländern teilweise weit über 8,50 Euro liegt überhaupt kein Problem darstellt und gut funktioniert.

Aber in Deutschland bekommen wir das nicht hin ?

Dieses Interview lässt sich gut mit einer Scheibe Salami vergleichen.

@18:56 von autodidact

Sehr gute Idee dieses Gesetz. Schade nur das sowas nie und nimmer verabschiedet werden wird, weil es eben weder Schlupfloch noch Hintertuer hat. Die Politik knebelt doch nicht ihre eigenen Geldquellen.

Unternehmensinterne Mindestlöhne

Ist zwar ein alter Hut, aber für mich immer noch der Favorit:

Der Mindestlohn in einem Unternehmen errechnet sich neben dem gesetzlich festzuschreibenden Mindestlohn (8,50€ oder 10,50€ oder...?) AUCH aus einem zulässigen Verhältnis zwischen maximalem (z.B. Vorstandsvorsitzender) und minimalem (z.B. Klofrau) Gehalt im Unternehmen !

Beispiel: Faktor ist 50 !

Vorstandsvorsitzender erhält 10 Mio pro Jahr - Ackermann hatte das wohl mal, wollte jetzt nicht googeln !

Klofrau erhält 10 Mio / 50 = 200 T€/a !

Das wäre für mich gerecht !

PS1: Der Faktor kann natürlich auch 100 sein - müsste "wissenschaftlich geklärt" werden !

PS2: Ich freue mich schon auf die Reaktionen, die mir erklären werden, dass der Vorstandsvorsitzende natürlich eine trillionenfache Mehrverantwortung hat als die Klofrau, die ja "nur" dafür zu sorgen hat, dass in der Firma keine Salmonellenverseuchung den Betriebsablauf zum Erliegen bringt !

Herr Professor Brenke, ...

... ist die Höhe Ihres Gehalts angesichts der Haushaltssituation auch "wissenschaftlich fundiert" oder wird das Institut von Arbeitgeberverbänden bezahlt? Wie auch immer: Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm. In der Wissenschaft kommt es immer auf die angewendete Methode an. Wenn man natürlich das neoliberale Sklaven-und Verbrechersystem für in Ordnung hält, kann eine solche Aussage auch "wissenschaftlich" im Sinn eben diesen gewählten Voraussetzungen sein. Wer bei Behörden um ergänzendes ALG II betteln muss, fühlt sich von Ihrer "Wissenschaftlichkeit" verhöhnt. Erforschen sie doch einmal, was diese Büttel und selbsternannten nichtbehinderten Herrenmenschen so wegschleppen, weil sie es lt. Verdi für das Schikanieren der Bürger wert sein sollen (anständige Ausnahmen gibt es) und wie gerecht das gegenüber gegenwärtigen Erwerbsunfähigkeitsrenten ist, die oft mit ergänzender Grundsicherung aufgestockt werden.

Alles andere klingt wissenschaftlich plausibel. > Grundproblem=Kapitalismus.

@20. November 2013 um 18:44 von L.-Ludwig

Stimmt, wenn ich als arbeitsloser wieder entscheiden dürfte, ob die angebotene Arbeit zumutbar (bzw. angemessen bezahlt) ist, gäbe es auf dem Arbeitsmarkt echten Wettbewerb. So wie es jetzt geregelt ist, ist der AN beim Lohn bis in das bodenlose erpressbar.
Wie, Sie haben keine Lust für so einen Lohn zu arbeiten?
-Solche Fragen und das geradezu alberne Getue von Empörtheit musste ich mir vor Jahren auch antun. Die Zeiten sind Gott sei Dank vorbei.
Ich gönne jedem AN, der noch nicht beim diskutierten ML ankommen ist, trotz solcher sich merkwürdig hervortuenden Experten, bald zu erfahren was Leistungsgerechtigkeit ist. 7€ /Stunde sind es vermutlich nicht.

Unsozial

Wer 8,50 € pro Stunde bekommt, kostet seinem Arbeitgeber knapp das Doppelte. Es kommen Arbeitgeberbeiträge, Arbeitsplatzgemeinkosten und ein Aufschlag für Risiko und Wagniß dazu. Ferner möchte der Arbeitgeber auch etwas verdienen, wenn er einen Arbeitsplatz schafft. Wer nicht in der Lage ist, dies zu erwirtschaften, weil es ihm an Qualifikation, Ausbildung, Fähigkeit etc. fehlt, wird nicht mehr beschäftigt werden.

Kein Arbeitgeber wird bereit sein, dauerhaft Arbeitnehmer zu beschäftigen, die ihn mehr kosten, als sie erwirtschaften. Also wird er entweder das System umgehen, und die Scheinselbständigen stehen noch schlechter, weil sie nicht einmal mehr sozialversichert sind oder er wird den Arbeitsplatz auf Dauer abbauen. Man kann dies bedauern, anprangern und beklagen, ändern kann man es nicht.

Man kann also gleich ins Gesetz schreiben, daß wer nicht hinreichend effektiv und wirtschaftlich ist, fortan nicht mehr zu beschäftigen ist.

Mindestlohn brauch keine neuen Behörden

Es ist wichtig, viele Gesetze abzuschaffen, damit der Mindestlohn nicht umgangen werden kann. Jedoch benöigt es keine weitere Behörd. An dieser Stelle müssen die Arbeitnehmer_innen auf ihre Gewerkschaft zugehen, um Verstöße gegen den Mindestlohn anzugehen. Die Gewerkschaft klagt dann die Ansprüche durch, wenn es sein muss. Die Arbeitnehmer_innen müssen verstehen, dass sie die Gewerkschaft im Betrieb sind, wenn sie bessere Arbeitsbedingungen und Löhne haben wollen.

unter...

11 euro ist da ganze sowieso firlefanz...

8,50 Euro - ein Witz

Nicht für die rot-grün-schwarzen Getreuen, denn mit diesem Stundenlohn wird ein Großteil der sog. "Aufstocker" vom Freßnapf verjagt, d.h. mit 1 - 2 € liegen die Einkommen dann über dem HIV-Satz. Sie können dann nicht mehr aufstocken, nein ihnen werden der gesamte Lebenskostenapparate, wie Miete, Heizung etc., aufgedrückt.

Lohnt sich arbeiten überhaupt noch? Lohnt sich das sparen noch?

Ein Generalstreik ist lange überfällig, aber die Deutschen warten und warten und warten - sie warten sicher auf Mutti !
Aber die wartet doch auch ! Und sie schiebt und schiebt - alle Unannehmlichkeiten auf einen großen Haufen. (Aber eigentlich müßte sie doch den Ablauf von Gärungsprozesse innerhalb dieser Haufen wissen.)

Werkvertrag: 7€ für je 700 solcher Interviews

Vorschlag: Der Interviewte bekommt für 100 Interviews ein Honorar von 7€ als Werkvertrag.
.
Ich nehme an, - wenn er selbstverständlich seine gesamten sonstigen Einnahmen und seine Immobilien nebst PKW und sonstigem vorher verschenkt hat - würde er sich vernünftigerweise Gedanken machen, wie Beschäftigte zu Ihrem Recht kommen und nicht wie diese wieder ausgequetscht werden können.
.
Für den Interviewer das gleiche Honorar wäre auch nicht schlecht. Dann würde der sich auch um andere Themen kümmern.
.
Außerdem könnte man dem Gesetz auch drastisch Nachschub geben: Das Maximalgehalt eines Unternehmens darf höchstens das 10 fache des Minimaleinkommen betragen. Umgehungstatbestände werden mit Gefängnis nicht unter 10 Jahren bestraft.
.
Dies wäre nebenbei ein echter Anreiz für die sogenannten Leistungsträger unserer Gesellschaft. Die müssten nämlich endlich mal wirklich etwas leisten, um 1 Mio pro Jahr zu verdienen.

@ Timothy Truckle

"PS2: Ich freue mich schon auf die Reaktionen, die mir erklären werden, dass der Vorstandsvorsitzende natürlich eine trillionenfache Mehrverantwortung hat als die Klofrau, die ja "nur" dafür zu sorgen hat, dass in der Firma keine Salmonellenverseuchung den Betriebsablauf zum Erliegen bringt !"

Stimmt, wenn die Klofrau den Boden putzt, vergisst das Schild aufzustellen, ein Mitarbeiter sich schellt und das Bein bricht, bekommt sie eine Abmahnung. Der Vorstandsvorsitzende hingegen macht Mist, Leute müssen entlassen werden und als Strafe bekommt er eine Gratifikation.

Der Unterschied ist doch wirklich nicht so schwer zu verstehen, oder?

@ Rodion Romanowi...

"....oder er wird den Arbeitsplatz auf Dauer abbauen."

Pech, dann wird er seine Aufträge selbst erledigen müssen. Oder ein anderes Unternehmen wird den Auftrag bekommen.

Das wird endlich die verdeckten Unternehmenssubventionen beenden.

diese diskussion um mindestlohn ist quatsch

das ganze wird hier nur aufgebauscht. in anderen laendern wie usa und grossbritannien gibt es seit jahren mindestlohn und die laender boomen immer noch.
es wird hier immer so getan als wenn ein arbeitnehmer dann nachteile hat.
ist aber nicht so, denn der wettbewerb bescheinigt, das alle firmen den lohn zahlen dem zu folge sind keine wettbewerbs nachteile national zu befuerchten.

und ausserdem dann noch mal klar gemacht was 8,50 bedeuted; naemlich nichts anderes als euro 1428 brutto pro monat. wer nun denkt das sei zuviel gehalt fuer einen beschaeftigten der solle sich bitte als kapitalist oder ausbeuter beschimpfen lassen. denn was sind schon 1428 euro brutto?

deutschland ist krank und das ganze system kraenkelt, nur wahrhaben und aendern will das niemand.

und wenn nun noch 80 prozent der gewaehlten die regierung bilden, werden wir sehen wo das ganze hinfuehrt.

armes deutschland, was ist aus dir geworden, ein niedrig lohn land.
arm, aermer, deutschland.

@Rodion Romanowi...

Wie würden sie denn den wirtschaftlichen Wert von Künstlern sehen? Oder Reinigungsfachmänner/frauen? Oder Feuerwehrmännern/frauen?
Es gibt einen Haufen Berufsgruppen, welchen man ganz schlecht einen wirtschaftlichen Nutzen anrechnen kann.

Das alle Experimente in Europa mit dem Mindestlohn keinen Anstieg der Arbeitslosenzahlen zeigen sollte uns eigentlich ein gutes Zeichen sein.
In Groß Britanien sprach man sogar beim Frisörhandwerk davon dass es nun mehr Arbeitsplätze gibt und der Frisörberuf ist eine typischer Beruf aus dem Niedriglohnsektor.

Soll man doch lieber für 3,20€ Blumen verkaufen und nach einem 10-Stundentag sich noch im Jobcenter zutexten lassen und beleidigen lassen ...
Wer arbeiten geht sollte wenigstens mehr als nur Überleben können.

@ Rodion Romanowi...

"Man kann also gleich ins Gesetz schreiben, daß wer nicht hinreichend effektiv und wirtschaftlich ist, fortan nicht mehr zu beschäftigen ist."

Oder man kann hineinschreiben, dass Unternehmer mit Geschäftsmodellen, die nicht in der Lage sind ihre Kosten + Unternehmerlohn am freien Markt zu generieren nicht länger subventioniert werden und dass die Möglichkeit besteht bei der Konkurrenz selbst für mind. 8,50 Euro angestellt zu arbeiten.

Der freie Markt regelt es.

@Stefan-H

"Es ist eine Schande, dass über sowas noch diskutiert werden muss."
Offensichtlich denken Einige hier im Forum gar nicht darüber nach, W A R U M dieser "flächendeckende Mindestlohn" eingeführt werden soll !?!
Der "flächendeckende Mindestlohn" soll für Arbeitnehmer (AN) eingeführt werden, die für ganz geringe Stundenlöhne schuften müssen. Es gibt Arbeitgeber (AG) genug, die der Arbeitnehmerschaft ganz unverhohlen feixend anheimstellen: Entweder ihr arbeitet für diesen Lohn oder ihr sucht euch was besseres. Hier vor meiner Tür warten Hunderte, die gern für den von mir gezahlten Lohn arbeiten.
Und es gibt wirklich genug AN, die wirklich für ganz geringe Stundenlöhne arbeiten und dem soll mit dem flächendeckenden Mindestlohn ein Riegel vorgeschoben werden.
Indem im gesamten Bundesgebiet 8,50 € als Stundenlohn festgelegt wird, sollen alle AG MINDESTENS diesen Lohn zahlen müssen, OHNE AUSNAHME !
Das halte ich für richtig und ich gehe davon aus, dass die SPD sich nicht davon abbringen

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